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Artikel für Lapis schreiben

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MM-Bär:
Moin,
was lernt man aus den Antworten:
Lapis/Weise ist nur daran interessiert, den Leuten mit guten Bildern den Mund wässrig zu machen und vorzugaukeln,  man könne ohne großen Aufwand und ohne weitere Kenntnisse von heute auf morgen "Superstufen" abräumen. Dass angesichts des Ansturms der "Sammler" einige der Fundstellen als direkte Folge der Publikation gesperrt werden, kümmert dann niemanden in München mehr; man hat ja sein Ziel erreicht: Heftchen verkaufen unter dem Motto: "Nach mir die Sinnflut, Hauptsache die Kohle stimmt."  :o :(
Da lobe ich mir den zwar trocken-nüchternden Aufschluß und den absolut "edlen" Mineralogical Record. Beide haben eines gemeinsam: Sie stammen von Non-Profit-Organisationen und berichten nicht-reißerisch auch über alte Vorkommen. Da paßt Bertholds Vergleich mit der Bildzeitung unten den Mineralienperiodika wie die Faust auf's Auge.
Also Jürgen (alias geomüller): Zieh Deinen Schluß daraus, wo Du Deinen Artikel veröffentlichen möchtest und welche Intentionen Du damit verfolgst ... und: was die Folgen sein können.

stufenwühlmaus:
Wo bin ich denn hier gelandet??? Das ist ja der blanke Zickenalarm. Was ich hier lese klingt sehr nach Neid und angekratzten Eitelkeiten. Natürlich erscheinen die meisten Artikel erst nach dem eine Fundstelle restlos ausgebeutet wurde und Gras darüber wächst. In welcher Traumwelt lebt Ihr denn??? Das liegt ja dann wohl auch kaum an der LAPIS-Redaktion sondern an den jeweiligen Autoren. Wie soll so was auch gehen??? Meint Ihr die beschäftigen Reporterteams in ganz Europa die dann brandaktuell nach dem Vorbild der Tagesschau Bericht erstatten??? Ein Artikel dient mir nicht dazu auch schnell noch was vom Kuchen ab zubekommen sondern vielmehr der Dokumentation eines guten Fundes oder einer Lokalität. Das hier nur Topstufen und beste Bilder in Frage kommen versteht sich ja von selbst. Ein „Mückenschiss“ der nicht der Rede wert ist und der auf jedem beschotterten Waldweg rumliegt kann hier wohl kaum in Frage kommen. Da muss man halt mal die Kritik einstecken können. In einem öffentlichen Museum sind schließlich auch keine Belegstücke ausgestellt. Dementsprechend hoch sollte auch das Niveau einer Publikation sein. Übrigens habe ich in meiner Region auch noch nicht erlebt das nach einer Veröffentlichung ein Ansturm auf die Fundstelle zu verzeichnen war. Das macht auch wenig Sinn, denn ein Steinbruch beispielsweise gibt einen attraktiven Fund meist nicht schon bei der ersten Begehung preis. Hier sind ganz klar die Insider am Zug, die eine Fundstelle über einen langen Zeitraum im Auge behalten und zu gegebener Zeit darüber berichten. Um Eure Eigenfunde, möglichst hochwertig, müsst Ihr Euch schon selber kümmern. Ohne Fleiß kein Preis, liebe Freunde der Mineralogie. Die permanente Kritik am Chefredakteur finde ich ebenfalls zum k..zen. „Allen Leuten recht getan ist eine Kunst die Niemand kann“ – da solltet Ihr mal drüber nachdenken. Für mich zählt Dr. Stefan Weiß auf seinen zahlreichen Gebieten zu einer äußerst kompetenten und sehr aufgeschlossenen Persönlichkeit. Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift. Wer eine andere Meinung vertritt braucht sie ja nicht zu lesen.

MM-Bär:

--- Zitat von: stufenwühlmaus am 27 Jan 06, 21:31 ---Übrigens habe ich in meiner Region auch noch nicht erlebt das nach einer Veröffentlichung ein Ansturm auf die Fundstelle zu verzeichnen war.
--- Ende Zitat ---

Hi Stufenwühlmaus, wohnst Du vielleicht auf einer Ostsee-Insel?  8)

michael berghäuser:
@stufenwühlmaus

"Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift."

Mit Verlaub dieser Aussage muß ich vehement wiedersprechen, ich finde teilweise die Qualität und die Einseitigkeit der Fundorte -mit Deinen Worten ausgedrückt- zum K.zen.

Meines Erachtenssollte man mehr auf Vielfalt achten;

Was zum Beispiel war im Januar 2006 Heft so spannend am Artikel "Beryll und Aquamarin aus dem Bergell"), (nur die grandiosen Landschaftsbilder  ;D).

(Daher spiele ich mit dem Gedanken mein ABO zu kündigen)

Glückauf aus dem verschneiten Mittelgebirge Taunus

Michael

Uwe Kolitsch:
1) "Die LAPIS ist und bleibt eine sehr gut gestaltete und informative Fachzeitschrift."
Das stimmt sicher.

2) @mb
a) "finde teilweise die Qualität und die Einseitigkeit der Fundorte -[...]- zum K.zen."
Das ist sehr überspitzt. Was erwartest du? Daß dir Super-Fundorte mit Super-Fundmöglichkeiten auf dem goldenen Lapis-Teller vorgelegt werden? Heutzutage sind für gute Funde Glück, harte Arbeit, Geduld und Eigeninitiative (z.B. eigene Literatur-Recherchen) nötig, und da spreche ich nicht nur von Mitteleuropa. Man sollte auch über die Verantwortung nachdenken, die Mineralienzeitschriften, sei es Lapis oder  Mineralien-Welt, übernehmen müssen, wenn absehbar ist, daß am nächsten Wochenende ein neu publizierter Fundort von Dutzenden oder noch mehr Sammlern "gestürmt" wird.
Über "kleinere" Funde und Fundorte kann man auch im Aufschluß publizieren.  Es geht immer noch hauptsächlich um eine gute Dokumentation.

b) Sicher hat Stefan Weiß bestimmte Vorlieben, was Fundorte/Länder im Lapis angeht, aber das ist sein gutes Recht. Ich kenne ihn gut und bin sicher, daß er sofort auch Berichte über interessante Fundorte in außereuropäischen Ländern veröffentlichen würde, wenn sie ihm angeboten werden. An die manchmal reißerische Machart von Lapis habe ich mich schön gewöhnt, obwohl sie immer noch etwas nervt.
Was die wissenschaftliche Qualität der Lapis-Artikel angeht: die richtet sich nach der Spannbreite der Leser - von reinen Quarzsammlern, die verärgert (sic!) auf chemische Formeln reagieren, bis hin zu Amateur- und Fachmineralogen.
Zur Qualität der Artikel: Sicher gibt es in jedem Heft einige kleinere fachliche Fehler und Ungenauigkeiten, aber etwas anderes zu erwarten, wäre naiv (im Übrigen wird auch in Fachzeitschriften bis hin zu Nature und Science teils großer Mist publiziert...).

Weitere Diskussionsbeiträge erwünscht (bitte objektiv bleiben).

GA, Uwe Kolitsch


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