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Autor Thema: Chalcedon-Pseudomorphose nach Koralle, Bayern  (Gelesen 2673 mal)

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Offline aca

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Hallo,

(nach langem mal wieder...  )

ich habe vor eine paar Jahren auf einer Börse eine Chalcedon-Pseudomorphose nach Koralle erstanden.
Der Fundort soll Abensberg in Bayern sein. Abensberg ist wohl bekannt für steinzeitlichen Flintbergbau, aber ich
habe leider nicht rausbekommen, ob dieser Chalcedon aus den Flintschichten im Jura stammt oder anderen Ursprungs ist.
Angefügt ist ein Bild des Stücks. Die Bildbreite ist etwa 5 cm.

Wer weiss was dazu? Kann man vielleicht sogar was über die Ordnung der Koralle sagen (ist vielleicht eher was fúr Fossilogen, aber manche gehen ja fremd).

Amir 

Offline Loddah

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Re: Chalcedon-Pseudomorphose nach Koralle, Bayern
« Antwort #1 am: 14 Mar 06, 10:05 »
Hallo Amir,

wegen Meiner Dissertation in Paläontologie beschäftige ich mich mit verkieselten Korallen der Schwäbischen Ostalb. Leider kann ich zu Deiner Koralle aber nichts sagen, denn sämtliche zur Bestimmung notwendigen Merkmale sind nicht vorhanden. Ich zweifle sogar daran, dass es sich um eine Koralle handelt(e)...

Trotzdem viele Grüße,
Lothar

Offline aca

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Re: Chalcedon-Pseudomorphose nach Koralle, Bayern
« Antwort #2 am: 27 Mar 06, 15:26 »
Hallo Lothar,

tut mir leid, dass ich mich erst jetzt für die Antwort bedanke.
Eigentlich wollte ich noch ein paar "Fahndungsfotos" mit verschiedenen Ansichten machen,
auf denen man das Stück etwas besser einordnen kann. Aber Fotos machen ist
immer ziemlich zeitraubend, und ich war die letzten Wochen ziemlich "am rotieren"
und heute abend geht der Flieger nach Namibia...
Daher nur so eine Art "Zwischenantwort".

Ich habe mit dem Teil zwischenzeitlich mal ein paar Studenten am
paläontologischen Institut der Uni Hamburg belästigt.
Die hatten aber auch keine Idee, woher das Stück kommen könnte,
auf "Koralle" haben aber alle getippt.
Man hat mich aber auf einen Franken-Kenner verwiesen, der leider gerade unterwegs ist.

Ich muss zugeben, dass das Teil eher perimorph als pseudomorph aussieht,
darunter haben sicher die Details gelitten. Die Septen (wenn es welche sind) wirken
etwas abgelutscht, nicht so scharfkantig wie bei rezenten Proben
aus dem Touri-Laden am Strand. Ich kann mir auch nicht vorstellen,
dass man sowas bis auf die Art/Gattung genau bestimmen kann.
Im innern sind anscheinend noch ein paar Reste von Calcit vorhanden
und es bilden sich sehr wenige Blasen in Salzsäure, man kann also annehmen,
dass das Stück aus Kalk herausgelöst wurde.

Hoffentlich komme ich bald wieder zum Knipsen.

Nochmal Danke,
Amir

 

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