Hallo Anatasi,
Betr. Maria Waitschach ist zerst die genaue Fundstelle zu lokalisieren. Nirtobarit wurde von mir ausschließlich von der Funstelle Nr. 8 gefunden und mit einem Co-Autor beschrieben. Die Nr. 8 bezieht sich auf die Beschreibung von Pichler, A.: Bergbau in Ostkärnten, Veröffentlichung des naturwissenschaftlichen Vereins für Kärnten, Sonderheft 60, Klagenfurt: 2003, S. 106 f.
Meine Aufsammlungen und Beobachtungen stammen von diesem Fundort und einem weiteren Vorkommen, das bei Pichler nicht erwähnt wird. Heute steht im Umfeld der Nr. 8 Jungwald, was eine Orientierung fast nicht menr möglich macht.
Die Blei-Chlor-Verbimfungen die auf einer CD in der Sammlerschaft bekannt sind wären : Fiedlerit, Laurionit, Paralaurionit, Georgiadesit, Heliophyllit, Nadorit und Penfieldit. Das unbenannte Mineral mit den
chem. Bestandteilen: 30% Pb, 48 % Cl, 12% S, 7% Fe, und 7% Si in Form von gelblichen xx wird in nächster Zeit keinen Namen erhalten. Die IMA lehnt derzeit sekundäre Bildungen in Schlacken ehemaliger Erzverhüttung als Mineral per Definition ab.
Weitere Bildungen der Nr. 9 sind teilweise miteinander so identisch, daß die Analyse einer jeden Probe erforderlich wäre, um eine sichere Bestimmung vorliegen zu haben.
Vergleiche mit anderen Mineralvorkommen sind fast unmöglich, das die verhütteten Erze oxidischer Natur sind, geringe Anteile von Ba, Cu, Zn, usw. verkomplizieren die Angelegenheit, da man bisher nicht weiß, wieviel der Ausgangststoffe sich anschließend noch in der Schlacke befinden und welche Bedingungen zur Bildung sek. Mineralien erforderlich sind.
Beispiel Nitrobarit: Ba stammt aus den Erzen, No3 duch Nitrierung organischer Komponenten oder durch Oxidation von Luftstickstoff ? stammt N aus der Holzkohle ?
Alles Fragen die bisher noch nicht diskutiert worden sind. Daß die Bildungsbedingungen sich innerhalb eines Schlackenstückes ändern können ist zwar bekannt, aber was ist die Ursache?
Fazit: Fragezeichen an Fragezeichen, das macht die Beschäftigung mit sekundäre Mineralbildungen so interessant. Auch die geplante Analyse eines Schlackenstückes Waitschacher Herkunft wird das Rätsel nicht lösen!!!
Glückauf!
Schlacke