Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals

Glendonit

<< < (6/7) > >>

Maurice:
@ McSchuerf:  wenn Ikait selbst mit '00' in Lapis angegeben ist

Ok das letzte was ich darüber zu sagen habe  ;)

Glendonit IST kein Ikanite. Also gibt es auch gar keine große Ikaite Kristallen. Es war einmal Ikaite unter ganz andere Bedienungen.  Vergleich mit Argentit.  Argentit komt gar nicht vor, also noch weniger als '00'  :) Steht auch im Lapis. Das heißt aber nicht daß nichts pseudomorph nach Argentit vorkommen kann. Also ein große 'kubichen Acantite'  ist kein Beweis das es jetzt auch große Argentiten gibt. Ebenso mit Ikaite. Glendonit (wenn es ps nach Ikaite ist) sagt nur das es physikalische Umstände gibt worin Ikaite als große Kristallen vor KAM. Lapis sagt das es keine jetzt keine große Kristallen gibt aber ich denke das das keine große pseudo's wiederspricht.

Aber wenn du bei Glauberit bleiben wolst ist es mir egal. Ich kann gut leben mit leute mit eine andere Meinung  :)

Glück Auf!
Maurice

McSchuerf:

--- Zitat ---Glendonit IST kein Ikanite.
--- Ende Zitat ---

Etwas anderes habe ich ja auch nie behauptet.. ;)..

...ich habe meine Gründe dargelegt und mir erscheinen sie jedenfalls völlig logisch..wird ja auch durch seriöse Quellen belegt.
Ikait als mögliche Zwischenphase ohne XX-Bildung könnte ja sein aber Endprodukt zeigt ja deutliche XX die ja auch die Form von Glauberit zeigen; chemisch aber Calcit darstellen. Und eine Pseudomorphose von Calcit nach Glauberit wird nun mal nach Hey's und anderen Quellen als Glendonit bezeichnet und nicht als Ikait. Fertig... :)

Gruß Peter

giantcrystal:
Habe den Thread erst jetzt entdeckt und gebe nun auch meinen Senf dazu :

Also :

1. ist Ikaite ein metastabiles Kaltwasserkarbonat der Formel CaCO3 x 6H2O, das sich anscheinend in überaus großen Mengen bildet und vermutlich für einen großen Teil der Karbonatbildung insgesamt verantwortlich ist.

2. bildet Ikait sehr wohl Kristalle, allerdings oft nur sehr kleine, die sich aber zu riesigen Aggregaten vereinen können. Besonders bemerkesnwert sind hier die Ikaite von der TL Ikkafjord / Grönland

vgl. http://giantcrystals.strahlen.org/america/ikafjord.htm

Dort finden sich auch weiterführende Links

3. wandelt sich Ikaite bei Normaldrücken und temperaturen, d.h. an der Atmosphäre, rasch in ein Gemenge von mikrokristallinen Calcit und Wasser um

4. scheint Ikait unter günstigen Bedingungen im Sediment eben auch große bis riesige Kristalle zu bilden, die sich aber bei geringfügiger Änderung der Druck - Temperaturparameter ebenso rasch in Calcit umwandeln und dann eben als Glendonit bezeichnet werden. Fundstellen sind u.a. Glendon; das Weisse Meer und das nördliche Dänemark.

Siehe hierzu auch :

http://giantcrystals.strahlen.org/europe/moler.htm


Hierzu noch ein Zitat von der Ikaite Homepage :

"A number of subsequent discoveries of natural ikaite have since been made the first of these being that of Suess et al. who discovered large amber coloured crystals of ikaite embedded in a deep water core recovered from the Bransfield Straight of the Antarctic shelf from a water depth of 1950 metres (1982). These later discoveries suggest that natural ikaite has two modes of occurrence: firstly as individual, often large crystals, growing displacivly in organic rich mud and secondly as free growing ikaite into a solution.

The metastable nature of ikaite creates problems when attempting to collect it or study it in the laboratory because at room temperature it will quickly disintegrate into a mush of hydration water and calcite crystals. Ikaite may well be a common mineral that is frequently overlooked or missed unless special care is taken to preserve cores or specimens in which it might occur."

References
Brooks, R., Clark, L. M., & Thurston, E. F., 1950. Calcium Carbonate and its hydrates. Philisophical Transaction of the Royal Society of London. 243. serial A861, 145-167.

Buchardt, B., Düwel, L., Kristiansen, A., Pedersen, G. H., Stockmann, G., Thorbjørn, L., Westergaard. D., 1996. En naturskabt søjlehave I Ikkafjorden I Sydvestgrønland. Naturens Verden, 250. 241-250.

Buchardt, B, Seaman, P. G., Düwel, L., Kristiansen, R. M., Kristiansen, A., Pedersen, G. H., Stockmann, G., Thorbjørn, L., Vous, M., Whiticar, M. J., & Wilken, U., 1997. Submarine columns of ikaite tufa. Nature. November 13. 390 issue number 6656.

Marland, G., 1975. Stability of calcium carbonate hexahydrate (ikaite). Geochimica et Cosmochimica Acta, 39, 83-91.

Pauly, H., 1963b. Ikaite - nyt mineral der danner skaer. Naturens Verden, June 1963. 168 - 171 & 186-192.

Pelouse, J., 1831. Sur la production artificielle du carbonate de chaux cristallise, et sur deux combinaisons de ce sel avec l'eau: Ann. Chim. Phys, ser. 2, 48, 301-307.

Seaman, P. G., 1998. Ikaite formation in a fjord environment with special reference to Ikka fjord. Unpublished Ph. D. thesis. University of London. 258 pages.

Suess, E., Balzer, W., Hesse, K-F., Muller,P.J., Ungerer, C.A., & Wefer,G., 1982. Calcium Carbonate Hexahydrate from Organic-Rich Sediments of the Arctic Shelf: Precursors of Glendonites. Science, 1216, 1128-1130.



Glück Auf

Thomas

McSchuerf:
..dann wäre das aber der erste Fehler den ich im Hey's entdeckt hätte.. ;)..denn dort steht - wie bereits mehrfach berichtet - Glendonit ist eine Pseudomorphose von Calcit nach Glauberit..

..wie gesagt..wiederholen möchte ich mich auch nicht..die beiden neuen Links sagen nun Glendonit = Pseudomorphose nach Ikait..in Lapis mit 00 für keine xx - steht dann auch Blödsinn ..also ich weiß nur, dass da mal die Berufsmineralogen endlich mal wieder für Klarheit sorgen sollten..denn was schreibe ich und andere nun endgültig auf ihr Etikett ::) ???

Jetzt ist doch die Verwirrung komplett!!!

Peter

GeoBerg:
Hallo!

Um der Verwirrung wieder Herr zu werden, kann ich euch nun auf einen Text über Glendonite verweisen, der sich am derzeitig aktuellen Foschungsstand zu Glendoniten/Ikaiten orientiert. Behandelt werden Mineralogie, Genese und geologische Bedeutung/Verwendung der Glendonite respektive der Ikaite...

Der Text ist zu finden unter: http://www.geoberg.de/text/geology/05031601.php.

Schaut mal rein. Es ist ziemlich gesichert, dass Glendonit eine Pseudomorphose nach Ikait ist, aber der Text beschäftigt sich sowieso mit der Frage - also einfach mal lesen...

Glück auf, Lutz.

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln