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Stibioluzonit

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Philip Blümner:
Hallo!

Stibioluzonit wird hier im Lexikon als Synonym für Hocartit  Ag2FeSnS4  benutzt, bei mindat ist es Cu3(As,Sb)S4, kein echtes Mineral (rejected).

Jetzt habe ich einen bei Hartmut Schmeltzer erworben, habe ich nun ein Sb-Mineral oder nicht? Wieso wird das Präfix stibio- überhaupt verwendet, wenn keines drin ist? Vielleicht hat das "-luzon-" etwas mit lux, lucis "Licht" zu tun, im Sinne von "wie mit Antimon aussehend"?  :-\

Gruß
slugslayer

Axinit:
Hallo,

nachstehend einige Infos zum Stichwort Stibioluzonit aus ROEMPP's Chemielexikon:


Cu3AsS4, stahlgraues bis eisenschwarzes Erzmineral, Strich bräunlichschwarz. Stengelige bis nadelige rhombische Kristalle, meist längsgestreift, Kristallklasse mm2-C2v. Die Kristallstruktur [1,2] enthält CuS47−- und CuS35−-Cluster (Cluster-Verbindungen). Halbmetallisch-blendeartiger Glanz ähnlich wie Zinkblende. Sehr gute Spaltbarkeit, H. 3, D. 4,4–4,5. Meist in derben Erzmassen und strahligen Kristallaggregaten oder körnig eingesprengt. Löslich in Salpetersäure unter Schwefel-Abscheidung. Enargit ist häufig, zum Teil im Mikrometer- und atomaren Maßstab und mit Unordnungszuständen in der Struktur, mit dem gelblichrosa-stahlgrauen tetragonalen Polytyp (Polytypie) Luzonit (Cu3AsS4) verwachsen [3]. Zwischen Luzonit und dem rötlichviolett-stahlgrauen tetragonalen Antimon-Endglied Famatinit (früher: Stibioluzonit; Cu3S4Sb) besteht lückenlose Mischbarkeit [4,5]. In Enargit kann nur bis maximal ein Fünftel des Arsens durch Antimon ersetzt werden; der in der älteren Literatur, z.B. bei Ramdohr, noch zu findende Mineralname Stibioenargit wird in Literatur [5] nicht mehr verwendet. Zum Zusammenhang zwischen Mikrostruktur und chemischer Zusammensetzung von Enargit, Luzonit und Famatinit siehe Literatur [5]. Zu den Phasenbeziehungen im Vierstoffsystem Kupfer-Arsen-Antimon-Schwefel oberhalb von 350°C siehe Literatur [6].

Vorkommen:
Auf hydrothermalen Gängen, Verdrängungen und Imprägnationen, z.B. Butte/Montana und mehrorts in Colorado/USA, Cerro de Pasco/Peru, Tsumeb/Namibia, Insel Luzon/Philippinen (Enargit-Gold-Lagerstätte Lepanto, Name Luzonit) und Bor/Serbien.

Verwendung:
Wichtiges Kupfererz, enthält nach der Formel 48,4% Kupfer.
 

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Übersetzungen:
E enargite
I enargite
F énargite
S enargita
    CAS-RN:
14933-50-7 
    Zoll:
2603 00 
 
 

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Literatur: 
[1]  Adiwidjaja, V. G.; Löhn, J., Acta Crystallogr., Sect. B, (1970) 26, 1878.
[2]  Li, D.; Bancroft, M.; Kasrai, M. E.; Fleet, X. H.; Feng, B. X.; Tan, K. H., Phys. Chem. Miner., (1994) 21, 317.
[3]  Pósfai, M.; Sundberg, M., Am. Mineral., (1998) 83, 365.
[4]  Springer, G., Miner. Deposita, (1969) 4, 72.
[5]  Pósfai, M.; Buseck, P., Am. Mineral., (1998) 83, 373.
[6]  Luce, F. D.; Tuttle, C. L.; Skinner, B. J., Econ. Geol., (1977) 72, 271.
Anthony, J. W.; Bideaux, R. A.; Bladh, K. W.; Nichols, M. C., Handbook of Mineralogy, Volume I: Elements, Sulfides, Sulfosalts, Mineral Data Publishing: Tucson/Arizona, (1990); S. 147
Ramdohr, P., Die Erzmineralien und ihre Verwachsungen, Akademie-Verlag: Berlin, (1975); S. 625
Schröcke-Weiner, S. 181

GA

Axinit
 

McSchuerf:
Hey's Mineralindex schreibt hierzu:

Stibioluzonit (of Stevanovic), var. of luzonite.
S. Stevanovic (1903) Zeits. Kryst. Min. 37, 235. An antimonian luzonite.

Stibioluzonit (of Strunz), syn. of famatinite.
H. Strunz (1957) Min. Tab., 3rd ed.,p.97 (Stibioluzonit).

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Mindat.org ..

http://www.mindat.org/min-3780.html

http://www.mindat.org/min-5362.html

Mindat.org deckt sich also soweit mit dem Hey's ..  :)

Gruß Peter



Philip Blümner:
Hmm...jetzt habe ich wohl drei Sachen zur Auswahl...

1) antimonreicher Enargit
2) antimonreicher, arsenarmer Luzonit
3) Famatinit.

Die Stufe ist aus der Grube Clara, vielleicht hilft das weiter?  ???

McSchuerf:
Enargit, Luzonit und Famatinit sind laut Liste des 'RB-Minerals' alle 3 als eigenständige Minerale von der Clara vertreten. Hilft also nicht wirklich viel weiter.

http://www.rbmineral.de/rb3.htm

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