Mineralien / Minerals / Minerales > Mineralien (Fundort) bestimmen / determine minerals
Alpines Mineral
UlrichW:
Hallo zusammen,
wenn ich auch mal meinen Senf dazu geben darf: Sowohl Kristallform als auch das allgemeine Erscheinungsbild scheinen für mich auf ein Mineral der Euxenit-Gruppe hinzuweisen. Derartige Kristalle sind übrigens schon öfters gefunden worden, bleiben aber immer noch eine Rarität. Ein anderes Mineral würde mich schon arg überraschen, zumal die Paragenese mit Ti-Oxiden und Cer-Mineralien und das Vorkommen in ausgelaugtem Kluftrandgestein sehr typisch für alpine Euxenite zu sein scheint.
Im Bruch sollte das Mineral braunschwarz mit muscheligem Bruch sein. Wenn erklennbar, solte sich an der Bruchfläche ein Harzglanz zeigen. Die cremefarbene Zersetzung der Kristalle ist auch relativ typisch für Minerale dieser Gruppe.
Was mich noch sicherer macht ist die Beoibachtung, daß Euxenit-Minerale, so sie nicht eingewachsen sind, sich gerne mit einer braunen bis beigen Oxitationskruste umgeben. Sie sehen dann immer so "dreckig" aus. Sehr selten zeigen aufgewachsene Kristalle in den Alpen guten Glanz, währen die Begleitmineralien oft wie geleckt aussehen. Ist kein wissenschaftlicher Hinweis, aber eine sehr brauchbare Beobachtung!
Man sollte langsam mal an eine Analyse denken!
@HARJO: So abwegig ist der Gedanke an ein Mineral der Epidot-Gruppe nicht. In einigen Bereichen der Bruchrinne findet sich realtiv häufig Klinozoisit in kleinen grünlichen Nädelchen. Allerdings sind die immer frisch und klar und als Nadeln ausgebildet.
@Smoeller: Allanit ist nicht ausgeschlossen, doch zeigen alle Allanite die ich aus alpinen Vorkommen kenne kleine rötlichbraune langgestreckte Kriställchen mit hohem Glanz. Und klein meint winzig! Aber grundsätzlich könnte es auch ein Allanit sein, obwohl...die ganze Erscheinung passt nicht zum Allanit (der im übrigen an granitische Gesteine gebunden zu sein scheint!!, Gneise sind zu metamorph).
Grüsse
Ulrich
Harjo:
Ja, da konnte Ullrich schon recht haben.....hatte Ich nog nicht an gedacht, das wurde dan ein neues mineral fur die Fundstelle (oder?).
Sehe das Bild auf www.mindat.org/photo-46451.html
I.b.z. die Epidote/Klinozoisit, klar, manchmal findet man die dort (doch eher selten..), aber nicht in so eine Ausbildung, oder liege Ich da falsch (ist nicht ausserordentlich, meine aussagen sind halt zum grossten teil begrundet von Empirismus..)?
Ubrigens, Stilbit gab es schon oft von dort......konnte doch sein, oder....
Grusse
Harjo
UlrichW:
--- Zitat von: Harjo am 29 Aug 06, 00:00 ---Ja, da konnte Ullrich schon recht haben.....hatte Ich nog nicht an gedacht.
Sehe das Bild auf www.mindat.org/photo-46451.html
I.b.z. die Epidote/Klinozoisit, klar, manchmal findet man die dort (doch eher selten..), aber nicht in so eine Ausbildung, oder liege Ich da falsch (ist nicht ausserordentlich, meine aussagen sind halt zum grossten teil begrundet von Empirismus..)?
Grusse
Harjo
--- Ende Zitat ---
Hi Harjo,
klar, doll sind die Klinozoisite nicht! Aber von wegen Empirismus oder sowas, wenn man nur in Serpentiniten/Amphiboliten sucht findet man Epidot natürlich auch nur dort, zugegebenermassen immer sehr schön. In anderen Gesteinstypen ist der Epidot erheblich seltener, aber dennoch nicht unbedingt eine Seltenheit.
Harjo:
Hi Ullrich,
Nee, naturlich suche Ich nicht nur in Serpentinite nach Epidote, Ich habe viele xx in andere Gesteinsarten gefunden.
Aber, diese Kristalchen sieht meiner meinung nach nicht als etwas aus die Epidot-Klinozoisit reihe aus.
Beste grusse
Harjo
loismin:
Hallo Uwe .
Der Ulrich W . könnte da schon recht haben, für mich sieht das auch nach einem Mineral der Euxenitgruppe aus.
Innen scheint es ja weiß bis cremefarben zu sein und außen klar.
Aber was es dann genau ist, wird schwierig zu bestimmen sein.
Es sind da vom Obersulzbachtal und Habachtal etliche Mineralien dieser Reihe bekannt, aber immer sehr selten
und meist sehr klein.
Gruß
Loismin
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