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Wie giftig ist Amiant???

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Schweizer Strahler:
Moin, danke für die Antworten - werde meine Amiant-Stufen lieber in Döschen einpacken!!!

Gruß Dominik

Moni:
Hallo Dominik,

Verschluß sollte unbedingt sein. Auch wenn die Fasern in einer Matrix eingebunden sind.
Da mich die Asbeste ein wenige interessieren, habe ich einiges davon -- wie gesagt allerdings verschlossen.

Gruß Moni

Harjo:
Hi,

Ich glaube das es kein so grosses problem ist.
Wenn unberurt in eine Vitrine gibt es glaube ich kein gefahr.
Beim formatieren sollte man die Stufe nass bearbeiten so dass nichts in die luft kommt (und bitte in die freiluft..).
Ich glaube nur die Mineraliensammler die nur Asbestmineralen (Amiant(Akthinolit asbest), Serpentinit u.s.w.) sammlen (gibt es die?) und das zeug standig im Haus herum transportieren sind gefahrdet.

Grusse

Harjo

uwe:
Hallo,

ich bin möglicherweise etwas leichtfertig, aber ich halte die vom Astbest ausgehende Gefahr zwar für realistisch, aber wie in Deutschland nun mal üblich, stark übertrieben. Vor 50 Jahren war Asbest noch nicht als Gefahr erkannt. Wir haben uns damals als Chemielehrlinge mit zerpflückter Astbestschnur (zum isolieren der Laborgefäße verwendet), mit einem Gummiball von den Spritzflaschen gegenseitig beschossen. Es leben heute fast alle noch.

Glück Auf
Uwe

grauwacke:
Liebe Asbestsammler!
Natürlich ist Asbest krebserregend, wenn man herumfliegende Fasern in lungengängiger Größe einatmet. Es sei aber daran erinnert, daß in der Regel etwas nur dann eine Berufskrankheit werden kann, wenn man auch berufsmäßig über längere Zeit damit umgeht. Meines Wissens wurde die Berufskrankheit Asbestose Jahrzehnte später an Frauen festgestellt, die während des Krieges bei der Herstellung von Granaten während der Arbeit mit großen Mengen frei herumliegender Asbestfasern zu tun hatten - das ist nicht vergleichbar mit einer still in der Sammlung stehenden Asbeststufe. Trotzdem sollte man sie natürlich in geschlossene Kästchen einsperren, um den Flug von Fasern zu vermeiden. Ich selber habe meine Asbeststufen nicht offen in Wohnräumen stehen. Bei krebserregenden Stoffen ist es ja leider so, daß es keine Konzentrationsuntergrenze gibt, unter der eine Schädigung definitiv auszuschließen ist, sie wird mit sinkender Konzentration statistisch nur immer seltener und verschwindet dann im "statistischen Untergrundrauschen", wo vielfache Einflüsse eine Rolle spielen.
Vor wenigen Jahren habe ich in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover in der Vitrine "Industriemineralien" ein Schild mit folgender, sinngemäß wiedergegebener Aufschrift gelesen:
"Hier sollte eigentlich eine Strufe Asbest stehen. Auf intensiven Druck meiner Kollegen hin habe ich sie nicht ausgestellt. Es sei aber darauf hingewiesen, daß die krankheitsfördernde Wirkung von Asbest nur durch das Einatmen lungengängiger Stäube auftritt, für die Betrachter einer geschlossenen Vitrine also nicht gegeben ist. Um die schädigende Wirkung der Asbeststufe zu entfalten, müßte erst das Glas der Vitrine zerschlagen werden ..."

Gruß

Grauwacke

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