Hallo Kollegen,
ein paar Stücke aus dem Schwarzwald bereiten mir Kopfzerbrechen. Es geht um einen Aufschluss der Bleiglanzbank im Unteren Muschelkalk bei Villingen – genauer gesagt um den Abbau des ehemaligen Ziegelwerks dort. Der dient seit geraumer Zeit als Bauschuttdeponie ist mittlerweile so ziemlich verfüllt.
In den vergangenen Jahren war folgendes zu finden:
Bleiglanz (meist derb in Dolomit eingesprengt; selten Kristalle)
Fahlerz (Tendenz zu Tennantit, da Arsen insgesamt überwiegen dürfte; oft verwachsen mit Bleiglanz und Kupferkies)
Kupferkies (wie bei den erstgenannten: selten Kristalle)
Bornit (fraglich, aber nicht unwahrscheinlich)
Azurit (krustig-kristallin, wohl das optisch attraktivste Mineral von der Fundstelle)
Malachit (kugelig-nadelig)
Gips (z.T. nadelig gut ausgebildet)
Realgar (kleine Kristalle auf Tonschiefer)
Hier ist das Interesse unter den Sammlern an den kleinen und eher mäßig ausgebildeten Mineral recht gering, drum hoff ich mal, dass ein paar Gedanken dazu hier im Forum aufkommen. Ich weiß, eine Ferndiagnose ist kaum möglich, manchmal braucht es aber neue Ideen, wenn man sich nur im Kreis dreht. Ich verteile die „ungelösten Fälle“ auf mehrere Threads – ich find’s übersichtlicher so, wenn es niemanden stört.....
Danke fürs Mitraten,
Grüße aus dem Schwarzwald,
Meinrad
Fall 1:
Neben angewittertem Realgar finden sich auf Tonschiefer kleine, schneeflockenartige Kristalle (Bildgröße der Gesamtansicht: 1 cm). Mein Verdacht: Arsenolith oder Gips.