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Autor Thema: Säugerzähne (Fragmente) in Quartär-Kiesgrube  (Gelesen 4742 mal)

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Offline luesterklemme

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Hallo zusammen!

Ich habe im Flussschotterkörper der Saale-Kaltzeit (Mittelterrasse) in einer carbonathaltigen Sand/Schlufflinse die unten dargestellten "Schalenbruchstücke" geborgen. Sie sind nicht versteinert und aufgrund der relativ guten Erhaltung (scharfe Bruchkanten) sicherlich auch nicht wesentlich umgelagert worden.
Ich habe von Fossis keinen Schimmer  :(   - meine Idee war Schwertmuschel-  aber vielleicht kann mir jemand hier weiterhelfen.  Auffällig ist die relativ gleichbleibende Länge der Schalen(-hälften?).
Der Fundort befindet sich im nördlichen Harzvorland (Sachsen-Anhalt) an der Holtemme.

Gruß
Jo

Offline Schatten

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #1 am: 20 Jun 06, 13:26 »
hi luesterklemme,

wo ungefähr an der holtemme hast du die stücke gefunden? ein paar kilometerchen fließt die ja durch das harzvorland.

ich kann mich dunkel erinnern, dass anfang der 90er bei arbeiten an leitungen entlang des flüßchens einiges an tierknochen zum vorschein kam (gebiet wernigerode/redeber)

vom bild her würd ich pauschal auf knochenfragmente tippen...aber im tote tiere bereich kenn ich mich nich soooo gut aus  ;D

Offline luesterklemme

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #2 am: 20 Jun 06, 15:56 »
Hallo Schatten!

Vielen Dank für deine Antwort.
Zur Lokalität:
Der genaue Fundort ist eine zunehmend verfüllte Kiesgrube am Nordhang des Holtemmetales zwischen Derenburg und Mahndorf. Im Westen der Grube sind unter glazifluvialen sandigen Kiesen und ner Grundmoräne besagte Mittelterrassenschotter aufgeschlossen, in denen ich die "Schalenbruchstücke" gefunden habe. Im Osten wird Aushub deponiert.

Knochen war auch meine erste Idee. Kann aber eigentlich nach erster Reinigung ausgeschlossen werden. Die Stücke haben auf der Unterseite (nicht im Foto zu sehen) eine sehr glatte seidenmatt glänzende Oberfläche. Der Querschnitt ist asymetrisch S-förmig und die Schalendicke unter einem Milimeter.  Die Fotos sind leider nicht so toll geworden...

Viele Grüße
Lüsterklemme



Offline Schatten

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #3 am: 20 Jun 06, 16:17 »
also da muß ich jetz erstmal passen...habe leider keinerlei literatur zu derenburg zu hause...wie gesagt tote tiere und so

vieleicht können dir die leute vom hiesigem museum weiterhelfen ??? ich geb dir mal die email-adresse

harzmuseum@stadt-wernigerode.de



grüße vom
schatten

Offline CARCHARIAS

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #4 am: 20 Jun 06, 19:04 »
Moin :)
Sind zahnfragmente sein aber zu welchem tier gehörten hab ich kein plan dafür ist für mich zu wenig matereal da.
Das könnte dir villeicht n fachmann sagen.
Gruß Carcharias ;)

Offline Profipräp

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #5 am: 21 Jun 06, 07:59 »
Hallo,
sind definitiv Zahnfragmente. Aber ist zu wenig, um zu dagen, welches Tier.
Gruß
profipräp

Offline luesterklemme

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #6 am: 21 Jun 06, 11:12 »
Hallo,

vielen Dank für die Antworten!   ;D  Auf Zahn wäre ich nie gekommen.  Unter sowas stellt man sich als Laie, der höchstens mal nen Haifischzahn gesehnen hat, dann doch was anderes vor...
Muss dann doch schon ein ganz schöner Brocken gewesen sein, der da seine Hauer gelassen hat.
Lässt sich das anhand der Zahnfragmente sagen (Groß- oder Kleinsäuger?) und erscheint es erfolgversprechend das Material zur näheren Eingrenzung ´nem Spezialisten vorzulegen? Interessiert mich schon brennend, was da vor 200.000 Jahren am Harz so rumtrabte.

Viele Grüße
lüsterklemme

Offline CARCHARIAS

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #7 am: 23 Jun 06, 14:54 »
Moin ;)
Also der größe nach zu urteilen düfte es ein großsäuger gewesen sein.
Villeicht mammut aber kann und will mich da nicht festlegen könnten auch reste von nem wildschweinhauer sein.
Ich glaube n spezi könnte es villeich bestimmen.
Gruß Carcharias ;)

Offline Schatten

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Re: Schalenbruchstücke in Quartär-Kiesgrube
« Antwort #8 am: 23 Jun 06, 15:18 »
hi lüsterklemme,

war heut im antiquariat...und siehe da...was gefunden :) ("geologische heimatkunde von halberstadt und umgegend" 1913)

entlang der holtemme in verschieden kiesgruben (hier bsp. klein-quenstedt) wurden knochen und zahnreste von großsäugern gefunden.

dabei handelte es sich um backenzähne (-bruchstücke) und stoßzahnbruchstückevom mammut, weiterhin zähne vom wollnashorn und pferden.

so...viel mehr steht da nich...such dir das schönste tier aus *g*


grüße vom
schatten
« Letzte Änderung: 23 Jun 06, 15:21 von Schatten »

 

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