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Uranglimmer Epitaxie - Literatursuche
berthold:
Hallo Frank,
hmm, könnte natürlich sein - aber: Die Farbe des Torbernits (innen) ist schon sehr typisch für Torbernit - und eben nicht für Uranocircit. Und in dieser Richtung (also durch Fremdionen im Torbernit die Fluoreszenz auslösen) dürfte das ja nicht gehen.
Gruß
Berthold
smoeller:
Hallo,
WALENTA beschrieb einen ähnlichen Fall von der Grube Clara im Schwarzwald. Müsste noch mal nachschauen, aber ich glaube das war im AUFSCHLUSS. Heft und Jahr folgen noch.
Ebenfalls von WALENTA liegen diverse Artikel über Uranglimmer aus dem Schwarzwald vor, da sind dann auch gemessene Gitterparameter und mögliche Mischkristalle angegeben. Das meiste war vermutlich ebenfalls im AUFSCHLUSS.
Hier scheint wirklich eine Epitaxie vorzuliegen. Wegen der verschiedenen Ionenradien von Cu2+ und Ca2+ ist eine ausgedehnte Mischbarkeit zwischen Torbernit und Autunit eher unwahrscheinlich. Der angesprochene Fall der Fluoreszenzunterdrückung beruht auf Mischkristallbildung zwischen Ba2+ und Ca2+ sowie Mg2+. Es ist aber vielmehr so, dass der Mg-Uranglimmer (keine oder schwach braungelbe Fluoreszenz) Novacekit bei Ca-Einbau (MK mit Uranospinit) beginnt, Fluoreszenz zu zeigen.
Glück Auf!
Smoeller
berthold:
Hallo,
ja, das ist doch schon mal was. :D
Was Mg als Quencher betrifft: Sowohl in Wölsendorf wie in Hagendorf dürfte das nicht der Fall sein.
Gruß
Berthold
berthold:
Hallo,
die Literaturstelle von Walenta habe ich gefunden:
WALENTA K.: Neue Funde sekundärer Uranmineralien im mittleren und nördlichen Schwarzwald - Der Aufschluss 28, Heft 5, 177-188, Heidelberg 1977
Auch:
KASTNING J. und SCHLÜTER J.: Die Mineralien von Hagendorf und ihre Bestimmung, 95 S., C. Weise Verlag, München 1994
beschreiben eine ähnliche Epitaxie (ohne sie aber so zu nennen) und zwar von Autunit-Torbernit. Scheint also doch weiter verbreitet zu sein. Nur seltsam, dass ich da keine weitere Literatur finden kann...
Dabei ist mir aufgefallen, dass die Angaben über die Kristallstruktur von Autunit, Torbernit und Uranocircit (wohlgemerkt nicht von den Meta-Phasen) in der Litaratur (und Internet) uneinheitlich sind. Z.B. weisen LOCOCK, A. J., and P. C. BURNS (The crystal structure of synthetic autunite, Ca[[[(U[O2])P[O4])2]]2] [([H2]O)11], American Mineralogist 88, 240-244, 2003) für synthetisch hergestelltem Autunit eine pseudotetragonal orthorhombische Struktur nach.
Hat jemand aktuelle und verlässliche Angaben über die Raumgruppen dieser drei (natürlichen) Mineralien (Autunit, Torbernit, Uranocircit) ?
Gruß
Berthold
stufenwühlmaus:
Torbernit-Autunit-Epitaxie vom "Streuberg" bei Bergen im Vogtland. Fund vom August 2000. Der Kristall misst 6 x 5 mm.
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