Hallo,
Ich denke aufgrund meiner (zugegebenermassen nicht gerade grossen) Erfahrungen nicht,
dass es eine zerstörungsfreie chemische Methode gibt, wenn noch andere Silikate auf der Stufe sind.
Natürlich wird sowieso jeder rumblöken, dass das Bestandteil der Paragenese ist,
aber ich kann schon verstehen, dass man manchmal das Zeugs loswerden will,
weil man vor lauter Grün den Wald nicht mehr sieht.
Bei mir endete das immer mit einer "schön" grauen Stufe (Säurebehandlung).
Eventuell zersetzt sich Chlorit auch irgendwann vollständig in Salzsäure, aber
so ein Langzeitbad nehmen einem die Feldspate wahrscheinlich auch übel, und wenn
kleine Apatite drauf sind (kann bei der genannten Paragenese ja sein), war's das mit denen.
Abgesehen davon ist es eher selten, dass Chlorit fest auf irgendwas draufsitzt
und die Kristallflächen durch die Eindrücke nicht stumpf sind.
Wenn die Kristalle aufgrund des Belages also sowieso stumpf sind und
man nichts zu verlieren glaubt,
kann man versuchen (ausreichende Härte des Kristalls >5 vorausgesetzt), den Belag mit
Scheuerpulver aus der Küche runter zu putzen.
Extrem drastisch, braucht viel Geduld, und es gibt nach dem ersten Scheuern kein zurück mehr.
Das Resultat ist
manchmal ein Kristall der seidig schimmert, da auf den Kristallflächen
kleine Hohlformen übrigbleiben, die den krystallographischen Formen des Wirtskristalls entsprechen,
dann liegen sie alle parallel.
Sonst ist der Kristall einfach nur stumpf.
Das mit dem Scheuerpulver will ich aber alles lieber gar nicht gesagt haben. Pssst!
Dickere Chloritsand-Reste entferne ich mechanisch mit einer kleinen Präparationsnadel,
danach muss man die verbleibenden Chlorit-Flächen vorsichtig mit einer Zahnbürste wieder stumpfputzen,
damit keine Riefen der Nadel zurückbleiben.
Ich tendiere eher zur Geduldsarbeit mit der Nadel, da hat man auch eher Kontrolle.
Oder es ganz zu lassen.
Gruss
Amir