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Autor Thema: Fundstelle Finkenstein/Kärnten  (Gelesen 5736 mal)

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Offline michaelh

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Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« am: 01 Aug 06, 15:12 »
Hallo Leute,
habe hier kleineErgänzungen zu

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/%D6sterreich/K%E4rnten/Villach-Land%2C%20Bezirk/Finkenstein/Mallestiger%20Mittagskogel

https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/%D6sterreich/K%E4rnten/Villach-Land%2C%20Bezirk/Finkenstein/Mallestiger%20Mittagskogel/Bergbau%20Finkenstein

Wollte entsprechend der Empfehlung die Fundstelle aufsuchen. Hab den Anfang (ca. 200m vor Burg Finkenstein) nicht gefunden.
1km vorher geht auf alle Fälle eine Forststraße rechts zum Mallestiger Mittagskogel hinauf - Als Wanderweg 683 beschriftet und somit leicht zu finden.
Die zweite Möglichkeit besteht, wenn man durch Altfinkenstein durchfährt bis zum Berghof und dort dem Wanderweg 603 folgt bis zur Kreuzung mit dem 683er.
Beim Berghof gibt es auch eine große Übersichtskarte über das Gebiet.

Die Fundstelle selbst hab ich dann leider nicht gefunden. Bei der in den Fels gesprengten Straße war dann Schluß für mich.  :'(

Grüße

Michael
« Letzte Änderung: 01 Jul 18, 21:05 von Conny3 »

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #1 am: 14 Jul 18, 21:05 »
Hallo,

wir, das heißt Jürgen G. und ich, waren heute auf erfolgreicher OBI-Eimerexkursion dort unterwegs. Zunächst etwas zu weit gegangen sind wir dann direkt hinter der Gallobhütte (Name steht auf der Rückseite der Hütte) den Hang runter gestiegen. Schon bei der Hütte gab es am Rande der Felsnase die ersten Kupfersekundärmineralien. Ich hätte meinen OBI Eimer verwetten können, wenn nicht weiter unten die Bergbauhalden wären!! Den Eimer konnte ich behalten, denn bald erreichten wir tatsächlich die Halde mit den herrlich türkisgrün leuchtenden Claraitüberzügen. Weitere Funde stellen sich dann auf der sonnenüberfluteten Halde (Lichtung) ein. Nahm ausnahmslos kristallisierte MM Stufen mit. Darunter war auch eine (oder zwei) Stufen mit Mallestigit. Außerdem Linarit, Azurit, Galenit (derb), Anglesit, u.a. Eine äußerst nette Begleitung war durch Jürgen gesichert. Außerdem konnten wir auf dem Rückweg dort ein erfrischendes Bier genießen. Die Landschaft ist einfach toll. Eine Höhle wurde im Kalk an der freigesprengten Straße (in der Kurve) entdeckt.
Danke noch einmal an Jürgen G. aus Graz. :D
13: Blick zum Faaker See
14: Hinweis zum Kogel
15: Nette Begleitung war gesichert
16: Das Bier, gut gekühlt für den Rückweg stand schon bereit! 8)

@ Michael: Du hättest einfach noch ein Stück nach der gesprengten Straße weiter gehen müssen, dann hättest Du die Halde und die Einbaue links oberhalb vor einem kleinen Bach sehen können. Ein Pfad führt seitlich zum Haldengebiet. Wir waren aber auf dem Hinweg zunächst auch an der etwas herabführenden Straße vorbei gegangen. Nur durch gute Vorbereitung und Feldarbeit gelang uns das Auffinden der Stelle mit Hilfe von Skizzen und GPS. ;D

Gruß Conny
« Letzte Änderung: 15 Jul 18, 08:59 von Conny3 »

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #2 am: 14 Jul 18, 21:20 »
Hallo,
hier ein paar Bilder von der Halde... Weitere folgen!
4: Diese abziehende Gewitterwolke von der Haldenlichtung aufgenommen zog glücklicherweise bei uns vorbei. ;)

Gruß Conny

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #3 am: 15 Jul 18, 06:54 »
Hallo,

hier weitere Vorortbilder.5: Die Gallobhütte mit dem Gipfel des Mallestiger Mittagskogel. Sie war für die Suche der Fundstelle ein wichtiger Hinweis. 6: Der Felsriegel am rechten Rand des Fundgebietes an dem Bergbauspuren (Schürfe, Stollenanfahrungen) zu sehen waren. Dort gab es gleich hinter der Hütte am steilen Hang die ersten Funde ! 7/8: Auf der türkisgrünen Halde des Bergbaues. Weitere Bilder vom Weg unterhalb folgen...

Gruß Conny

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #4 am: 15 Jul 18, 08:38 »
Hallo,
hier noch ein paar Bilder vom Weg:
9: Der "Doppel TL Blick" zum Dobratsch :D Wo hat man das schon, zwei TL in Sichtweite (wenn man den Dobratsch mal wegnimmt 8) TL Wulfenit  Grube Stefanie Bad Bleiberg , Schädelfundstelle 2017 von TL Mallestigit 2018 aufgenommen! Die nächste TL ist auch nicht so sehr weit: Dobrova Dravit 8) Ist wohl einmalig in der Mineralogie?
10: Blick auf die Felsnase und das Haldengebiet vom Weg unten aus.
11: An der Kurve des Weges gab es interessante Dinge zu erkunden: Höhlen, Klüfte mit Limonit, etwas Baryt und Calzit.
12: Statt Schädel eine Eule am Weg zur TL

Jetzt geht es zur nächsten TL ;D :D 8)

Gruß Conny

Offline User33

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #5 am: 16 Jul 18, 09:58 »
Hallo liebes Forum,

@Conny
vielen Dank nochmal für die gemeinsame Exkursion und den wie immer tollen Bericht!

Ich möchte hier noch zwei Bilder beisteuern.....

#9123 Linarit?, Langit?, Posnjakit?, ....
#9143 schwarze Beläge welche ich öfter beobachtet habe und ursprünglich nicht für mineralisch gehalten habe dürften Asbolan sein

Gruß

Jürgen
« Letzte Änderung: 16 Jul 18, 13:24 von User33 »

Offline Sebastian

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #6 am: 16 Jul 18, 14:01 »
Tenorit ist auch eine Möglichkeit heimgenommen schwarzen Flecken.
Gruß Sebastian

Offline harzgeist

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #7 am: 16 Jul 18, 14:27 »
Hallo Jürgen,

Beim ersten Anschauen deines ersten Bildes (als da noch "Linarit" stand) kam mir spontan Langit (bzw Posnjakit oder Wroewolfeit) in den Sinn. Als Nicht-Kenner der Region hatte ich mir eine Anmerkung jedoch verkniffen. :)
Nun hast du selbst diese Möglichkeiten in Betracht gezogen. Ich denke, deine Zweifel sind berechtigt und es wird sich eher nicht um Linarit handeln, den kenne ich farbintensiver, richtig kräftig leuchtend blau.
Schaue dir doch mal an, wie sich ein Kriställchen in einem Tropfen Salzsäure verhält. Unter dem Mikroskop beobachten und auf einem Objektträger den Krümel in den Tropfen schieben. Linarit färbt sich dann weiß (durch Bildung von PbCl2 bzw. PbSO4). Azurit würde Gasentwicklung zeigen, während Langit und viele ähnliche Minerale sich ohne Besonderheiten auflösen.

Thomas
« Letzte Änderung: 16 Jul 18, 14:33 von harzgeist »

Offline User33

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #8 am: 16 Jul 18, 15:22 »
Hallo,

@Sebastian,
die gegenständliche Fundstelle ist sehr gut aufgearbeitet und Tenorit würde dort einen Erstnachweis bedeuten.......
Das hier im Atlas zu dieser Fundstelle verknüpfte Bild für Asbolan ist auch recht eindeutig.
Aber ohne Analyse ist natürlich alles, wie immer, mit einer gewissen Unsicherheit behaftet.

@Thomas,
danke für deine Kommentierung und Einschätzung!
Ich werde deinem Rat folgen und den Salzsäuretest machen......

Gruß

Jürgen

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #9 am: 16 Jul 18, 18:37 »
Hallo,
ich muss meine Funde auch noch aufbereiten und dann versuchen Fotos zu machen. Nach eigenem Beobachten bzw Jürgen und auch laut Rudi Hasler sind zwei Stücke mit sehr deutlichen Mallestigitkristallen dabei. Sehen wie Quarzkristalle aus, neben grünen Mineralien. Säubern muss ich diese Stücke noch. Auch Anglesit und Linarit, u.a. waren dabei. Das schwarze ist Asbolan (Manganmineral). Das habe ich dann im Atlas auch gesehen. Wie gesagt, die Funde müssen noch gesäubert werden. War eine sehr schöne Exkursion! Heute bin ich unten in Finkenstein wieder vorbei gefahren. Wollte das Schild mit dem "Mallestigertreff" fotografieren. Dann den Fleischer mit dem Namen "Gallob". Es regnete aber genau in diesem Augenblick sehr stark. Von unten sieht man auf halber Höhe den Felsrücken auch gut. Auch vom Dreiländereck und vom Faaker See beim Schwimmen (zumindest den Kogel), wo ich heute war. Vom Dreiländereck (mit alten Bunkerresten? auf der italienischen Seite), könnte man gleich 4 TL Stellen (bei sehr gutem Wetter) sehen. Das sind TL Zoisit (Saualpe), TL Dravit (ganz in der Ferne, Koralpe),TL Mallestigit (nahe) und verdeckt durch den Dobratsch TL Wulfenit und Hydrozinkit  ;D 8)

Gruß Conny

Offline Conny3

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #10 am: 16 Jul 18, 21:24 »
Hallo Jürgen,

siehe auch die PN:
Was hälst Du von Theisit xx auf Clarait?:

#9123 Linarit?, Langit?, Posnjakit?, ....

Gruß Conny

Offline User33

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #11 am: 17 Jul 18, 08:40 »
Hallo,

ich bin dem Rat von Thomas mit der Salzsäure gefolgt.....

Ergebnis: Ein vom Stüfchen isolierter x hat sich auf dem Objektträger unter Einwirkung von 10%iger HCI, ohne aufbrausen, langsam und rückstandslos, ähnlich einem schmelzenden Eiswürfel, aufgelöst.


Gruß

Jürgen

Offline loismin

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #12 am: 17 Jul 18, 11:41 »
Hallo.

Typische Langit xx !

Loismin

Offline harzgeist

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #13 am: 17 Jul 18, 14:56 »
Hallo.

Typische Langit xx !

Loismin

Oder Posnjakit oder Wroewolfeit ...

Da gab's auch mal ne Diskussion drüber, von Martin / Lynx, wenn ich mich nicht irre. Danach ist visuelle Unterscheidung selbst bei Vorliegen von guten Kristallen schwierig bis unmöglich.

Thomas

Offline loismin

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Re: Fundstelle Finkenstein/Kärnten
« Antwort #14 am: 17 Jul 18, 17:54 »
Hallo.

Das allermeiste dort ist Langit  und Wroewolfeit könnte es zwar geben ist aber noch nicht bestimmt worden von dort.
Was natürlich auch nichts heißen mag.
Aber hier wird das Stück ja wohl keiner analysieren wollen , oder ?
Ich weiß jetzt nicht, ob das mit Raman gehen würde ?

Loismin

 

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