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Autor Thema: Muschelsteinkern aus dem Miozän  (Gelesen 5021 mal)

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Offline Chlamys

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Muschelsteinkern aus dem Miozän
« am: 15 Feb 06, 19:36 »
Ich habe einige Muschelsteinkern aus dem Ottnangien Österreichs. Bei diesen beiden, ich habe davon noch mehr ,fällt mir nichts besseres als Ostrea ein. Was könnte es sein?  Sonderbar ist der Fortsatz neben dem Wirbel.
Chöamys

Offline viennafossil

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #1 am: 15 Feb 06, 22:26 »
Hallo Chlamys,

die austernverwandten Gattungen Meleagrina oder Avicula haben Z.B. solche flügelartigen Fortsätze. Manche Gryphaea auch-ob die im Ottnangium noch da ist weiß ich nicht. Ich hab leider keine Bilder aus dem Neogen, aber ich häng was aus dem Eozän an, alles Fig.121 ist z.B. Avicula.
Fürs österr. Miozän empfehle ich:
 Ortwin SCHULTZ – Werner E. PILLER (Hg.):
Catalogus Fossilium Austriae, Bivalvia neogenica, bisher 3 Bände am besten in der Bibliothek (kostet pro Band ca. 150 Euro). Verlag der österr. Akademie der Wissenschaften, solltest ein wenig Kleingeld übrig haben.
Wenn du bis Mitte März Zeit hast kann ich für dich das nachschlagen, auch ein paar Sachen mit den Pectiniden kann man dann noch ändern ;D -oder es findet sich wer anderer, stört mich nicht.  ;D
Grüße Johannes
« Letzte Änderung: 15 Feb 06, 22:36 von viennafossil »

Offline Chlamys

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #2 am: 16 Feb 06, 16:33 »
Hallo Johannes
Danke für die Seite, ist gut. Auf Ostrea ist Schultz gekommen, ich hatte zuerst auf Glossus gesetzt, da bei den meisten der Wirbel sehr kräftig ist. Hänge ein Foto an
Bei den Pectiniden bin ich auch nicht sicher, auch die Unterscheidung scabrella und submalvinae ist mir keineswegs klar. Wegen der Zeit der Bestimmung, die spielt keine Rolle.
Die Bücher von Schultz habe ich teilweise gekauft, leider ist darin Ottnangien sehr stiefmütterlich behandelt, ist ja zu weit weg von den Wiener Paläontologen, da sind die Mümchner schon aktiver.
LG
Chlamys

Offline viennafossil

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #3 am: 16 Feb 06, 17:10 »
Hallo,
ist ja auch nicht ganz falsch Auster zu sagen. Ostrea ist meiner Meinung falsch. Es gibt ja genug Austernartige.
Ich hab noch was gefunden: Eozän ders Haunsbergs und Kressenbergs. 1-9 ist nach Frauscher die Auster Exogyra eversa.
Alle die E. eversa aus der Kreide  D in typischer Form kennen trifft jetzt der Schlag...........ich wills nur als Beispiel für geflügelte Austern verstanden wissen.

LG Johannes

P.S: die Unterscheidung scabrella-submalvinae ist niemandem auf der Welt klar! Ich habe mit einem Linzer bei Gallneukirchen gesammelt, Ottnang, wir waren dann 2 Stunden beim Schultz mit den Stücken und am Ende haben wir alle 3 fast geheult. Ist sehr komplex, aber bei manchen Stücken gehts, bei anderen nicht sie zu unterscheiden. Und das 2. Bild kann schon ein Glossus sein, find ich nicht abartig!

Offline Chlamys

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #4 am: 16 Feb 06, 17:27 »
Die dicken kommen meiner " Glossus" recht nahe. Ich hab ja eine Menge gefunden.
WIe sollen sich scabrella und submalvinae unterscheiden, ich hätte einige Kisten voll zum Vergleichen.Diese Chlamys  kommen ja im Ottnangien massenhaft vor-
 Zur weiteren Verwirrung hänge ich noch ein Foto aus dieser Gruppe an
LG
Wolfgang
« Letzte Änderung: 08 Apr 13, 19:39 von oliverOliver »

Offline viennafossil

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #5 am: 16 Feb 06, 18:10 »
Links ist sicher was Austernartiges, hast ja den schönen Muskeleindruck. Und rechts, wie gesagt bitte um Geduld. Was ich allerdings nicht ganz kapier warum li die Schale weg ist und gleich daneben noch da. Austern sind ja an sich robust.  ???

Mit den Pectiniden wird es schneller gehen, da hab ich viel kopiert in Wien. Das kriegst du nächste Woche.

Interessant ist die Erhaltung: täuscht mich das oder sind das Konkretionen. Das war nämlich auch bei den Stücken, die du einmal als Hinnites brussonii abgebildet hast. Ich glaub der verdückte Rand ist nur ein Artefakt der Erhaltung und das sind keine Hinnites sondern Ch. multistriata und der aufgebogene Rand ist nichts wirklich verwertbares.

Johannes

Offline Chlamys

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Re: Muschelsteinkern aus dem Miozän
« Antwort #6 am: 16 Feb 06, 18:24 »
Ich kenne mich mineralogisch wenig aus, es sind aber keine Schalenerhaltungen in dieser Schichte. Die Muschelkerne liegen auf dem Granit bzw sind direkt aufgewachsen, also Konkretionen.
Die linke ist wohl eine Auster, an dieser Fundstelle gibt es etwas mehr östlich Austern in schlechter Schalenerhaltung.
ZU den Hinnites:
Die sind in Schalenerhaltung und es sind keine multistriata, wobei man es bei den Jugendformen nicht unterscheiden kann. Ich werde einen weiteren Thread über Hinnites beginnen und einige Fotos hineinstellen.
Chlamys
« Letzte Änderung: 16 Feb 06, 20:08 von Chlamys »

 

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