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Autor Thema: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los  (Gelesen 194375 mal)

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Online geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #105 am: 02 Feb 11, 19:29 »
Hallo alle,

soeben im MDR-Sachsenspiegel gehört:
„Die Photovoltaik-Firma Solarworld aus Freiberg hat sich heute die Abbaurechte an Zinnwaldit für die Gewinnung von Lithium sichern lassen. Als frühester Abbaubeginn für die Lagerstätte bei Zinnwald wurde 2013 angegeben.“
Ich hoffe das ich das halbwegs wörtlich so wieder gegeben habe.
Wäre ja ne schöne Sache wenn das so kommen würde. Allerdings hört man in Insiderkreisen von stark wechselnden Lithiumgehalten und komplizierten Aufbereitungsbedingungen. Na mal sehen.

Gruß Jürgen

Offline dendrocopos

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #106 am: 17 Feb 11, 18:24 »
An alle Interessierten,
nachfolgende Pressemitteilung findet sich auf der Seite
www.kupferschieferlausitz.com

Spremberg, 15. Februar 2011 - Nach dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Brandenburg hat jetzt auch das Sächsische Oberbergamt der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH die Bergbauberechtigung (Bewilligung) zur Gewinnung von Kupfer und Begleitmineralien erteilt. Der von der KSL geplante Kupferbergbau Spremberg - Graustein - Schleife ist ein länderübergreifendes Projekt.

Die mit dem heutigen Tag wirksam werdende Genehmigung bezieht sich auf ein 22,7 km² großes Feld in den sächsischen Gemeinden Schleife, Weißwasser, Trebendorf und Groß Düben und ist gültig bis zum Jahr 2051. Derzeit erarbeitet die KSL einen länderübergreifenden Betriebsplan, worin alle Belange des geplanten Kupferbergbaus entsprechend der genehmigungsrechtlichen Vorgaben abgebildet werden. Mit dem Beginn der Vorarbeiten zur Abteufung der Schächte rechnet die KSL zum Ende 2012 / Anfang 2013. Es ist von einem Lagerstätteninhalt von 1,85 Millionen Tonnen Kupfer auszugehen.

Glückauf !

Frank

Online geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #107 am: 09 Mar 11, 19:50 »
Hallo alle,
gestern (08.03.2011) war folgender Artikel in der Freien Presse,

" Bei Sadisdorf im Osterzgebirge sollen dieses Jahr fünf Bohrungen zur Erzerkundung bis zu 400 m tief in die Erde führen. Der Betriebsplan dafür liegt derzeit im Sächsischen Oberbergamt. Die Behörde geht davon aus, dass es noch diesen Monat die Genehmigung für die Bohrungen geben wird. Sie sind Bestandteil des Erzrekundungsprojektes der kanadischen Firma Tinco Exploration. Für ein zweites Vorhaben wird ebenfalls noch im März eine Entscheidung erwartet. Eine Tochterfirma der Solarworld AG will die Lithiumvorräte im Raum Zinnwald erkunden. Dort gehen Geologen von einem bedeutendem Vorkommen aus. Lithium gewinnt an Bedeutung, weil es in Akkumulatoren beilspielsweise für Elektroautos eingesetzt wird."

Gruß Jürgen

Offline Manganit

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Sadisdorf Molybdänvorkommen
« Antwort #108 am: 10 Mar 11, 20:09 »
Das Molybdänvorkommen in Sadisdorf ist doch schon ein alter Hut - der Spiegel berichtete schon 2009 darueber: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65640699.html (darf ich hier nicht abdrucken - Ihr habt da einen an der Waffel in Deutschland mit dem Datenschutz).

Den Kanadiern Tinco Exploration hilft diesmal ein grosser deutscher Infrastrukturberater - Arcadis: http://www.arcadis.de/web/arcadis.de.nsf/0/A71C1FAF157E2A3CC12574400038CE14?OpenDocument&p_ref=110F9E88D2ACFEA9C1256B9800522EE8

Da die keine bekloppte Kopierlimitierung auf der Seite haben, drucke ich das doch mal hier ab. Natuerlich uebernehme ich keine Haftung fuer den Inhalt:

Exploration von Lagerstätten im Erzgebirge     

Die Nachfrage nach Rohstoffen ist in den letzten zehn Jahren weltweit gewachsen, die Preise steigen - manche Lagerstätten, die noch vor kurzem unwirtschaftlich erschienen, sind heute für den Abbau wieder interessant. Auch in Deutschland, insbesondere im Erzgebirge, gab es seit dem 15. Jahrhundert immer wieder Phasen des aktiven Bergbaus, die mit Zeiten ohne entsprechende Aktivitäten wechselten. Aus der letzten Abbauperiode bis 1990 und den Erkundungsarbeiten der 1930er bis 1980er Jahre liegen umfangreiche Erkenntnisse vor, die unter den heutigen, geänderten Rahmenbedingungen eine wirtschaftliche Erzgewinnung im Erzgebirge erwarten lassen.

Die TINCO EXPLORATION INC. (TINCO), ein Tochterunternehmen des börsennotierten, weltweit agierenden kanadischen Rohstoffinvestmentunternehmens LONGVIEW CAPITAL PARTNERS, hat beim Sächsischen Oberbergamt eine Erlaubnis zur Exploration auf verschiedene Metallrohstoffe beantragt. Gegenstand der Exploration ist die Erkundung und Neubewertung historisch bekannter Lagerstätten innerhalb eines ca. 67 km² großen Erlaubnisfeldes im Osterzgebirge. Das Arbeitsprogramm ist für einen Zeitraum von 5 Jahren konzipiert und sieht neben der Auswertung von Daten aus früheren Erkundungsphasen eine Reihe von geologischen und bergmännischen Erkundungsarbeiten vor. Das Explorationsvorhaben wird von international anerkannten Experten der Rohstoffexploration und Lagerstättenbewertung begleitet. Maßgeblich beteiligt an Planung und Durchführung vor Ort sind zudem mit den lokalen Verhältnissen bestens vertraute Fachleute und Unternehmen, deren Erfahrungen unmittelbar in das Projekt einfließen.

ARCADIS hat im Rahmen des Projektes insbesondere folgende Leistungen übernommen:

Koordination und fachliche Projektleitung des Antragsverfahrens

Erstellung des Antrags auf Aufsuchung
nach § 7 Bundes-Berggesetz
Fachberatung des Antragstellers
Mitwirkung bei der Vorhabenspräsentation
(Anhörung, Vorrangentscheidung nach § 14 (2) Bundes-Berggesetz)

TINCO hat am 26.11.2007 die bergrechtliche Erlaubnis zur Aufsuchung zu gewerblichen Zwecken nach § 7 Bundes-Berggesetz für das beantragte Erlaubnisfeld erhalten.
 
« Letzte Änderung: 10 Mar 11, 20:19 von Manganit »

Online geomueller

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Re: Sadisdorf Molybdänvorkommen
« Antwort #109 am: 10 Mar 11, 20:29 »
der Spiegel berichtete schon 2009 darueber

Naklar ist das ein alter Hut, ich habe ja auch nur berichtet das diese neuen Bohrungen jetzt genehmigt werden und damit die Erkundung weiter geht ;)

Gruß Jürgen

Offline Fritzi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #110 am: 10 Mar 11, 22:38 »
Hallo,

Zitat
ich habe ja auch nur berichtet das diese neuen Bohrungen jetzt genehmigt werden und damit die Erkundung weiter geht

jaaa, aber erst wenn die Vögelchen gebrütet haben, dann darf gebohrt werden; wird aus Naturschutzgründen wieder verschoben, da kein Vogel während der Brutzeit gestört werden darf - und wer weiß, was dann ist, wenn's los gehen könnte ...

Steht bei uns heute so in der Tageszeitung.

BG
Fritzi

Offline fassi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #111 am: 11 Mar 11, 19:31 »
Ja ja - die Naturschützer - Sind schon ne ganz komische Begleiterscheinung in heutigen Zeiten ....

Fledermäuse dürfen in Ihrer Ruhe nicht gestört werden - und zeitgleich kann man seine eigenen Kinder nicht unbedenklich aus dem Haus lassen weil die Ganze Stadt voller Stau und genervten Autofahrern ist..-
Siehe " Umgehungsstraße Freiberg "
 Sogar die Krähen stehen unter Schutz- und die sitzen ja bekanntlich ganz oben - ;) ;) ;)
Eine Krähe hackt der anderen kein auge aus .!

Schöne Heimat !!

Online geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #112 am: 11 Mar 11, 19:48 »
Ja ja wir müssen ab Ende März auch wieder manche Erkundungsarbeiten unterbrechen da die Bodenbrüter schon auf gepackten Koffern sitzen und die beheizten Wiesen bevölkern  ;D ;D :-X ;)

Jürgen

Offline Uwe E

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #113 am: 25 Mar 11, 08:01 »
"Solarworld" erhält am heute, 25. März 2011, die Genehmigungsurkunde für Lithium-Abbau im Erzgebirge.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/SACHSEN/Solarworld-erhaelt-Genehmigung-fuer-Lithium-Abbau-im-Erzgebirge-artikel7613141.php

Grüße
Uwe

Offline Blackminer

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #114 am: 25 Mar 11, 09:37 »
Moin!
Wieder mal ein großes blabla um fast nichts. Hab diese Woche mit jemandem gesprochen, der heute bei der Verleihung mit dabei ist. Er erzählte, dass es ein Kooperationsprojekt mit der Bergakademie ist und sich nur auf Forschungsvorhaben bezieht. Also findet kein Abbau statt, sondern nur Forschung!!
Glück auf!

Online geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #115 am: 25 Mar 11, 19:49 »
An dieser Meldung ist nun wirklich nichts neues mehr. Man hat langsam dem Eindruck diese ganzen immer wieder kehrenden Berggeschreinachrichten nur alle paar Wochen mal wiederholt werden um als Bergbehörde, LfULG, Sächs. Wirtschaftsministerium und was weis ich wer noch im Gespräch zu bleiben :-X ;)

Glück Auf, Jürgen

Offline fassi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #116 am: 25 Mar 11, 20:30 »
Lustig ist immer wieder das man über Projekte und prospektionen die  Tatsächlich  stattfinden -oder voll in Planung sind nicht weiter berichtet ..-

die armen schreiberlinge der Medienagenturen müssen sich eben an den " neusten " festhalten was eigentlich schon lange kalter kaffee ist ..

würde man immer wieder von laufenden aktionen berichten würde das dem " Neuen Sächsischen Bergbau " wohl eher schaden  ;) ;) ;)
-z.B. vogelbrut .etc...  8) 8)

Offline Manganit

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #117 am: 01 Sep 11, 21:24 »
Hier ist mal was ganz Neues aus der Geruchtekueche - da glaube ich Kein Wort von. Die Firma "Indo Gold" druckt buntes Papier und verspricht das Blaue vom Himmel, angeblich wird in Indien, Korea und Liberia nach Gold gebohrt. In die Melange passt doch Sachsen wie das Gelbe im Ei :-)

Australier wollen im Erzgebirge nach Gold schürfen
31.08.2011  | Annaberg-Buchholz

http://www.wirtschaft-im-erzgebirge.de/de/Australier_wollen_im_Erzgebirge_nach_Gold_schuerfen_1002.html?news1031.id=731&news1031.year=2011&news1031.month=8&sid=de

Acht Probebohrungen will ein Bergbauunternehmen vom anderen Ende der Welt im Gebiet um Eibenstock in den nächsten vier Jahren starten. Es ist auch auf der Suche nach dem edelsten aller Metalle.

VON ERIK KIWITTER

EIBENSTOCK/NIEDERSCHLAG - 20 Seiten hat der blaue Aktenordner, in dem Karten, Grafiken und Tabellen abgeheftet sind. Erstellt hat ihn das Unternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton in New South Wales, Australien. Bei den Unterlagen handelt es sich um einen, wie es im Beamtendeutsch heißt, "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze im Erlaubnisfeld Eibenstock", der an das Oberbergamt in Freiberg gerichtet ist. Es geht um Zink, Zinn, Kupfer. Lithium, Wolfram, Schwerspat, Blei und - Gold und Silber.

Das 124.000 Hektar große Gebiet, in dem Indo Gold Ltd. nach Bodenschätzen suchen will, betrifft Eibenstock, Johanngeorgenstadt, Zschorlau, Breitenbrunn und Bockau. Bevor das Oberbergamt der Firma die Genehmigung erteilen kann, auf dieser Fläche Voruntersuchungen und acht Probebohrungen zu unternehmen, die in diesem Falle vier Jahre dauern sollen, müssen die Kommunen ihre Erlaubnis geben. "Wir müssen abwägen, ob unsere Interessen beeinträchtigt werden", sagt der Bürgermeister von Zschorlau, Wolfgang Leonhardt. Auf seiner letzten Sitzung hat der Gemeinderat zugestimmt. "Der Bergbau gehört zu unserer Region, er hat uns einst stark gemacht. Deshalb stehen wir derartigen Projekten erst einmal offen gegenüber", so Leonhardt.

Eibenstock wird morgen eine Stellungnahme abgeben. Eine Tendenz zeichnet sich noch nicht ab. Bürgermeister Uwe Staab: "Wir sind zwar eine Montan-Region. Aber es gilt dabei viele Dinge zu berücksichtigen." In einem anderen Gebiet, im mittleren Erzgebirge in der Nähe von Seiffen, ist das australische Unternehmen bereits mit Voruntersuchungen aktiv. Insgesamt hat das Oberbergamt bisher in Sachsen zwölf Genehmigungen für Voruntersuchungen erteilt. In zwei Fällen gibt es bereits die Erlaubnis zum Abbau. In Niederschlag wird gegenwärtig ein Bergwerk zum Abbau von Flussspat errichtet, in Altenberg darf das Freiberger Unternehmen Solarworld Lithium fördern. Dabei haben die Unternehmen, die im Erzgebirge an die Bodenschätze wollen, ihr Auge auch auf das edelste aller Metalle geworfen: Gold. Schon vor Jahrhunderten gab es im Erzgebirge Funde, so berichten die Historiker.

Verbrieft ist, dass im 18. Jahrhundert dem Kurfürsten vom Bergamt ein sieben Gramm schweres Goldkorn überreicht worden war, das ein Goldgräber am Auersberg gefunden hatte. "Die Region um den Auersberg ist bekannt für ihre Goldvorkommen. Die Frage ist nur, in welcher Konzentration sie in den Erzen auftreten und ob sich der Abbau lohnt." Die Voruntersuchungen, wie im Fall Indo Gold, Ltd., dauern häufig Jahre.


Quelle: Freie Presse, Ausgabe Annaberger Zeitung, 31.08.2011

Offline Jochen1Knochen

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #118 am: 01 Sep 11, 21:49 »
Hallo!
Na ja-von Breitenbrunn hatte ich schon mal ein Stück Skarn mit einem eingesprenkelten Korn von ged.Gold in der Hand.
Auch Stücke von Berggold-mit hohem Silberanteil-vom Türkschacht sind mir bekannt.
Gruß Jens

Offline Seif

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #119 am: 07 Sep 11, 11:08 »
Und da gehts schon weiter. Artikel Freie Presse von gestern:

Australier wollen Vogtlandschätze suchen
Firma Indo Gold erkundet Kottenheide

Kottenheide. Eine Firma vom anderen Ende der Welt zieht es ins Vogtland: Das weltweit tätige Bergbau-Erkundungsunternehmen Indo Gold Ltd. aus Milton im australischen Bundesstaat New South Wales will im Gebiet um Kottenheide nach Bodenschätzen suchen. Bis Donnerstag haben betroffene Städte und Gemeinden Zeit, sich zu dem Antrag zu äußern. Danach entscheidet das Oberbergamt Freiberg, ob die Firma ihre Pläne umsetzen darf.

Das Erlaubnisfeld Kottenheide, in dem Indo Gold suchen will, ist 129 Quadratkilometer groß und betrifft die Gemeinden Auerbach, Erlbach, Falkenstein, Grünbach, Klingenthal, Markneukirchen, Muldenhammer, Schöneck und Zwota. Bei den Bodenschätzen geht es in erster Linie um Zinn, Wolfram sowie Molybdän, erklärt Martin Herrmann, Abteilungsleiter im Oberbergamt. Ebenfalls im Auge haben die Australier Tantal, Lithium, Kupfer, Blei, Beryllium, Fluss- und Schwerspat sowie Silber und Gold. Im Amtsdeutsch hat Indo Gold einen "Antrag auf Erteilung einer Erlaubnis zur Aufsuchung der bergfreien Bodenschätze" für das Revier gestellt.

Die Australier haben neben dem Vogtland auch das Westerzgebirge im Visier, das Gebiet um Eibenstock. Dort werden die gleichen Metalle vermutet. Ein Nein einer Kommune zu den Plänen bedeutet aber nicht das Aus für das Vorhaben, betont Martin Herrmann. Am vergangenen Donnerstag hatte der Eibenstocker Stadtrat nach heftiger Diskussion die Pläne von Indo Gold mehrheitlich abgelehnt, während drei andere Gemeinden dafür waren. Das Oberbergamt entscheidet über den Konzessionsantrag unabhängig davon, was die Städte und Gemeinden dazu sagen.

Die Freiberger Behörde hat in Sachsen bisher zwölf Mal Voruntersuchungen nach Bodenschätzen genehmigt. Eine davon erhielt auch Indo Gold für Erkundungen in der Nähe von Seiffen. Ihr Interesse am Kottenheider Feld haben die Australier Mitte Mai bekundet, der aktuelle Antrag dazu datiert von Ende Juni. Eine Abbau-Erlaubnis für Bodenschätze gibt es im Freistaat in zwei Fällen: Für die Lithium-Förderung der Freiberger Solarworld AG im osterzgebirgischen Altenberg und die Gewinnung von Flussspat durch die Nickelhütte Aue, für die ein Bergwerk in Niederschlag südlich von Annaberg-Buchholz entsteht.

Soweit sind die Bergbau-Pläne im Vogtland noch bei weitem nicht. Untersuchungen, wie sie Indo Gold plant, können Jahre dauern. Erkundungsrechte besitzt in der Region bisher die Deutsche Rohstoff AG aus Heidelberg, die sich diese 2007 für die Lagerstätte Gottesberg, den größten zusammenhängenden Zinnerzkörper Europas, sicherte. Experten gehen davon aus, dass in dem Feld 121.000 Tonnen Zinn und 63.600 Tonen Kupfer lagern. Durch die Achterbahnfahrt des Zinnpreises auf dem Weltmarkt waren ursprüngliche Prognosen für einen Abbau bereits ab 2011 über den Haufen geworfen worden. Nun ist die Firma wieder optimistischer und arbeitet nach den Worten von Thomas Gutschlag, Vorstand und Finanzchef der Deutschen Rohstoff AG, an einem Konzept für das Gottesberger Revier.
 
erschienen am 05.09.2011 ( Von Ronny Hager )

 

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