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Grube Anna bei Sulzbach - Rosenberg - Reservebergwerk ?

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giantcrystal:
@ Calciteminer

Keine von Dir angesprochenen Vorkommen sind zur Zeit in irgend einer Weise wirtschaftlich interessant - schon gar nicht Klein(st)lagerstätten wie die von Illmenau - Öhrenstöck (Mangan) in Thüringen oder die Eisenerze von Adorf. Was Ramsbeck anbelangt, so sind dort sicherlich noch große Vorräte vorhanden, die aber unter den derzeitigen Bedingungen - Umweltauflagen und Lohn / Betriebskosten sowie den Kosten eines modernen Neuaufschlusses - gewiß auch nicht abbauwürdig ist. Außerdem ist ein EU - weiter "Blei - Bann" in Vorbereitung, was die Absatzmöglichkeiten für Blei in der EU sicherlich sehr beschränken wird.

Bitte informiere Dich über den Komplex "Abbauwürdigkeit einer Lagerstätte" etwas genauer, bevor Du hier Gerüchte in die Welt setzt.

Danke und Glück Auf

Thomas

Ingo Löffler:
Hallo Thomas,
das ist so nicht ganz korreckt.Kurz vor der Wende wurde im Bereich der Pöhla ein großes Zinnerzvorkommen prospektiert,aber nicht angefahren.Es ist Europas größtes Vorkommen!Die Manganerze von Ilmenau zählen mit zu den reinsten der Welt!Die Lagerstätte die ich meine ist Elgersburg bei Ilmenau.Dort wurde der Bergbau aber nicht beendet weil nichts mehr kam,sondern dort spielten andere Gründe zB.Geopolitische mit rein.Bei Adorf nicht Martenberg wurden kurz vor der stillegung der Grube Christiane weitere Vorkommen entdeckt,im Bereich Messinghausen.Die Kumpel sollten dort weiterarbeiten,aber daraus ist nichts geworden.Das Vorkommen sollte geschont werden.Und zu Ramsbeck hast du schon selber geschrieben.Es sind also keine Gerüchte sondern Tatsachen!Statt irgendwelche offiziellen Homepage der Bundesanstalten usw. und den ihr Geschwätz zu übernehmen,solltest du vieleicht mal mit entsprechenden Personen die es besser Wissen auseinandersetzen.
Was sich so im einzelnen die EU ausdenkt wie den Blei Bann,keine Ahnung,das hat aber nichts mit Abbauwürdigkeit zu tun.Die Lohnkosten spielen in einem modernen Bergwerk nicht mehr die Rolle.Bleiben am Ende nur noch die Auflagen und Abgaben und die machen es in Deutschland zu teuer.Und nur in diesen Punkt stimme ich dir zu!Aber am Ende ist es mir egal,ich habe nichts davon ob wir große Vorkommen haben oder kleine oder oder oder.Ich streite mich deswegen nicht herum

der Grüchte verbreitende Calciteminer

berthold:
Hallo


--- Zitat ---Zur der Sache mit der Rohstoffsicherung oder schonung der einheimischen Lagerstätten wird man nie etwas richtiges offizielles Erfahren.
--- Ende Zitat ---

Die Pläne zur Rohstoffsicherung (Rohstoffsicherungsflächen) sind öffentlich. In Bayern sind die m.W.n. Bezirke für die Ausweisung von solchen Flächen zuständig. Ausserhalb der ausgewiesenen Flächen ist kein Bergbau möglich. Irgendwo habe ich das schon mal Karten im Internet gefunden, ich glaube es war das BIS (Bodeninformationssystem Bayern).

@Ingo
Die Abbauwürdigkeit einer Lagerstätte hängt von einigen Faktoren ab, von denen der Vorrat einer ist. Natürlich sind auch Vorschriften (z.B. Sicherheit, Umweltschutz, Rekultivierung) und damit verbundene Kosten zu berücksichtigen und damit ein Klotz am Bein. Aber würden wir das alles über den Haufen werfen hätten wir "Wild-West-Bergbau" - und den möchte keiner. Dennoch glaub ich, dass der Kostenfaktor "Lohnkosten" im Untertage-Bergbau bei der Frage der Abbauwürdigkeit sehr wichtig, wenn ich der Wichtigste ist. Betriebswirtschaftlich rechnet man ja Tonnen pro Mann und Schicht.

Gruß

Berthold

Ingo Löffler:
Hallo Berthold und andere,
was ich im Gunde meine ist das wir hir in Deutschland entsprechende Lagerstätten haben.Die wenn sie in Ländern der 3. Welt währen,schon lange abgebaut währen.Was kosten betrifft,so sind die zu zahlenden Löhne in Deutschland nicht mehr all zu hoch aber ....und jetzt würde es politisch werden.Die Entscheidungen hier den Bergbau zu "blockieren" und statt dessen das billigere Metall aus den naja ärmeren Ländern zu importieren ist logisch und ich kann es nachvollziehen.Das hat aber nichts mit den Vorräten zu tun,es sind rein wirtschaftliche und politische Entscheidungen.Und das stelle ich damit ja auch nicht in Frage.Nur das aus Deutschland ein Rohstoffarmes Land gemacht wird stimmt halt so nicht.
Noch mals zu den Lohnkosten,wieso betreiben die in Skandinavien noch Bergbau?Da wird mittlerweile besser verdient.Ich kann mir das nicht erklären.
Auf dem Bau in Deutschland sind rund 60 % Lohnkosten.Bei uns wird das Krankenhaus erweitert und den Zuschlag hat ein Unternehmen bekommen,welches von ziemlich weit weg kommt.Wie funktioniert das?Vieleicht bekommen die ja die Baumaterialien geschenkt.Wie geht das?Ich kenne die Antwort,sag aber mal nichts dazu.
 
Gruß Calciteminer

giantcrystal:
@ Calciteminer

was zum Beispiel Skandinavien anbelangt, so sind dort halt vorwiegend "world class deposits" im Abbau . Beispiel : Kiruna : dort steht ein mindestens 60 m mächtiges und über mehrere Kilometer streichendes Eisenerzflöz mit > 60 % Fe - Gehalt im Abbau. So etwas gibt es halt in Deutschland nicht und hat es auch nie gegeben... Anderes Beispiel : Tellnes in Südnorwegen : eine riesengroße Titanlagerstätte, die durch Titania A/S im Tagebau (Tiefbau wäre auch dort unwirtschaftlich) im großen Stil abgebaut wird. Aber nicht etwa zur Titanherstellung, wie man meinen könnte, sondern primär zur Herstellung von TiO2 = Titandioxid = Weißpigment. Mit diesem Produkt - und nur mit diesem ! - lässt sich ein guter Preis erzielen, der den Abbau auch in einem Hoch - Lohnkostenland rechtfertigt.

Solche Lagerstätten hat Deutschland ganz einfach nicht zu bieten, bzw. die "world class deposits" in Deutschland wie zum Beispiel der Rammelsberg wurden bereits abgebaut.

Was im übrigen natürlich nicht heißt, das Deutschland ein rohstoffarmes Land ist. Unsere Baryt und Flußspatproduktion ist nach wie vor mit die größte im EU - Bereich, selbiges gilt auch für Kalisalze !

Glück Auf

Thomas

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