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Gesucht wird: Erlebnisse zu "Vor dem letzten Schlag soll man aufhören"
raritätenjäger:
Hach, was ein herrliches Bord. Warum schreibt hier keiner mehr was. Vielleicht bin ich ja der einzige, der von Zeit zu Zeit mal mit dieser Thematik in Berührung kommt. Jedenfalls wird das hier mal wieder aufgenommen. Ich hoffe auf Eure Geschichten. Geteiltes Leid ist doch halbes Leid. Also denn, gehe ich mal mit schlechtem Beispiel voran.
Es war ein schöner Septembertag im Kalkbruch Rüdersdorf bei Berlin. Die Funde waren gut, sowohl was Gips anging, als auch den von hier berühmten Coelestin. Ich hatte bereits das ein oder andere Stück gefunden, als er dann vor mir lag: der Coelestinfund, den man in Rüdersdorf nur alle paar Jahre mal macht. Ein zweifarbig blau/roter Kristall. Unbeschädigt, die Größe war mit zwei Zentimetern auch top und zu allem Überfluss war das Ding auch noch mit glänzenden Pyrit xx überzuckert. Jetzt nur nix falsch machen, dachte ich und begann die Druse in der das Ding freistehend saß, vorsichtigst freizumeißeln. Bei dem Wort "freistehend" werden sich bei den ersten von Euch sicher schon düstere Gedanken kommen. Wie auch immer, erst mal klappte alles ganz gut. Ich hatte die Druse vorsichtig mit Zellstoff ausgepolstert und wunderte mich bereits, weshalb alles so gut funktionierte. Da holte mich ein leises "sipp" in die Realität zurück. Ich pellte den Zellstoff ab und sah mir die Bescherung an: die klare blaue "Kappe" hatte sich sauber von dem roten Kristall abgespalten. Fluchend zerdrosch ich den lumpigen Rest, der wie zum Hohn immer noch fest auf dem harten Kalk saß. Das blaue Endstück hab ich mir aufgehoben: nun mahnt es vor jeder Exkursion zur Vorsicht. Diese Episode ist mir noch in Erinnerung, den Rest hab ich glücklicherweise verdrängt. Dunkel schwirren in meinem Gedächtnis noch zerbröselnde Honigcalcite von Arpke herum. Aber da will ich jetzt gar nicht weiter dran denken...
Glückauf
Andreas
thothie:
Wozu ein letzter Schlag? Manchmal reicht schon ein weicher Flachpinsel. Dieser hochinteressante Pyrit vom Stb. Büschhof/ Wirtenbach ist jetzt im Ausguß. Ich hatte den Ehrgeiz für das Forum noch ein besseres Foto zu machen, ohne den ganzen Staub auf den Kristallflächen. Bei einer Aggregatgröße von ca 2mm macht sich so ne Verunreinigung schon deutlich bemerkbar.
also, ab unter den wasserhahn und vorsichtig mit weichem Pinsel und Shampoo diese Stelle nachbehandelt.
Und nu isser weg. So geht´s und alles für´s Forum.
Collector:
Hallo thothie
gehört dieser schöne Fleischerhaken zu der abgebildeten stufe mit den Oktaedern oder ist das ne Verunreinigung ?
Das Bild ist doch nicht übel und der Kristall scharf.
Wenn man jetzt noch wüsste wo Wirtenbach ist, wär n Bild im Pyritportrait fast vorprogrammiert.
Danke
collector
michael berghäuser:
@ collector
hier gibts was dazu:
http://www.mb-minerals.de/deutschland/wirtenbach/wirtenbach1_bilder.html
Gruß
MB
Collector:
Hallo Michael
danke !
Jetzt such ich nur noch ne brauchbare Erklärng, warum diese rechtwinkligen Aggregate als Nadelpyrit bezeichnet werden ??.
(Das sind meiner Meinung nach keine einzelnen Kristalle).
Gibts da weitere Infos dazu oder kannst Du mir was näheres dazu sagen ? Ansonsten kann man das Thema ja mal separat ins Forum posten.
Danke und Gruß
collector
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