Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Wölsendorf - Stinkspat
berthold:
Hallo,
nein, ich habe nur Ca:F gerechnet. Bei (Ca+Mg):F kommt recht genau 2.00 heraus. :)
Dann stellt sich natürlich die Frage, in welcher Form Si und Al vorliegen, da habe ich echt ein Problem. Richtig, da bräuchten wir schon ein paar Prozent Sauerstoff.
Wenn wir Si und Al ins Gitter einbauen, dann fehlt F - aber schon mächtig. :P
Gruß
Berthold
Stefan:
Die Analyse wurde per EDX durchgeführt.
--- Zitat ---Die Analyse wurde durch EDX (Energie Dispersionsröntgenstrahl) Analyse durchgeführt. Diese Analyse ist nur bis ungefähr 0.5 empfindlich und trifft nicht auf Elemente unter Sauerstoff zu. Gelegentlich wurde etwas Sauerstoff in der Analyse, aber nicht generell bemerkt. Die Analyse scheint, auf eine sehr direkte Art und Weise die bekannte Formel für CaF2 aufzuzeigen (teile jeden wt% durch die Ordnungszahl, um die molare Zuteilungen zu erhalten). Die Magnesium, Al- und Silikonverunreinigungen sind typisch.
--- Ende Zitat ---
Gruß Stefan
Krizu:
Hallo Stefan,
der letzte Satz stört mich etwas, liegt vielleicht am Zusammenhang:
--- Zitat ---Die Magnesium, Al- und Silikonverunreinigungen sind typisch.
--- Ende Zitat ---
Es stimmt, die sind oft bei Mineralien vorhanden, aber doch Mg im Gitter und Al + Si als oxidische Anhaftung. Die zeigt sich aber dann im sogenannten Materialkontrast. Damit sollte die Probe erst auf Homogenität kontrolliert werden.
Die EDX scheint einem Übersetzungsfehler zum Opfer gefallen sein: Energy Dispersiv Xray - Analytic (Energie-Dispersive-Röntgen-Anaytik) , im gegensatz zur WDX, der Wellenlängendispersiven, die langsamer ist aber besser trennt.
Hast Du vielleicht ein Bild und ein Spektrum?
Die Messung ist mit Sicherheit sehr hochwertig, sonst käme (CA+Mg) : F nicht mit 2.0 raus!
MfG
Frank
Stefan:
Ja das ging per automatischer Übersetzung, da sind sicher Fehler drinnen ;)
Nein ein Bild habe ich nicht. Die Analyse wird wenn möglich noch intensiviert. Evtl. eine Spurgasanalyse (oder wie man das nennt) um die Existenz von CF4 and SF6 nachzuweisen. Solche Untersuchungen wurden wohl schon mal durchgeführt. Sowie Untersuchungen um das frei werdende F2 beim zerschlagen nachzuweisen. Dies ist aber bei dem extrem reaktionsfreudigem F2 sehr schwierig und derzeit findet sich wohl niemand, der bereit wäre sie durchzuführen ...
Die EDX war nur um Den Stinkspat zweifelsfrei als Fluorit zu identifizieren.
Den Fundort kann ich gerade nicht so genau benennen, da ich mitten im Umzug stecke und ums verrecken die Unterlagen grad nicht finde. Kann aber nochmal nachfragen ... Für mich lief das immer unter Uranstollen oder so, war auf jeden Fall stellenweise recht hellgelb leuchtend unter UV Licht in dem Stollen.
Gruß Stefan
berthold:
Hallo,
jetzt habe ich nochmal nachgesehen, in allen bisher mir bekannten Stinkspat-Analysen kommt Fe (bis in den %-Bereich) vor. Seltsam, dass der hier fehlt.
Dass Schwefelhexafluorid vorkommen könnte (ebenso wie Sulfurylfluorid, dieses sicher) hab ich auch schon gehört. Man hat sogar Sulfurylfluorid als für den Gestank verantwortlich bezeichnet, ist natürlich Unfug, da geruchlos. Für beide Verbindungen fehlt mir aber jetzt der Schwefel, wo soll der herkommen (in anderen Analysen ist der drinnen)?
--- Zitat --- Für mich lief das immer unter Uranstollen
--- Ende Zitat ---
...das dürfte dann der Johannesschacht sein.
Gruß
Berthold
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