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Entscheidungshilfe bei der Bestimmung - Paragenesentabelle
uwe:
Ich komme bereits vor dem nächsten Winter auf dieses Thema zurück (obwohl die augenblicklichen Temperaturen ja sehr auf Winter hinweisen).
Ich habe mir die software ACDSee8 zugelegt. Mit diesem Programm kann man Bilder ein einer Datei verwalten, selektieren, nach verschiedenen Kriterien ausgeben usw. Vorausgesetzt man hat ein entsprechendes Bilderarchiv kann eine solche Bilderdatei die diskutierte Bestimmungshilfe sein.
Jedem Bild kann man verschiedene Suchkriterien zuordnen, also Farbe, Elemente usw. Dann gibt das Programm z.B. alle roten Minerale aus, die Kupfer enthalten aus (simples Beispiel, OK). Wichtig scheint mir, das die Bilder keine Superkristalle enthalten sondern hauptsächlich Aggregate. Auch braucht man die Big-4 der Mineraliensammler (Quarz, Fluorit, Baryt und Calzit) nicht mit in die Datei aufzunehmen. Bilder enthalten eine Menge Informationen auf engsten Raum verglichen mit einer verbalen Beschreibung. Deshalb bietet sich eine Bilderdatei an - auch wenn der optische Eindruck kein eindeutiges Bestimmungsmerkmal ist. Die Datei soll ja auch nur eine Entscheidungshilfe sein.
Besitzer der genannten software könnten Bilder Ihrer Sammlungsstücke entsprechend kennzeichnen und diese dann untereinander austauschen. Die Kennzeichnung und die Kriterien müssen natürlich abgestimmt und gleich sein. Leider ließt das Programm nicht von einer CD. Man sollte also mindestens 2 GB auf der Festplatte für das Bilderarchiv reservieren. Außerdem ist es eine Heidenarbeit, die vorhandenen Bilder entsprechend zuzuordnen.
Was denkt Ihr darüber ?
Gruß
Uwe
guefz:
Wenn das Ganze einigermaßen systemübergreifend funktionieren soll, sollte man das nicht auf ein spezielles Bildbetrachtungsprogramm festlegen. Sinnvoller wäre da eine Datenbank auf SQL-Basis. Nach einem SQL-Dump kann man die Daten dann auf sehr vielen unterschiedlichen Systemen wieder einspielen, solange man sich auf die überall verfügbaren Datenbank-Funktionen beschränkt. Als Datenbank-System wäre das Opensource-Produkt MySQL oder PostgreSQL zu empfehlen, da diese Systeme sowohl kostenlos als auch für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar sind, prinzipiell geht aber eben auch jede andere SQL-fähige Datenbank.
Günter
uwe:
Hallo Günther,
eine SQL-Datei als zentrales Bilderarchiv wäre natürlich ideal. Zum gezielten und selektrierten Zugreifen müssen die Bilder mit entsprechend Kriterien versehen werden. Dann braucht man ein Programm, welches die Kriterien erkennt, entsprechend selektiert und die Auswahl anbietet. Es ist sicher nicht damit getan, die Bilder je nach Eigenschaft in einen gesonderten Ordner abzulegen, der dann einfach aufgerufen wird. In diesem Fall müßten die meisten Bilder in mehreren Ordnern verfügbar sein.
Ich kenne außer ACDSee kein Programm, welches Bilder in einer Datei in dieser Weise verwaltet. Das will aber nichts besagen. Auf keine Fall kann ich mir vorstellen, daß man mit unterschiedlichen Programmen sinnvoll auf die zentrale SQL-Datei zugreifen kann. Hier muß schon die Bildkennung einheitlich auf ein Programm zugeschnitten sein.
Wir sollten dieses Thema aber weiter diskutieren.
Glück Auf
Uwe
guefz:
Die Systemunabhängigkeit wird durch die Trennung zwischen Datenablage und Datenabfragewerkzeug erreicht. Die eigentlichen Daten sind in einer Datenbank gespeichert, das Abfragewerkzeug kommuniziert mit Hilfe von SQL mit dieser Datenbank. Im einfachsten Fall befinden sich beide Programme auf demselben Rechner, sie können aber auch auf verschiedenen Rechnern laufen und über ein Netzwerk verbunden sein. Die einzige Gemeinsamkeit zwischen der Datenbank und dem Abfragewerkzeug ist die Verwendung von SQL (Structured Query Language - Strukturierte Abfrage Sprache). Derjenige, der die Abfrage erstellt muss nur wissen, welche Werte (Attribute) für die Bilder gespeichert werden. Man eine solche Abfrage durchaus auch in einer einfachen Kommandozeile selbst formulieren, was aber nur für Experten zu empfehlen ist. Für normale Benutzer würde man ein geeignetes Formular entwickeln mit einem Programm, das aus den eingegebenen Werten die Abfrage zusammensetzt und an die Datenbank schickt und anschließend die von der Datenbank gelieferten Ergebnisse auch optisch ansprechend wieder darstellt.
Dein Lösungsvorschlag ist solange gut, wie du das System nur für dich und nur wenige andere benutzen willst. Wenn du die Daten einer größeren Gruppe zur Verfügung stellen willst, zwingst du sie zur Benutzung einer bestimmten Software, deren weitere Lebensdauer unklar ist. SQL ist dagegen ein seit Jahren etablierter Standard, der wohl auch noch etliche Jahre weiter existieren wird und zumindest auf Datenbankebene von vielen Herstellern unterstützt wird. Die Abfragewerkzeuge werden allerdings meist anwendungsspezifisch erstellt und sind eher selten fertig verfügbar.
Für dich wird sich natürlich in erster Linie die Frage stellen, ob das mit deinen IT-Kenntnissen zu machen ist, was ich eben nicht beurteilen kann.
Günter
uwe:
Hallo Günther,
klingt interessant, was Du über den Zugriff ausführst. Mein IT-Kenntnisse sind allerdings eher geringer. Für mich war SQL bisher eine bestimmte Form einer Datei, die irgendwo allgemein zugänglich zur Verfügung steht. Falls ich Deine Teilnahme an dieser Diskussion als Interesse an einer solchen Bestimmungshilfe werten kann, würde ich es gern mit Deiner Hilfe in aller Ruhe angehen. Ich werde demnächst mal per PM mit Dir Kontakt aufnehmen.
Glück Auf
Uwe
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