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Turmalin von Marienberg Abraham?

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Uwe E:
Hallo Conny,

die Ortsumgehung beginnt bei Lauta, kreuzt dann den hist. Bauer-Morgengang und verläuft dann östlich um Marienberg herum nach Süden.

siehe :  http://ortsumgehung-marienberg.de/

Ich war zuletzt im Spätherbst dort. Damals war die Trasse vom Mutterboden befreit und planiert bis nach dem Bauer-Morgengang (gegenüber vom Abraham). Über dem hist. Bauer-Morgengang verläuft sie zwischen zwei alten Halden, die aber leider nicht angeschnitten wurden. Wie es jetzt dort aussieht, weiß ich nicht.
In der Gegend von Lauta-Marienberg soll es auch viele Achat- und Amethystvorkommen geben - vielleicht wird bei den Bauarbeiten etwas freigelegt.
Super wäre, wenn man die Haldenmassen vom Abraham als Schotter nutzen würde - wäre wie Weihnachten, Ostern und Goldrausch zusammen (allerdings nur kurzzeitig :'( )

Hat da jemand neue Infos?

Übrigens: in Lauta baut man den Pferdegöpel am Rudolphschacht originalgetreu wieder auf:

http://rudolphschacht-marienberg.de/pferdegoepel.html

Glück Auf!
Uwe E

Conny3:
Hallo Uwe,

vielen Dank für die Informationen. Diese Gegend kenne ich von früher gut! Um 1977/78 waren wir dort sogar mal Zelten (direkt unter der Halde 139). Da war noch was los! Baggerarbeiten: Proustit, ged. Silber, Fluorit in allen Farben, u.a. Leider sind später viele dieser aus ged. Arsen bestehenden Stufen zerbröselt! Später um 1987 waren wir in Pockau im Urlaub. Und wieder waren dort Baggerarbeiten im Gange. Ich habe das Material von damals teilweise heute noch nicht richtig untersuchen können. Zum Bsp. goldene Nadeln durchschwärmen Flussspatkristalle. Ein bisher unbekanntes Mineral (olivgrüne oder mehr dunkelgrüne Kristalle bis 2 mm - muß mal davon ein Bild machen) wartet heute noch auf seine exakte Bestimmung.
Eine "Bestimmung" eines österreich. Sammlers ergab 1990 da mal Apatit, was ich aber nicht glaube.
Ich erinnere mich auch noch dass viele Sammler aud Leipzig dort auch mit nach Mineralien suchten. Durch unsere damaligen Kontakte mit der Fachgruppe Leipzig war dieser Fundpunkt immer wieder im Gespräch. Die Baggerfahrer waren damals auch sehr sammlerlfreundlich.

Gruß Conny

Conny3:
Hallo,

hier mal versuchsweise zwei Bilder:

Bild 1: zeigt vergleichbaren Egeran von Haslau

Bild 2: Der dunkelgrüne apatitähnliche (fast schwarz) Kristall (Bild links) ist ca. 1mm groß. (Ich versuche demnächst noch ein besseres Bild reinzustellen) .Begleitminerale: Quarz xx ,violetter Flussspat (derb) u.a.

Bild 3: zonarer Flussspat mit Achat  von der 139 BB. ca. 7 cm. Solche Stufen waren 1978 recht häufig.

uwe:
Um noch mal zum Ausgangspunkt der Diskussion zurück zu kommen, Hornblende ist weicher als Turmalin. Wenn sich also die Kristalle mit einem Taschenmesser ritzen lassen (war bei meinem Stück der Fall) dann ist es Hornblende. Wenn das Messer abrutscht ist es Turmalin. Es muß natürlich eine glatte Fläche und keine Bruchkante sein - versteht sich aber wohl von selbst.

Übrigens, die historischen Halden a la Bauer Morgen Gang sind meist absolut taub. Das war damals nicht so wie bei der Wismut. Die Alten haben die Erzgänge sorgfältig abgebaut und die abgebauten Gangstücke komplett zur Scheidbank geschleppt. Wenn man nicht durch Zufall die Abfallhalde der Scheidebank erwischt ist es aussichtslos. Ich war mal dabei, als man eine historische Halde angeschnitten hat - nur limonitischer Glimmerschiefer und verwitterter Gneis.

Hinsichtlich der neuen Trasse - ja es ist möglicherweise interessant. Das Hauptgangsystem lag aber auf der anderen Seite der Bundesstraße. Die Straßenbauingenieure wissen schon, warum sie eine Trasse nicht durch ein Altbergbaugebiet legen - weniger wegen Denkmalschutz sondern mehr wegen den Überraschungen, die im Untergrund laueren könnten.
 
Glück Auf
Uwe
Uwe 

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