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Autor Thema: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)  (Gelesen 12514 mal)

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Offline McSchuerf

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #15 am: 09 Jun 04, 06:13 »
Hallo Jens,

bei der Fotosbestimmung, da können Dir auch am besten die echten 'Ossis' aus Deiner Gegend weiterhelfen (Ossis im positiven Sinne gemeint! ;D) , die das ja hier auch schon getan haben.
Ich bin nur ein halber 'Ossi' - wenn überhaupt.. ;) aber ich würde den bisher geäußerten Mitteilungen nicht widersprechen.. ;)

Gruß Peter

Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #16 am: 10 Jun 04, 22:28 »
Hallo,
Hallo Peter,

Habe von den Spezis sächsischer und thüringer Fundstellen bereits jegliche Hilfe erhalten und danke auch Dir für Deine Bemühungen.

Möchte heute noch einmal ein paar Fotos posten.

Die rötlichen Ansätze auf dem folgenden Foto, wurden von Euch schon einmal in einer anderen (ähnlichen) Form (direkt von den Ronneburger Halden) als rot eingefärbter Quarz bestimmt.
Wollte dieses Foto gern noch einmal zur Bestätigung einbringen.



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Offline McSchuerf

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #17 am: 10 Jun 04, 22:34 »
Danke, Jens.. :)

..attraktives Stück übrigens auf dem Foto und momentan wüsste ich auch kein anderes in Frage kommendes Mineral ..

Gruß Peter

Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #18 am: 10 Jun 04, 22:35 »
@geomüller
im anderen Thread zum Verschwinden der Ronneburger Halden hast Du  folgendes geschrieben:
Zitat
Das schwarze, spröde, pechglänzende Mineral ist eigentlich kein richtiges Mineral, sondern besteht es vorwiegend aus Kohlenstoff und entsteht wie gesagt im Ronneburger Raum als Ergebnis intensiver Tektonik.

Handelt es sich im folgenden Bild um diese "Art Kohlenstoff"?

glänzt pechschwarz (fettglanz) und die Härte ist relativ niedrig - läßt sich mit dem Finger ritzen.

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Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #19 am: 10 Jun 04, 22:42 »
Hallo Peter, und alle anderen
das Stück habe ich nur mitgenommen, weil ich ähnlich aussehende vor Ort nicht gefunden habe- desweiteren war außer viel Pyrit, Chalkopyrit, Gips, Limonitkrusten, Calcit und Dolomit nicht viel zu finden.

Daher noch einmal ein paar Fotos vom Pyrit.

Ein relativ derbes und massives Stück fand ich auf der bereits angebaggerten Halde.
Es ist ca. 12*5*3 cm und fast vollkommen aus Pyrit (nur ein kleiner Ansatz Quarz)?

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Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #20 am: 10 Jun 04, 22:47 »
Ein eigenartig gefalteter bzw. aus miteinander "verwachsenen Blättchen" bestehender "Chalko"Pyrit oder einfacher Pyrit?

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Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #21 am: 10 Jun 04, 22:50 »
Pyrit"-Igelchen"?


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« Letzte Änderung: 10 Jun 04, 22:52 von Jens G »

Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #22 am: 10 Jun 04, 22:58 »
Hatte die reundlichen Grüße vergessen daher noch ein Stück wie ich sie zur Genüge gesehen hatte.

und vielen Dank an Alle (eventuell könntet ihr ja noch die eine oder andere Bestätigung zum Pyrit posten - sollte doch aber alles Pyrit oder Chalkopyrit sein).

MfG
Jens

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Offline uwe

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #23 am: 12 Jun 04, 16:39 »
Hallo Jens,

bei den sulfidischen Mineralen von Ronneburg handelt es sich meistens um Pyrit.

Ich hatte vor etwa 20 Jahren mal ein Stück derben Pyrit von den (damals noch gut eingezäunten) Halden in Ronneburg gesammelt. Es ist dann durch die Luftfeuchtigkeit unter Bildung recht interessanter Sekundärminerale in kürzester Zeit zerfallen. Allerdings wurde auch Schwefelsäure frei. Lege Die derbes Stück mal in eine Glasschale und lasse diese irgendwo im Schuppen oder Keller stehen. Die Zersetzung ist wirklich interessant.

Glück Auf
Uwe

Offline geomueller

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #24 am: 12 Jun 04, 22:33 »
Hallo Jens, G.,
bei dem Bild reust13.jpg handelt es sich wahrscheinlich um Störungsmaterial, sog. Störungsletten bzw. sog. Mylonit. Also kein Mineral sondern um auf der Störungsfläche zerriebenes Gesteinsmaterial, hier wahrscheinlich aus Alaunschiefer bestehend. Bei den anderen Bildern handelt es sich wie Du schon selbst sagst um Pyrit bzw. Chalkopyrit. Bei den "verwachsenen Blättchen" könnte es sich auch um Markasit handeln.

Wie Uwe schon sagt, erst mal die Sulfide separat aufbewahren und beobachten ob sie sich zersetzen, damit die entstehende Schwefelsäure in der Vitrine keinen Schaden anstellt ;).

Jürgen

Offline Jens G

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #25 am: 13 Jun 04, 19:03 »
Hallo,
Danke für die Hinweise.
Was sollte man beim Pyrit speziell noch beachten - kann man ein paar ausgewählte Stücke (das große derbe Pyrit, die mit den "verwachsenen Blättchen", ...) in einem Schuhkarton aufbewahren oder muß daß ein verschließbares Glasgefäß sein.
Ein kleineres derbes Pyritstück werde ich mal in ein unverschlossenes Glas legen - etwas Wasser hinzugeben oder nur so?

MfG
Jens

Offline uwe

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Re: Mineralien von Kegelhalden (Schacht Reust 374)
« Antwort #26 am: 14 Jun 04, 12:41 »
Mit dem Pyrit ist das so eine Sache, entweder er zersetzt sich oder er bleibt stabil. Wenn er sich zersetzt kann mast fast nichts machen. Der kristalline Pyrit von Ronneburg (der in dem Faserquarz) ist sehr stabil. Meine Stücke liegen seit ca. 20 Jahren da ohne irgend welche Veränderung.

"Geomüller" hat gleich am Anfang dieser Themenreihe mal etwas zu den verschiedenen Pyriten der Ronneburger Halden geschrieben. Blättere mal zurück!

Die Schwefelsäure bei zersetzten Pyrit frist sich durch alles aus Papier oder Pappe durch bzw. die Pappe wird brüchig. Wasser mußt Du in die Glaschale nicht füllen. Die normale Luftfeuchtigkeit genügt vollauf - zumindest die gegenwärtige.

Glück Auf
Uwe