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Adamin
Uwe Kolitsch:
In oxidativ gebildeten Sekundärmineralien ist grundsätzlich kein Fe2+ zu finden.
Bsp.: Beudantit-Crandallit-Gruppe, Tsumcorit-Gruppe, Brackebuschit-Gruppe etc.
Viele Formeln, in denen Fe2+ angegeben wird, sind mit Vorsicht zu genießen, solange keine Mößbauer-Analyse vorliegt, aus der ein glaubwürdiges Fe3+/Fe2+-Verhältnis hervorgeht.
Gregor:
reine Fe2+ Salze sind stets farblos, verunreinigte (da reichen bereits sehr geringe Verunreinigungen mit z. B. Fe3+) sind grünlich...
Fe3+ Salze sind rostrot bis braun...
Ein zweiwertiges Kation wie z. b. Zink kann generell nicht durch ein dreiwertiges ersetzt werden, durch ein zweiwetiges, das noch dazu die passende Größe hat, aber durchaus (also Co2+ zum Beispiel aber auch Cu2+, die stehen ja alle in einer Nebengruppe und haben ähnliche Ionenradien...)
Torben:
--- Zitat ---solange keine Mößbauer-Analyse vorliegt
--- Ende Zitat ---
hm, dazu gibt es hier leider keinen Lexikon-Eintrag. Was ist das für eine Analysenart? Wo kann man dazu Info finden? :)
smoeller:
Hallo,
Mößbauer-Spektroskopie ist ein wenig schwierig zu erklären. Literatur dazu ist meist für den Ungeübten schwer zu verstehen.
Ich versuche es mal auf die einfache Art:
Bei der Mößbauer-Spektroskopie wird ein Mößbauer-aktiver Kern (z.B. Eisen-56) mit Gammastrahlung beschossen. Das besondere am Versuchsaufbau ist, dass die Strahlenquelle auf einem beweglichen Schlitten sitzt. Bei der Messung wird die Quelle von der Probe wegbewegt und wieder drauf zu. Es werden pro Analyse mehrere 100 solcher Messungen gemacht.
Auf die dahinterstehende Physik werde ich nicht eingehen. Hat was mit Magnet- und Quanteneffekten zu tun.
Im Mößbauerspektrum erhält man im allgemeinen eine Art "Parabel" mit zwei Minima, die Symmetrisch zur Mitte (Nulllinie) liegen. Das zeigt dann an, dass Fe2+ in der Probe vorliegt. Werde mal mein Olivinspektrum suchen. Der Abstand der Peaks von der Nullinie ist ein Maß für die Quadropol-Aufspaltung und gibt Auskünfte über Bindung und Valenzeffekte.
Liegen zwischen den beiden Minima und der Nullinie noch einmal zwei Peaks, so deutet das auf das gleichzeitige Vorhandensein von Fe3+ hin. Je höher die Wertigkeit, desto kleiner die Peaks und desto näher sind diese an der Null-Linie.
Glück Auf!
Smoeller
Torben:
Ah! Damit kann ich mir schonmal ein Bild von der Sache machen :)
Da kommt natürlich die Frage auf, was einen Kern Mößbauer-aktiv macht, und wodurch er sich damit auszeichnet. Klingt schonmal nach einer Isotopengeschichte.
--- Zitat ---Auf die dahinterstehende Physik werde ich nicht eingehen. Hat was mit Magnet- und Quanteneffekten zu tun.
--- Ende Zitat ---
Schade! Kennst du ein gutes Lehrbuch, wo was darüber drinsteht?
Nächstes Jahr steht meine Diplomprüfung PC an, da ist ein wenig Extra-Wissen immer empfehlenswert! Damit gehört die Methode damit zum weiten Feld der Spektroskopie,oder?
Torben
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