Hallo Kay,
was ich noch bei der Knacke aus Edelstahl vergessen habe: auch hier ist die Führung des beweglichen Meißels eine dickwandige Messingbuchse, die so lang wie der "Kolben" ist, in den der verstellbare Meißel (mittels Gewinde nach oben und unten verstellbar) eingeschraubt ist. Diese Spindel (M16 x 1,5) muss jedoch auch so lang sein, dass wenn man kleinere Stüfchen knackt, der Meißel nicht seitlich verkantet. Der "Kolben", dessen max. Hub ca. 20 mm ist, hat in dieser Buchse ein Laufspiel von ca. 0,03mm. Gecknackt wird, wenn der "Kolben" fast am "unteren Totpunkt" angelangt ist, weil dann der Kniehebel fast gestreckt ist, und man somit eine enorme Druckkraft auf den Meißel bringen kann, - also sagen wir, wenn der Handhebel ca. noch 15° - 20° vor dem unteren Anschlag ist, was darüber, also grösser als diese ca. 20° ist, bringt nicht viel, es sei denn, man knackt sehr weiches Material.
Bei der grossen Knacke ist das Laufspiel der beiden Messingbuchsen (Säulen), die die untere Halteplatte für den unteren Meißel führen, ca. 0,15 mm, da die Spannfedern den Meißel zurückziehen und man auch nicht ganz verhindern kann, dass etwas Staub in diese Führung gelangt.
WICHTIG: Wenn Du Dir nun ebenfalls eine Knacke aus Edelstahl bauen möchtest, bitte darauf achten, dass bewegliche Teile, die aneinander gleiten, nicht komplett aus Edelstahl sind, weil Edelstahl ("VA") die unangenehme Eigenschaft hat, dass er sofort anfängt zu "schmieren" was zu festfressen führen kann. Da hilft oftmals auch kein noch so gutes Fett, - ein winziger Span, der irgendwo dazwischen kommt und schnell gehen Teile fest. >>>> Das gilt auch beim verschrauben von Edelstahlschrauben und Edelstahlmuttern, falls diese öfters gelöst werden müssten.
Grüsse,
Bernd