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Autor Thema: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit  (Gelesen 3894 mal)

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Offline Krizu

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Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« am: 19 Dec 05, 20:15 »
Hallo,

ich habe gerade die Aufgabe gefangen, Analysentabellen durchzusehen.
Dabei fiel mir bei der Analyse ein Mineral mit etwa 12,5wt% Si auf. Eine xls-Tabelle ergab bei der Auswertung von 353 Mineralkörnern (Hallo Moni  ;) audomadisch ):

MessungZählenMin.Max.DurchschnittSt.Abwg.Kationen%
Ti (Massen%)3531,4515,279,72,7711,9%
Fe (Massen%)3534,833,6817,334,1518,2%
Al (Massen%) 2480,5910,84,222,939,2%
Si (Massen%) 35310,03   14,9612,41,3725,9%
Na (Massen%)1130,974,782,90,897,4%
Ca (Massen%)1650,2815,683,212,364,7%
O (Massen%)  35332,0455,3245,13,72-
Mg (Massen%)3460,8124,639,455,7622,8%

der Sauerstoffgehalt kann einfach nur eine Fahrkarte sein.

Hat einer Ideen? Ich tendiere zum Augit, laut mindat aber nicht in Rogaland gefunden (oder ich zu schusselig).

MfG

Frank



Offline Krizu

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #1 am: 20 Dec 05, 09:18 »
Hallo,

hat keiner eine Idee?

 :(

Mfg

Frank

Offline berthold

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #2 am: 20 Dec 05, 10:18 »
Hallo Frank,

so ganz verstehe ich nicht, was das werden soll. Aus Mittelwerten von verschiedenen Analysen eine Formel ableiten ???  Ich habe den Eindruck, dass da keine homogene Phase vorliegt. Wenn man sowas macht, dann bitte nicht mit dem Mittelwert sondern mit dem Medianwert. Und besser noch mit einer Analyse, die bei möglichst vielen %-Werten nahe am Medianwert liegen.

Gruß

Berthold

PS: Wenn Si, Mg, Fe, Ti, Al und Na drinnen sein muss kommt von allen IMA-anerkannten Mineralien nur Augit in Frage.
« Letzte Änderung: 20 Dec 05, 10:31 von berthold »

Offline Moni

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #3 am: 20 Dec 05, 10:58 »
Hi Frank,

ist mir zu sehr theoretisch.  ;D
Hat da einer geschlampt und nicht notiert, zu welcher Materialprobe das ganze gehört? Ansonsten macht doch die Übung keinen Sinn .... Oder?

Gruß Moni

Offline Krizu

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #4 am: 20 Dec 05, 14:17 »
Hallo,

das ganze macht in so fern Sinn, als aus einer Menge an gemörsertem Gestein die einzelnen Partikel (ca. 20.000) Stück für Stück analysiert wurden.
Viele der Mineralkörner lassen sich relativ einfach klassifizieren. Nur dieses Zeug hier ist mir lange durch die Lappen gegangen.

Also wurde eine Tabelle aller unbekannter Partikel erstellt. Das Histogramm der Si-Konzentrationen zeigt einige Verbindungen. In der "Klasse" mit etwa 12,5% Si sind 350 Partikel, die fast alle (>340) Mg, Ti, Fe und Suerstoff enthalten. Dann gibt es scheinbar noch eine Unterteilung in "hat Ca" und "hat Na".

@Berthold:
Du hast recht, aber wenn Du einen Granit mörsert, kannst Du die Quarzpartikel (Si>20 <40% mit Sauerstoff), den Feldspat (Al+Si) und den Glimmer jeweils leicht in Klassen unterteilen. Die Mittelwerte geben dann nach aller Erfahrung gut die Zusammensetzung des Minerals / des Gesteins an.

MfG

Frank
(der jetzt Augit über die Tabelle schreibt)

Offline berthold

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #5 am: 20 Dec 05, 14:57 »
Hallo,

Mittelwerte über verschiedene Mineralien (und bei z.B. Mg min=0,81 max=24,63 sind das für mich -wenigstens - zwei Phasen/Klassen) geben Dir nie ein Mineral sondern ein Gemisch (bestenfalls Gestein). In Deinem Beispiel hättest Du also  Quarz, Feldspat und Glimmer nicht in Klassen aufgeteilt sondern über alles eine Granitformel  :P berechnet.

Was ich damit sagen möchte, vieleicht solltest Du da mit etwas mehr Statistik rangehen. So könnte man z.B. entweder weitere Klassen bilden oder/und Häufigkeitsverteilungen innerhalb von Mischreihen angeben.  Unterteilung in "hat Ca" und "hat Na" ist ja schon ein Ansatz.

Für Augit kann man ja schöne Mischreihen machen:
(Ca,Na)(Mg,Fe,Al,Ti)(Si,Al)2O6
denn idealerweise:
CaMg[(Si,Al)2O6]

Vorsichtig mit Augit wäre ich nur bei "hat kein Ca" und "hat kein Mg", da sollte man an andere Pyoxene denken.

Gruß

Berthold

Offline Krizu

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #6 am: 20 Dec 05, 15:19 »
Klar,

Du musst aber erstmal den Fuss in die Tür bekommen  :(

Mit den Pyroxenen ist auch ein Gedanke. Ich hatte bisher nur die Mischreihe Mg2Si2O6-Fe2Si2O6 gesehen.

MfG

Frank

Offline berthold

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #7 am: 20 Dec 05, 15:35 »
Hallo,

ja, Ägirin: NaFeSi2O6 macht z.B. auch eine Mischreihe nach Augit, und gab es da nicht auch einen "Titanoaugit" ?

Aber wie gesagt eine ganzer Sack voll (fast so schlimm wie bei meinen Fe,Mn - Phosphaten  ;D )

Fragt sich natürlich, ob das die Arbeit wert ist.

Gruß

Berthold

Offline Krizu

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #8 am: 20 Dec 05, 15:45 »

Fragt sich natürlich, ob das die Arbeit wert ist.


KLAR LOHNT SICH DAS!

Ich kenne 5% der analysierten Partikel nicht.

Das wurmt mich!

MfG

Frank
« Letzte Änderung: 21 Dec 05, 09:53 von Krizu »

Offline Galenit

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #9 am: 21 Dec 05, 11:25 »
Wenn man das Ti raus lässt, würde Omphacit, (Ca,Na)(Mg,Fe2+,Fe3+,Al)[Si2O6] gut passen.
Aluminoferrotschermakit, [ ]Ca2(Fe2+)3Al2(Si6Al2)O22(OH)2 würde passen, wenn noch Ka zu käme.

Klingt mir sehr nach Kettensilikat, oder Doppelkettensilikat. Aber ich bin da gewiss kein Fachmann. Hoffe es hilft ein wenig  ;)

Offline berthold

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Re: Begleitmineral Enstatit-Ilmenit-Magnetit
« Antwort #10 am: 21 Dec 05, 11:44 »
Hallo,

an Omphacit (und Jadeit) könnte man auch denken (ist auch ein Pyroxen  ;) ), allerdings ist Omphacit ein ausgesprochener Indikator für Hochdruck-Metamorphose. Keine Ahnung, ob das Vorkommen (wo im Rogaland ?) so beschaffen ist.

Gruß

Berthold
 

 

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