@an alle Diskutierer
Ich freue mich, dass ich da eine interessante Diskussion losgetreten habe und dass auch wenn einige mit den Steinen werfen hier richtig Herzblut fließt bei manchen Sammlern.
Zu den Diskussionen über Preise haben manche das nicht so ganz verstanden.
Ob meine Preise ...das doppelte des Finderlohnes .... an den Händler teuer oder günstig sind, ist noch gar nicht auszumachen. 100% ist ein normaler Aufschlag spr einen Exporteur, und ich werde davon auch Steuern bezahlen müssen hier in Marokko.
Ich habe auch nicht gesagt, daß ich den Finder nicht bezahle, und er daher das Risoko trägt.
Unsere Finder und Sucher bekommen alle sofort ihr Geld, oder arbeiten nach Aüftragsbedarf. Ersteres unterscheidet mein Konzept von keinem anderen Kaufdialog. Der entscheidende Aspekt meines Systems ist, daß jeder Finder Notsituationen hat, in denen er nichts verkauft, obwohl er arbeitet. Um zu überleben bietet er Preise an die ganz unten sind, weil er sich Gemüse kaufen will am Souk und ein Huhn. Diese Preise dann anzunehmen und zu akzeptieren macht keine Freude und sind auch kein Schnäppchen. Es ist auch keine Ausbeute, weil man gar nicht kaufen will.
Hier setzt das Geschäftsprinzip eigentlich an. Ich übernehme die Steine und zahle das Gewünschte, obwohl ich weiß es ist zu wenig. Ich bezeichne die Steine damit ich weiß wer sie mir gegeben hat und versuche sie auch nur mit einem 100% Aufschlag zu verkaufen. Ich trage da auch kein Risiko, sondern bekomme sie unbedingt los. Wenn dann der Deutsche Händler zugreift und mehr als das doppelte verdient, dann soll er das zuviel verdiente zurücküberweisen, um dem Finder seinen in der persönlichen Notsituation nicht verlangten Anteil zukommen zu lassen. Jeder von Euch, der dieses humane Denken nicht verstehen will oder meint daß man um solch eine einfache menschliche Idee zu haben einen Joint rauchen muss, mit dem möchte ich auch gar nicht zusammenarbeiten und auch hier in Midelt keine Tasse Kaffe trinken.
Das Risiko am Verkauf trägt allein der deutsche Händler, der auch mit einem ordentlichen Geschäft, Angestellten und Steuer sowie Messebeteiligung die meisten Kosten trägt. Er soll auch die Messen besuchen und schöne Ausstellungen mit Vitrienen aufbauen,damit der Messetag ein erlebnis wird.
Das Tisch an Tisch stehen wie auf dem Trödelmarkt begeistert mich nicht und ist nicht der Sinn der Messe an sich.
Vielleicht ist das Forum der Sammler hier nicht der richtige Ort gewesen mein Modell vorzuschlagen, aber wenn ein Sammler und Kritiker meint, dass ich teuer anbieten will, ist das falsch. Ich will mir auch keine goldene Nase verdienen, und ich weiß auch daß der Mineralienexport wie alles in der Kriese steckt, das ist aber nicht schlimm, weil die Mineralien und die Meteoriten hier schön warm im Sand liegen bleiben und nicht verschimmeln, wenn sie im Moment keiner kauft.
Aber ihr könnt auch gerne darüber diskutieren ob es für die Sammler interessant ist dieses geschäftsmodell direkt hier über das Medium Mineralienatlas zu verkaufen. Ich muss nicht an die Händler verkaufen, ich bin da fri, man könnte auch an die Sammler direkt verkaufen. Dann trägt der Sammler aber das Risiko des ungesehenen und des Transportes in kleinen Mengen, der teurer ist. Und wer trägt das Risiko des Bezahlens, und wie regeln wir das, bei einer vielzahl kleiner günstiger Lieferungen.
Ich freue mich über eure Antworten.
Euer Don Ronaldo.
Wie von mir vorgesehen bekommt ihr bei solch einer tollen lebhaften Diskussion alle 1000 Klicks ein neues Thema.
Es macht auch gar nichts wenn das hier sozialkritisch wird. Der Steinsammler ist auch ein soziales Wesen und kann sich auch unter seinesgleichen mal Luft machen.