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Autor Thema: Aufbewahrung von Villiaumit  (Gelesen 4892 mal)

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Offline Hg

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Aufbewahrung von Villiaumit
« am: 10 May 06, 11:30 »
Hallo,
ich habe seit kurzem eine Villiaumit-Stufe in meiner Sammlung (Fundort Halbinsel Kola/Russland).
Mich würde jetzt interessieren, ob es bei der Aufbewahrung irgendwelche Besonderheiten gibt, auf die man achten muss (z.B. sind die XX hygroskopisch o.ä.?).
Viele Grüße
Hg

Offline giantcrystal

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #1 am: 10 May 06, 14:17 »
Meines Wisses sind sie relativ stabil, wenn man sie nicht gerade wäscht.

Ich habe meine seit etlichen Jahren in einem Plastikkästchen (ohne Tesa Versiegelung an der Basis) drin : das geht eigentlich ganz gut !

Glück Auf

Thomas

Offline Amazonit

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #2 am: 10 May 06, 15:32 »
Hi,

kann meinem Vorredner nur beipflichten - passiert nix - aber bitte beachten: ist gut wasserlöslich und giftig (hoch toxisch) !! - also: "do not tuch" !!!  Und nicht in Kinderhände.   Gruß - Amazonit
« Letzte Änderung: 10 May 06, 15:42 von Amazonit »

Offline Hg

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #3 am: 11 May 06, 10:45 »
Zitat
aber bitte beachten: ist gut wasserlöslich und giftig (hoch toxisch) !! - also: "do not tuch" !!!  Und nicht in Kinderhände.
das war mir im Gegensatz zu vielen Verkäufern, die Villiaumit verkaufen, klar  (was man nicht alles im Chemiestudium lernt...... ::))
Mir ging es eigentlich darum, ob die XX Wasser ziehen und dann genauso wie mein Halit so langsam dahin fließen  :o
Eine Dose habe ich jetzt nicht um die Stufe abzuschließen, also muss (und kann  :)) ich sie wohl so hinstellen.
Danke für eure Hilfe
Viele Grüße
Hg

Offline stollentroll

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #4 am: 11 May 06, 17:24 »
Hochtoxisch ? Das ist ziemlich übertrieben. Man braucht nur mal auf die Inhaltsstoffe einer Zahnpastatube zu sehen. Da ist überall Natriumfluorid (sodium fluoride) drin. Eben weil es wasserlöslich ist, wird es verwendet, um den Zähnen Fluor zuzuführen.
Wie immer gilt: die Menge machts. 

Offline Hg

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #5 am: 11 May 06, 18:24 »
naja stollentroll, wenn Du das meinst; ich bin da ganz anderer Meinung.
Die Toxizität von Chemikalien oder in diesem speziellen Fall eben Mineralien wird üblicherweise in Der Literatur mit dem LD 50 oder sogar einem LDLo-Wert angegeben. Der LD50-Wert sagt aus wie hoch die  letale (also tödliche) Dosis ist, bei der 50% aller Versuchstiere (z.B. Ratten, Hasen usw.) sterben. Der LDLo-Wert sagt aus, wie hoch die niedrigste letale Dosis ist.
Ein paar kleine Zahlen zur Verdeutlichung: (alles LDLo human-Werte)
Zyankali: 2857 µg/kg
Natriumfluorid: 71 mg/kg (also Villiaumit  ;))
Bariumcarbonat: 17 mg/kg (Witherit; wurde früher als Rattengift verwendet)
Das Argument mit der Zahnpasta zieht nicht! In 1 kg Zahnpaste sind 1-1,5 g Fluorid enthalten und ich kann mir nicht vorstellen, dass Du Dir jeden früh 1 kg Zahnpasta reinziehst  :P
Zum Schluss fällt mir dann noch ein Satz von Paracelcus ein: "Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift ist."
Für mich jedenfalls ist Villiaumit ein starkes Gift und eine schöne Stufe kann durchaus ein paar Gramm zusammenbringen.
Grüße
Hg
« Letzte Änderung: 11 May 06, 18:27 von Hg »

Offline uwe

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #6 am: 12 May 06, 09:01 »
Also solange man nicht unbedingt seine Stufen verschluckt, geht auch von Villiaumit keine Gefahr aus. In machen gefärbten Lebensmitteln sind wesentlich mehr gesundheitsbedenkliche Stoffe als im Villiaumit.

Man kann seine Villiaumitstufe bedenklos anfassen.

Glück Auf
Uwe

Offline stollentroll

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Re: Aufbewahrung von Villiaumit
« Antwort #7 am: 12 May 06, 10:17 »
Wie ja aufgeführt, gibt es Substanzen bei denen LDLo im Mikrogramm-Bereich liegt, und es gibt zahlreiche Substanzen, bei denen dieser Wert noch ganz erheblich unter dem von Zyankali liegt. Soetwas würde ich als "hochtoxisch" bezeichnen.
Wenn man den Wert von Villiaumit auf eine Körpermasse von 80 kg hochrechnet, kommt man auf 5,68 g, das entspricht bei einer Dichte von 2,82 g/cm3 ziemlich genau 2 cm3. Und die muss man erstmal in der Sammlung haben und dann auch noch schlucken ......
Unter "hochtoxisch" verstehe ich etwas anderes. Ansonsten würde wohl die halbe Sammlung unter dieses Kriterium fallen, wenn man nicht gerade Quarzsammler ist ....

Glück Auf
der Stollentroll

 

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