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Infos zu Martit aus Patagonien (Argentinien) erwünscht

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McSchuerf:
Hallo,

ich habe neulich auf der Börse in Ober-Olm eine super Skelettstufe von Martit (Pseudomorphose v. Hämatit n. Magnetit) erworben.
Die Stufe ist 5 cm lang und 3,5 cm breit. Die Kristalloktaeder erreichen Größen von über 1,5 cm (bei anderen Stufen sogar noch um das Doppelte..).
Der Verkäufer, selbst Sammler und seriös, teilte mir mit, dass der echte Fundort nicht bekannt sei. Auf dem Etikett steht zur Zeit noch: 'El Pajun, Patagonien'. Im gesamten Internet finde ich keinen Ort mit der Bez. 'El Pajun'. Auch zu Martit in Argentinien Fehlanzeige.
In Mindat.org gibt es nur sehr spärliche Infos zum Martit und überhaupt kein Foto; MinMax hat noch nicht einmal einen Eintrag zum Martit und selbst hier im Atlas gibt es nur einen Satz zur Definition.

Das Kristallwachstum läuft wohl offenbar ähnlich ab wie bei den skelettartig gebildeten Salmiakkristallen, d.h. auch die Martitkristalle seien aus der Gasphase entstanden (das wäre dann ja pneumatolytisch)..

Lapis, Mineralienwelt, Der Aufschluss .. alles schweigt sich zu dem Thema aus - gibt es denn evtl. im Mineralogical Record etwas oder habe ich jetzt 40 € gar für eine Fälschung bezahlt?

Foto folgt gerne bei mehr Sonneneinstrahlung und wenn es mir besser geht.
Würde mich über baldige Antworten freuen, die etwas mehr Licht ins Dunkel bringen würden.  :)

Irgend jemand muss doch diese Stufen auch auf anderen Börsen mal gesehen haben und kann dadurch mehr Infos liefern. Wie lautet der genaue bzw. tatsächliche Fundort z.B.?
Sind die XX, so wie beschrieben, entstanden, etc ... etc ..

Gruß Peter

proyect:
Hallo,
ich weiß, dass ich noch vor kurzem auf E-Bay com so n teil gesehen hab, skellettartig aneinandergereihte oktaeder. Heut sind die nicht mehr drin.

Aus der Gasphase? Na ja,... bei Eisenoxyden würde ich eher die lösung oder schmelze als Bildungsursache vermuten.

Hier ist noch n Bild von solch nem Skellettmagnetit:

http://www.chez.com/ericlecaplain2/Magnetite.html

Gruß
proyect

giantcrystal:
Habe mich vor etwa 2 Jahren mal mit Jürgen Tron über diese Stufen unterhalten, als sie frisch auf den Markt kamen.

Die in der Tat spektakulären Hämatit - Magnetitstufen (oder auch Martit, aber mir scheint, das mehrere Mineralphasen an der Zusammensetzung beteiligt sind) entstammen in der Tat mehr oder minder erloschenen Fumarolenspalten eines Vulkans in Patagonien. Der Finder und Anbieter der Stufen schweigt sich aber über den genauen Fundort aus. Es handelt sich aber dedinitiv um ein natürliches Vorkommen !

Glück Auf

Thomas

McSchuerf:
Hallo proyect,
das dritte Bild von oben (allerdings hier mit der Angabe '..Potosi, Bolivien') sieht meiner Stufe schon recht ähnlich aus. :)..
Thomas nannte eben gerade das Stichwort: 'Fumarolenspalte' ... daher ist wohl auch die Gasphase als mögliche Bildungsbedingung heranzuziehen. Außerdem kann bei dem skelettartigem Aussehen eigentlich nur eine pneumatolytische Bildung in Betacht kommen.

Hallo Thomas,
na, das bestätigt wenigstens die Erklärung mit der natürlichen Bildung (keine Fälschung) und auch dass mit dem 'Nichtweitererzählen des Fundorts' und dass mit der Fumarolenspalte! :D..auch weiß ich jetzt, dass die Stufen 2003 auf den Markt gekommen sein müssen..dank Deiner Unterhaltung mit H. Tron.

Euch beiden sei recht herzlich gedankt. Das bestätigt zumindest mal meinen Infostand und bringt mir einige Infos etwas darüber hinaus. ;)

Gruß Peter

Collector:
Hallo Peter McS

Die Pseudomorphosen von Hämatit nach Magnetit kommen nicht aus Patagonien.

Der genaue Fundort ist:

Vulkan Cerro Payún Matrú, Region Malargüe - Payúnia, Provinz Mendoza, Argentinien.

Geografische Lage: 36.42S / 69.20W.
Der Vulkan ist 3.691 m hoch, ist ein Schildvulkan und im Holozän entstanden.

In den Jahren 2001 bis 2002 wurden tausende dieser schönen Stufen gefunden.

Wie Du richtig vermutest, sind diese Pseudmorphosen pneumatolytisch entstanden.
Wie giantcrystal richtig vermutet, fand die Bildung in mehreren Mineralphasen statt ( Magnetit - Fe-Chlorid (ausreichend HCL-Gas)-Hämatit.

gruß

collector

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