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opal oder cristobalit

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Collector:

--- Zitat von: Krizu am 17 Jan 06, 16:06 ---

in dem hier im Forum angesprochenem Vorlesungsscript ist eine REM-Abbildugn einer Bruchfläche von Opal.
Kleiner Kugeln in einer Drichtestpackung. Die Zwickel lassen Platz für Wasser.

--- Ende Zitat ---

Welches Vorlesungsscript meinst Du ???
Was sind diese Kugeln ? ( Kieselsäure, Cristobalit, Tridymit )  ??

gruß
collector

Krizu:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,7313.0.html

hth

Frank

Axinit:
Hallo Collector (und alle anderen, die es interessiert),

ich fuerchte, auf die Fragen 1 bis 4 kann ich Dir mangels Kompetenz keine Antwort geben. Vielleicht wirfst Du mal einen Blick in die zitierte Literatur ?!

1. Sind alle Opale aus Kieselsäure plus Cristobalit / Tridymit aufgebaut ? (O-C und O-CT)
2. Sind dies alpha (tief) oder beta (hoch)-Temperaturmodifikationen ?
3. Wie kommen diese Tief-/Hochtemperaturformen wechselgelagert  in das feste Hydrogel ?
4. O-AG sind Edelopale, also nicht O-C oder O-CT. Enthalten Edelopale auch C oder T ?

5. Kommt das Farbenspiel ( Opaleszenz) durch Beugung /Streuung/Reflektion des einfallendes Lichts an den Kieselgel-Kügelchen oder an Cristobalit/Tridymit-Kügelchen vor ?
6. in wikipedia steht unter Opal, daß das Opalisieren vordergründig von dem eingeschlossenen Wasser hervorgerufen wird; einer der Gründe, daß Opal-Tripletten durch eine Quarz-Scheibe abgedeckt werden, um den Opal vor dem Austrocknen zu schützen und somit einem verlust des "Farbenspiels" vorzubeugen ).

Was nun Deine Fragen 5 und 6 angeht, so sagt der Lexikon-Artikel, dass [...] das bunte Farbenspiel (Opaleszenz durch Beugung, Streuung u. Reflexion des einfallenden Lichtes an den Kügelchen UND den dazwischen befindlichen Hohlraum-Füllungen zustande kommt [...]. Dabei koennen diese Hohlraeume durchaus ganz oder zum Teil mit Wasser gefuellt sein.
Die mit blossem Auge beobachtbare Lichtstreuung und Reflexion in Opalen kommt m. E. durch die Anwesenheit von kolloidalem SiO2 zustande, dessen Kristallstruktur ist dabei vermutlich in erster Naeherung unwichtig.

Opale koennen auch als mineralische Emulsionen betrachtet werden, d.h. Du hast  SiO2 (fest; als Kuegelchen) in Wasser (fluessig).

Gebraucht wird also beides, Wasser als Fluessigkeit und Si02 als Feststoff. Wird das Wasser entzogen, ist die Opaleszenz dahin, insofern sind doch beide Aussagen stimmig, oder nicht ?!

Gruesse

Axinit













rheinkiesel:
upps, das muß ich jetzt erst mal alles verdauen.

Aber so aus dem Bauch heraus:

Nach den Ausführungen von Roempp´s Chemielexikon ist der Satz "Opal ist eine Ansammlung von Cristobalit- Kügelchen, zwischen denen Wasser eingelagert ist" wohl nicht auf alle  Opale anwendbar, denn es handelt sich ja beim Edelopal (Opal-AG) nicht um Cristoballit- sondern um "schalig aufgebauet Kieselgel-Kügelchen". ???



Meine Güte, was für ein komplexes Thema...
Vielen Dank einstweilen für Eure Antworten,

viele Grüße

Cordula  :D

Krizu:

--- Zitat von: Axinit am 17 Jan 06, 19:15 ---
5. Kommt das Farbenspiel ( Opaleszenz) durch Beugung /Streuung/Reflektion des einfallendes Lichts an den Kieselgel-Kügelchen oder an Cristobalit/Tridymit-Kügelchen vor ?
6. in wikipedia steht unter Opal, daß das Opalisieren vordergründig von dem eingeschlossenen Wasser hervorgerufen wird; einer der Gründe, daß Opal-Tripletten durch eine Quarz-Scheibe abgedeckt werden, um den Opal vor dem Austrocknen zu schützen und somit einem verlust des "Farbenspiels" vorzubeugen ).

Was nun Deine Fragen 5 und 6 angeht, so sagt der Lexikon-Artikel, dass [...] das bunte Farbenspiel (Opaleszenz durch Beugung, Streuung u. Reflexion des einfallenden Lichtes an den Kügelchen UND den dazwischen befindlichen Hohlraum-Füllungen zustande kommt [...]. Dabei koennen diese Hohlraeume durchaus ganz oder zum Teil mit Wasser gefuellt sein.
Die mit blossem Auge beobachtbare Lichtstreuung und Reflexion in Opalen kommt m. E. durch die Anwesenheit von kolloidalem SiO2 zustande, dessen Kristallstruktur ist dabei vermutlich in erster Naeherung unwichtig.

Opale koennen auch als mineralische Emulsionen betrachtet werden, d.h. Du hast  SiO2 (fest; als Kuegelchen) in Wasser (fluessig).

Gebraucht wird also beides, Wasser als Fluessigkeit und Si02 als Feststoff. Wird das Wasser entzogen, ist die Opaleszenz dahin, insofern sind doch beide Aussagen stimmig, oder nicht ?!

--- Ende Zitat ---

Hallo,

vermutlich hilft da die Beugungstheorie nach Mie.
- Partikel im Bereich der halben Wellenlänge beugen effektiv das Licht.
- es gibt etwa drei Resonanzmaxima
- kleinere Partikel beugen nicht.
- Die Partikel brauchen einen Abstand um effektiv zu beugen.

also braucht man Partikel mit etwas dazwischen und eine enge Partikelgrößenverteilung um die Halbe hellenlänge, beim blauen Opal also um 220nm bis 230nm.

hth

Frank
(Hatten wir das Thema nicht mal bei Hölzern oder Achaten?)

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