Hallo slug, Robin, Wilhelm, etc..

Der IKAIT ist ein sehr seltenes kalkweißes und wasserhaltiges Calciumcarbonat, das KEINE Kristalle ausbildet! (= '00' im Lapis-Verzeichnis). Folglich kann es auch keine Pseudomorphosen von irgendeinem Mineral NACH IKAIT geben.
Dennoch habe ich mir auch vor längerer Zeit schon - vom Fundort Weißmeer-Küste (s.o.) - sogar von einem Dipl.-Mineralogen - einen dieser GLENDONIT-'Igel' (meiner ist sogar richtig braun) zuschicken lassen. Auch dort stand die offensichtlich falsche Angabe: 'Glendonit = Pseudomorphose von Calcit nach Ikait-XX'.
Maßgebend ist aber immer der 'HEY's Mineralindex'. Was dort drinsteht, stimmt immer!! Und in diesem, fast 900 Seiten starken Werk steht jeder Mineral-oder Varietätenname drin - egal ob irgendwann mal fälschlich verwendet oder nicht!
So auch der Glendonit:
Ich zitiere und bestätige damit Robins Verdacht!:
Glendonite, calcite pseudomorphs.
T.W.E. David and Taylor (1905) Rec. Geol. Surv. New South Wales,8,161(TL) Glendon, Hunter River, New South Wales, Australia.
Named from locality. Pseudomorphs of calcite, probably after glauberite! See also Thinolite, Jarrowite, and Pseudogaylussite.
@sluglayer..
..d.h. nun 'auf Deutsch': Du musst Dein Fundort-Etikett abändern in:
GLENDONIT (= Pseudomophose von Calcit nach Glauberit)..
http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/Glauberit(von noch erhaltenem, nicht pseudomorphisiertem Glauberit mache ich in Kürze noch ein Foto und ergänze den Eintrag um ein Bild..

..habe ein mehrere cm-großes Glauberit-Stück, dass ich direkt einscannen kann..))
http://www.mineralienatlas.de/phpwiki/index.php/CalcitGruß Peter..
