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Fair Trade im Mineralienhandel mit Marokko
uwe:
Ich verfolge die Diskussion zu diesem Beitrag mit ständig wachsenden Erstaunen und verstehe eigentlich nicht ganz den Hintergrund dieser Diskussion.
Armut hin und soziale Gerechtigkeit her - wenn man sich ein Hobby nicht leisten kann muß man es eben lassen. Wenn jemand Stufen für 10.000,- Euro anbietet und diese zu diesem Preis auch verkaufen kann wäre er blöd wenn er die Stufe für 9.000,- Euro anbieten würde. Außerdem muß man nicht unbedingt Minerale exotischer Länder sammeln. Zu gekaufte Mineralen habe ich keinerlei Beziehung. Die kann man sich auch in den Museen anschauen. Damit niemand denkt, ich könne mir teure Stufen kaufen - Marokko, Rumänien, China und Co. interessieren mich nicht und ich würde nie auf die Idee kommen mir so etwas in die Vitrine zu legen.
Außerdem gibt es sicherlich auch Foren, wo soziale und politische Themen besser diskutiert werden können. Was soll das hier ???
Glück Auf
Uwe
Ingo Löffler:
@Uwe
wie jemand sammelt ist ihn selbst überlassen.Ich bin der letzte der anderen da "vorschriften" machen würde.Jeder so wie er es für richtig hält.
@Peter
ich habe den Radius der Diskussion leider erweitern müssen,da letzendlich alles in einem Zusammenhang steht und auch gesehen werden muß.
Was die "Jugend" betrifft die du da beschreibst,nunja.Die Wirtschaft sowie die Politik redet immer von Beitragszahlern,Konsumenten usw. nicht von Menschen.Und genau so werden die Kids heute gebürstet,zu Konsumenten.An der Natur und am Steine sammeln kann kein großes Unternehmen etwas verdienen,warum sollte man das dann auch fördern.Ich bin in einen anderen Teil Deutschlands aufgewachsen,da war mehr Geld für die Jugend da.
Und wenn unser beider Ministerpresident R.Koch die Studiegebüren einfürt,wird wieder ein erheblicher Teil unserer Jugend keinen Zugang zu weiterfürender Bildung haben.Und somit werden auch diese keine Chance haben ihre Lebenssituation zu verbessern.Nun gut lassen wir das,es würde dann doch zu weit führen.
Diese Ausgabe des Mineral Record habe ich auch,ist nicht schlecht.Aber in einem irrst du,anfang 1900 war Mineralien sammeln ein sehr verbreiteter Trend,und das kann ich mit sicherheit sagen.Und das nicht nur bei den Reichen,abgesehen von der Arbeiterschaft.Die hatten in der Tat noch nicht einmal die Zeit dazu.
Die Akanthite die ich meine sind schon "Raketen" in Sachen Ästetik und Größe.Es ist daher unwarscheinlich das soche jetzt plötzlich 30 oder 40 Euro kosten.Da weiß ich schon, von was ich schreibe und die,die mich kennen wissen genau das ich in diesen Punkt ein Auge und Febel dafür habe.
Das mit den Lehmbauten und den Fachwerkhäusern können wir mal gerne bei einen oder zwei (oder ganze Flasche) Gläsern Frankfurter Apfelwein ausdiskutieren.Das sehe ich etwas anders,das würde aber hier wiederum den Rahmen sprengen.
Gruß und Glück Auf
Calciteminer
DonMineral:
@an alle Diskutierer
Ich freue mich, dass ich da eine interessante Diskussion losgetreten habe und dass auch wenn einige mit den Steinen werfen hier richtig Herzblut fließt bei manchen Sammlern.
Zu den Diskussionen über Preise haben manche das nicht so ganz verstanden.
Ob meine Preise ...das doppelte des Finderlohnes .... an den Händler teuer oder günstig sind, ist noch gar nicht auszumachen. 100% ist ein normaler Aufschlag spr einen Exporteur, und ich werde davon auch Steuern bezahlen müssen hier in Marokko.
Ich habe auch nicht gesagt, daß ich den Finder nicht bezahle, und er daher das Risoko trägt.
Unsere Finder und Sucher bekommen alle sofort ihr Geld, oder arbeiten nach Aüftragsbedarf. Ersteres unterscheidet mein Konzept von keinem anderen Kaufdialog. Der entscheidende Aspekt meines Systems ist, daß jeder Finder Notsituationen hat, in denen er nichts verkauft, obwohl er arbeitet. Um zu überleben bietet er Preise an die ganz unten sind, weil er sich Gemüse kaufen will am Souk und ein Huhn. Diese Preise dann anzunehmen und zu akzeptieren macht keine Freude und sind auch kein Schnäppchen. Es ist auch keine Ausbeute, weil man gar nicht kaufen will.
Hier setzt das Geschäftsprinzip eigentlich an. Ich übernehme die Steine und zahle das Gewünschte, obwohl ich weiß es ist zu wenig. Ich bezeichne die Steine damit ich weiß wer sie mir gegeben hat und versuche sie auch nur mit einem 100% Aufschlag zu verkaufen. Ich trage da auch kein Risiko, sondern bekomme sie unbedingt los. Wenn dann der Deutsche Händler zugreift und mehr als das doppelte verdient, dann soll er das zuviel verdiente zurücküberweisen, um dem Finder seinen in der persönlichen Notsituation nicht verlangten Anteil zukommen zu lassen. Jeder von Euch, der dieses humane Denken nicht verstehen will oder meint daß man um solch eine einfache menschliche Idee zu haben einen Joint rauchen muss, mit dem möchte ich auch gar nicht zusammenarbeiten und auch hier in Midelt keine Tasse Kaffe trinken.
Das Risiko am Verkauf trägt allein der deutsche Händler, der auch mit einem ordentlichen Geschäft, Angestellten und Steuer sowie Messebeteiligung die meisten Kosten trägt. Er soll auch die Messen besuchen und schöne Ausstellungen mit Vitrienen aufbauen,damit der Messetag ein erlebnis wird.
Das Tisch an Tisch stehen wie auf dem Trödelmarkt begeistert mich nicht und ist nicht der Sinn der Messe an sich.
Vielleicht ist das Forum der Sammler hier nicht der richtige Ort gewesen mein Modell vorzuschlagen, aber wenn ein Sammler und Kritiker meint, dass ich teuer anbieten will, ist das falsch. Ich will mir auch keine goldene Nase verdienen, und ich weiß auch daß der Mineralienexport wie alles in der Kriese steckt, das ist aber nicht schlimm, weil die Mineralien und die Meteoriten hier schön warm im Sand liegen bleiben und nicht verschimmeln, wenn sie im Moment keiner kauft.
Aber ihr könnt auch gerne darüber diskutieren ob es für die Sammler interessant ist dieses geschäftsmodell direkt hier über das Medium Mineralienatlas zu verkaufen. Ich muss nicht an die Händler verkaufen, ich bin da fri, man könnte auch an die Sammler direkt verkaufen. Dann trägt der Sammler aber das Risiko des ungesehenen und des Transportes in kleinen Mengen, der teurer ist. Und wer trägt das Risiko des Bezahlens, und wie regeln wir das, bei einer vielzahl kleiner günstiger Lieferungen.
Ich freue mich über eure Antworten.
Euer Don Ronaldo.
Wie von mir vorgesehen bekommt ihr bei solch einer tollen lebhaften Diskussion alle 1000 Klicks ein neues Thema.
Es macht auch gar nichts wenn das hier sozialkritisch wird. Der Steinsammler ist auch ein soziales Wesen und kann sich auch unter seinesgleichen mal Luft machen.
thannator:
--- Zitat von: Don Ronaldo am 15 Aug 06, 21:32 ---Das Risiko am Verkauf trägt allein der deutsche Händler, der auch mit einem ordentlichen Geschäft, Angestellten und Steuer sowie Messebeteiligung die meisten Kosten trägt.
--- Ende Zitat ---
wer macht's dann ... wenn noch nicht mal gesichert ist dass er die ware auch verkauft
MM-Bär:
Aus einem anderen Forum:
(...) Wer möchte, kann uns zu jeder Zeit besuchen und uns mit Rat und Tat im Projekt zur Seite stehen.
Wir machen Ackerbau und Viehzucht bei den Berbern Marokkos. LEBEN MIT DEN NOMADEN DES ATLAS ..wie vor 100 Jahren.
Abenteuer pur, gesund, und SINNvoll.
Wir bieten allen Freunden ...Hand gegen Koje. Ihr Unkostenbeitrag, 100 € für ÜB im DZ und HP pro Woche.
(...)
Warum nicht dann auch Mineralienpreise und Handelsbeziehungen wie vor 100 Jahren ? Ist doch Abenteuer pur, oder geht langsam die (eigene) Kohle aus? Vorgestern Äppel, gestern Bienen, heute Mineralien, morgen ? ::)
MM-Bär
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