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Rosa Riese gefunden

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McSchuerf:
Hallo Großauge, .. :)

Baryt ist als honiggelbe bis rotbraune (selten auch blaue), dicktafelig-prismatische Kristalle von 2-15 cm Länge vor allem im Bereich der Schächte 38 ("Kameruner Gebiet") und 366 (Gang "Seim") verbreitet.
Einen Schacht "606" scheint es nicht zu geben, da der nirgendwo in der Literatur erwähnt wird.

Erythrin ist aber bestimmt das rosa Mineral, das Du beschreibst. Kobaltkoritnigit schließe ich mal aus.

Gruß Peter McS

uwe:
Hallo Großauge,

aus Deiner Beschreibung bin ich nicht richtig schlau geworden. Ein Klärwerk ist eigentlich nur in der Nähe der 207. Sei dem wie es sei. Bei Deinem Brocken handelt es sich mit einiger Sicherheit um ein derbes Stück der  Bi-Co-Ni-Vererzung, die wie üblich mit rosaem Sekundärbelag überzogen ist. Man könnte es mit Erythrin bezeichnen - wir nennen so etwas allerding "Haldenkeim". 

Interessant und erfolgversprechend ist es, wenn Du den  Brocken in kleine Stücken zerhaust. Du  hast dann unter Umständen eine Menge hochinteressante Kleinstufen mit in Minidrusen kristallisierte Sulfiden. Silberlöckchen, Proustit und Xanthokon sind nicht ausgeschossen. Schaue Dir vor dem Zerteilen nach einem gründlichen Abspülen auch die Außenpartien an. Dort findest Du unter Umständen auch schon gute Kristalle von  Sekundärmineralen. Die rosa Schicht ist nahezu wertlos für die Sammlung. Wenn diese beim Reinigen verschwindet mußt Du dem nicht nachtrauern.

Radioaktivität sollte bei diesem Stück kaum ein Problem sein. Uranminerale findest Du auf Deinem Stück nicht. Mit einer Nickelallergie solltest Du aber bei der Aufarbeitung Handschuhe tragen.

Viel Erfolg bei Zerteilen und  gute Funde zu hause.

Glück Auf
Uwe

Schluchti:
Hallo Großauge,

auch mir sagt die Wegbeschreibung eher nichts. Wenn man vom Nettoparkplatz unten auf die Straße zum Klärwerk zugeht, welches sich direkt bei der 207 befindet, kommt man zuerst gleich nachdem man über die Hauptstraße gegangen ist an die Halde 66, die dann nahtlos in die 207 übergeht. Beide befinden sich aber noch auf der"Westseite" der Mulde. Wenn man über die Mullde drübergeht und den Berg hoch, kommt man zur 186 und etwas rechts davon zur 366.


Erythrin ist recht häufig als erdige Ausblühung auf Bi-Co-Ni-Stufen zu finden.

Andererseits kann man nicht sagen, daß sich in Bi-Co-Ni Gangstücken keine Uranmineralien finden lassen. Ich hatte selbst bei der 371 schon an einem großen Arsenbrocken, der mit Bi-Co-Ni-Mineralien verwachsen war auch eine recht große Pechblendepartie, ws sich aber erst zu Hause rausgestellt hat. (siehe die Bilder hier: http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,6343.0.html).

Großauge:
Hallo,

Haldenkeim? Genauso sieht es auch aus. Abstoßend. Was tut man nicht alles für seine Mineraliensammlung ;)

Ja, es ist Erythrin. Hab mir mal die Fotos im Lexikon angeschaut. Jetzt kommen auch die Bilder.
Jaaa, es ist Halde 66 gewesen.  Stimmt, ist noch auf der Westseite der Mulde, nix Brücke. Ich werd alt, sorry

Viele Grüße,
großauge

Schluchti:
Ja, sieht sehr nach erdigem Erythrin aus. Zudem scheinen auch bläulich-grünliche Anflüge mit dabei zu sein (Richtung Nickelblüte/Annabergit), was ebenfalls typisch für die Bi-Co-Ni Stücken ist. Mitunter sind aber auch die derben Wismutbrocken, welche meist eng mit Safflorit verwachsen sind so rosa-grünlich überzogen. Was wiegt den der Brocken? Es sollten bei der Größe locker über 10 kg sein.

Da kannst Du nun daran gehen, das Stück nach interessanten Mineralien wie evtl. Sillber, Proustit, Löllingit, Safflorit etc. abzusuchen oder mal die Oberfläche genauer anschauen, ob sich so rötlich-lila schimmernde metallische, oft gestreifte  Flächen finden, was dann auf gediegen Wismut hinweisen würde. Auch finden sich auf dem Arsen oft kleine wasserklare Arsenolith-Kristalle (hochgiftig) und milchweißer bis gelblicher Pharmakolith. Wie würdest Du den gestank charakterisieren? Geht er in Richtung süßlich bzw knoblauchartig?

Laße aber zur Sicherheit mal die Stufe mit dem Geigerzähler untersuchen, ehe Du sie in die Wohnun stellst um da kein Risiko einzugehen (vor allem in Bezug auf Staubpartikel und Radon).     

Edit: die untere Stufe ist ein typisches Dolomitstück mit den Drusen von Lepidokrokit/Hämatit.  

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