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Autor Thema: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los  (Gelesen 194501 mal)

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Offline limestone

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #15 am: 26 Sep 07, 13:51 »
Alles klar,
Freie Presse hat heute auch berichtet, http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/VOGTLAND/OBERES_VOGTLAND/1047904.html
Glück Auf
Ralf

Saxifragus

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Skarn
« Antwort #16 am: 05 Oct 07, 19:38 »
Es geht um ... Scheelit in Skarngestein

Glück auf!
Ich bin am Skarn (metasomatisch überprägter Kalk) dieser Lagerstätte interessiert.

Gibt es jemanden, der das Gelände dort kennt und einen Hinweis geben kann, wo man eine oder zwei Proben des Skarns für eine Gesteinssammlung "abmontieren" kann?

Saxifragus

Offline smoeller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #17 am: 05 Oct 07, 22:00 »
Hallo,

Früher konnte man unten direkt am Fusse der Halde kurz hinter der Schranke rechts und am rechten Haldenhang im Straßengraben fündig werden sowie oben auf dem Plateau. Dürfte aber inzwischen alles abgedeckt sein. Habe meine Scheelitprobe seinerzeit (1999 ?) im Imbiss am Bergwerksgebäude erworben. Ob der noch besteht, wo das Schaubergwerk weg ist?

Auch am Mundloch des Morgenstern-Erbstollens waren derartige Stücke zu finden.

Glück Auf!
Smoeller

Offline geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #18 am: 05 Oct 07, 22:20 »
Hallo Sebastian,

das Schaubergwerk ist wieder auf, und der Imbiss auch ;). Die Halden in Pöhla sind allerdings alle abgedeckt :'(

Gruß Jürgen

Offline Der Haldenwühler

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #19 am: 28 Dec 07, 13:26 »
In der "Freien Presse Stollberg" vom 4. Dezember 2007 gibt es einen Artikel namens "Berggeschrey erfüllt wieder das Erzgebirge".
Einen Link habe ich bis jetzt noch nicht gefunden aber wer Freie Presse - Abonent ist, kann sich glaube ich auf der Homepage anmelden und online die Ausgabe lesen.

Kurz gesagt geht es in dem Artikel darum, dass eine oder mehrere Firmen bereits 8 Erkundungsgenehmigungen erteilt bekommen haben :

- Feld Pöhla-Globenstein -> Wolfram
- Feld Spremberg-Schleifer -> Kupfer
- Feld Weißwasser -> Kupfer
- Feld Gottesberg (Vogtland) -> Zinn
- Feld Delitzsch -> Wolfram
- Feld Ehrenfriedersdorf -> Zinn
- Feld Antonsthal -> Zinn
- Feld Altenberg -> Zinn (damit ist u. a. die alte Pinge in Altenberg gemeint)

außerdem stehen weitere Anträge aus :

- Feld Niederschlag -> Fluss -und Schwerspat
- Feld Tellerhäuser-Hämmerlein -> Zinn
- Feld Pöhla
- Feld Breitenbrunn
- Feld Antonsthal

Tom Gräfe, Stollberg

Offline Kay

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #20 am: 28 Dec 07, 14:31 »
Hallo,

erfreulich wäre die Wiederaufnahme des Bergbaus auf jeden Fall.
Wenn bei anderen Rohstoffen/ Erzen eine ähnliche Preisentwicklung stattfindet, könnten
in Zukunft auch andere Bergwerke in anderen Bergbaugebieten in Deutschland wieder in Betrieb
genommen werden. Lagerstätten sind ja nicht alle abgebaut....
Ist wohl auch eher eine Frage der Zeit, bis andere heute günstigere Lagerstätten abgebaut sind.

Wie auch immer, reicht der geschätzte Wolframvorrat vielleicht nur für einen Weltjahresbedarf.
Dabei sind 50000T Wolfram nicht gerade wenig.

Mf Glück Auf

Kay

Offline Schluchti

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #21 am: 28 Dec 07, 16:23 »
Ja, es gibt wieder zahlreiche Erkundungsvorhaben. Ich las auch von geplanten Erkundundungen auf Indium in der Gegend von Antonthal durch die Deutsche Rohstoff AG. Der Weltmarktpreis pro Tonne liegt da aktuell bei USD 500.000,00. Daneben waren noch bei Einstellung des Bergbaus durch die Wismut 28.000 Tonnen Zinn, 23.000 Tonnen Wolfram und 95.000 Tonnen Zink für die Lagerstätte prognostiziert.  Die Preise für Zinn liegen heute bei 16.000,00 und für Wolfram bei 70.000,00 USD je Tonne.
« Letzte Änderung: 28 Dec 07, 16:27 von Schluchti »

Offline minuwe

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #22 am: 28 Dec 07, 17:45 »
Hallo Tom und andere,

ja, ist interessant, die Entwicklung. Interessant ist auch, dass man nicht von Revieren, sondern von "Feld" spricht. Ich deute dies so, dass man die Vorkommen völlig neu beleuchtet, vorhandene Erkenntnisse zwar berücksichtigt, aber auch mit Überraschungen rechnet..

Der ganzen Sache steht übergeordnet leider die Energiesituation hinsichtlich Kosten entgegen. Wenn man irgendwann Quellen wie die Kernfusion nutzbar gemacht hat, wird  auch der Bergbau überall eine neue Blüte erleben. Dann wird es möglich sein, Schächte auf 3000 Meter und tiefer abzuteufen und zu kühlen. Es werden sich sicherlich nicht alle Werkstoffe der Zukunft landwirtschaftlich herstellen lassen. So können noch vorhandene Vorkommen in Verbindung mit einem sparsameren Umgang mit Werkstoffen (Reduzierung des Konsum, Recycling) und völlig neuen Werkstoffkombinationen vielleicht Notsituationen in dieser Hinsicht vermeiden.

Aber was bringt dem Mineraliensammler der moderne Bergbau? Es werden keine Halden mehr in den Wald gekippt, aber vielleicht erkennt man die "unbrauchbaren" Minerale als Einnahmeqelle und baut nebenbei Sammlerstücke ab?

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 28 Dec 07, 23:33 von minuwe »

Offline Conny3

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #23 am: 21 Jan 08, 08:29 »
Hallo,

heute steht in der OTZ auch ein größerer Artikel über die vermutliche Wiederaufnahme des Bergbaues im Erzgebirge.
Scanne ihn demnächst einmal ein.

Gruß Conny

Online nwsachse

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #24 am: 21 Jan 08, 11:37 »

 Auf der Seite des Landesamtes fuer Umwelt und Geologie Sachsen findet Ihr weitere, z.T. detaillierte und vor allem fundierte Informationen ueber das  Thema:

http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/a-geologie_478.html

http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/documents/Erze_Spate_Sachsens.jpg

Meiner Meinung nach duerfte es sich bei den beantragten und erteilten Genehmigungen z.T. auch um die "strategische" Sicherung von "Claims" handeln.

Offline Conny3

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #25 am: 21 Jan 08, 20:08 »
Hallo,

hier der Artikel. Es wird allerdings gleich gesagt das kaum Halden entstehen werden.

Gruß

Der Conny


Offline berthold

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #26 am: 21 Jan 08, 20:11 »
Hallo Conny,

sorry, das kann kein Mensch lesen.  :'(  Bitte in vernünftiger Auflösung sannen.

Gruß
Berthold

Offline Conny3

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #27 am: 21 Jan 08, 20:13 »
Hallo Berthold,


bin gerade dabei das zu ändern.

Gruß Conny


(Ich hoffe so geht es einigermaasen)
« Letzte Änderung: 21 Jan 08, 20:22 von Conny3 »

Offline geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #28 am: 22 Jan 08, 16:26 »
Hallo,

ich hab den Artikel heute auch gelesen, der abgebildete Matthias Kreibich war übrigens der Führer der geologischen Sonderführung am 19.01.08 in E-Dorf an der ich teilgenommen habe ;)
Bei den ganzen derzeit laufenden Erkundungen und Neubewertungen der Lagerstätten (die ja alle schon bekannt waren) geht es doch nur darum das sich die entsprechenden Firmen die Rechte für einen möglichen späteren Abbau sichern. Ob es jemals wieder Bergbau in Sachsen gibt steht nach wie vor in den Sternen und ist aus meiner Sicht, bis auf kleine Ausnahmen, sehr fraglich.

Gruß Jürgen

Offline Troglophiler

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Das neue "Berggeschrey" darf beginnen
« Antwort #29 am: 02 Apr 08, 23:12 »
Das neue "Berggeschrey" darf beginnen

Oberbergamt erteilt Rechte zur Errichtung eines Bergwerks


Niederschlag. In der Nähe von Bärenstein soll voraussichtlich schon in zwei Jahren wieder ein Bergwerk seinen Betrieb aufnehmen. Das Sächsische Oberbergamt in Freiberg hat einem Unternehmen aus Halsbrücke die "Bewilligung zur Gewinnung von Fluss- und Schwerspat im ,Feld Niederschlag'" erteilt. Es ist die erste Erlaubnis dieser Art seit der Wende. Sie gilt für 30 Jahre und erteilt der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatcompagnie Geos GmbH das Recht, die genannten Bodenschätze aufzusuchen, zu gewinnen sowie das Eigentum daran zu erwerben.

Laut André Baumann, Geschäftsführer des Bergbauunternehmens, sollen in Niederschlag perspektivisch 40 bis 50 Bergleute, Grubenhandwerker und Geophysiker beschäftigt werden. Die meisten von ihnen unter Tage, einige wenige aber auch in einer der Grube angeschlossenen Aufbereitungsanlage. "Wir wollen nicht den Rohstoff an sich, sondern veredelte Produkte auf den Markt bringen", erläutert er. Als wichtigste Abnehmer kämen die metallurgische und chemische Industrie in Betracht.

Baumann geht davon aus, dass die Vorräte für einen 25Jahre währenden Abbau ausreichen. Rund 3,3 Millionen Tonnen Rohspat sollen bei Niederschlag unter der Erde schlummern; etwa 2,5 Millionen Tonnen sind nachgewiesen. "Das Areal hat eine Größe von 6,8Quadratkilometern", erläutert Peter Horler vom Oberbergamt. Dabei handele es sich im Wesentlichen um ein historisches Bergbaugebiet, in dem seit etwa 1550 unter anderem Zinn-, Eisen-, Kupfer- und Silbererze gewonnen wurden. Später kamen Kobalterze hinzu.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1954 förderte die Wismut in dem Gebiet etwa 135 Tonnen Uran. Die Erkundung von Roh-, Fluss- und Schwerspaten erfolgte von 1954 bis 1988. Die meisten dieser Rohstoffe liegen 200 bis 300 Meter tief, kommen aber auch 900 Meter unter der Erdoberfläche vor. Zu DDR-Zeiten galten die Vorkommen als "unberührte Staatsreserve". Heute zählen sie zu den sechs Lagerstätten in Sachsen, die das Wirtschaftsministerium als interessant einstuft.


Von Lothar Müller

Quelle: http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/ERZGEBIRGE/ANNABERG/1262885.html

 

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