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Impakte Plateaubasalte KT PT

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Impaktus:
Hallo Smoeller,
auch Dir Dank fürs Willkommen!

zu 2. Das Fusion nicht so einfach geht ist mir klar, da Elemente > Fe IN STERNEN nur bei Supernovae entstehen.
Ich weiß jedoch nix über die kurzzeitig möglichen Temperaturen bei Impakten, daher die Frage..

zum Java- Flutbasalt - - wie alt is der???
Frage deshalb, weil ich der These anhänge, daß die Flutbasalte eigentlich alle eine Impaktfolge sein könnten, auch wenn ich bereits Gegenargumente gehört hab, die mich aber nicht recht überzeugen bis jetzt..

>>> die sibirischen Basalte könnten ja nun wirklich mit dem PermoTrias Ereignis in Korrelation stehen als Folge des riesigen Impaktkraters der - so wie es aussieht- dieses Jahr in der Antarktis entdeckt wurde

Glück Auf! zu sagen steht mir eigentlich nicht zu, da bisher nur einmal Solnhofener Platten geklopft und ansonsten lediglich in Bodenkundelöchern gestanden..

Darum Gruß

Impaktus

smoeller:
Hallo,

Ich weiss es nicht genau, wie alt der Java-Basalt ist, schaue noch mal nach.

Glück Auf!
Smoeller

Krizu:

--- Zitat von: Impaktus am 23 Aug 06, 21:57 ---
2. Reichen 500 ppm aus, um die hohen Ir-Konzentrationen in den Grenztonschichten allein durch den Anteil im Meteoriten/Asteroiden zu erklären?
Oder kann das Ir auch während des Impaktes durch Fusion entstehen- war ja ein Knall von einer ganzen Menge H-Bomben damals...
4. In welcher Mineralform liegt das Ir in den Grenztonen vor??? IrO2?? oder als CaIrO3??? Gibts letzteres überhaupt?
Habe von CaIrO3-Struktur gelesen als ich neulich einige neuere Abstracts zu Postperovskit im D" Layer des tiefen Erdmantels fand..

--- Ende Zitat ---

Hallo,

für die Fusion der schweren Elemente brauchst Du etwas mehr.
- Wasserstoff zu Helium ist zur Zeit in der Sonne.
- In der Sonne wird es gegen Ende Helium zu Kohlenstoff fusioniert.

Für den Rest brauchst Du etwas mehr Bums als in der Sonne. So ist so ein Impakt eher ein Fünkchen. Irisium baut sich gut in die Perowskit-Struktur ein, du brauchst als gar keinen CaIrO3 oder so. 500ppm fällt doch unter möglicherweise unter Dotierung.

MfG

Frank

Impaktus:
Hallo Smoeller,

habe gestern selbst noch versucht das Alter der Java-Basalte rauszufinden, aber dann kam mir ein Skript über die REE dazwischen, an dem ich mir grad die Zähne ausbeisse.

Hallo Krizu,

nur 1 Fünkchen ist ein netter Vergleich...
In der Sonne wird ja auch kein Ir durch Fusion erzeugt- die is ja massenmäßig zu klein sprich der Gravitationsdruck und damit die Temperatur zu niedrig.
- und sie wird als weißer Zwerg enden.
Diese Dimension kann ich mir schon in etwa vorstellen.

Bei einem Impakt:
Einschlaggeschwindigkeit von sagen wir mal +- 30.000 km/h (v streut aber relativ weit)

Vor einer Supernova:
Sternhülle kollabiert mit sagen wir mal +- 30.000 km/s und fliegt dann mit ähnlich hoher Geschwindigkeit wieder auseinander
(Zahlen stimmen nicht genau, aber zeigen die Verhältnisse an)
>> und nur hier werden wohl die schweren Elemente > Fe fusioniert.

Ich kann mir aber vorstellen (berechnen kann ich das nicht- bin zu schlechter Mathematikerfür sowas),
daß während eines Impaktes, wenn der Impaktor genügend groß ist und die Energie von mehreren 1000 H-Bomben auf relativ kleinem Raum konzentriert freigesetzt werden, dann auch für einen extrem kurzen Zeitraum die Fusion schwerer Elemente ermöglicht werden könnte (Betonung auf könnte).

Zum Ir:
Glaube ich gern, bzw. eigentlich kein Zweifel, daß sich Ir gut in die Perowskitstruktur einbaut.
Ionenradius Ti: 61 pm  >> CaTiO3
Ionenradius Ir: 66 pm >>CaIrO3
>> aber wo findet man diesen Einbau bevorzugt?? Das isses was mich beschäftigt.
Ist das Ir, da siderophil, in der D" Schicht des unteren Mantels angereichert??
Läßt sich so die hohe Konzentration von bis 500 ppm in manchen Chondriten erklären??

Repräsentieren also Ir- reiche Chondrite die Fragmente einer Kern/Mantelgrenze eines ausdifferenzierten aber zerstörten Großplanetesimals bzw. gar Planeten?

>>> Wenn ja, dann dürfte man wieder über die frühere Existenz des Planeten Phaeton spekulieren und die Titius-Bode-Regel bekäme einen neuen Stellenwert.
(dieser Satz ist eine absichtliche kleine Provokation an die Astrophysik)

>>> Dies ist eine Fragestellung, der man sich natürlich nur indirekt annähern kann, da man ja nicht die Kern/Mantelgrenze der Erde direkt ansehen kann.
Schlüsse auf deren Zusammensetzung lassen sich nur ziehen aus:
- seismischen Messungen
- Messung von Gravitationsanomalien
- kristallographischen Hochdruckexperimenten
-Analyse von gefallenen Meteoriten
-direkter Probenentnahme bei Vesta und Co

Gruß

Impaktus

Impaktus:
Hallo Smoeller,
das Java-Ontong-Plateau ist wohl mittelkretazisch.
Zur genauere Datierung habe ich jedoch noch nix gefunden auf die Schnelle..
Gruß
Impaktus :)

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