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Autor Thema: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los  (Gelesen 194413 mal)

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Offline berthold

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #75 am: 21 Dec 10, 21:17 »
Hallo,

Zitat
In Gehren/Thür. war das Berggeschrey ja auch am Anfang groß und dann war es das wohl ?

Das Bergwerk in Gehren ist (modern mit 1,5km 5x5 Meter Wendel) aufgefahren und steht zum Abbau bereit. Nur ist im Moment der Spat aus China samt Transport billiger als der Abbau bei uns. Wenn die Preis-Prognosen stimmen (und die Chinesen nicht einfach den Schieber aufmachen) wird um 2014 in Gehren abgebaut - so die Aussage/Planung des Betreibers.

Gruß
Berthold

Offline fassi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #76 am: 21 Dec 10, 22:02 »
Ja - genauso ist das .
Momentan ist der Import billiger - aber was bringt die Zukunpft ?
Man sollte aber auch dran denken das die Chinesen Ihre Preise senken können....

Wer den Bericht über Niederschlag gesehen hat - der hats gehört .
Da sind schon die richtigen dran die sich Gedanken machen  :D

Offline Uwe E

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #77 am: 22 Dec 10, 06:51 »
Hallo,

in einer Medieninformation vom 21. Dezember, herausgegeben vom Sächsischen Oberbergamt, wurden drei neue Genehmigungen für die Erkundung von Silbererzvorkommen in Sachsen erteilt.

http://www.bergbehoerde.sachsen.de/set/431/2010%2012%2021_MI_ErlaubnisseSachsenerz.doc.pdf

Grüße
Uwe

Offline Walpurgin

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #78 am: 22 Dec 10, 08:06 »
Bei der Freiberger Lagerstätte wird es sich hauptsächlich um die Junge Hohe Birke in Lagenrinne ,und alles was südlich davon ist, handeln.
Hier ist bekannt das die Grube nie ausgeerzt wurde und wohl ab 600m noch reichlich Erze anstehen sollen.
Sehr interessant das ganze......

Offline fassi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #79 am: 22 Dec 10, 08:39 »
Ach die Bereiche um Wolkenstein sind nicht erzfrei .
bekannter weise hat die Wismut ihre Stollen nach Uran getrieben und die Teilweise reichen Silbergänge stehenlassen.- ;)

In Zschorlau  gehts bei der Erkundung hauptsächlich erst mal um den Altbergbau. so wird der Türkschacht ausgangspunkt sein .
es soll eine Probeentnahme stattfinden aber schon in größeren Umfang .
Hier gibt die Bergsicherung Schneeberg hilfestellung. ;)

Fakt ist eins - sowie bergbaumäßig irgent etwas passiert sind die Medien voll am berichten -
Die Erkundungsgenehmigungen werden als neues Berggeschrey herausposaunt.

Das geht heute schon den ganzen Tag so -( Hier in den regionalen Radiosendern )
es wurde schon von Arbeitsplätzen für 50 Bergleute berichtet 8)

also - Schauen wir mal-

Offline Fritzi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #80 am: 22 Dec 10, 21:34 »
Zitat
In Zschorlau  gehts bei der Erkundung hauptsächlich erst mal um den Altbergbau. so wird der Türkschacht ausgangspunkt sein .
es soll eine Probeentnahme stattfinden aber schon in größeren Umfang .

Allein in diesen Standort sollen 3 - 5 Millionen Euro gepumpt werden. Bestätigen sich die Vermutungen, so wird mit dem gleichen Betrag weiter in die Tiefe gegangen, bis unter das Niveau des Markus-Semmler-Stollens.

Offline Lutz Mitka

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #81 am: 23 Dec 10, 19:19 »
Erstmal abwarten und Tee trinken!

Das klingt alles ganz euphorisch, doch die Realität sieht ein wenig anders aus. Nur mal zum Beispiel das Schneeberger Revier im Bereich Zschorlau. Hier ging schon vor der "alten" Sachsenerz AG einige Jahrhunderte Bergbau um, dann kam die Wismut und holte sich den Rest. Wer schon mal in diesem Grubenfeld uT war, wird wissen das es kaum verwertbare und auch zugängliche Gangaufschlüsse gibt. Alles muss aufgewältigt werden und kostet immense Geldsummen noch ehe eine einzige Probe gewonnen werden konnte. Selbst die Hauptstrecken, wie den Fürstenstolln und MSS sind nicht ohne weiteres fahrbar und für den Transport von technischer Ausrüstung im jetzigen Zustand kaum geeignet, höchstens für Befahrer mit kleinem Handgepäck! Schon allein die Herrichtung des Türkschachtes ist ein Millionenobjekt nur um einen weiteren Zugang für Erkundungszwecke zum Revier zu haben, für den aktiven Bergbau nach heutigen Sicherheitsrichtlinien und Anforderungen ist der Schacht viel zu klein, außerdem noch tonnlägig!

Eine weitere unbekannte Größe ist der Bergbau der SAG Wismut, also in den "wilden Jahren" dieser Bergbauunternehmung. Da lauern noch viele Überraschungen im Revier in Form nicht unbedingt Grubenriss konformer Grubenfeldteile, schwerer Brüche in Abbaufeldern eventuell mit hängendem Wasser und bis auf das kleinste Erzkrümel ausgeräumte Gänge!

Wie der Bergbau der Zukunft in Sachsen aussehen wird entwickelt sich gerade in Niederschlag. Nur noch Gleislostechnik in äußerst großen Dimensionen. Keine Haldenaufschüttungen mehr an der Tagesoberfläche, das Haldenmaterial muss sogar uT versetzt werden um die Lagerstätte im Bereich des vormaligen Bergbaus standsicher zu erhalten. Man muss wirklich abwarten was alles von dieser Euphorie übrig bleibt und eventuell realisiert werden kann. Mittelständige Bergbauunternehmen können, wie in Niederschlag  durchaus konkurrenzfähig werden, wenn ein richtiges finanzierbares Konzept dahinter steht und die Weltmarktpreise passen!

Bild 001: Förderstrecke der Sachsenerz AG im heutigen Zustand.
Bild 002: Füllort des Türkschachtes auf Niveau des Fürstenstolln.

Glück auf!   Lutz Mitka
« Letzte Änderung: 23 Dec 10, 19:26 von Lutz Mitka »

Offline minerik

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #82 am: 11 Jan 11, 17:39 »
Hallo liebe Sammlerkollegen,
hier mal ein Beitrag über erneuten Silberbergbau in Sachsen.
http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E0E69BF40F2D843E8873FCEF724CD575D~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Gruß Erik

Offline Mineralroli

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #83 am: 11 Jan 11, 19:15 »
Im neuen LAPIS-Heft 1/2011 hat der Bergbau in Sachsen schon begonnen.
In Niederschlag soll der Fluorit und Baryt gewonnen werden der in der Nickelhütte Aue aufbereitet wird.
Der Vortrieb ist im vollem Gange und 2013/2014 soll der Abbau beginnen. Weiterhin sind in diesem Beitrag auch die Förderangaben zu entnehmen.
Beste Grüße
Roland

Offline Bergbaumaulwurf

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #84 am: 11 Jan 11, 21:17 »
Glück Auf!
Das klingt ja alles nicht schlecht. Nur was fällt für uns Mineraliensammler ab?
Verfährt man wie in der Grube Claram, für einen Obulus kann man an einer Schüttung sammeln?
Kommt irgendwie was nach oben?
Antworten die nur die Zeit bringt. Man kann nur hoffen, das man hier ein klein wenig an uns denkt!!!!!!!!!!!!!
Bergbaumaulwurf

Offline Mineralroli

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #85 am: 11 Jan 11, 22:50 »
Hallo
Ich denke es werden Halden entstehen denn irgenwo muß ja der Aushub den man nicht verhüttet hin.
Zitat
Nur was fällt für uns Mineraliensammler ab?
Was ist denn für den Sammler in der SDAG Wismut abgefallen? Viele Stufen gibt es in privaten Sammlungen
die auch während der aktiven Zeit gefunden wurden. Bergleute bringen auch noch Material mit.
Wenn es um tausende Tonnen geht werden auch einige Kilo abfallen. Ein Kuchen krümelt auch.
Beste Grüße
Roland

Offline Walpurgin

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #86 am: 12 Jan 11, 07:57 »
So wie es bis jetzt ausschaut wird es wohl keine Halden geben.
Taubes Gestein geht wohl als Versatz komplett zurück in den ausgerzten Bereich.

Offline Lutz Mitka

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #87 am: 12 Jan 11, 10:49 »
Die Wismut kann man überhaupt nicht mit den heutigen Bergbauunternehmen vergleichen. Die "Wismut" war ein Staat im Staate DDR und hatte  ihre eigenen Gesetze und Reglements! Die hatten auch eine eigene Polizei und einen eigenen Geheimdienstableger des MfS. Die politischen Bedingungen waren damals für den Bergbau ideal und niemand, besonders keine  Umweltschützer, hatten ein Mitspracherecht, sondern wanderten als "Staatsfeinde" in den Knast! Diese Verhältnisse möchte sicher niemand zurückhaben, denn auch die illegalen Sammler auf den Wismut - Halden wurden verfolgt!
Also der Vergleich hinkt, wie bei Äpfel und Birnen!
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen wer heute alles ein Mitspracherecht bei solch einem Bergbauunternehmen hat. Von staatlichen Ämtern angefangen, wo es schon zu viele gibt und besonders noch mit Kompetenzstreitigkeiten, dann noch Umweltverbände, Bürgerinitiativen und verärgerte Grundbesitzer. Alles steht einem Bergbauunternehmen gegenüber und redet hinein und pocht auf die Anerkennung und Umsetzung der eigenen Interessen! Da ist wohl schon logisch, dass nichts an Bergemasse, gleich welcher Gewinnungsstufe auf eine Halde kommt, sondern alles UT versetzt und verspült wird. Schaut euch mal das Drama um den Bahnhofsbau in Stuttgart an oder das Dilemma um die Umgehungsstraße der B 173 um Freiberg. Da kann man sehr schön die Macht der Umweltlobbyisten erkennen und sehen was für Geld in Klageschriften und Gerichtsverhandlungen investiert wird und wie der Staat einknickt!

Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Bergbaufirmen, so wie schon die Jahrhunderte zuvor, Mineralstufen nebenher gewinnen und zum offiziellen Verkauf anbieten. Für manche Grube war das damals ein sehr lukratives Geschäft und spülte zusätzliche "Thaler" in die Bergkasse und steigerte den Umsatz. So wie sich der zukünftige Bergbau in seiner Technologie und Ausführung verändert, so werden sich auch die Sammelmöglichkeiten  und Praktiken verändern müssen.

Glück auf! Lutz Mitka

Offline Mineralroli

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #88 am: 12 Jan 11, 12:28 »
Hallo
Also, ich muß hier mal was richtig stellen.
Zitat
Die Wismut kann man überhaupt nicht mit den heutigen Bergbauunternehmen vergleichen
Ein Vergleich von mir hat nicht stattgefunden und den hatte ich auch nicht vorgehabt. Ich hätte auch andere Bergbauunternehmungen benennen können.
Es war nur eine Fragestellung und ein Beispiel unter vielen.
Zitat
Also der Vergleich hinkt, wie bei Äpfel und Birnen!
demnach war dieser Satz auch überflüssig und hätte man auch anders formulieren können.
Es war lediglich eine Bemerkung das auch bei den eigenen Gesetze und Reglements! Stufen zu den Sammlern gefunden haben.
Zitat
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen wer heute alles ein Mitspracherecht bei solch einem Bergbauunternehmen hat................
Auch das ist mir durchaus bekannt und wurde von mir nicht angezweifelt.
Den letzten Absatz stimme ich zu und dieser hätte als Beitrag auch völlig ausgereicht.

Beste Grüße
Roland
« Letzte Änderung: 12 Jan 11, 12:37 von Mineralroli »

Offline Jochen1Knochen

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #89 am: 12 Jan 11, 20:38 »
Hallo Roland!
Dafür ist der Vergleich mit dem krümelnden Kuchen einfach super!
ABER!
Leider werden die Krümel heutzutage immer teurer!Auch dort werden sich die Monopolisten durchsetzten,sobald sie Lunte gerochen haben und die Dollarzeichen in den Augäpfeln leuchten!
Gruß Jens

 

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