Mineralienatlas - Fossilienatlas

Arbeitsmittel / Means for work => Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto => Thema gestartet von: jayjay am 04 Oct 09, 12:55

Titel: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 12:55
Hallo
Nachdem der ein oder andere nachgefragt hat, wie ich die Mineralienbilder bearbeite, habe ich mir überlegt mal ein kleines Tutorial zu bauen.
Ebenso dachte ich diesen Thread allgemein als Diskussionsthread zum Thema fotografieren aufzubauen.

Die Grösse meiner Stücke bewegt sich im Bereich zwischen 2 - 10 cm. Also Thumbnail über Miniaturen bis zu kleineren Kabinettstücken.

Setup:

Ich benutze eine Nikon D80 Spiegelreflex mit einem Tokina 100mm 2,8 Lichtstärke Makroobjektiv. Dazu nutze ich meist ein weisses Lichtzelt, welches von
drei HQI 70 Watt Strahlern beleuchtet wird. Die Belichtungszeiten sind meist relativ lange, so dass Stativ unbedingt notwendig ist, weil ich mit möglichst
grosser Schärfentiefe fotografiere. Auch hier probiere ich verschiedene Positionen des Stücks, Beleuchtung teilweise mit Hilfe kleinerer Reflektoren zu lenken etc.
Also viel probieren, um ein brauchbares Foto zu bekommen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:00
Anschliessend gucke ich mir das beste Rohbild aus. Ich bearbeite die Bilder in Photoshop. Dies ist eine
relativ komplizierte Bildbearbeitungssoftware. Es gibt eine leichtere Version Photoshop Elements, ich
weiss allerdings nicht, welche Funktionen hier enthalten sind und welche nicht.

Dieses Rohbild ist dann der Ausgangspunkt. Man sieht den Kit der das Stück in Position hält und die schwarze Samtunterlage im Lichtzelt.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:03
In der ersten Stufe geht es darum, das Stück freizustellen. Dies mache ich über den Zauberstab (grob) und denn mit Hilfe der (magnetischen) Lassofunktion (fein), indem ich den Hintergrund komplett markiere. Dies ist leider teilweise sehr aufwendig. Wenn es dann aber fertig ist, habe ich das Stück komplett umfahren. Das sieht dann so aus.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:09
Nun kehre ich die Auswahl um, so dass das Stück selbst markiert ist, kopiere es mit Crtl (oder Strg) C und Crtl V in eine neue Ebene (siehe kleiner roter Pfeil).
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:11
Nun kann man die Hintergrund Ebene löschen (mit der Maus anklicken und geklickt halten auf den Mülleimer unten rechts in dem kleinen Fenster ziehen).
Dann hat man nur noch das Stück selbst, der Hintergrund ist quasi "leer".
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:17
Im nächsten Schritt markiere ich nun wieder den leeren Hintergrund, erweitere die Auswahl um 2-3 Pixel und wende dann den Gausschen Weichzeichner an (Radius um die 3-4 Pixel). Dies dient dazu, dass die Kanten der ausgeschnittenen Stufe nicht ganz so hart erscheinen, sondern etwas weicher. Dazu habe ich kein Bild.

Im nächsten Schritt geht es dann darum, den Hintergrund zu erzeugen. Dazu muss eine neue Ebene erzeugt werden. Diese ist die Ebene für den Hintergrund (im Bild A).
Am einfachsten ist ein schwarzer Hintergrund. Dazu einfach das Füllwerkzeug nutzen (im Bild B) und die Fläche schwarz ausfüllen. Etwas komplexer ist diese Form des Hintergrundes. Dazu nehme ich das Verlaufswerkzeug (B) und Stelle die Form mit dem Spot (C) ein. Unter D kann ich dann die Verlaufsfarben einstellen. Ich nehme einen dunklen Braunton ins schwarze. Anschliessend etwa mittig in die Stufe klicken und nach links oder rechts ziehen, um den Hintergrund mit Verlauf zu erzeugen.
Auch hier gilt tüfteln und probieren, bis man eine Stimmung hat, die gefällt.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:19
Um das schöne Stück nun noch plastischer wirken zu lassen, nutze ich dann (auf Ebene des Minerals - Ebene 1 - siehe rechts im kleinen Kasten) die Schlagschatten Option. Diese stelle ich auf 90 Grad ein und dann muss man mit den Reglern für Distanz, Überfüllen und Grösse etwas probieren, bis man einen schönen Schattenwurf dazu hat. Die Deckkraft kann man auch noch etwas reduzieren, um einen weicheren Schatten zu bekommen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:21
Nun noch Ebene auf Hintergrundebene reduzieren und als jpg. speichern.
Und eins zwei fix ist man fertig.
Dann ab in die Bildergalerie.



Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 04 Oct 09, 13:24
Ich hoffe es erscheint nicht zu komplex und dem ein oder anderen hilft es bei seiner Tüftelei. Ich freue mich über JEDEN Verbesserungs-/Vereinfachungsvorschlag.

Wo ich mir bisher die Zähne ausbeisse ist der Versuch den Hintergrund von Anfang an fotografisch zu erzeugen. Ich habe dazu bereits mit sattiniertem Plexiglas probiert, mit Tonerpaper als Untergrund und und und. Bisher komme ich da aber noch nicht auf einen grünen Zweig. Vielleicht weiss ja der ein oder andere was.

Viel Spass beim Fotografieren und noch viel wichtiger, beim Sammeln.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loismin am 04 Oct 09, 18:17
Hallo Jürgen.

Wirklich anschaulich erklärt und auch das Ergebnis ist sehr schön .
Ich weiß nur für mich nicht, ob ich so viel Geduld aufbringen werde das auch zu machen.
Das ist ja wie selbst ein Bild malen !
Aber wenn ich mal viel Zeit und Geduld habe vielleicht trau ich mich da auch drüber.
Mal sehen !


Gruß
Loismin

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: joy am 04 Oct 09, 18:53
Hallo jayjay,

ein wirklich toller Beitrag, der einerseits Einblick in dein Fotosetting gibt, andererseits aber auch noch eine gelungene Anleitung für den Umgang mit Photoshop und das Freistellen von Mineralien darstellt.

Mein Fotosetting besteht aus einem selbstgebautem vertikalem Stativ, welches Einstellungmöglichkeiten im Zehntelmillimeterbereich hat. (siehe Bild 3). Als Lichtquelle verwende ich mit Gleichstrom betriebene Niedervolt-Halogenlampen (35W). Zur schattenfreien Darstellung und Vermeidung von starken Reflektionen dient das an den Lampen angebrachte Pauspapier (siehe Bild 4). Die Lampen sind an einem selbstgebauten (40cm)³ messenden Holzgestell festgeklemmt. Manchmal verwende ich auch noch die Energiesparlampen um eine gleichnmässige Ausleuchtung bei grösseren Mineralien erzielen zu können.
Ich verwende eine Canon EOS 350D und ein Canon EF-S 60mm USM Objektiv zur Aufnahme. Wird ein kleinere Bildbreite benötigt, so kommt zusätzlich die Raynox Vorsatzlinse MSN-202 zum Einsatz. In diesem Fall zahlt sich die Einstellungsmöglichkeit am Stativ in Zehntelmillimeterschritten aus. Ich verwende beim Fotografieren insgesamt einen kleinen Blendenwert (3.5-4.5). Hierdurch bin ich zwar gezwungen mehrere Aufnahmen zu machen, die ich dann als Stapelaufnahme verarbeite. Die Vorteile hiervon sind aber, dass der Hintergrund (weisser oder schwazer Stoff) nicht im Schärfebereich liegen und die Bildschärfe meiner Meinung nach am grössten ist. (Huygenssches Prinzip, Brechung)


Zur Bildbearbeitung:

Um die Schärfebereiche der Bilder miteinander zu verrechnen, benutze ich die Software CombinZP. Führe erst den Schritt "Align and Balance" aus und dann "Do Stack"
Bei der Verwendung eines dunklen Hintergrunds hat man grundsätzlich weniger/keine Probleme mit dem Schattenwurf des Lichts an den Mineralien. Anders sieht es mit einem weissen Hintergrund aus. Hier muss man schon ein wenig tüfteln, damit das Licht relativ gleichmässig den zu fotografierenden Bildausschnitt ausleuchtet.
Hierbei hilft es die Lichtquellen so zu orientieren, dass sich immer ein Paar gegenübersteht. Kommt man hiermit nicht zu dem gewünschten Erfolg muss man sich mit Photoshop (und andere) Abhilfe schaffen. Ich verfahre hierbei so wie jayjay, indem ich entweder mithilfe des Zauberstabwerkzeugs in Photoshop das Mineral umfahre und dann die Auswahl umkehre und den weissen Hintergrund aufhelle oder indem ich zunächst das Mineral umfahre, die Option Kante verbessern nutze, dann die Auswahl umkehre und die Option Fläche füllen benutze. Jenachdem wie es einem persönlich gefällt, kann man zusätlich Lichteffekte oder Ähnliches hinzufügen.






Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: joy am 04 Oct 09, 18:54
Bild 3 + 4
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: joy am 04 Oct 09, 19:28
So hier die Ergebnisse:

Bild 1: Pyromorphit Mechernich
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1254676937.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1254676937.jpg)

Bild 2: Natrolithaggregat Ortenberg
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1254677302.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1254677302.jpg)
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: joy am 04 Oct 09, 19:36
so und hier noch eine Aufnahme von mit Originalhintergrund.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Donat am 04 Oct 09, 21:50
Hallo,
Toller Bericht.
Ich selbst  fotografiere nicht so aufwendig. Aber ich habe die Erfahrung gemacht das sich zum Freistellen von Mineralien ein blauer oder grüner Hintergrund am besten eignet. Was auch in der Filmindustrie so praktiziert wird.
Und zum Freistellen benutze ich das Programm "Play With Pictures". Ein reines Freisteller-Programm.
Gruß
Donat
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 04 Oct 09, 22:54
Hallo,
Jürgen,ein sehr guter,inspirierender Beitrag,der aber auch gemischte Gefühle auslöst.
Das ist ja wie selbst ein Bild malen !
Zunächst zum Technischen:
Das detaillierte Freistellen mit Photoshop hat bei filigranen Strukturen seine Grenzen und ist
nicht immer anwendbar.Bei meinem Byssolith-Beispiel ginge es nicht.
Die Gestaltung des Hintergrunds ist hervorragend beschrieben.Die Tricks mit den Verlaufsfarben
und Schlagschatten kannte ich noch nicht,werde es aber mal ausprobieren.
Hatte solche Ergebnisse schon öfters gesehen und hatte mich gefragt,wie das gemacht wurde.
Aber mir war sofort aufgefallen,daß hier massive Veränderungen am Foto vorgenommen waren.
Ist das noch authentische Fotografie oder ein Kunstprodukt?
Bis jetzt habe ich fast nur Beiträge aus der hightech-Ecke gelesen.
Da Du im header auch zu anderen Erfahrungen aufrufst und nicht jeder Forum-Leser über ein
entsprechendes hightech-equipment verfügt,ein paar provokante Sätze über
 LOW-BUDGET-FOTOGRAFIE:
Beruflich dokumentiere ich zuweilen Mikroskop-Präparate.Dazu stehen mir Spiegelreflexkameras,
teuerste Zeiss-Mikroskope und -Kameras,div.Kaltlichtstrahler mit Schwanenhals und
professionelle AxioVision-software zur Verfügung.

Als ich mich für Mineralienfotografie zu interessieren begann,dachte ich ohne dieses Zubehör
nicht anfangen zu können.
Nach einigen Recherchen konnte ich feststellen das es auch anders geht.Die entscheidenden Hinweise
habe ich von der von mir sehr geschätzten Christiane David bekommen,deren Mineralien-Fotografien ihr
u.a. in der Medienbibliothek/Fotogalerien findet.
Sie verwendet -soviel sei verraten- eine simple DigitalKamera der Powershot-Serie (8MP),benutzt
farbige Hintergrund-Pappen,die zu einer Hohle gebogen sind und macht die Bilder bei seitlichem
Tageslicht -NICHT direktes Sonnenlicht-  mit einem diffusen Reflektor von der anderen Seite,
natürlich mit Stativ,kleiner Blende wegen der Tiefenschärfe und entsprechend langen Belichtungszeiten.
Die abgebildeten Stücke bewegen sich ebenfalls -wie auch bei mir- im 2-10cm-Bereich.

Ich verwende noch eine kleine Panasonic fx9(6MP),habe die technischen Möglichkeiten allerdings
ausgereizt und wäge die Vor- und Nachteile verschiedener möglicher Nachfolger ab.
Für jedes Objekt variiere ich Belichtungseinstellungen und Empfindlichkeit,Weißabgleich.
Bildregulierung nur über Standard,NICHT vivid,was Kanten künstlich schärfer zeichnet.
Wenn schon Autofokus,dann Punktmessung und nicht Mehrfeldmessung.Den Autofokus kann man austricksen:
Den Bildschwerpunkt anvisieren,den Fokus leicht gedrückt halten (einfrieren),die Kamera kann
seitlich bewegt werden,auslösen.
Zur gleichmäßigen Ausleuchtung nehme ich als Reflektor einen kleinen Spiegel.
Lichtreflexe sind meistens störend,können aber z.B. bei Einzelkristallen in Maßen erwünscht sein,
um eine Räumlichkeit zu betonen.
Zum Ausrichten des Minerals benutze ich kleine Haushaltsgegenstände,Knetmasse nur selten.
Hintergrundfarben schwarz,grau,weiß,manchmal dunkelblau haben sich bewährt,Versuche
mit grün und orange fand ich schauderhaft.
Ausschnittsvergrößerungen vom großformatigen Original,nicht von der Verkleinerung.
Das geht mit Irfanview oder GIMP (beides freeware),
Wenn nötig auch für Farbe,Kontrast,Helligkeit einsetzbar.
für Bilderverwaltung ist Picasa (freeware) gut geeignet.
Mit Photoshop entferne ich bestenfalls Fussel oder Krümel auf der Hintergrundpappe,
das Mineral ist für mich tabu,auch die Ränder!
Unten noch als Kontrast zu den oben abgebildeten ein Bild von meinem "Fototisch" auf dem Balkon... ;)

Mein Appell an die Einsteiger:
Man kann auch mit ganz einfachen Mitteln vorzeigbare pics machen,wenn man sich mit allen Möglichkeiten
der kleinen Kameras und Grundregeln der Fotografie auseinandersetzt und viel ausprobiert.
Ich lerne auch mit jedem Bild dazu.
Technisch aufrüsten kann man bei Bedarf immer noch.

Gruß
Embarak

P.S.:Für HDR-Experimente habe ich Photomatix 3.1.3 aufgetrieben,ist aber auch nicht viel komfortabler
als Combine ZP(freeware)










Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Erik am 04 Oct 09, 23:09
Wo ich mir bisher die Zähne ausbeisse ist der Versuch den Hintergrund von Anfang an fotografisch zu erzeugen.

Versuch mal, die Stufe nicht direkt auf den Hintergrund zu legen, sondern - möglichst hoch - aufzusockeln. Wenn man das geschickt macht, verdeckt die Stufe dabei den Sockel (aus Mineraliendöschen oä) und vom Hintergrund sieht man nichts mehr. Nichts störendes jedenfalls  ;)

Beispiel, nur der Sockel ist (ein bißchen unsauber wie ich gerade sehe ;-) ) wegretuschiert. Der war zu groß zum vollständigen Verdecken. Hintergrund ist Tonpapier.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1235765078.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1235765078.jpg)

Gruß, Erik
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Fritzi am 04 Oct 09, 23:26
Hallo jayjay und an alle anderen,

sehr interessanter Beitrag, den Du verfasst hast.

Wieviel Zeit im Schnitt beansprucht so eine Bildbearbeitung, wie Du sie uns vorgestellt hast? Selbst wenn Du über Erfahrung und Routine bei der Bearbeitung verfügst, so wird die Prozedur sicher nicht auf die Schnelle zu machen sein.

BG
Fritzi
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 05 Oct 09, 06:02
Hallo alle zusammen
Schön, dass sich eine so lebhafte Diskussion mit viel unterschiedlichen Meinungen entwickelt.

Zum Thema der umfangreichen Nachbearbeitung:
In der Tat ist es fraglich, wie weit es sich noch um ein Dokumentationsfoto oder schon eher Kunst (im Sinne von herummalen) handelt. Ich bin der Meinung es ist ok, wenn man die Stufe an sich nicht verändert. Jeff Scovil nutzt mittlerweile übrigens auch die Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung.
Durch die Erzeugung eines Hintergrundes werden lediglich Dinge wegretuschiert, die das Auge des Betrachters ablenken (z.B. der Knetkit).  Damit kommt das Stück einfach schöner zur Geltung. Nichtsdestotrotz kann ich verstehen, wenn es dem ein oder anderen schon zu viel ist.
@ Fritzi: Mit der Erfahrung die ich nun habe, dauert es ca. 5-10Min. bis das Stück nachbearbeitet wurde.

Zum Thema Hintergrund
Es ist mir manchmal schon gelungen einen Hintergrund auf natürliche Weise zu erzeugen. Dies klappt meistens einfacher, wenn die Stufen grösser sind, wie
hier der Antimonit aus der Toskana. Dazu habe ich einen Untergrund mit Verlauf (schwarz nach weiss) bei einem Fotodienstleister entwickeln lassen in der Grösse
20x30cm. Vielleicht muss ich hier mal wieder weiter experimentieren.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1254714889.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1254714889.jpg)

Zum Thema Sockel
Ein sehr guter Tip. Ich mache das auch manchmal, dass ich ein Stück auf einem schwarzen Filmdöschen platziere (was besseres habe ich noch nicht), so dass es schon im Lichtzelt relativ hoch steht. Das macht es etwas einfacher mit dem Freistellen, bzw. bei entsprechendem Winkel benötigt es dann keine Nachbearbeitung mehr.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 05 Oct 09, 06:07
Man kann die Nachbearbeitung noch weiter auf die Spitze treiben, indem man eine Spiegelung erzeugt. So sieht es nochmal mehr danach
aus, als würde die Stufe auf einer Oberfläche stehen. Ich finde aber, das irritiert mehr, als was es bringt.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 05 Oct 09, 14:26
Sehr schöne Fotos, das muss ich sagen.
Toller Thread, sowas macht Spaß und ist hilfreich.

Ich hatte schon vor einiger Zeit darauf hingewiesen das ich meine zu fotografierenden Mineralien mit 3 Glühbirnen (links, mitte, rechts) beleuchte. Das Problem ist die Farbtemperatur. Natürlich läßt sich mit einem guten Weißabgleich einiges noch herausholen aber es geht eindeutig. besser.

Galenit (Bleiglanz) aus Joplin Co. USA

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1229811450.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1229811450.jpg)


Meine kleineren Kristalle fotografiere ich mit einer Nahlinse. (Minolta Close up No. 2 mit 3,8 Dioptrien). Es ersetzt kein Mikroskop und die Randunschärfe ist auch nicht ohne aber je nach Motiv und Motivgröße läßt sich auch damit etwas erreichen. Preisleistungsverhältnis ist meiner Meinung nach in Ordnung.

Fluorit mit Goethit - Grube Clara

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1237501594.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1237501594.jpg)


Was aber auch gesagt werden muss ist das sich in den letzten Jahren drastisch das Equipment von Hobbyfotografen geändert/verbessert hat. Was die Digitalkameras von heute so alles können ist schon klasse. Ich bin mit meiner Panasonic Lumix DMC-FZ50 sehr zufrieden und taste mich gerade an das RAW Format ran. Dabei habe ich für mich das Programm "RAW Therapee" im Netz entdeckt. Wer noch auf der Suche nach einem guten Raw Konverter ist unbedingt mal ausprobieren. Die Software ist absolut kostenlos und braucht sich in punkto Einstellmöglichkeiten und Design in keinsterweise vor den kostenpflichtigen Programmen verstecken.

http://www.rawtherapee.com/?mitem=3 (http://www.rawtherapee.com/?mitem=3)

Das tolle an dem Format ist ja der riesige Dynamikbereich. Da machen Dinge wie Farbkorrekturen, aufhellen oder abdunkeln und den Weißabgleich einstellen richtig Spaß. Manche Mineralien lassen sich von der Farbe recht schwer bis garnicht festhalten. Wavellit und Dioptas fallen mir da z.B. ein. Im RAW Format ist es deutlich leichter.

Was mir allerdings noch fehlt sind passende Hintergründe, gute Beleuchtung und ein Diffusor. Ich überlege mir daher mal so einen Fotokoffer zu kaufen wie es sie bei Ebay gibt.Hat schonmal jemand so einen Koffer benutzt und kann mir sagen ob das was taugt?

http://cgi.ebay.de/MINI-FOTOSTUDIO-proclick-Fototisch-Fotokoffer_W0QQitemZ160365200365QQcmdZViewItemQQptZDE_Elektronik_Computer_Foto_Camcorder_Foto_Camcorderzubeh%C3%B6r_PM?hash=item255682c3ed&_trksid=p3286.c0.m14 (http://cgi.ebay.de/MINI-FOTOSTUDIO-proclick-Fototisch-Fotokoffer_W0QQitemZ160365200365QQcmdZViewItemQQptZDE_Elektronik_Computer_Foto_Camcorder_Foto_Camcorderzubeh%C3%B6r_PM?hash=item255682c3ed&_trksid=p3286.c0.m14)

Da hätte man so ziemlich alles was man benötigt zentral in einem Koffer. Der Vorteil nach dem Knipsen kann alles wieder schön aufgeräumt werden. Dann hängt der Haussegen auch nicht schief. ;-)

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 05 Oct 09, 14:55
Es wird in den vorangegangenen Beiträgen auf Diffusoren zur Lichtstreuung  hingewiesen. Ich habe bei meinen noch bescheidenen Versuchen die Erfahrung gemacht, daß eine Ausleuchtung mit Licht von einer Seite wesentlich kontrastreichere und damit aussagekräftigere Bilder ergibt, als ein allumfassendes zerstreutes Licht. Ich gebe dem Embarak voll recht, daß die beste Beleuchtung Sonnenlicht am frühen Nachmittag ist. Bei entsprechend eingestelltem Weißabgleich und optimaler Position des Minerales zur Kamera, wobei man auf spiegelnde Flächen achten soll, erhält man farbechte und kontrastreiche Fotos.

Gruß
Uwe
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 05 Oct 09, 15:04
Hallo Uwe,

ich meinte auch ein Lichtzelt zur Verringerung von starken Reflektionen.
Das mit dem Sonnenlicht is schön und gut aber die metallischen Flächen eines Magnetits in der Sonne dürften rein weiß werden.

Ob man diese Fotoausrüstung braucht oder möchte muss jeder selbst wissen aber ich denke schon das es nutzen bringt sie gezielt dort einzusetzen wo sie gebraucht wird.
Ein weiterer Vorteil einer Fotoausrüstung ist die Unabhängigkeit vom Wetter. Es gibt Ecken in Deutschland, da scheint nie die Sonne. ;-)

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 05 Oct 09, 20:27
@Klinoklas: Sind schöne Bilder. Der Galenit kommt hervorragend zur Geltung.
Ich habe leider mit diesen Koffern keinerlei Erfahrung. Bei Foto Brenner gibt es im Katalog auch jede Menge Alternativen.

Ich habe heute wieder ein bisschen experimentiert. Hier ein Lowbudget Lichtzelt Marke Eigenbau. Im Gegensatz zu meinem gekauften Lichtzelt hat dieses
etwas dünneres Diffusorpapier, so dass mehr Licht durchkommt. Bestrahlt wurde wieder mit den drei HQI Strahlern (links, rechts, oben).
Der Vorteil gegenüber Sonnenlicht ist, dass man die Strahler in Position rücken kann, um die Flächen zur Geltung zu bringen.
Hier kaum Nachbearbeitung, das Hintergrund mit Bild erzeugt wurde.
Je mehr ich probiere, desto mehr stelle ich fest, dass es leichter ist einen Hintergrund schon mit dme Foto zu erzeugen, je grösser die Stufe ist.

Hier noch Aufbau und Ergebnis (leider durch das Speichern in niedriger Qualität etwas unscharf).
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 05 Oct 09, 21:06
Hallo,
Ich habe heute wieder ein bisschen experimentiert. Hier ein Lowbudget Lichtzelt Marke Eigenbau.
Diese Konstruktion gefällt mir !!
Mir war nicht entgangen,daß meine puristische Tageslicht-Balkon-Lösung gewisse konstruktive Mängel
insbesondere für die kalte und dunkle Jahreszeit aufweist. ;)
Embarak
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 05 Oct 09, 21:37
Hallo Jürgen, das ist doch ein fabelhafter Hintergrund bei der Fluoritstufe.
(Was ein herrlich Stück, ich bin im Farbenrausch.)  :D

Die Beobachtung das es mit dem Hintergrund bei den größeren Stufen leichter ist habe ich auch gemacht. Ab einer gewissen Größe wird es auch bei kleineren Sachen wieder einfacher. Durch die Nahlinse und die damit verbundene geringe Tiefenschärfe bekommt man in der Regel immer einen schönen homogenen Hintergrund hin. (Siehe mein Fluoritbild, Bildbreite: ca. 2,5 cm)

Die Schwachstellengröße scheint irgendwo dazwischen zuliegen.

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Oct 09, 11:37
@klinoklas
Genau einen solchen Fotokoffer habe ich mir  im letzten Jahr gekauft. Der Koffer selbst ist nicht gut, damit meine ich die aufgebaute Funktionsweise. Bei etwas größeren Stücken ist das ganze recht wackelig. Deshalb habe ich mir einen Fototisch selbst gebaut, abgestimmt auf die Hintergünde bzw. das andere im Koffer befindliche Material. Die Tageslichtlampen, die Diffuser und auch die Hintergründe sind wirklich gut. Das ganze dann auf meinem Tisch eingesetzt ergibt schon recht ordentliche Ergebnisse. Auch der Händler bei dem ich gekauft habe, kann jetzt nicht sagen ob es der gleiche wahr, ist fachlich sehr gut. Man kann dann durchaus telefonisch weitere Hintergründe bzw. anderes Material bestellen.
Mit einem manuellen Weißabgleich und den richtigen Einstellungen in der Kamera bei mir eine Spiegelreflex Olympus E330 und E1, fotografiere ich dann im RAW-Format womit ich dann in Lightroom die Fotos entwickel und gegebenfalls in Photoshop nachbearbeite.
Die aufwenige Freistellung wie weiter oben beschreiben mache ich mitlerweile nicht mehr, obwohl mir die Anwendung in Photoshop sehr vertraut ist. Mit dem Fotokoffer und entsprechender Beleuchtung kann man da durchaus Bilder machen die kein freistellen mehr benötigen.

@embarak
Man kann auch durchaus einen solchen Byssolith freistellen. Es gibt ein gutes Tutotrial wie man mit Photoshop Haare freistellt. Mit der gleichen Technik könnte man dann auch einen solchen Byssolith freistellen. Einfach mal googeln nach Haare freistellen und Tutorial.


Als Beispiel mal ein Foto eines Kugeligen Baryt aus Freiberg. Größe einer Kugel etwa 6 cm

Gruß
loparit
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 06 Oct 09, 15:01
Hallo Edgar,

vielen Dank für deine Antwort. Sie ermutigt mich eigentlich sogar den Koffer zukaufen.
Ich habe überwiegend kleineres Material zum ablichten und so wie du schreibst ließe sich das ganze ja bei Bedarf auch noch aufstocken.

Momentan gefällt mir  der Gedanke nach getaner Arbeit alles in einem Koffer verstauen zu können. ;-)

Das Barytbild ist übrigens richtig schön geworden.

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 06 Oct 09, 16:01
Mal 'ne ganz andere Frage (auch auf die Gefahr hin, mich als Banause zu oute): Welchen Vorteil bringt eigentlich das RAW-Format. Ich habe gerade mal ein Objekt als RAW und als JPG (höchste Auflösung) fotografiert und ehrlich gesagt keinen Unterschied festgestellt. Ich kann das RAW-Bild lediglich nicht mehr mit XnView bearbeiten, da es zu klein dargestellt wird.

 ???Uwe ???
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Schluchti am 06 Oct 09, 16:20
Das RAW Format hat den Vorteil, dass, vereinfacht gesagt, mehr Bildinformationen erhalten bleiben in der Datei, als in einer JPEG. Die meisten kamerainternen Bild"optimierungen" kann man so besser manuell vornehmen. Dies unter mehreren Gesichtspunkten:

1. Die Datei im RAW Format enthält die volle, kameraabhängige Farbtiefe pro Kanal. JPEG hat nur 8 Bit Farbtiefe pro Kanal. Das heißt, dass, vereinfacht gesagt, mehr und feiner gestufte Farbinformationen in einer RAW Datei enthalten sind. Dies bemerkt man vor allem bei einem nachträglichen Weissabgleich und Tonwertkorrekturen (vereinfacht: globale oder kanalabhängige Aufhellungen oder Abdunklungen). Hier kann es bei nur 8 Bit Farbtiefe pro Kanal schnell zu deutlich sichtbaren Abstufungen in Helligkeits- und Farbverläufen kommen, insbesondere in sehr dunklen oder sehr hellen Bereichen. Läßt man das Bild unverändert, wird man einen Unterschied der Farbtiefe nicht sehen, schon gar nicht an einem normalen Computermonitor. Das ganze hat also unter diesem Aspekt Sinn als "Reserve" für Bildbearbeitungen.   

2. Die RAW Datei ist von den meisten kameraseitigen Voreinstellungen der Dateiverarbeitung unabhängig. Nur die eingestellte ISO-Zahl hat einen Einfluss. Alle anderen Einstellungen (Schärfe, Fabton, Weissabgleich, etc.) bleiben ohne direkte Auswirkung (man kann natürlich im RAW Entwickler die Kameravoreinstellungen, die mit in der Datei gespeichert werden auch übernehmen). Damit kann man auch ein durch die Kamerasoftware völlig überschärftes oder glattgebügeltes (weil viel zu stark rauschgefiltertes) Bild noch retten, was nicht ginge, wenn man nur das fertige Ergebnis in der JPEG Datei hätte.

3. Das JPEG Format nutzt ein Komprimierung. Dadurch gehen ebenfalls Bildinformationen verloren. Die Dateien im RAW format sind nicht, oder zumindest nicht qualitätsmindernd komprimiert.


Die Möglichkeiten, aus einer RAW Datei das Beste einer Aufnahme herauszuholen sind also größer, als bei JPEG. Das hängt aber neben dem eigenen Geschick, auch von der verwendeten RAW-Entwickler-Software ab. Ich für meinen Teil nutze ja die Canon 400D und nehme zur RAW-Entwicklung das Canon eigene Tool Digital Photo Professional, das im Lieferumfang der Kamera enthalten ist. Das Programm ist für die Zwecke, für die es gemacht ist, sehr leistungsfähig und bietet zudem für die hauseigenen Objektive eine optionale Verzeichnungs- und Vignettierungskorrektur, was sehr nützlich sein kann.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Oct 09, 17:28
Hallo Rene,

ja das mit dem Koffer ist eine Tolle Sache. Allerdings passen da die großen Hintergründe auch nicht hinein. Aber es ist auf alle Fälle schön, in dem Koffer verstaue ich alles, die Lampen, die Verteilersteckdose, Diffuser, Hintergründe, sonstige Dinge die ich mir zwischenzeitlich angeschafft habe. Dann brauche ich mir nur den Koffer und den selbst gebauten Tisch zu schnappen und dann bin ich mit der Fotoausrüstung reisefertig :-)

Ich habe mal eben den Tisch und die Beleuchtung aufgebaut und dann auf die schnelle einen Pseudomalachit (Größe 7x7 cm) frei Hand und ohne große Beleuchtungseinstellungen fotografiert.


Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Oct 09, 17:47
@Uwe

Nun den Erklärungen von Schluchti sind sehr ausführlich und deshalb nenne ich hier noch einen weiteren Grund warum ich heute nur noch RAW fotografiere.

Man sagt das RAW ist das digitale Negativ. Also mein Original bleibt immer erhalten, genau wie früher das Negativ beim normalen Film.
Ich hatte ursprünglich genauso die Erfahrung gemacht, dass das RAW und das jpg fast identisch sind und mich gefragt warum überhaupt RAW.
Als ich in Freiberg Fotos der Pohl-Sammlung gemacht habe, ist mir einfach kein vernünftiger Weißabgleich gelungen und ich habe alle oder fast alle Fotos dann im RAW gemacht. Natürlich mußte ich mich dann auch mit der entsprechenden Software auseinandersetzen und was ich dabei erlebt habe war der Auslöser warum ich nur noch RAW fotografiere. Sind die Fotos sowie fast ausschließlich gut bis sehrgut ist der Unterschied nicht so deutlich. Aber wenn man Aufnahmen macht die aus welchen Gründen auch immer daneben gegangen sind  oder besser gesagt besser sein könnten (z.B Weißabgleich) dann kann man mit RAW noch deutlich viel mit dem Foto machen. Weshalb ich heute auch viele mir bekannte Fotografen verstehe dass sie schon länger im RAW fotografieren.

Als Beispiel mal ein Stück aus der Sammlung das ich dort aufgenommen habe. Wer die Lichtverhältnisse kennt weiß das das dort nicht so einfach geht. Die Aufnahme ist mit Stativ und ohne Blitz aufgenommen.

Gruß
Edgar Müller
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 06 Oct 09, 17:58
Danke Thomas und Edgar,

Eure Ausführungen beantworten erst mal meine Frage und die Vorteile leuchten mir nun ein. Allerdings klappts nun bei mir nicht mehr mit der Bildbearbeitung mit XnView, denn wenn ich mit diesem Programm die entsprechende *.NEF Datei aufrufe erscheint ein Bild mit einer Breite von nur 160 Pixel (beim *.JPG Bild sind es immerhin 3008. Welches Programm verwendet Ihr zur Bildbearbeitung ?

Gruß
Uwe
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Oct 09, 19:09
Hallo Uwe,

zum entwickeln der Raw Bilder und zum archivieren benutze ich Adobe Lightroom und zum weiteren bearbeiten Photoshop CS3.

Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 06 Oct 09, 19:26
Hallo,

ich möchte die Gelegenheit nutzen und auch mal meinen (vergleichsweise einfachen) Aufbau zum Fotogafieren vorstellen.
Ich lege die Stufe dazu auf ein weisses Blatt Papier, welches auf einer Glasplatte liegt. Das Ganze liegt auf einem Fußhocker, da dieser genau die richtige Höhe für mein Stativ hat.
Als Hintergrund benutze ich eine Fleecejacke, die ich über einen Schreibtischstuhl gehängt habe.
Zur Beleuchtung verwende ich bisher eine Energiesparlampe. Durch diesen Aufbau lässt sich mit einfachen Mitteln ein Weiss-Schwarz-Verlauf als Hintergrund erzeugen, ohne diesen nachträglich erzeugen zu müssen. Das Problem beim künstlichen Hintergrund ist eben meist, dass man es den Bildern recht schnell ansieht.
Ein Bild davon habe ich unten mal angehängt.

Diese Variante ist aber nun eher für kleinere Stufen bis etwa 8 cm geeignet, bei größeren Stücken steigt die Schärfentiefe wieder an und man erkennt meist irgendwo das Ende des Papier-Blattes  :P
Für kleinere Stufen bin ich mit den Ergebnissen aber (vorerst) zufrieden. Probleme bereiten nur einige einzelne Stücke, die einfach nicht gut rauskommen.

Ein paar mit dieser Variante gemachte Bilder, die mir gefallen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1231612829.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1231612829.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1236451574.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1236451574.jpg)

Eines, das mir noch nicht gefällt (Schärfe Ok, aber zu harte Schatten, Kristallflächen überbelichtet,usw.):

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1238362882.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1238362882.jpg)

Vor kurzem hatte ich mal mit Tageslicht experimentiert, als Hinter-/Untergrund ebenfalls ein weisses Blatt Papier. Danach noch den Weissabgleich leicht korrigiert:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1254078165.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1254078165.jpg)

Ansonsten sind die Bilder alle nach der DMF-Methode mit dem Programm CombineZM verbessert worden, danach nur leichte Korrekturen mit GIMP.

Die anderen Varianten hier im Thread gefallen mir auch sehr gut, mal sehen, ob ich davon etwas verwenden kann. Mit RAW habe ich bisher noch nicht gearbeitet, muss ich mir auch mal anschauen, wie das geht.

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 06 Oct 09, 19:52
Echt super, was sich hier für eine tolle Diskussion entwickelt. Hätte ich den Thread mal vor einem Jahr gestartet, hätte ich mir
viel Arbeit und Experimentieren sparen können. Aber toll, was hier für unterschiedliche Lösungen existieren.

@ Goldi & @ Edgar
Goldi Du schreibst, Du bist unzufrieden wegen der überbelichteten Kristallflächen. Edgar hat auf seinem Bild schön zu sehen kleine Schwanenhalshalterungen, mit denen
man Reflektoren einsetzen kann zum verstärken oder dämpfen von Reflexionen.

Edgar, kannst Du sagen, woher Du diese hast?

Die Lösung von Dir Goldi finde ich übrigens super in Sachen Preis/Leistung.

@ All: ich habe heute die Terra Mineralia angesehen. Tolle Ausstellung. Interessant zu sehen, wo die Limits liegen, wenn Geld kein Limit ist.
Allerdings hätte ich nicht gedacht, dass das Licht dort so schwierig und "schwach" ist. Hatte kein Stativ dabei.
Also jeder der noch hingeht und Fotos machen will. Stativ nicht vergessen!
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: sapphire am 06 Oct 09, 20:57
Hallo,

von mir auch nochmal etwas zum Thema Underdog-Fotografie  ;)

Ich stehe oft vor dem Problem, Strukturen abbilden zu wollen, die irgendwo im mm-Bereich liegen. Ein gutes Makro mit einem Abbildungsmassstab von 1:1 wäre sicherlich eine gute Lösung. Nur solche Objektive haben auch ihren Preis. Mit Zwischenringen habe ich es versucht, aber der Tiefenschärfenbereich ist arg eng.

Ich habe mich dann mal ein bisschen umgesehen und bin auf eine recht interessante Website gestossen, die zum Einen das Thema Nahlinsen beleuchtet und dann noch das Thema Objektivumkehr.

(Wen es interessiert, hier die Links zu beiden Themen:
http://www.traumflieger.de/objektivtest/nahlinse_oder_makroobjektiv/nahlinse_oder_makrospezialist.php (http://www.traumflieger.de/objektivtest/nahlinse_oder_makroobjektiv/nahlinse_oder_makrospezialist.php)
http://www.traumflieger.de/objektivtest/retro/supermakro_mit_dem_kitobjektiv.php (http://www.traumflieger.de/objektivtest/retro/supermakro_mit_dem_kitobjektiv.php) )

Abgesehen davon, dass eine Nahlinse auch erst einmal gekauft sein muss, hat mich der Sachverhalt neugierig gemacht, es mal mit der Objektivumkehr zu versuchen, da hier sogar Vergrösserungen möglich sind.

Also Objektiv abgeschraubt, mit ein paar Unterlagen es vor die Kamera positioniert - und siehe da, es funktioniert. Erstaunlicherweise ist die Tiefenschärfe relativ gut. Im Augenblick ist das natürlich alles ein Gefummel, da Kamera und Objektiv lose herumstehen, die Fokussierung durch Verschiebung des Objekts erfolgt und die Lichtstärke völlig auf der Strecke bleibt, aber es scheint mir ein ausbaufähiger Ansatz zu sein, wenn man nicht gerade ein Binokular oder Mikroskop mit dem entsprechenden Equipment zur Verfügung hat.

Sobald ich etwas Vorzeigbares habe, werde ich es hier mal hereinstellen.

Viele Grüsse
Andreas
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 06 Oct 09, 21:43
Hallo Andreas,

es gibt für die meisten Kameras für relativ wenig Geld (unter 20,- €) Retro-Ringe zu kaufen, mit denen man das Objektiv verkehrt herum an die Kamera schrauben bzw. mit Bajonettverschluß ankoppeln kann. Allerdings wird hier die kleinste Blende wirksam, da die Blendeneinstellung nicht mehr funktioniert. Man muß also sehr stark beleuchten oder lange belichten.

Uwe
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 06 Oct 09, 22:11
Hallo Andreas,

für mehr Tiefenschärfe könnte man mit einem Makroschlitten mehrere Schichtaufnahmen machen und diesen Bilderstapel anschließend mit z.B. CombineZM zusammenrechnen.

http://www.google.de/products?q=Makroschlitten&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wf (http://www.google.de/products?q=Makroschlitten&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&sa=N&hl=de&tab=wf)

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: sapphire am 06 Oct 09, 22:33
Hallo Uwe,

danke für den Tipp. Ich habe gerade mal etwas herumexperimentiert und das ständige Verrutschen von Kamera und Objektiv erfordert schon ein ausgeprägtes Mass an Gelassenheit  ;) Ausserdem denke ich, ist das auch besser für die Fokussierung. Richtig scharf bekomme ich das Ganze noch nicht.

Hallo Klinoklas,

danke für den Link. Ich habe noch ganz andere Preise im Kopf (etwa Faktor 4). Das wird ja dann doch interessant :-)


Ach ja, hier mal ein Ergebnis - wie gesagt, mit fliegendem Equipment - und ein Belechtungsmeister bin ich auch noch nicht:

Hessonit, Bildbreite ca. 12 mm (Ausschnitt von ursprünglich ca. 15 mm), ohne weitere Nachbearbeitung.

Viele Grüsse
Andreas

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 09 Oct 09, 18:38
Hallo,

eine Frage an die Wissenden: Überzeugt von den Infos von Schluchti und loparit habe ich mich mal an das RAW-Format gewagt. Die entsprechend software gab es beim Hersteller meiner Kamera Nikon. Nun habe ich zum Versuchen eine *.NEF-Datei - 5 MB was eigentlich ganz gut ist. Wenn ich allerdings die Bilder aufrufen will, erhalte ich bei XnView und GIMP nur ein Bild mit 160 Pixel in der Breite. ACDC erkennt das Bild gleich gar nicht.
Was mach ich falsch ?

Wie kann ich ein Bild mit der ganzen Größe anzeigen ? Kann mir da jemand helfen ?

Uwe
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 09 Oct 09, 19:01
Hallo Uwe,

vielleicht hilft dir dieser Forumsbeitrag weiter, ansonsten mal nach NEF Datei googeln.

http://www.mediengestalter.info/forum/40/womit-nef-dateien-oeffnen-bearbeiten-71327-1.html (http://www.mediengestalter.info/forum/40/womit-nef-dateien-oeffnen-bearbeiten-71327-1.html)

Das ist das Nikoneigene RAW Format und kann nicht in allen Programmen abgespielt werden. Zumindest nicht ohne Plugins, Patches usw.

Du mußt das Format beim speichern noch in jpeg umwandeln um es auch in anderen Bildbetrachtungsprogrammen sehen zukönnen.

Bei den 160 Pixeln handelt es sich vielleicht nur um eine Vorschau und du hast beim Speichern des Bildes bestimmt die Möglichkeit Einstellungen vorzunehmen.

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 09 Oct 09, 19:54
Hallo Uwe,
es gibt ein ganz tolles Buch über digitale Fotografie mit vielen Ideen und auch Anleitungen- unter anderem auch über RAW Dateien und deren
Bearbeitung.
Titel:Multishot-Techniken in der digitalen Fotografie
von: Jürgen und Rainer Gulbins
ISBN-Nr.:978-3-89864-552-2
Preis € 39,00
(es ist eine CD beigefügt mit Beispielen und Programmen die verwendet werden)

www.dpunkt.de

Ich habe das Buch über Amazon bestellt, da kann man ab und zu  Mängelexemplare erwerben.
(ich habe 29,--€ bezahlt, und nur der Einband hatte auf der Rückseite einen Macken.)

Herzliche Grüße
Gerhard Niceus (geni :D)
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 10 Oct 09, 22:09
Hallo Uwe,

ich kenne das Nikon Format nicht, deshalb kann ich da im Moment nichts dazu sagen. Aber gehe mal auf die Adobe Seite und lade Dir die 30 Tage Testversion von Lightroom herunter.
Das ist ein RAW Konverter inklusive einer Bilddatenbank und sonstigem. Versuche damit mal deine Fotos in Lightroom zu importieren und zu bearbeiten. Das müßte gehen.
Mit Lightroom übergebe ich zur weiteren speziellen Bearbeitung dann die Bilder an Photoshop oder eben andere Software.
 
Bei Mehrschichtaufnahmen müßtest Du die Bilder zuerst in Lightroom entwickeln und dann mit Helicon oder ComineZ zusammenrechnen. Bei Lightroom kannst du dann was die Entwicklung angeht diese für eine Aufnahme machen und diese Einstellung auf die anderen Fotos die zu dem einen Foto das zusammengerechnet werden soll synchronisieren. Das heißt du entwickelst eins und die andere Anzahl x  aktivierst du in Lightroom und die werden dann mit den gleichen Einstellung umgerechnet. Erspart jede menge Arbeit.

Die 30 Tage zum testen reicehen auf alle Fälle aus um einmal in die RAW Bearbeitung hineinzuschauen und sich einen Eindruck zu verschaffen. Du mußt dich dafür bei Adobe registrieren, was aber weiter kein Problem darstellt.

Ich hoffe das hilft Dir weiter.

Gruß
loparit
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Schluchti am 11 Oct 09, 12:34

Du mußt das Format beim speichern noch in jpeg umwandeln um es auch in anderen Bildbetrachtungsprogrammen sehen zukönnen.


Da möchte ich ergänzen, es lieber in ein verlustfreies Format wie Tiff umzuwandeln. Erst im letzten Schritt der Bearbeitung, würde ich  eine JPEG für das Internet abspeichern. Mit jedem Speichern in JPEG verliert das Bild an Qualität.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: gladhammar am 11 Oct 09, 13:52
Hallo Uwe,

Nikon liefert das Programm View NX mit. Damit kannst Du die Bilder, neben der Bearbeitung im RAW Format auch in JPEG oder Tiff konvertieren.
Danke allen Beteiligten für die guten Anregungen.
Ich experimentiere zur Zeit auch gerade mit dem Umkehrring herum.
Der große Vorteil des Umkehrringes ist nicht nur der Preis, sondern das auch im Bildrandbereich keine Verzerrungen/Unschärfen auftreten.

Glück Auf
Detlef
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 11 Oct 09, 14:37
Hallo Detlef,

großen Dank !!!  Der Hinweis mit ViewNX war sehr hilfreich. Zum Bildbearbeiten taugt das Programm zwar nicht viel, ab ich kann die NEF- bzw. RAW-Datei in TIF umwandeln (was Thomas schon empfohlen hatte). Dieses Format kann ich dann mit den gebräuchlichen Programmen feinstufig bearbeiten.

Gruß
Uwe
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 25 Feb 10, 13:29
Hallo,

nach einiger Zeit der Mineralien-Foto-Abstinenz will ich das jetzt wieder angehen. Hier mal ein erster Versuch zu der Hintergrundbearbeitung, wie ich sie mir für die Zukunft vorstelle. Photoshop hat da einige nette Möglichkeiten.
Mir ist klar, dass das an die kitschigen Ami-Fotografen angelehnt ist, aber wenn es gut gemacht wird(so weit bin ich noch nicht), kann man Stufen schön zeigen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 25 Feb 10, 14:59
Hallo WIlhelm,

mit entsprechender Beleuchtung kann man das auch ganz gut ohne Photoshop hinbekommen. Ich habe dem Ami da mal über die Schulter geschaut um zu sehen wie  der das macht.
In Photoshop ist das freistellen wesentlich mehr Arbeit als das direkt beim fotografieren zu hinzubekommen. Vor allem wenn man einmal den Dreh raus hat ist es eben für immer.
Beim freistellen mußt du noch anderes arbeiten,damit nicht der helle Rand um das Stück entsteht.
Irgendwann müssen wir uns doch mal treffen :-)

Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: cmd.powell am 26 Feb 10, 02:47
Ich vermute mal, das der Hintergrund ursprünglich hell war, daher der helle Rand. Das mit Photoshop richtig hinbekommen ist schon ein recht hoher Aufwand, dann lieber gleich mit entsprechender Beleuchtung arbeiten.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 26 Feb 10, 12:02
nicht, dass ich mich mit diesen Leuten messen will...:

http://www.euromineral.fr/f_/b_ofm.html

aber in die Richtung möchte ich mich schon entwickeln.

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 27 Feb 10, 15:58
hi cmd,

nein, daran liegt das nicht. in dem Fall habe ich die Auswahl nicht vernünftig bearbeitet, weil ich nur den HG testen wollte.

Hier ein weiterer Versuch..
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 27 Feb 10, 16:01
oder so
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 27 Feb 10, 16:02
den von oben etwas optimiert
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 27 Feb 10, 16:04
wie sind die Meinungen jetzt?
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Aurora borealis am 27 Feb 10, 16:27
Hallo
Mir persönlich gefallen die Bilder sehr gut,welches Bildbearbeitungsprogramm benutzt du?


Gruß
Udo
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Steini LDK am 27 Feb 10, 16:58
Hallo Wilhelm!

Super Bilder ich denke besser geht nicht
sehr ansprechend was Du da zauberst.

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Schluchti am 27 Feb 10, 17:09
Die Aufnahmen sind gut, die Freistellung kann aber noch optimiert werden. Die hellen Kanten sind beim Bild Haema... etwas aufällig. Vll. ein etwas weicheres Werkzeug oder einen helleren Hintergrund nehmen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 27 Feb 10, 19:47
Hallo Thomas,

auch da habe ich noch geschlunzt, wie der Sauerländer sagt ;) Mir geht es erst einmal um die EBV hinsichtlich Hintergrundgestaltung.

Nach dem umkehren der Auswahl habe ich lediglich die Kante verbessert mit den Einstellungen...: 3.Pkt auf 3...4.Pkt auf 1...Rest 0.
Eigentlich muss die Kante noch verändert werden, sprich verkleinern mit 2-3 px (habe ich hier ebenfalls nicht gemacht). Dann sieht das schon wieder anders aus. Wenn ich anschließend die Auswahl wieder lade (ohne umkehren) muss die Kante auch noch einmal verbessert werden.

Das alles klingt sehr aufwändig, aber man kann das ganze als Aktion anlegen, dann gehts mit nem Klick ;)

@crxstals-4-you
ich knipse in RAW....konvertiere mittels CaptureOne Pro und bearbeite das dann in PS CS3. Also wenn ich mir so die Fotos von den Best Photographers (of the World?)
http://www.euromineral.fr/f_/b_ofm.html
anschaue, dann ist das zwar Spitze. Aber was andere können, sollten wir mit den heutigen Möglichkeiten auch so in etwa hin bekommen
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: cmd.powell am 01 Mar 10, 15:45
Die Bilder selber sind schonmal sehr gut geworden. Allerdings sieht man bei dem Epidot doch recht stark, das der ausgeschnitten und eingefügt wurde. Das fällt bei den anderen Fotos nicht so sehr auf, aber sie sind auch vergleichsweise klein. Mag sein, das man das in der Orginalauflösung deutlicher sieht. Was das betrifft, so kann man bei Photoshop mit dem "Eraser-Tool" die Kanten des Layers etwas weicher in den Hintergrund übergehen lassen, damit Du am Ende nicht so eine harte Kante hast - einfach mal etwas rumexperimentieren.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Mar 10, 18:05
Hi Markus,

neh, ich schneide nix aus und füge das dann wieder ein. Ich arbeite mit Auswahl-Umkehr. Und je-nach-dem, wie ich die Farbe wähle, sieht man von der Kante nix.
Hier mal wasserklare Fluorite auf Baryt.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Mar 10, 18:07
oder ein Antimonit aus Cavnic
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Mar 10, 18:09
bei dem Baryt aus Holzen sieht man dagegen wieder im rot diese dunkle Kante. Da könnte ich mal einen Tipp gebrauchen, wie das besser geht.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Mar 10, 18:12
bei der Eisenblüte aus der Grube Churfürst-Ernst sieht das dann wieder besser aus.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Schluchti am 01 Mar 10, 21:09
bei dem Baryt aus Holzen sieht man dagegen wieder im rot diese dunkle Kante. Da könnte ich mal einen Tipp gebrauchen, wie das besser geht.

Beim Freistellen bin ich ganz altmodisch. Alles Handarbeit. Damit kriegt man m.E. die saubersten Ergebnisse hin, weil man eben sieht, wo noch ein Saum weg muss, oder eben nicht. Und an unscharfen Kanten kann man mit weicheren Werkzeugen arbeiten, als an scharfen Kanten. Bei nadeligen Mineralien würde mich das aber auch in den Wahnsinn treiben....  ;D
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 01 Mar 10, 21:51
Hallo,

ich sehe das ähnlich. Mich stört beim gerenderten Hintergrund meist, dass bei diesem kein wirklicher Übergang von hell zu dunkel drin ist sondern man konzentrische Kreise mit gleicher Stärke und ganz leicht unterschiedlicher Helligkeit sieht. Die Eisenblüte ist aber top gelungen, da sieht man keine Kante und die blaue Farbe passt m.E. wirklich gut.
Ich experimentiere in letzter Zeit eher mit der geziehlten Beleuchtung von einzelnen Kristallflächen- mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. Aber mit einfachen Mitteln lassen sich da schon nette Ergebnisse erziehlen.

Vorbilder... hmm, ich würde Tony Peterson nennen. Sehr hohe Detailgenauigkeit und Bildschärfe, perfekte Beleuchtung und neutral gehaltener Hintergrund:
http://www.mindat.org/user-4263.html?fpag=13#2_0_0_0_0_14_
Und noch ein Bild von Matteo Chinellato, da ich das für ziemlich perfekt halte:
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1266622524.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1266622524.jpg) 

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 01 Mar 10, 23:12
Hallo,
Beim Freistellen bin ich ganz altmodisch. Alles Handarbeit. ....
...... Bei nadeligen Mineralien würde mich das aber auch in den Wahnsinn treiben....
Machst Du das mit dem magnetischen Lasso oder über -Filter-extrahieren ?
Für die Fummelarbeit hat mir Loparit mal eine gute Empfehlung gegeben:
Das DVD-Tutorial "Photoshop Fototechnik". (139 Lektionen,18 Stunden!!)
Darin Kapitel 10,#3 und #4, "Freistellen von Haaren" Teil1+2
http://www.terrashop.de/Video-Training/Photoshop-Fototechnik-18-Stunden-Seminar-auf-DVD/art/77233168/
Man muss allerdings etwas Zeit mitbringen... ;D
Gruß
Norbert
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 03 Mar 10, 11:35
Hallo Thomas,

kannst Du mir das mal mit deinen Einstellungen zukommen lassen?

zBsp...: Auswahl....Auswahl verändern.....verkleinern....3px
           Kante verbessern.....?...?....?

Danke und Gruß
Wilhelm
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Schluchti am 03 Mar 10, 21:52
Hallo Wilhelm,

wenn ich freistelle, nehme ich meist ein Pinselwerkzeug mit weichen Kanten als Fuzzy Pinsel mit unterschiedlichen Radien, je nachdem, wie scharf oder unscharf die jeweilige Kante ist. In der Regel arbeite ich erst die Kante fließend zu weiß oder zu schwarz, nicht auf Farbe. Dann wird der Rest des Hintergundes mit Füllungen glattgebügelt. Wie gesagt, null automatisiert, aber volle Kontrolle an jedem Pixel. Darauf aufbauend könnte man dann noch einen künstlichen Hintergrund einbauen, aber das habe ich bislang gelassen.   

Ist für mich durch den Aufwand nur eine Notlösung, wenn der Hintergrund ganz gräuslich geworden ist. Das letzte Bild wo ich das gemacht habe, ist das hier:
 (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1258909308.jpg.b) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1258909308.jpg)
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 14 Mar 10, 12:04
Hallo,
Betr.Ausleuchtung:
Hatte vor ein paar Tagen schon eine Anfrage in "tools" gestartet,ist aber untergegangen.
Habe mir für meinen Fototisch 2 Studioleuchten mit Stativ und 27cm-Reflektoren,innen silber mattiert besorgt.
Zum Set gehören 2 65W-Sparlampen mit 6000 Kelvin.
Die jpg-Aufnahme ist ohne Diffusorpapier gemacht ; fast 40 Ansätze mit verschiedenen Parametern,
aber das beste mußte ich trotzdem minimal Farb-korrigieren,bis ich es akzeptiert habe.
Tageslichtlampen haben normalerweise 5400 Kelvin.
Lohnt sich der Austausch für eine höhere Authentizität oder kann man den Unterschied von 600 Kelvin vernachlässigen?
Würde mich über Erfahrungsberichte freuen.
Gruß
Norbert
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1268517378.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1268517378.jpg)
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 15 Mar 10, 09:25
Hallo,

die Farbtemperatur ist eigentlich Augenwischerei.
Das Spektrum einer weissen LEd mit 6500K hat nichts mit dem Sonnenlichtspektrum zu tun.
Das Tagenslicht ist auch nicht konstant, die direkte Sonne hat imho 6300K, Schattenbereiche bis15000K, Richtung Norden sieht es auch anders aus.

Also: Wenn du glücklich bist, die Korrekturen im Rahmen liegen, lass es so...

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: berthold am 15 Mar 10, 11:03
Hallo,

unbestritten kann man mit nachträglicher Hintergrundbearbeitung wunderbare Kunstwerke zaubern. Die "konzentrischen Ringe" müssen dabei auch nicht sein (es sind in aller Regel jpg-Artefakte durch zu hohe Kompression).

Letztendlich ist es aber die Frage was man machen möchte: Dokumentation oder Kunstwerk.

Natürlich gibt es da keine scharfe Grenze. Solange aufnahmetechnische Defizite nur nachgebessert werden finde ich die Bildbearbeitung auch für Dokumentationszwecke absolut legitim, ja sogar notwendig. Der komplette Austausch des Hintergrunds, egal ob weiß gegen schwarz und noch mehr bunter konzentrischer Farbverlauf schafft ein -gegebenenfalls ja durchaus schönes- Kunstwerk. Der Schritt, gleich ganze Kristalle usw. aus anderen Fotos einzukopieren und ähnliche Bearbeitungen ist dann nicht mehr weit. Ich für meine Person stehe solchen Bearbeitungen -oder soll ich Manipulationen sagen?- skeptisch gegenüber. Ja, es sind sehr schöne Bilder und Nein, es sind keine natürlichen Fotos mehr. Fachzeitschriften -selbst Sammlerzeitschriften wie Lapis- drucken solche Bilder jedenfalls nicht ab.

Gruß
Berthold
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: doe am 15 Mar 10, 16:19
Hallo Berthold,
da haben wir sie wieder ,die Gretchenfrage,vor der auch die Fossies oft stehen:Präperator oder Bildhauer??
Kann meiner Meinung nach nur jeder für sich selbst in Verbindung mit dem Verwendungszweck beantworten.Es sollte aber zur allgemeingültigen Pflicht erhoben werden,daß jegliche Änderung dem nachfolgendem Betrachter zur Kenntnis gelangen muß.Sonst ist es in meinen Augen Täuschung und spielt Geld eine Rolle schlicht und ergreifend Betrug.
Gruß Günter
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 15 Mar 10, 16:24
Hallo,

http://web.archive.org/web/20050308050825/http://www.biographics.org/media/ethicsfinal.pdf

zeigt in meinen Augen die Grenzen der Nachbehandlung auf.

http://www.strahlen.org/smf/index.php/topic,1381.0.html
ist eine Diskussion zu dem Thema bei unseren niederländischen Kollegen.

MfG

Frank

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: doe am 16 Mar 10, 00:18
Hallo Frank ,
prima Link,und was steht da ?
Gruß Günter
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 16 Mar 10, 08:54
ad 1: Da steht, was in der wissenschaftlichen Bildverarbeitung akzeptabel ist und was ein "no-go" ist, natürlich aus sicht des Authors. Der Titel lautet The Ethics of Digital Manipulation in Scientific Images, by James E. Hayden, RBP, FBCA. Bild drei sind Hintergrundkorrekturen :-)

ad 2: die gleiche Diskussion wie hier, nur vor einigen Montane bei Strahlen.org

Du hast recht - nicht einfach wild irgendwelche Links anklicken.

MfG

Frank

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 16 Mar 10, 12:15
Hallo,

jetzt haben wir wieder die Diskussion, was denn andere dazu sagen. Diese Links interessieren mich nicht die Bohne und was in der wissenschaftlichen EBV ein no-go ist kann mir ebenfalls egal sein. Und ob eine Veränderung des HG eine Manipulation ist, die Frage stellt sich doch erst garnicht. Dann ist jeder Ausschnitt und jede Nachschärfung eine Manipulation. Richtig ist dagegen, dass die Dokumentation des Motivs(hier Steine) eine Dokumentation bleibt, solange ich aus einem hellen Quarz keinen grünen mache(Beispiel).
Egal ob ich eine schwarze Pappe dahinter lege oder das schwarz mittels EBV erzeuge. Häkeldeckchen, Küchenrolle und anderer Blödsinn wie Bodenfliesen sind mir ein Gräuel und vermiesen die beste Stufe. Unbestritten dürfte auch sein, dass die Fotos wie bei minerapole.com u. a. weltweit Beachtung und Anerkennung finden.
Dass in Fachzeitschriften die HG nicht manipuliert werden, stimmt definitiv nicht! Der dunkelgrau-grau-Verlauf ist überall zu finden.
Also noch mal meine Frage von weiter oben....wie gefallen EUCH die Fotos mit geändertem HG? EURE persönliche(!) Meinung und evtl. Vorschläge möchte ich hören und nicht irgendwelche Links zu Seiten aus Timbuktu.

Glück Auf und immer gut Licht
Wilhelm
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 16 Mar 10, 13:00
Hallo Wilhelm,

locker bleiben  ;D
Was ungeeignete Hintergründe angeht stimme ich Dir voll zu. Aber das Auge ist selektiv im Weissabgleich - du kannst durch einen ungeeigneten Hintergrund das Farbempfinden verschieben. Ein Ausschnitt ist in meinen Augen kein Problem, ein Nachschärfen kann zu deutlichen Bildfehlern führen - da würde ich das Zanken anfangen. Der Beitrag zu den Ethics ist auch eine direkte Anwort auf Bernds Frage: Präparator oder Bildhauer? Was kann ich mit ruhigem Gewissen machen und was ist Verfälschung?

Ok - meine persönliche Meinung zu deinen Bildern per PM

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: MichaelP am 16 Mar 10, 13:32
Hallo Wilhelm,
mir gefällt die Art der Hintergrundgestaltung sehr gut.
Ich mache das selber auch so bei "Stufen", die so klein sind, dass man auf dem unbearbeiteten Foto noch den Befestigungskit sieht.
Viele Grüße und Glück auf !
Michael
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: uwe am 16 Mar 10, 14:57
Die Hintergrundgestaltung des Sauerländers gefällt mir sehr gut, da er mit den Farben sehr dezent umgeht und auch keine Komplementärfarben zur Mineralfarbe gewählt hat. Außerdem wirkt der dunkle Hintergrund mit dem Farbspot lebendig und tief.

Ansonsten stimmt es natürlich, daß ein farbiger Hintergrund den Eindruck der Mineralfarbe verändern kann. Ich habe selbst mit farbigem Velourpapier probiert - war Sch...

Uwe Ludwig
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 16 Mar 10, 15:40
ok - ich habe zwar eine Meinung schon per PM abgegeben, aber warum nicht:
Beim Flourit finde ich die Farbgebung und den Hintergrund gelungen.
Bei den anderen Bildern finde ich den Farbfleck persönlich zu intensiv, und den Fleck dafür zu klein.
Die Bilder sind von der Darstellung der Proben sehr gut.

Meine Meinung - Wilhelm hat meine Meinung etwas ausführlicher.

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: berthold am 16 Mar 10, 15:56
Hallo,

meine Meinung: Ja, die Bilder sind schön, aber der Hintergrund ist mir etwas zu aufdringlich bunt.. Die Fotos wären sicher auch ohne gemalten Hintergrund schön - aber vor allem authentischer.

@Frank: Danke für den Link, man sieht wie wichtrig und komplex das Thema ist.

Gruß
Berthold
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 16 Mar 10, 19:13
Hallo,

jetzt kommen wir der Sache doch schon bedeutend näher :)
Die reine Darstellung der Stufen lassen wir noch außen vor. Die Fotos sind ziemlich hingeschlunzt. Wichtig ist die Gestaltung des HG. Und da sind wir uns, glaube ich, einig. Diese roten und blauen oder sonstwie farbigen Flecken kommen nicht so an. Das lenkt den Blick wirklich ab. Die landläufige Meinung >der Hintergrund muss immer dunkel(schwarz) sein< ist sicher nicht verkehrt. Mir sagt aber ein leichter Verlauf von sehr dunkel zu einem mittel-grau mehr zu. Hier wird der Blick nicht abgelenkt, sondern die Stufe selbst erfährt mehr Deutlichkeit.
Die Amis denken kitschiger als wir. Und bevor es die EBV gab, haben Scovil u. a. mit buntem Glas oder bunter Hintergrundbeleuchtung gearbeitet. Nun fotografiert ein Scovil natürlich keinen Calcit aus Holzen, sonder Stufen, die den Betrachter allein schon faszinieren. Da ist der farbige HG sekundär. Diese Stufen sehen immer gut aus(außer auf Häkeldeckchen).
Also mache ich das ganze noch mal von vorne. Selbe Stufe mit verschiedenem HG. Dann schaun mer mal.

@Frank
Danke für die ausführliche PM. So kommen wir weiter :D
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 16 Mar 10, 20:30
Hallo Wilhelm,

dem SCOVIL habe ich in München über die Schulter geschaut und mich auch recht ausgiebig mit ihm unterhalten. Er arbeitet auch heute noch mit farbigen Filtern um die Hintergründe zu gestalten. Also meines Wissen sind bei dessen Fotos die Hintergründe nicht Softwaremäßig erstellt. Was man auch bei den Aufnahmen sehen kann.

Deine Fotos finde ich schön und mich selbst stört auch die Gestaltung des Hintergrundes via Software nicht. Für mich spielt eine Rolle wie scharf und deutlich ist das abgebildete Mineral zu sehen und dann erst kommt der Hintergrund. Die Farben die du benutzt finde ich noch ok, obwohl auch ich das graue bevorzugen würde.

Ich arbeite mit Photoshop schon so lange wie es diese Software gibt. Deshalb kann ich sehr gut beurteilen was für eine Arbeit es ist, die Hintergründe freizustellen. Und genau das ist der Grund warum ich zwischenzeitlich versuche die Aufnahmen die ich mache direkt bei der Aufnahme schon so zu gestalten, dass diese Arbeit die du dir machst und die ich mir vor einigen Jahren ebenfalls schon mal gemacht habe :-) nicht mehr notwendig ist.

Auch ein ganz wichtiger Punkt bei den Aufnahmen von SCOVIL sind die Stücke die er fotografiert. Du schreibst es ja selbst dass er keinen Baryt von Holzen fotografiert sondern eben ganz anderes Material. Ich gehe nun mal davon aus, dass er in München sicherlich einen Baryt von Holzen fotografiert hätte, wenn ich ihn damals gefragt hätte. Aber es ist schon ein ganz wichtiger Punkt was auf dem Foto zu sehen ist. Denn versuche mal einen 3 cm großen roten, grünen oder blauen Kristall eines Minerales zu fotografieren. Schaut man in seine Sammlung um zu sehen wie viele solche farbenfrohe Stücke man selbst hat, so erkennt man ganz schnell wo der Haken liegt. SCOVIL bekommt die besten Stücke zugetragen um diese abzulichten. Bei den Aufnahmen ist man dann oft schon wegen des Minerals fasziniert und wenn dann das Stück auch noch richtig ausgeleuchtet und scharf abgebildet ist, dann gefällt einem auch meistens der Hintergrund.
Deshalb ist es schwierig die eigenen Aufnahmen mit solchen von SCOVIL zu vergleichen. Den Baryt von Holzen oder den Fluorit mit Baryt den du zeigst hätte der SCOVIL nicht bedeutet besser darstellen können, bis auf den Hintergrund den hätte er direkt beim Fotografieren gestaltet. Und das ist wenn man den Bogen raus hat nichteinmal so schwierig. Ich muß gestehen, ich selbst habe den Bogen  auch noch nicht ganz raus :-)

Deshalb mach weiter so und fotografiere, denn von der Schärfe und Ausleuchtung her sind deine Aufnahmen TOP. Irgendwann wird dir das mit dem freistellen sowieso zu viel und dann fängst du an, den Hintergrund direkt bei der Aufnahme mit zu berücksichtigen  ;) :D

Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Harjo am 17 Mar 10, 22:43
Schöne Bilder Wilhelmus  ;)
Ich bevorzuge für meine "Makro" Bilder einfach weißes Papier, die öfters komplementäre Farben (das sind zwei Farben die in ein Farbenkreis gegenüber einander liegen, zum Beispiel Grün-Orange, Lila-Gelb etc) von Jeff finde Ich etwas zu viel Kitsch, die Farben einer Stufe sollen für sichselbst sprechen.
Vor allem die natürlichen "sanfte" Schatten finde Ich sehr schön, Positionierung der Stufe ist allerdings sehr wichtig um den richtigen Eindruck zu bekommen.
Am liebstem fotografiere ich die Stufen am Fenster wenn es draußen grau ist....also 3/4 des Jahres gute fotografische Voraussetzungen hier in Holland, leider doch.....
Hier zwei Vorbilder, erstens eine 8,5 cm hohe Calcitstufe aus Belgien.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Harjo am 17 Mar 10, 22:44
Und ein Fluorit aus Belgien (6,5 cm breit)

Grüß

Harjo

p.s. Die Bilder von Tony (Peterson) sind sehr gut: http://www.mindat.org/photo-269895.html , aber auch die Bilder von Michael Bainbridge sind absolut fantastisch: http://www.mindat.org/photo-252233.html
 
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 22 Mar 10, 21:51
Hallo,

ich habe heute mal den direkten Vergleich erstellt. Eine Aufnahme bestehend aus 95 Einzelaufnahmen. Beim ersten Foto sind die Aufnahmen alle auf einen Rutsch mit Cmpine ZP gestackt worden und bei dem zweiten Foto habe ich die Aufnahmen auf 9 zwischenstacks verteilt.

Bildbreite 1,5 mm Langit ? Grube Clara

Edgar Müller
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Fritzi am 22 Mar 10, 22:14
Halle Edgar,

das 2. Foto ist deutlich schärfer, sehr gute Arbeit.

BG
Fritzi
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 24 Mar 10, 21:56
Hallo, hier nun einmal ein Versuch bei einer Bildbreite von 9mm
Olivenit auf Fluorit von der Clara.
Das erste Foto aus 42 Einzelbilder gestackt.
Das zweite über 4 Zwischenstufen gestackt.

Auch hier würde ich sagen, dass das Ergebnis des zweiten Fotos mit 4 Zwischenstacks besser ist.
Die Fotos sind nicht nachgeschärft, lediglich einen Weissabgleich und einen Auschnitt habe ich gemacht.

Gruß
Edgar Müller
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 27 Mar 10, 17:58
Heute habe ich einmal das Stacken im Makrobereich ausprobiert.
Hier das Ergebnis:
Grüne Fluoritoktaeder vom Steinbruch Juchem bei Fischbach
Die Aufnahmen sind einmal aus 4 Einzelaufnahmen (Gesamtaufnahme) und
der Ausschnitt aus 8 Einzelaufnahmen zusammengerechnet.

Gruß
Edgar

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1269691436.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1269691436.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1269708399.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1269708399.jpg)
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 28 Mar 10, 18:31
Hallo,

sehr schöne Stufen und Aufnahmen!
Ich habe ebenfalls meinen Foto-Aufbau deutlich verbessern können. Als Lichtquelle nehme ich nun die Zimmerbeleuchtung (Halogenstrahler an der Decke) und halte ein Blatt Papier über die Stufe, um das Licht diffuser erscheinen zu lassen. Dadurch steigt zwar die Belichtungszeit, aber ich kann dadurch einige Farbfehler beseitigen, wodurch das Bild am Ende deutlich schärfer erscheint.
Als Beispiel mal ein hochglänzender Hämatitkristall, der bisher problematisch war. Zwar beschädigt und als Fundortangabe muss "Brasilien" reichen, zur Demonstration aber ideal...


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1269793291.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1269793291.jpg) 

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Xyrx am 28 Mar 10, 18:32
Hallo,

ein guter Gedanke Zwischenstacks zu machen. Voraussetzung sind natürlich genügend Aufnahmen. Ich würde das gerne mal an durchsichtigen Kristallen versuchen, vielleicht bringts was. Weil in einem Stack, egal wie mans macht, wirds schwammig.

Danke! Gute Idee.

Gruß Xyrx
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 28 Mar 10, 23:26
Hallo@Daniel
Mein Spieltrieb ist wieder mit mir durchgegangen.Habe mit Gimp noch einen Weißabgleich beim Hämatit gemacht
und an der Farbsättigung gefummelt.Vielleicht habe ich ein bissel viel Kontrast erwischt.
Ist hoffentlich O.K.!
Hochglänzender Hämatit oder auch Morion haben mich schon öfters verzweifeln lassen...
Gruß
Norbert
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 30 Mar 10, 17:37
Hallo zusammen,

Für meine Fotoausrüstung habe ich einen Mikroskoptisch bekommen, der sich im 0/100 mm Schritten bedienen lässt.

Folgendes Photo wurde in 90 Einzelbilder aufgenommen und mit CZP zusammengerechnet.

Karminit, Les Montmins, Frankreich.Bildbreite: 2,3 mm

Danke an Loparit  ::)

Herzliche Grüße
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 30 Mar 10, 17:42
des weiteren teste ich momentan ein Objektiv von Nikon mit der Bezeichnung U20.

18 Photos mit CZP zusammengerechnet.
Jodargyrit, Les Montmins, Frankreich. Bildbreite 1,0mm

Danke an Mabu fürs testen  ::)

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 30 Mar 10, 19:02
Hallo,
Ich wollt hier nun auch mal meine Bilder mit einbringen um mir konstruktive Kritiken einzufangen.Eure Bilder sind echt der Knaller und da will ich auch hin und um dieses Ziel zu erreichen sollte man sich mit den besten messen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 30 Mar 10, 21:21
Hallo,

wieder sehr schöne Bilder.
@Embarak: Man sieht, ich hatte so meine Probleme die bräunlichen Reflexionen aus dem Bild zu bekommen, bin da immer noch am ausprobieren  :P
Welche Änderungen hast du da vorgenommen?

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 31 Mar 10, 11:41
Hallo,

bei der Makrofotografie von XX mit wenigen zehntel-Millimeter kann ich nicht mitreden. Beim Jodargyrit sehe ich neben der Kante rechts oben eine deutliche "Ghostline". Habe aber keine Ahnung, woran das liegen könnte.

@Walpurgin.....dein Foto ist nicht verwertbar. Keine Auflösung, keine Schärfe und matschig. Schreib doch mal was zur Entstehung.....Kamera, Objektiv, Licht, EBV.
Stativ? Spiegelverriegelung? Kabelauslöser? Ohne die Angaben kann Niemand helfen  :-\
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Harjo am 31 Mar 10, 15:39
Zitat
Beim Jodargyrit sehe ich neben der Kante rechts oben eine deutliche "Ghostline". Habe aber keine Ahnung, woran das liegen könnte.
Das sind so genannte halos die entstehen bei gestapelte Bilder, vor allem bei lichte Objekte gegen dunklem Hintergrund.
Da hilft nur retuschieren, Helicon Focus und Zerene Stacker haben eine retuschier Funktion, aber auch "manuell" mit eine photoshop ähnliche Software geht das ganz gut...
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 31 Mar 10, 20:13
Hallo Sauerländer,
Danke erstmal für deine Antwort.

@Walpurgin.....dein Foto ist nicht verwertbar. Keine Auflösung, keine Schärfe und matschig. Schreib doch mal was zur Entstehung.....Kamera, Objektiv, Licht, EBV.
Stativ? Spiegelverriegelung? Kabelauslöser? Ohne die Angaben kann Niemand helfen .

Kamera: Canon EOS 400D
Objektiv:18-55 EFS (mitgeliefert zu der Kamera) Ich vermute hier meinen größten Schwachpunkt, denn alle meine Bilder erscheinen mir immer sehr verpixelt , matschig bzw. ohne richtige Schärfe.
Licht: mehrere 50 W Halogen Strahler
EBV:?
Stativ: vorhanden (Hama)
Spiegelveriegelung: ?
Auslösung: per Fernsteuerung 10 sec.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 31 Mar 10, 23:43
Hallo, hier wieder eine Mikroaufnahme. Ein Chlorotil von der Clara
Bildbreite 1,8 mm gestackt aus 67 Einzelaufnahmen.

Gruß
loparit

@Walpurgin

Benutzt du Autofokus oder manuellen Fokus? Wenn möglich manuell fokussieren. Ich denke auch mit dem Objektiv sollte die Aufnahme Schärfer sein. Mit welcher Blende aufgenommen? Versuche mal Blende 8 bis 11, nicht höher.
Ich benutze bei Makroaufnahmen Energiesparlampen mit 6000 Kelvin, kein Halogen.
EBV steht für "Elektronische BildVerarbeitung". Also in welchem Format aufgenommen, mit welcher Software weiterverarbeitet etc.
Spiegelverriegelung: Auch Spiegelvorauslösung genannt. Hat nichts mit Selbstauslöser oder Fernauslöser zu tun.
Die Spiegelvorauslösung klappt den Spiegel hoch und nach einer Zeit "x" wird auf den Sensor belichtet. Ich stelle meine Spiegelvorauslösung meinsten auf 3 Sekunden ein.
Spiegelvorauslösung macht man, damit durch den Spiegelschlag und die daraus resultierende Vibration das Bild nicht unscharf wird.
Bei Makroaufnahmen und ausreichender Beleuchtung ist die Spiegelvorauslösung nicht unbedingt zwingend notwendig. Da man meistens mit Stativ und einer ausreichenden Belichtungszeit arbeitet. Bei Mikroaufnahmen jedoch auf alle Fälle!

Die Fernbedienung, der Drahtauslöser oder auch der Selbstauslöser ist notwendig um das Foto nicht durch die Auslösebetätigung mit dem Finger zu verwackeln. Also im Normalfall läuft das bei mir dann so ab:

Selbstauslöser 2 sec - Spiegelvorauslösung 3 sec - dann Belichtung, Kamera auf Stativ.

Gruß
loparit
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Apr 10, 13:28
Danke Edgar,

da hast Du ja bereits geantwortet :) Trotzdem noch einige Worte dazu...
Das Objektiv reicht sicher für Omas Geburtstag. Für hochauflösende Fotos von Mineralien nicht.
Wenn im RAW-Modus aufgenommen wird, sind auch die Kelvin nicht so wichtig. Das kann nachträglich im Konverter besser justiert werden. In RAW leicht vorarbeiten.....zum Tif konvertieren und daraus ein jpeg basteln. Meine Cams kennen die Einstellung .jpeg garnicht ;D
Blende 11-14. Nicht kleiner. ISO 100. Av. Wenn möglich in LifeView fokussieren.
Auf Spiegelverriegelung würde ich nicht verzichten!

EBV(PS): Tonwertspreizung(Ebenentechnik) oder Gradationskurve.......Kontraste......Tiefen/Lichter.......Sättigung.....in 500er Schritten schärfen bis erwünschte Bildgröße erreicht ist. Für Web und Geräte speichern......kb einstellen.....fertig.
Entrauschen nur, wenn man mit den Programmen umgehen kann, sonst wird das Motiv mit entrauscht.

Das war jetzt grob ;) Für die Feinheiten brauche ich 2 Seiten.

den Chlorotil hast Du von oben bis unten erwischt. Das Ergebnis selber ist auf meinem Monitor(Eizo S-Klasse, kalibriert) nicht richtig scharf. Wobei das bei den paar px aber auch kein Wunder ist.

Gruß aus dem Sauerland
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 01 Apr 10, 14:53
Danke euch beiden,
Das mit dem Objektiv hab ich mir fast gedacht.Das ist das erste was ich in Angriff nehmen werde.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 01 Apr 10, 14:56
Hallo Walpurgin,

lasse dich nicht verschrecken, selbstverständlich kann man auch mit dem mitgelieferten Objektiv gute Bilder machen. Deine jetzigen Probleme liegen noch nicht am Objektiv. Der Vergleich mit Omas Geburtstag ist übertrieben denn du verdienst ja keine Brötchen mit den Fotos. Dennoch gibt es einstellungstechnisch einige Verbessungsvorschläge um qualitativ schönere Fotos zu bekommen. Es wurden ja schon einige genannt. Mir scheint du hast den Weißabgleich noch nicht ganz unter Kontrolle und dein Fotografieobjekt könnte noch besser ausgeleuchtet sein.

Der Punkt ist doch wie exzessiv jemand seine Hobbys betreibt. Der Sauerländer fotografiert auch so gerne (nicht nur Mineralien) da kommt man wirklich nicht um bessere und damit auch teurere Objektive herum obwohl selbst diese Aussage sich darauf bezieht wieviel man bereit ist zu investieren. Es gibt Menschen die nehmen durch einen Flaschenboden beeindruckendere Bilder auf als andere mit einer superteuren Ausrüstung die sie aber nicht verstehen und demnach falsch benutzen. Qualitativ bist du mit deinem Objektiv noch nicht am Ende des Fahnenmastes angelangt. Versuche erstmal mit der Kamera besser klar zukommen. Es gibt ja z.B. auch die Möglichkeit eine Belichtungsreihe zumachen.

Ich habe mal in Gimp bei deinem Foto einen automatischen Weißabgleich machen lassen. Natürlich geht das auch manuell aber der Unterschied sollte jetzt schon deutlich sein. Und das mit nur einem Mausklick!

Gruß
René

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 01 Apr 10, 15:07
Ich habe immer das Gefühl das ich mit dem Weißabgleich die Stufe verfälsche (Das Stück ist eigentlich viel dunkler).
Ich werde natürlich mit meinen Objektiv weiterarbeiten aber irgendwie packt ja einen auch der Ehrgeiz und will weiterkommen.Ich danke euch erstmal für eure Mühen und Anteilnahme und werde weiterhin versuchen die Stücke ins Rechte Licht zu rücken.

Ich werde mir Gimp jetzt am WE runterladen und damit weitere Versuche starten.Ich halte euch natürlich auf dem laufenden, auch wenn es in den Augen brennt... ;D
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 01 Apr 10, 15:22
Hallo,

es gibt drei Möglichkeiten des Weissabgleichs:
- Auto von der Kamera
- An der Stelle des Objekts ein flächig weisses Blatt knipsen und in der Kamera hinterlegen
- Nachträglich

Falls du die Variante drei nimmst, solltest du in einer Ecke ein Stück weissen Karton haben. Beim Zuscheiden fliegt der raus :-) Aber dann kannst du mit der Nachbearbeitung sagen, dass ist weiss. Viele nehmen dafür eine Graukarte, aber die ist schwieriger zu beschaffen als z.B. die Rücksiete eienr Visitenkarte ;-)

Frank

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 01 Apr 10, 18:46
der nächste Test,
Bildbreite: 1mm
Raspit, Les Montmins

Viel Spass beim Betrachten.
Gruß (geni 8))
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Apr 10, 20:14
hi walpurgin,
aus deinem Foto kann man nicht so richtig was rausholen.Es bleibt matschig. Natürlich hat der Rene Recht, was den Invest von Objektiven angeht. Nur eines ist klar. Wirklich gute(!) Fotos werden eben nicht mit nem Kit-Objektiv gemacht. Dann wären ja sehr viele Leute schön blöd. Schau mal in die diversen Natur-Foren. Da steht meißtens dabei, womit die guten Fotos gemacht werden. Da es aber fast jeder besser weiss aufgrund seiner Erfahrungen und Möglichkeiten, gebe ich dazu keine Tipps mehr ab. Diese Diskussionen bin ich leid. Für annehmbare Mineralien-Fotos reicht was gebrauchtes für ca 600,-€
Anmerkung.....für die Ausrüstung von Leuten wie Jeff Scovil kannste dir nen Mittelklasse-Mercedes kaufen :o

@Frank,
weißes Blatt Papier? Häh? Weißes Papier ist BLAU! Da bist du mit dem (grauen) Himmel besser bedient ;) Machen aber viele Leute mit dem Papier. Kein Wunder, dass da nur Mist rauskommt.
Hat deine Cam keine manuelle, stufenlose, Einstellmöglichkeit?

als Anhang noch mal das Foto vom walpurgin. Aus Shit kann man eben keine gute Butter machen
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 01 Apr 10, 20:27
Hallo Sauerländer,
Du hast natürlich Recht was die Oberklasse Fotos angeht ,ich versuche dagegen nur mit meinen bescheidenen Möglichkeiten das Beste rauszuholen.
Und da muss ich mich noch ganz schön strecken. Aber wo eine Wille ist da ist dann auch ein Weg. Und dank der Hilfe hier, ist es mir nun gelungen ein wenig mehr Qualität in meine Bilder zu bringen(Testforum).Es bleibt natürlich nicht aus, mir neue Technik anzuschaffen aber es wird wohl eher erst ein 350 Euro Objektiv statt der 600,-. Denn was würde ich mich ärgern wenn ich mir jetzt teure Technik kaufe und dann irgendwann keine Lust mehr zum Fotografieren habe.
Es wär schön wenn du mal ins Testforum schaust und dir evtl. mal die letzten Bilder anschaust ich denke das es schon ein ganz schöner unterschied zu dem  Wurst-Bild ist.(hoffe ich jedenfalls)Ich freue mich natürlich über jeden Vorschlag der meine Bilder besser macht.
Aber wie gesagt es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen !!!! also immer üben üben üben
Dank euch erstmal.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 01 Apr 10, 20:31
Hallo Michael,

richtig so!
Wenn ich heute meine ersten Fotos hier im Atlas betrachte, bekomme ich nen Brechreiz. ZBsp. in der Becke-Oese Seite die Calcite. Wenn ich könnte, würde ich die alle löschen.

Gruß
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 01 Apr 10, 21:21
nach vielen vielen Üben möchte ich euch eine meiner Lieblingstufen nicht vorenthalten.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 01 Apr 10, 22:16
@Frank,
weißes Blatt Papier? Häh? Weißes Papier ist BLAU! Da bist du mit dem (grauen) Himmel besser bedient ;) Machen aber viele Leute mit dem Papier. Kein Wunder, dass da nur Mist rauskommt.
Hat deine Cam keine manuelle, stufenlose, Einstellmöglichkeit?

Hallo Wilhelm,

glaube mir, wenn ich weiss meine, ist es weiss. Klar, nicht jedes Papier ist weiss. Nur arbeite ich seit 8Jahren in einer Bude die mit Weiss ihr Geld macht. Das übt das Auge ;-) also Abweichungen von 0.3 im Blau-Gelb-Wert sieht man deutlich. Meine Visitenkarten sind z.B. weiss.

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 01 Apr 10, 23:24
Für annehmbare Mineralien-Fotos reicht was gebrauchtes für ca 600,-€

Nee echt jetzt?

Also wenn ich so in die Medienbibliothek schaue dann sehe ich einige sehr gute Bilder und die sind zum Teil mit einer Kompaktkamera gemacht worden. Du wertest ja im Grunde mit deiner Aussage fast alle Bilder ab welche jemals für den Atlas gemacht wurden. Das dürfte so manches Mitglied davon abhalten überhaupt noch etwas für den Atlas abzulichten. Und überhaupt warum muss sich ein Mineraliensammler und eventuell Hobbyfotograf mit einem Jeff Scovil messen lassen der sein täglich Brot mit dem ablichten von Mineralien verdient.

Walpurgin möchte nur Tipps haben wie er mit seiner jetzigen Ausrüstung bessere Ergebnisse erzielen kann. Wenn er seine Canon EOS 400D was eine gute Kamera ist besser begreift und hier gute Einstellungstipps erhällt sowie viel übt dann kann er auch die Qualität seiner Bilder verbessern ohne gleich eine Investition von 600 € zumachen. Wenn er das Objektiv dann hätte dann soll es nächtes Mal eines für 1200 € sein und dann geht natürlich nix mehr unter 10000 €. Spätestens dann darf er sich Berufsfotograf für Mineralien nennen.

Sein Bild als Shit und unbrauchbar zu titulieren finde ich wenig hilfreich und auch übertrieben. So einen jargon eignet man sich vielleicht in einem Naturfotografieforum an. Ausrüstung ist nicht alles und sehr oft sitzt das Problem hinter der Kamera.

Gruß
René
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 01 Apr 10, 23:38
zum Abschluß noch ein Bild von mir:

Anatas aus dem Val di Vizze, Bildbreite 2,1mm. (28 Einzelbilder und mit CZP bearbeitet)

Frohe Ostern wünscht der immer noch probierende Geni  8)

Gerhard Niceus
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 02 Apr 10, 12:00
Nee echt jetzt?

Gruß
René


Hallo René,
da kann ich Dir nur zustimmen bei Deiner Aussage.

Auch mir ging es darum "Walburgin" nicht zu entmutigen und den Grund für das unscharfe und nicht so gelungene Foto zu finden. Ein Bekannter von mir der unter anderem auch Mineralien fotografiert hatte das selbe Objektiv und machte gute Aufnahmen. Ich sage ganz bewusst nicht professionelle Aufnahme aber doch so gut dass diese wesentlich besser waren als das von Walburgin. Also gehe ich davon aus, dass er mit der Kamera und dem Objektiv das Foto besser hinbekommt.
Man muss eben klären, woran es liegt, dass das Foto so ist!

@Sauerländer
Es ist keine Frage, dass es bessere Objektive gibt und dass man damit auch bessere Aufnahmen macht. Doch auch dafür muss man nicht unbedingt für ein gebrauchtes 600 € ausgeben. Es stellt sich hier die Frage was mache ich mit den Aufnahmen, will ich mich daran erfreuen, diese hier im Mineralienatlas veröffentlichen, sind sie eventuell für einen Bericht im Lapis etc....
Solange das ein Hobby ist, muss doch eben jeder für sich entscheiden mit welcher Optik und auch mit welcher Kamera er fotografiert. Und wenn einer das Geld hat eine Ausrüstung im Wert  eines Mittelklassewagen zu kaufen, dann soll er das doch tun. Aber deshalb können andere doch mit weniger Mitteln gute Aufnahmen machen. Genauso wie es Leute gibt, die mit teurem Gerät die Aufnahmen nicht hinbekommen, weil sie eben nicht die Erfahrung haben in der Fotografie und auch in EBV. In München hatte ich mich längere Zeit mit Jeff Scovil unterhalten und ich hatte auch seine Ausrüstung in der Hand, zumindest die die er damals dabei hatte (ist 2 Jahre her). Es war eine Nikon mit einem wenn ich mich richtig erinnere 90er Makro von Nikon. Bin mir aber nicht mehr ganz sicher. Für diese Ausrüstung bekommt du aber sicherlich keinen Mittelklassewagen.

Doch wieder zurück zu "Walburgin" und den Möglichkeiten die man eventuell hat mit weniger finanziellen Mitteln. Ich würde versuchen bei E-Bay ein hochwertiges analoges Makro zu finden.  Leitz Wetzlar Macro Elmarit-R 1:2.8 / 60 mm. Da liegt der Preis je nach Glück zwischen 300 und 500 Euro gebraucht. Aber man hat dann ein Objektiv der Spitzenklasse entsprechend der TOP-Pro Objektive von Canon, Nikon oder Olympus, welche im 4stelligen Euro-Bereich liegen.
Hier eine Aussage von Micor-Tech-Lap in dieser Sache:
Fazit: Im extremen Makrobereich können analoge Toppmodelle locker mithalten oder sind sogar überlegen. Solide Verarbeitung mit Spitzenqualität zum Schnäppchenpreis! Unser Tipp: Teures Kameragehäuse kaufen und nach einem Klassiker beim Händler oder bei Ebay umschauen.

Der Bekannte von mir den ich vorhin erwähnt hatte, hat es ähnlich gemacht nur nicht so teuer. Er hat ein analoges 50er Zuiko-Makro gekauft Preis 80 Euro und damit macht er hervorragende Makroaufnahmen mit seiner Digitalen Olympus und auch mit seiner Canon. Man braucht halt eben noch die entsprechenden Adapter und kann loslegen. Alles natürlich, da Analog-Optik, mit manueller Steuerung. Die Av, die automatische Belichtungsmessung, geht natürlich auch noch.

So jetzt stacke ich noch zwei Foto's, wünsche noch schöne Osterfeiertage.

loparit
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Galenit am 02 Apr 10, 12:58
Manche haben den Mercedes in der Garage, andere auf dem Stativ. Wenn es um Preis/Leisung geht kann man eigentlich nur das Tamron 90 2,8 universell für jedes system empfehlen. für 300€ gibts kaum was besseres incl. 5 Jahren Garantier und kostenloser Justage direkt auf die jeweilige Kamera!

Aber nun zum 'eigentlichen Problem': Walpurgin  ;D
Ich glaube wirklich, das dein Objektiv die größte Schwachstelle ist. Das matschige ist typisch für die Kitobjektive.
Ansonsten ist das meiste schon gesagt:

Blende 8 - 11
Stativ
Fernauslöser
Spiegelvorauslösung
Manuell fokussieren

Mehr kannst du kaum tun!
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 02 Apr 10, 15:30
dann kommen wir uns doch schon näher. Mit den 600,-€ meine ich Objektiv plus Gehäuse. Beides gebraucht ständig zu finden bei dforum.de oder dslr-forum. de o. a.

@Frank
unter einem weißen Blatt Papier verstehen die Leute i. d. R. Druckerpapier. Damit kann man keinen vernünftigen Weißabgleich machen. Eine Graukarte kostet nur wenige €. Andere nehmen zBsp. eine Reflektorscheibe vom Fahrrad oder ein Stück einer Dia-Leinwand. All das nützt dir aber auch nix, wenn Du keinen kalibrierten Monitor hast. Dein Bild sieht gut aus aber andere sehen Farbstiche.

@Michael, ich schreib dir mal ne PM

@Rene,
nein, ich werte die Bilder nicht ab. Da ich die Fotografie mittlerweile intensiv betreibe, gucke ich sicher anders. Und schüttel sehr häufig den Kopf, wenn Bilder gelobt werden, die einfach schlecht sind. Bestes Beispiel dafür ist die fotocommunity. Da wird permanent mit wenigen Worten gelobt, obwohl jeder sehen kann, was ein wirklich gutes Foto ist. Hier ist das z. T. genau so. Unscharfe Fotos sind nun mal nicht gut. Die werden durch subjektive Betrachtung auch nicht besser. Und warum soll ich mich nicht an den besten Fotografen orientieren? Meine Fotos werden nie so gut sein wie die Fotos in minerapole.com, aber wenn ich nur annähernd so eine Quali hinbekomme, bin ich zufrieden.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 02 Apr 10, 16:53
@Frank
unter einem weißen Blatt Papier verstehen die Leute i. d. R. Druckerpapier. Damit kann man keinen vernünftigen Weißabgleich machen. Eine Graukarte kostet nur wenige €. Andere nehmen zBsp. eine Reflektorscheibe vom Fahrrad oder ein Stück einer Dia-Leinwand. All das nützt dir aber auch nix, wenn Du keinen kalibrierten Monitor hast. Dein Bild sieht gut aus aber andere sehen Farbstiche.

Richtig - Das normale Druckerpapier ist aber oftmals gelblich. Spectralon liegt auch im Schreibtisch ;-)
Aber jetzt mal ehrlich - mein Monitor links ist etwas rotstichig, der rechts neutral bis leicht blau. Aber das ist nicht das Problem bei Walpurgin. Das ist eher Beleuchtung, Parameter und Fokus.

MfG

Frank

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 06 Apr 10, 11:29
http://www.enjoyyourcamera.com/Graukarten-Weissabgleich:::57.html
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Apr 10, 11:59
Hallo Wilhelm,

so ein Teil was man vor die Linse setzt habe ich mir dort gekauft und benutze es schon seit längerem. Funktioniert recht gut und einfach.

Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Stefan am 06 Apr 10, 12:12
@Walpurgin

Das Objektiv ist ganz sicher nicht oder noch nicht Dein Problem, es sei denn es ist verschmutzt. Wie bearbeitest du Deine Bilder nach? Bzw. wie verkleinerst du die Bilder um sie hier hoch zu laden? Für mich sieht es u.a. so aus als würdest Du zu stark komprimieren, was zu solch "matschigen" Ergebnissen führen kann. Mache doch mal ein Foto im RAW Format und in voller Auflösung und schicke mir das per Email.

Die scheinst die Bilder extrem nachzuschärfen, was zu einem "lackierten" Bildeindruck führen kann. Weiterhin wäre denkbar du hast zu hohe ISO Werte eingestellt bzw. die Beleuchtung ist zu gering. Weißabgleich etc. sind noch kein nennenswertes Problem. Erst müssen die anderen Dinge ausgebügelt werden.

Evtl. kannst du noch kontrollieren ob auf dem Objektiv ein leichter Film (Beschlag) zu sehen ist. Dann die Linsen ggf. mit Watte und einem Reinigungsbenzin- und Isopropanol-Gemisch kreisend von innen nach außen reinigen. Das mit beschlagen kann auch für den Sensor gelten. Wenn die Kamera neu war sollte es allerdings kein Problem sein.

Meine Vermutung geht in die Richtung, das die Bilder im Ursprung schon nicht ganz scharf sind und Du versuchst sie dann digital hinzubiegen, das wird nicht funktionieren. Wie gesagt schick mir mal eine unbearbeitete RAW-Datei dann schaue ich mir an wo das Problem liegt.

Email Adresse findest du im Impressum
Besten Gruß
Stefan
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 06 Apr 10, 14:51
Hallo Stefan,
An meinen ISO werten kann es eigentlich nicht liegen die sind bei 100 (niedrigster Bereich) .Ich werde aber die Woche nochmal Fotos machen und dir die Ergebnisse senden.
Danke
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: berthold am 06 Apr 10, 16:59
Hallo Walpurgin,

gut, 100 ISO, daran sollte es dann nicht liegen. Ich würde an Deiner Stelle systematisch der Frage nachgehen was Schuld hat: Objektiv / Kamera oder sonstige Umstände. Dazu einfach mal ein paar Fotos mit einem anderen Objektiv (ggf. beim Fotohändler oder Bekannten ausleihen), dann kann man schon etwas einschränken. Es gibt leider 1000 Gründe warum die Aufnahmen so "soft" kommen können. An erster Stelle hätte ich da auch an eine Objektiv-Verschmutzung gedacht, dann kann es natürlich auch Streulicht sein. Und ich habe auch schon erlebt, dass die Kamerafirmware die lustigsten Streiche spielt  >:D. Ich weis nicht mehr welche Kiste das war, die hatte ein Belichtungs-Programm "Hochzeit" - da kamen auch nur so flaue Softbilder raus., mit dem Belichtungsprogramm "Produkt-Foto" war dann alles o.k. (aber da muss man erstmal draufkommen).

Gruß
Berthold
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 06 Apr 10, 17:15
Hallo,

ich habe mir noch einmal die Bilder im Testforum (http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,24146.30.html) angeschaut, speziell den Rhodochrosit und den Galenit. Diese sind durchaus scharf abgebildet und scheinen bei voller Auflösung nur etwas stark komprimiert zu sein (was schon geschrieben wurde). Wenn man da die automatische Farbkorrektur anwendet, erscheinen die Bilder völlig OK, der "Nebel" ist danach jedenfalls weg. Dieses Problem habe ich bei meiner Kamera auch hin und wieder, allerdings weniger stark ausgeprägt.

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 06 Apr 10, 18:34
Hallo,

so wie es aussieht, sind es wirklic hdie Kompressionseinstellungen.
Beim Rhodochrosit ist oben links das Schachbrett vom JPG. und die Kante in der Mitte zeigt auch JPG-Artefakte.

Was aber richitg komisch ist, ist das Histogramm. Da sind nur sehr wenige Farben vorhanden.

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: guefz am 06 Apr 10, 19:03
Das Histogramm sieht nach sehr starker Farbraumspreizung aus...

Günter
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 06 Apr 10, 19:10
Das mit der Komprimierung ist natürlich ein sehr interessanter Ansatzpunkt.Ich denke ein Fehler ist z.B das ich meine Bilder in der allerhöchsten Auflösung machen bzw. gemacht habe.Was natürlich die Folge hat das ich wiederum sehr stark komprimieren muss (bitte melden wenn ich hier Blödsinn schreibe)und die Bilder dann matschig werden.
Ich habe nun nochmal 2 Bilder ins Testforum geladen die einen anderen Hintergrund und eine kleinere Auflösung haben und ich bild mir ein ,das die etwas besser geworden sind.Ich kann ich mir natürlich auch so zurecht wünschen und einbilden !
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 06 Apr 10, 19:11
Ich kann ich mir natürlich auch so zurecht wünschen und einbilden !

Richtig sollte es heissen: Ich kann mir das natürlich auch so zurecht wünschen und einbilden !
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Galenit am 06 Apr 10, 20:31
Zum einen hast du da einen denkfehler. Das runterregeln der Auflösung bringt dir nix in sofern, das dann nur die Kamera von ihrer nativen Auflösung, für die der Sensor ausgelegt ist, eigentständigt runterrechnet. Also nix anderes, als du sonst am Rechner tust.
Zum anderen sehe ich da jetzt nicht die Hammermäßige Verbesserung in den Bildern. Optisch mehr her macht der schwarze Hintergrund, aber das ändert nichts daran, das die Aufnahmen weich bleiben.

Kannst du evtl. zu deinen Bildern mal die Daten aus den ExifDateien dazu schreiben?

... aber die Stufen sind scheen ...  :D
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 06 Apr 10, 20:40
Nun bin ich wirklich mit dem Latain am Ende.Ich bin nun schon weg von der Manuellen Einstellung zur Automatischen und trotzdem sind sie schwammig (Ich dachte es liegt hier an meinen Augen).
Aber evtl. hab ich ja wirklich nen Sehfehler und bekomme es deswegen nicht gebacken !
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: berthold am 06 Apr 10, 20:48
Hallo,

Zitat
Das Histogramm sieht nach sehr starker Farbraumspreizung aus...

und dann ist es die Nachbearbeitungm und nicht die Kamera. Wenn aber nach so einer extremen Farbraumspreizung die Bilder immer noch flau sind - dann ist irgendwas in der Aufnahme schon megafaul  :o.

Gruß
Berthold
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Galenit am 06 Apr 10, 20:49
Mmh.
Gibt es denn keine fotografierenden Menschen in deiner Nähe? Evtl. noch mit deinem system? Dann könntest du dich mit denen austauschen und evtl. auch mal andere Linsen testen!
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 06 Apr 10, 21:02
Ich habe gerade erst jetzt dieses Hobby für mich entdeckt ,da hab ich natürlich noch keine Kontakte in diese Richtung knüpfen können.
Ich hab bald das Gefühl ,das ich irgend etwas wesentliches einfach übersehe.Bin aber in 14 Tagen bei einen befreundeten Fotografen dann muss der halt mal nen Tag drann glauben und mir die grundlegensten Dinge mal zeigen.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Stefan am 06 Apr 10, 21:05
Die Bilder sind nicht mehr so schlecht und auch das Histogramm z.B. des Fluorit ist i.O. Nehme mal das Fluorit-Bild und sende es in voller Auflösung und Größe ohne jegliche Nachbearbeitung im Lexikon hoch. Dann kannst du das Bild hier verlinken. Solltest Du Probleme haben sag Bescheid.

Die Bilder sind immer noch stark herunter gerechnet und 150k für ein großes Bild heißt starke Kompression und zwangsläufig auch Qualitätseinbußen.

Mit welcher Software verkleinerst Du die Bilder?

Besten Gruß
Stefan

Kleiner Nachtrag: Was mich ein wenig wundert, Du hast das Objekt von vorne bis hinten mehr oder weniger scharf abgebildet. Es ist kein wirklicher Schärfebereich zu erkennen. Wenn ich mir einen meiner Schnappschüße durchs Vitrinenglas auf der Messe ansehe, sieht das deutlisch anders aus.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1270501465.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1270501465.jpg)

Besten Gruß
Stefan

Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 06 Apr 10, 22:12
Hallo,
Du hast das Objekt von vorne bis hinten mehr oder weniger scharf abgebildet. Es ist kein wirklicher Schärfebereich zu erkennen. Wenn ich mir einen meiner Schnappschüße durchs Vitrinenglas auf der Messe ansehe, sieht das deutlisch anders aus.
Ist im Forum schon mal der Zusammenhang zwischen Chipgröße und Tiefenschärfe bei unseren Makroaufnahmen
diskutiert worden?Das soll ja einer der wenigen Vorteile der kleinen Digicams sein...
(wobei ich eine EOS400D nicht dazu zähle  ;)   ).
Gruß
Norbert
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 06 Apr 10, 22:17
Hallo,

ich werfe mal einen Fehlfokus in den Raum oder mechansiche Instabilität.
Die Tiefenschärfe sollte irgendwo scharf sein.

MfG

Frank
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Goldi85 am 06 Apr 10, 22:18
hmm
das könnte am Arbeitsabstand liegen. Aus welcher Entfernung wurden denn die Stufen aufgenommen bzw. war das bisher immer der Original-Bildausschnitt oder wurde etwas weggeschnitten?

Gruß  Daniel
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Apr 10, 23:45
Hallo "Walburgin",

ich habe mir mal die Bilder im Testforum angeschaut. Das Erste ist ebenfalls nicht richtig scharf. Wobei ich davon ausgehe, dass es bei der Aufnahme am Focus liegt. Beim automatischen Fokus könnte ich mir bei der 1. Aufnahme durchaus vorstellen, dass die Kamera sich da schwer tut. Die beiden letzten Aufnahmen sind doch deutlich besser. Um jedoch genauere Aussagen machen zu können wäre es gut, wenn die Größenangabe der Stücke dabei wäre. Denn es spielt schon eine Rolle ob die Teile 3 cm oder 8 cm breit sind.
Ansonsten solltest du wirklich mal die Kameraeinstellungen durchgehen und eventuell auch auf Standard zurückstellen. Vielleicht hast du ja tatsächlich versehentlich etwas verstellt und weist es nicht mehr.

Gruß
Edgar
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Apr 10, 23:55
Und hier mal wieder etwas zum anschauen.

Ein Chlorotil und 3 Olivenite von Clara:

Bild 1  Chlorotil-xx, Bildbreite 7,02 mm, gestackt aus 81 Einzelaufnahmen
Bild 2 Olivenit-xx, Bildbreite 3,83 mm, 52 Einzelaufnahmen
Bild 3 Olivenit-xx, Bildhöhe 4,89 mm, 58 Einzelaufnahmen
Bild 4 Olivenit-xx, Bildhöhe 4,42 mm, 53  Einzelaufnahmen

Viel spass beim anschauen!

Gruß
Edgar Müller
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 06 Apr 10, 23:59
Hier Bild 3 und 4

Gruß
Edgar Müller
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Mineralroli am 07 Apr 10, 00:06
Hallo Edgar
Begeisterungswürdig die Bilder.
Besonders den Chlorotil halte ich für sehr gelungen (Tiefenschärfe).
Beste Grüße
Roland
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 07 Apr 10, 11:38
Hallo Edgar,

das erste ist seeeehhr gut!
Die anderen gut, wobei das Motiv selbst bei dem ersten einfach mehr her macht.

@Michael...
wie sind die Picture Styles bei dir eingestellt?

Tonwertpriorität auf: nicht möglich
Rauschreduzierungen auf: AUS!!!

sollte deine 400D s.g. Anwender definierte Picture Styles haben, dann lade dir mal den "T10NA" vom Rudy Tellert aus dem Internet.
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 07 Apr 10, 18:05
Hallo,

ich habe hier das Bild von Michael mit dem Rhodo aus dem Original per GIMP ausgeschnitten und die EXIF-Daten ausgelesen. Die Fokuspunkte sind rot :-) (Screenshoot mit JPG 94% per GIMP)

Camera Model Name          Canon EOS 400D DIGITAL
Tv(Shutter Speed)               1.3Sec.
Av(Aperture Value)              F14
Metering Modes                 Centerweighted average metering
Exposure Compensation     0
ISO Speed                         100
Lens                                   EF-S18-55mm f/3.5-5.6
Focal Length                      49.0 mm
Image size                        3888 x 2592
Image Quality                   Normal
Flash                                Off
White Balance                  Custom
AF mode                         One-Shot AF
Picture Style                    User Setting2(Standard)
Parameters 
Tone Curve :                   Standard
          Sharpness level :    -
          Pattern Sharpness :    -
          Contrast :    0
          Sharpness :    3
          Color saturation :    0
          Color tone :    0
Color matrix          -
Color Space          sRGB
File Size          1034 KB
Dust Delete Data           No
Drive Mode          Shooting with self-timer

Image quality normal und die Filesize mit 1MB  könnten ein Teil des Problems sein.
Ansonsten denke ich immer mehr an Frontfokus. Kommt das Kit-Objektiv mit Blende 14 sauber klar, war nicht 8 das Optimum?

hth

Frank

(@Mods - macht es Sinn den Thread irgendwo zu teilen? )
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 29 May 10, 20:45
Hallo,
Zum Beginn diese Themas hatte jayjay eine sehr schöne,kleine Anleitung zur Bildbearbeitung und zum nicht unumstrittenen Bereich "Freistellen" geschrieben.Auch wenn ich nach wie vor eher ein Anhänger möglichst wenig manipulierter Fotos bin,habe ich es mir bei der Arbeit nicht entgehen lassen,
mit Photoshop CS5 zu experimentieren.
Frühe Versuche,das Objekt mit dem"magnetischen Lasso" freizustellen,wirkten,als sei das Objekt mit der Schere ausgeschnitten.   :(
Der klassische Weg geht über →Filter →extrahieren und ist sehr zeitaufwendig,wenn es vernünftig aussehen soll.
In CS5 sind ein paar neue features,die freistellen erheblich vereinfachen:
Dazu gehört das tool "Schnellauswahl = quick selection".Ist der Gegenstand markiert,kommt der neue button
"Kanten verbessern=refine edges" ins Spiel.Hier liegen verschiedene Darstellungs-, Bearbeitungs- und Speichermöglichkeiten vor.Zum besseren Verständnis hier 2 links auf Seiten mit Videoturials:

http://www.tutorials.de/forum/photoshop/358568-adobe-photoshop-cs5-erste-videotutorials-deutsch.html
Am interessantesten für die Mineralien sicherlich das Video "Kante verbessern",allerdings haben mich "Formgitter" und "inhaltssensitives Füllen" auch sehr beeindruckt.
Hier noch
http://blog.video2brain.com/de/9-gratis-photoshop-cs5-video-tutorials.htm

Wer davon unbeeindruckt lieber weiter mit extrahieren arbeiten möchte,muss es sich als optionales plugin installieren.

Zum Ausprobieren habe ich einen Brookit,Kharan Mts.,Belutschistan,Pakistan, Höhe 24 mm und Powershot G11 genommen .

( Habe das Stück vorher versuchsweise mal mit Neodisher FT ,später mit 1 M HCl für je 24 h ohne größeren Erfolg
behandelt.Etwas besser wurde es mit aquadest und ein paar Tropfen Spüli im Ultraschallwasserbad.
Die erhoffte Transparenz wie z.B. hier
http://www.mindat.org/photo-265322.html
und mit der auch manchmal bei Selenit sichtbaren Sanduhrstruktur blieb allerdings weitgehend aus.)

Bild 1:Das Original
Bild 2: Einen kleinen Schatten unter den Kristall gelegt
Bild 3 , 4 und 5 freigestellt und ein paar andere Hintergründe dazu

Am Kristall ist alles unverändert.Das Ganze hat mit durchschnittlichen Photoshop-Kenntnissen eine gute halbe Stunde gedauert und hat einfach Spaß gemacht.
Gruß
Norbert

P.S.:Ich bekomme keine Adobe-Provision  ;D und leider auch keine Gratis-Software  :( :(




Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 29 May 10, 20:47
Gruß
Norbert
Titel: Antw:Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 29 May 10, 21:00
Hallo,

mein Favorit ist das letzte Bild, aber:
Scheinbar hat das Grau einen leichten Rotstich, ist nicht so mein Fall - eher ein neutrales Grau und vielleicht etwas heller oben damit der Unterschied zum Kristall stärker wird.
Aber trotzdem ein Superbild!

MfG - Meine Meinung ;-)

Frank
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 20 Jul 10, 19:57
Nun mal wieder was von meinen "Fortschritt".
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 02 Jul 11, 15:48
Hallo liebe Fotofreunde,

jetzt ist hier genau ein Jahr nichts mehr passiert. Wird doch Zeit, mal wieder etwas über eure Technik zu erfahren.
Was ich in dem Jahr gemacht habe?
So was....
www.naturfotografie-waltermann.de

In St. Marie war ich mit dem "geni" im Theater(Eingangsbereich) bei dem Spanier. Das war wirklich beeindruckend, wie der Mann Mineralien und Fossilien fotografiert.
Sein Equipment bestand aus einem Fotokoffer mit 6 Lampen, etliche Halterungen (Löthilfen) mit Reflektoren. Eine Canon 550D mit dem Sigma 50 mm Makro. Also nix im Gegenwert von einem Mittelklassewagen ;) Das Sigma kostet so um die 320,-. Gebraucht ca 220,-€nen. Aber die Fotos von ihm....puuuhhhh. Eine Augenweide und ich habe selten besseres gesehen.
Noch haben wir Sommer und die kleinen Viecher haben für mich Vorrang. Aber ich kenne mein Sauerland. Die nächste Schlechtwetter-Periode kommt ganz sicher. Und dann gehts an die Steine :D
Anbei ein Test mit meiner drei Tage jungen 7D und einem neuen 60er Makroobjektiv. Mal eben so hingerotzt, aber das lässt sich ordentlich an. Die 7D ist eine Zicke. Aber kriegen wir schon hin ::)

7D, Stativ, Kabelauslöser, Blende 16, SVA, Kunstlicht weiß, RAW
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 02 Jul 11, 16:12
Hallo Wilhelm,

sehr schöne Aufnahmen auf deiner Homepage!
Ich selbst fotografiere auch seit ca. 2 Jahren Schmetterlinge und Insekten und weiß was für ein Aufwand es ist diese Tiere schön abzulichten.
Ich war heute bereits um 5:00 Uhr draußen um den Thymian-Ameisenbläuling zu fotografieren.


Gruß
Edgar
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 02 Jul 11, 21:40
Hallo zusammen
Ja ich wollte auch nach St.Marie, habe es aber nicht geschafft. Wäre interessant gewesen zu sehen, wie es die Herren gemacht haben. Gibt es einen Namen? Eine Homepage?

Ich gebe mal meinen aktuellen Stand wieder. Ausrüstung ist eine D7000 von Nikon mit einem Nikon Macro 60mm und teilweise bei kleinen Stücken Tokino 105mm Macro. Ich hatte ja den Thread eröffnet und dort recht umfangreiche Nachbearbeitung via Photoshop gemacht. Mein Ziel war es immer
einen möglichst natürlichen Hintergrund zu erzeugen. Diesem Ziel bin ich mittlerweile etwas näher gekommen.

Ich habe ein Gestell, auf das ich eine Platte lege. Darunter lege ich einen Farbverlauf von weiß nach schwarz (auf dem Foto ist ein rot-schwarzer Kreisverlauf zu sehen), den ich mit Photoshop gemacht habe und als Poster in 30x40 entwickeln lassen habe (habe veschiedene Farbverläufe, aber nutze meist weiß nach schwarz).
Darüber kommt eine Scheibe mattes Glas wie man es aus dem Baumarkt bekommt bei Bilderrahmen mit entspiegeltem Glas bei Posterrahmen. Darauf habe ich dann ein kleines Lichtzelt gebaut (siehe Foto), um möglichst weiches Licht zu erhalten. Über dieses Lichtzelt kommt nach hinten eine schwarze Decke. Normalerweise ist der erste Teil nicht durch die Decke bedeckt nur der hintere Teil.
Dann nutze ich unterschiedliches Licht. Mal nur von oben mit einer Lampe (siehe Foto der einen Lampe mit Energiesparlampe in Tageslichtweiß). Jeff Scovil arbeitet glaube ich teilweise auch mit nur einem Licht von oben, wobei er eine Lichtbox nimmt. Mit kleinen Reflektoren (weisses Papier, Alufolie auf Karton) kann man dann bestimmte Bereiche mehr oder weniger ausleuchten zum Beispiel mit Hilfe eines Lötassistenten. Hier ein Beispielfoto dazu.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1308948926.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1308948926.jpg)
Manchmal hat man aber auch Stücke mit großen Flächen, wo es unterschiedliche Lichtquellen braucht, um Flächen entsprechend in Szene zu setzen. Das war zum Beispiel bei meinem Epidot so.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1309634919.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1309634919.jpg)
Da gab es mal bei einem schwedischen Möbellieferanten LED lampen für knapp 10 Euro. Und davon habe ich mir fünf Stück gekauft. Mit Schwanenhals so dass man die Stücke beliebig anstrahlen kann. So kann man biegen und schieben, bis das Stück gut ausgeleuchtet ist, die Flächen zur Geltung kommen, ohne dann auf dem Bild zu überstrahlen.

Anschließend kommt das Bild dann nur noch leicht durch Photoshop (siehe nächstes Posting).

Noch ein kleiner Tip. Um das Glas nicht zu zerkratzen kann man etwas Knetpaste unter das Stück machen, dass der Stein nicht direkt auf die Platte aufsteht. Die Paste kann man auch generell nutzen, um die Stücke in Position zu bekommen.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 02 Jul 11, 21:52
Wenn das Bild im Kasten ist, nutze ich Photoshop, um es zu finalisieren.
Das sieht so aus, dass ich das Mineral selbst ausschneide/freistelle (geht mal schneller mal dauert es etwas länger). Ich kopiere es auf eine neue Ebene (die ganz oben steht).
Dann nehme ich die Ursprungsebene und kopiere alles ausser dem Mineral auf eine neue Ebene. Diese Ebene zeichne ich mit dem Gaußschen Weichzeichner weich (es ist die mittlere Ebene, welche dann nur den Hintergrund und kein Mineral enthält). Das hat zur Folge, dass die Schatten weicher werden und zum Beispiel kleine Unreinheiten (wie Sensorfleck durch Staub in der Cam, Staubkrümmel um das Mineral herum, welche der Blasebalg nicht entfernt hat, etc.) verschwinden und das Stück damit sanfter wirkt.
Ganz darunter liegt die ursprüngliche Ebene.
Ist zwar immer noch nicht 100% out of the cam, aber ich bin mit den Ergebnissen mittlerweile sehr zufrieden.
Anbei mal ein Bild bearbeitet und unbearbeitet, um den direkten Vergleich zu sehen.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 02 Jul 11, 23:00
Hallo Jayjay,

ich finde das Orginal besser als das nachbearbeitete. Im Orginal ist der Malachit besser. Nach der Bearbeitung scheint mir der Malachit zu hell. Allerdings schaue ich gerade auf meinem Laptop der ist nicht so toll in der Wiedergabe. Werde nachher mal noch auf dem anderen Rechner mir die Fotos nochmals anschauen.

Gruß
loparit
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 10:38
Hallo

Ich freue mich sehr, daß dieser thread wieder auflebt !  ;D

@ Jayjay
Zitat
...Im Orginal ist der Malachit besser. Nach der Bearbeitung scheint mir der Malachit zu hell.
Ich muss loparit zustimmen.
Möglicherweise hast Du noch eine Tonwertkorrektur auf den Hintergrund machen wollen, da dieser auch etwas heller geworden ist.
Eine Korrekturebene ist mit der darunterliegenden Bildebene verknüpft. (  Bild 1)
Macht man danach eine Kopie der Bildebene, verschwindet diese Verknüpfung und die Korrektur betrifft alle darunterliegenden Bildebenen.
Will man eine Bildebene selektiv korrigieren, schiebt man die Korrekturebene über die betreffende Bildebene und aktiviert die Verknüpfung manuell.
( unterer roter Pfeil Bild 2 )
Dann könnte man den Hintergrund heller/dunkler machen, ohne die freigestellte Ebene zu verändern.

Gruß
Norbert
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 10:59
Hallo
Zitat
Das sieht so aus, dass ich das Mineral selbst ausschneide/freistelle (geht mal schneller mal dauert es etwas länger).
Ich kopiere es auf eine neue Ebene (die ganz oben steht).
Dann nehme ich die Ursprungsebene und kopiere alles ausser dem Mineral auf eine neue Ebene.
Diese Ebene zeichne ich mit dem Gaußschen Weichzeichner weich.

Die von Dir beschriebene Methode hat einen Haken.
Der Gaußsche Weichzeichner auf der Hintergrundebene zeichnet nicht nur Kratzer und Krümelchen auf der Ebene weich,
sondern auch die Konturen des Minerals auf dieser Ebene und es entsteht eine merkwürdige Aura im Gesamtbild.
Könnte man entfernen, indem man den Hintergrund mit dem Kopierstempel von außen nach innen überträgt, bis die Aura weg ist,
ist aber aufwendig.
Habe auch einen Malachit genommen, an dem ich eigentlich keine Veränderungen vorhatte.  :)
Ist ja nur ein Beispiel.
Freigestellt und danach mit dem Gaußschen Weichzeichner den Hintergrund stark übertrieben.
Gauß muß also äußerst sparsam eingesetzt werden !

Norbert
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 03 Jul 11, 11:38
Hallo,

hier der Senor Sanchis....
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm9.html

das sind allerdings ältere Arbeiten von ihm. Ihr könnt auch ein Arbeitsfoto von ihm anklicken. Dort sieht man seine Arbeitsweise. In St. Marie hat er das aber anders gemacht und die neuen Fotos von ihm sind allererste Sahne.

Und er...
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm44.html

war ebenfalls da.

Gruß
Wilhelm
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 12:03
Hallo

Wie Jayjay schon andeutete, ist eine gute Freistellung der aufwendigste part.
Ist das schon getan, ergibt sich eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten zur Hintergrundgestaltung, wobei ich es sehr reizvoll finde,
daß so zu versuchen, daß es nicht gleich als Photoshop-Produkt zu erkennen ist.

Nach wie vor halte ich mich bevorzugt an die Originalunterlage. Manchmal sind aber doch mehr Kratzer oder Krümel darauf,
die mir mit bloßem Auge entgangen waren, sodaß die Reparatur mit Stempel usw. länger dauert, als eine Neugestaltung
des Hintergrunds ohne Veränderung des freigestellten Gegenstandes.
Das setzt allerdings voraus, daß einem das Zusammenspiel von Ebenen und Masken klar ist.
Hier der Beispiel-Malachit mit neuem Hintergrund:

1. Kopie vom Hintergrund, der immer unbearbeitet bleibt.

2. Freistellung aus der Hintergrund-Kopie.

3.neue Ebene in weiß

4.neue Ebene in schwarz und eine Ebenenmaske dazu, in die mit dem Verlaufswerkzeug ein Verlauf von oben nach unten kommt,
   sodaß ein gleichmäßiger Verlauf von schwarz nach weiß entsteht.
   Deckkraft reduzieren, bis es ein Verlauf von hellem grau nach weiß ist.

5.Kopie der Freistellung unter die Freistellung schieben. Über transformieren-verzerren in Schattenform ziehen.
   Daraus die Farbe der Bildebene wegradieren und in schwarz neu übermalen.
   Den Schatten mit Gaußschem Weichzeichner bearbeiten und Deckkraft runternehmen.
   Schattenmaske anwenden und neue Ebenenmaske zufügen, in der mit dem Verlaufswerkzeug
   der Schattenverlauf abgeschwächt wird.

6.Zum Schluß noch etwas Feinarbeit: Körnung einer Papier-Unterlage simulieren.
   Dazu mache ich eine neue weiße Ebene über der ersten weißen und nehme den Zeichenfilter Prägepapier.
   Dazu eine neue Maske, in die ein reflektierter Verlauf kommt und danach die Deckkraft auf ein diskretes Maß reduzieren.

Obwohl die Beschreibung sehr kompliziert klingt, geht das mittlerweile in 5 Minuten.
Freistellen allein kann deutlich länger dauern !
Unbearbeitet gefällt mir der Malachit immer noch am besten !!

Alle PS-Geheimnisse habe ich immer noch nicht gelüftet, habe aber viel über Video-tutorials gelernt,
die es zu PS und auch zu Gimp gibt.
Den Hinweis  auf Video- Tutorials bekam ich übrigens von loparit,
bei dem ich mich an dieser Stelle für den Tip herzlich bedanken möchte !!   ;D 
  ( es ging damals um Freistellung von Haaren.. )

Gruß
Norbert

P.S.: Bei den Mineralien setze ich PS sparsam ein. Sehr viel Spaß macht der nonsense (https://picasaweb.google.com/mohawkit/FotoExperimente#5515759199567355922) (offtopic)
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 12:17
Nachtrag:
Den psd-file mit der Freistellung kann man dann beliebig variieren.
Version1 war doch sehr dunkel.
Norbert
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 12:29

hier der Senor Sanchis....
... Ihr könnt auch ein Arbeitsfoto von ihm anklicken.

Auch 'ne tolle Konstruktion !!!
Norbert
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 03 Jul 11, 19:02
Hallo zusammen
Bin mir gar nicht sicher, ob ich eine Tonwertkorrektur gemacht habe.
Ich habe den Beitrag nochmals ergänzt, um eventuelle Unklarheiten zu beseitigen.
Die Ebene, welche weich gezeichnet wird ist die mittlere Ebene ohne Mineral. Das Mineral
selbt ist auf der obersten Ebene. So wird verhindert, dass das Mineral am Rand weich wird.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 03 Jul 11, 19:49
Und er...
http://www.euromineral.fr/a_/b_ofm44.html
war ebenfalls da.

Die Bilder scheinen mir einen digital erzeugten Background zu haben.
Ich habe das mal exemplarisch mit einem Stück von mir gemacht, wie es sein könnte.
Den Rhodo habe ich vor möglichst schwarzem Hintergrund fotografiert. Dann freigestellt --> neue Ebene.
Drunter das Stück gespiegelt und um 180 Grad gedreht. Die Deckkraft auf 30%, leichter Gaußscher Weichzeichner auf der Ebene.
Noch einen Ebenenmaske drüber, dass die "Spiegelung" nach unten hin nachlässt.
Und schließlich die Ebene drei mit einem zentrischen Ebenenverlauf von Grau nach Schwarz.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: der Sauerländer am 03 Jul 11, 20:35
Hi jayjay,

ich sehe um das Stück und vom Rahmen nach Innen eine helle "Aura". Irgendwo scheint es zu viel des Guten. Vielleicht ist die vom loparit gemachte Beobachtung bei Jeff Scovil der bessere Weg. Direkt bei der Aufnahme alles gestalten. So machts auch der Spanier. Hinterher nen leichten Schatten reinbasteln ergibt dann nur noch einen passenden Effekt.

Wir bleiben da am Ball
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jayjay am 03 Jul 11, 20:40
Hallo
Meinst Du beim Rhodo? Vielleicht muss ich doch mal Geld in einen vernünftigen Monitor investieren. Ich habe nur einen Laptop....
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 03 Jul 11, 20:41
Hallo@Jayjay
Zitat
...Die Ebene, welche weich gezeichnet wird ist die mittlere Ebene ohne Mineral.
Mit dem nachträglichen screenshot der mittleren Ebene ist es verständlich !
Dann klappt es auch wie beschrieben.
Immer wieder interessant, wieviel verschiedene PS-Strategien zum Ziel führen können.  ;D 

Gruß
Norbert
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Harjo am 03 Jul 11, 22:11
Sehr gute Resultate, Komplimente.
Aber.....  ;)
Mir gefällt es immer noch am besten mit "natürlichem" Hintergrund, ohne das man die Stufe mit Kunstgriffe freistellen muss.
Es gibt viele Möglichkeiten eine Stufe so zu positionieren so das die Stufe vom Hintergrund "abhebt".
Ein Fischdraht genügt meistens um die Stufe aufrecht zu halten (nachher einfach weg zu retuschieren mit Photoshop oder andere Software).

Grüß,

Harjo
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 10 Sep 11, 21:58
Hallo zusammen,
war Heute auf einer kleinen Börse im Elsass, genau in Bourzwiller bei Mühlhousen, und habe folgendes
nettes kleines Stüfchen von der Clara erworben. Natürlich mußte ich es gleich fotografisch vergewaltigen.
Baryt Kristall mit eingewachsenem Agardit. Der Baryt sitzt auf Bario-Pharmakosiderit auf, der silbrig durch
den klaren Baryt scheint. Bildbreite 1,47 mm.



Herzliche Grüße an alle
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Hg am 10 Sep 11, 22:10
wow  :o
super, dass das Bild auch im Lexikon ist.
Grüße,
Andreas
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Klinoklas am 06 Oct 11, 14:33
Hallo,

das Bild ist wirklich sehr gelungen.
Motiv, Schärfe, Ausleuchtung, ich find es klasse.

Danke fürs reinstellen!

Gruß
René
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Kluftknacker am 06 Oct 11, 15:41
Megageil - um den Tenor eines abgehalfterten Popstars, der nun bei RTL seine Kommentare abgibt, zu übernehmen.

Wegen solcher Stufen bin ich Micromounter geworden. Soetwas liefert keine "normale Stufe".
Kompliment zum Kauf und Foto! :D

Kluftknacker
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Wegschmeißit am 07 Oct 11, 00:13
Sensationell!!

Und zu Recht heute (7.10.11) das Bild des Tages!
Gratulation!

Und der Kluftknacker hat völlig Recht wenn er sagt: Zitat" Wegen solcher Stufen bin ich Micromounter geworden. Soetwas liefert keine "normale Stufe". Zitat Ende.

Dem kann ich mich nur uneingeschränkt anschließen!  :)

Gruß Dirk
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 08 Dec 11, 23:58
Hallo,

ich bin nun umgestiegen auf Balgengerät und Mikroobjektive. Hier ein Foto der ersten Versuche. Ein Cuprit von der Grube Clara.
Die Bildabmessungen betragen 0,8x0,6mm, der Kristall ist ganze 0,4 mm groß oder besser gesagt klein. Aus 80 Aufnahmen mit Abstand von 0,005mm mit Combine ZP zusammengerechnet

Gruß
Edgar Müller -loparit-

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1323384675.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1323384675.jpg)
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Gepro am 21 Feb 12, 10:54
Guten Morgen,

zu den Bildern meiner Homepage "Mineralien-Prock.de" hätte ich gern ein paar Rückmeldungen.
Übrigens, von den Pyriten hab ich noch welche.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Embarak am 21 Feb 12, 11:59
Hallo@Gepro
Du hast eine PM.  ;D
Norbert
 
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: loparit am 21 Feb 12, 12:06
Hallo Gepro,

tolle Aufnahmen!
Habe dir eine Mail geschickt!

Gruß Edgar Müller
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: raritätenjäger am 21 Feb 12, 14:24
Hallo,

da schließe ich mich an, super Bilder und auch von mir ne Mail ;)

Gruß
Andreas
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Walpurgin am 21 Feb 12, 14:52
Die Bilder sind wirklich klasse...besonders der Torbernit von Hagendorf/Süd.
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: MichaelP am 21 Feb 12, 14:57
Ja, die Bilder sind sehr gut.
Ich vermisse nur die Möglichkeit, die Bilder per Mausklick in einem größeren Format bzw. in Originalgröße anzeigen zu lassen. Besonders die schönen Nadelpyrite hätte ich mir gerne etwas näher angesehen.
Viele Grüße
Michael
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Krizu am 21 Feb 12, 15:42
Hallo,

ja, viele der Aufnahmen, ca 8 bis 9 von 10,  sind im "Sehr gut"-Bereich in meinen Augen auf meinem Monitor. Die restlichen haben eher leicht korrigierbare Schwächen.

MfG

Frank
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: geni am 21 Feb 12, 18:34
Hallo,

einwandfreie und tolle Bilder.
Super, herzlichen Glückwunsch.

Herzliche Grüße
geni ( 8))
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: jkstar am 21 Feb 12, 19:55
Respekt, ich finde die Bilder auch sehr gut, besonders gefallen mir die Pyrite, weiter so.. :)

Gruß
Julian
Titel: Re: Mineralien fotografieren - Erfahrungsbericht - andere Erfahrungen!
Beitrag von: Kluftknacker am 21 Feb 12, 20:06
zu den Bildern meiner Homepage "Mineralien-Prock.de" hätte ich gern ein paar Rückmeldungen.

Sensationell!
Ich vermisse aber Angaben zur eingesetzten Technik (Kamera, Objektiv, ......). Vielleicht kommen die Daten hier?

Kluftknacker