Die Wismut kann man überhaupt nicht mit den heutigen Bergbauunternehmen vergleichen. Die "Wismut" war ein Staat im Staate DDR und hatte ihre eigenen Gesetze und Reglements! Die hatten auch eine eigene Polizei und einen eigenen Geheimdienstableger des MfS. Die politischen Bedingungen waren damals für den Bergbau ideal und niemand, besonders keine Umweltschützer, hatten ein Mitspracherecht, sondern wanderten als "Staatsfeinde" in den Knast! Diese Verhältnisse möchte sicher niemand zurückhaben, denn auch die illegalen Sammler auf den Wismut - Halden wurden verfolgt!
Also der Vergleich hinkt, wie bei Äpfel und Birnen!
Man muss sich mal auf der Zunge zergehen lassen wer heute alles ein Mitspracherecht bei solch einem Bergbauunternehmen hat. Von staatlichen Ämtern angefangen, wo es schon zu viele gibt und besonders noch mit Kompetenzstreitigkeiten, dann noch Umweltverbände, Bürgerinitiativen und verärgerte Grundbesitzer. Alles steht einem Bergbauunternehmen gegenüber und redet hinein und pocht auf die Anerkennung und Umsetzung der eigenen Interessen! Da ist wohl schon logisch, dass nichts an Bergemasse, gleich welcher Gewinnungsstufe auf eine Halde kommt, sondern alles UT versetzt und verspült wird. Schaut euch mal das Drama um den Bahnhofsbau in Stuttgart an oder das Dilemma um die Umgehungsstraße der B 173 um Freiberg. Da kann man sehr schön die Macht der Umweltlobbyisten erkennen und sehen was für Geld in Klageschriften und Gerichtsverhandlungen investiert wird und wie der Staat einknickt!
Es bleibt nur die Hoffnung, dass die Bergbaufirmen, so wie schon die Jahrhunderte zuvor, Mineralstufen nebenher gewinnen und zum offiziellen Verkauf anbieten. Für manche Grube war das damals ein sehr lukratives Geschäft und spülte zusätzliche "Thaler" in die Bergkasse und steigerte den Umsatz. So wie sich der zukünftige Bergbau in seiner Technologie und Ausführung verändert, so werden sich auch die Sammelmöglichkeiten und Praktiken verändern müssen.
Glück auf! Lutz Mitka