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Gebogene Kristalle

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smoeller:
Hallo,

Mit Sicherheit beides.  So kennt man gebogene Antimonite aus Deutschland, die sicher auf natürliche Weise gebogen sind, ebenso Glimmer, Amphibole und Pyroxene.
Habe mal eine Antimonitdruse gefunden, in der die Antimonite durch den Druck des Spaltens der oben angewachsenen xx verbogen waren.
Bei Halitblättchen kann man den Effekt sogar durch Erwärmen verursachen.

Glück Auf!
Smoeller

Uwe Kolitsch:
U.a. Oberflächenspannung der Lösung, aus welcher der Kristall wächst?

Krizu:
Hallo,

unter synthetische Kristalle im Lexikon ist ein Bi4Ti3O12-Kristall, der nur durch die Oberflächenspannung gehlaten in die Lösung wuchs. Auch der ist gerade, bis auf die Stufen auf der Oberfläche.

Wenn ein Kristall so kumm ist, muessen eigentlich Mehrlinge - wie beim Rutil - oder eine Reihe an Versetzungen im Spiel sein.

MfG

Frank
(just my two cents)

Collector:
Hallo

ich möchte weiteren potentiellen Antworten nicht vorgreifen, aber ....

-daß diese Biegungen auf natürliche Weise entstanden sind, ist ein Schluß in sich selbst
-daß Biegungen durch das Spalten enstehen, ist kaum nachvollziebnar, wenn man sich den dicken Turmalin oben ansieht
-daß, wenn die linke Seite schneller als die recht wächst, Wachstumsstufen entstehen, ist auch klar
-daß Oberflächenspannungen eine Rolle spielen, müsste vertieft werden, könnte aber ein Weg zur Erklärung sein
-Versetzungen ? Mehrlinge ? Kaum denkbar bei Stibnit und Turmalin.

Interessant für mich ist, daß bisher niemand tektonische Einflüsse erwähnt hat

-daß chinesische Mineralienhändler Kristalle biegen, ist nicht bewiesen und dürfte bei einem gebogenen Schörl weder mechanisch noch chemisch noch physikalisch nachvollziehbar sein

Nun denn, erst mal Dank für die Anregungen; so ganz zufrieden bin ich aber bisher mit keiner Antwort; finde aber auch nichts in der mir zugänglichen Literatur.

gruß
collector

Krizu:
Hallo,

Biegen durch bearbeiten:
Doch es ist möglich an dünnen Schichten kleiner als etwa 100µm beim Saphir.
Beim Schleifen - möglicherweise analog durch natürliche Prozesse- entstehen in der Oberfläche Versetzungen. Da diese nur auf einer Seite des Kristalls vorhanden sind, entsteht ein Druck. Raus kommt statt eines geraden Wafers eine Chipslette. Dimensionen gleich! Die dinger können locker 15mm über der Werkbank liegen!

Spalten:
Oberflächliceh Versetzungen werden vom Kristall abgespalten.

die Tektonik müsste:
a.) langsam wirken
b.) vermutlich mit Temperatur (beides möglich)
dann könnte der Kristall in meinen Augen über Versetzungen ausweichen.

Mfg

Frank
MfG

Frank

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