Mineralienatlas - Fossilienatlas
Mineralien / Minerals / Minerales => Allg. Diskussionen Mineralien / General discussions minerals => Thema gestartet von: Tobi am 30 May 12, 16:08
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Mal wieder eine Frage an jene, die sich mit den chemischen/physikalischen Eigenschaften gut auskennen:
Woran liegt es eigentlich, dass Rosenquarz, obwohl makrokistalliner Quarz, i.d.R. nur derbe Massen bildet, während die anderen makrokristallinen Quarze meist sehr gut auskristallisiert vorkommen, oftmals sogar in spektakulären und enorm großen Kristallen. Rosenquarz, das weiß ich schon seit meiner Kindheit, ist zwar in derber Form Teelichtständermassenware aus Minas Gerais, aber richtig gute Kristalle sind extrem begehrte Raritäten. Das Marburger Museum hat z.B. auch so einen, sehr schöne Rosenquarzkristalle auf Feldspat aus Brasilien. Und ich glaube, dass ich abgesehen von Brasilien noch nie eine andere Herkunft von Rosenquarzkristallen gesehen habe. Warum ist das so extrem selten? Ist bei Rosenquarz etwas in das Kristallgitter eingebaut, dass das Wachsen der eigentlich so quarztypischen großen und guten Kristalle erschwert/verhindert?
Gruß
Tobi
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Eine sehr gute Frage !
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Hi Tobi,
siehe lexikon: Rosaquarz (rosa Quarzvarietät, die ihre Färbung durch Phosphor und Aluminium hat (im Gegensatz zu Rosenquarz, welcher durch Rutil- und/oder Dumortieriteinschlüsse gefärbt ist)
und Rosenquarz.
Womit natürlich die Frage warum das eine idiomorphe Kristalle bildet und der Rosenquarz nicht, nicht beantwortet ist.
Bin gespannt auf erklärende Beiträge.
Günter Blaß
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Ach ja, das leidige Thema – Rosenquarz / Rosa Quarz …
Abgesehen davon, dass rosafarbene Quarzkristalle generell relativ selten, und dann im Vergleich zu den anderen makrokristallinen Quarzvarianten auch eher klein sind …weshalb die Frage so, oder so Sinn macht …
Was ist denn zur Zeit überhaupt der aktuelle Stand der Nomenklatur, wurde der Vorschlag, der Trennung aufgrund unterschiedlicher, farbverursachender Fremdeinschlüsse mittlerweile offiziell fixiert ? Und sind die, verhältnismäßig seltenen, rosafarbenen Quarzkristalle demnach überhaupt noch Rosen-, oder doch nur Rosa- Quarz ?
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der massenhafte Einschluss nadeliger xx – ähnlich wie bei Blauquarz und Prasem das Kristallwachstum zwar nicht ver-, aber auf jeden Fall be-hindert.
Gruß
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Hallo Tobi,
ich denke Rosenquarz ist bei Temperaturen (465-680° nach Rykart) aus der Lösung (Schmelze / Gasphase?) entstanden bei denen sich keine Hohlraume bildeten, sprich das Qurzwachstum noch lange nicht zu Ende war. Zu dem späteren Zeitpunkt als das es dann zum erliegen kam und frei gewachsene Kristalle übrig blieben, waren die Bedingungen nicht mehr gegeben um die rosa Farbe zu erzeugen.
Grüße Josef Penzkofer
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Hallo!
Rosenquarz ist eine pegmatitische Restschmelze.Bei Erhitzung über 575Grad tritt eine Entfärbung ein.
Rosaquarz ist eine hydrothermale Bildung!
Gruß Jens
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Hallo,
Also, ich denke ganz so einfach ist es nicht. Richtig, Rosenquarz kommt typischerweise aus pegmatitischer Genese. Aber es gibt auch hydrothermale Quarzgänge mit Rosenquarz.
Gruß
Berthold
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Ist es nicht bei Chalcedon und Karneol, Jaspis und Achat genauso. Eine Art Restschmelze bei höherer Bildungst Pemperatur. Hydrothermalen Ursprungs. ::)
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... ich glaube, dass ich abgesehen von Brasilien noch nie eine andere Herkunft von Rosenquarzkristallen gesehen habe ...
Es gibt noch kristallisierten Rosenquarz vom Wama-District in Nuristan/Afghanistan und von einzelnen Vorkommen in den USA (Maine).
Volkmar
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Hallo,
Ist es nicht bei Chalcedon und Karneol, Jaspis und Achat genauso. Eine Art Restschmelze bei höherer Bildungst Pemperatur. Hydrothermalen Ursprungs.
??? Ich verstehe nicht. Eine Restschmelze kann doch nicht hydrothermalen Ursprungs sein! Bei Rosenquarz sehe ich in der Genese keine Parallelen zu Chalcedon, Karneol, Jaspis und Achat. Imho sind da Welten dazwischen.
Gruß
Berthold
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Aha, danke schonmal bis dahin, ich versuche hier eine Antwort auf meine Frage rauszulesen ;)
Aber dank unseres wundervollen eBay-Threads wissen wir ja nun, dass es auch Rosenquarze gibt, die wie abgebrochene Berbes-Fluorite kristallisieren: http://www.ebay.de/itm/fiesiger-ROSEN-QUARZ-CUBUS-Kristall-Wurfel-Kraftstein-Heilstein-Kristallwuchs-/120919910193?pt=Mineralien_Fossilien&hash=item1c27636731
:D
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Aber es gibt auch hydrothermale Quarzgänge mit Rosenquarz.
Hallo Berthold!
Da kenne ich leider nichts davon.Alles was ich bisher gesehen habe waren grenzwertige Stücke die irgendwie rosa erscheinen aber dennoch nur auf Eiseneinschlüssen beruhen.
Es gibt noch kristallisierten Rosenquarz vom Wama-District in Nuristan/Afghanistan und von einzelnen Vorkommen in den USA (Maine).
Hallo Volkmar!
Da wäre es doch an der Zeit im Lexikon die Fotos dazu einzufügen.
Meines Wissens sind Kristalle von Rosenquarz nicht bekannt!
Gruß Jens
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Hallo Jens
doch, sicherlich gibt es Rosenquarzkristalle. Siehe unten.
Ich füge Dir auch den Begleittext zu der u.a. Stufe bei. (entnommen aus mindat / rose quartz)
The other variety occurs in well-formed crystals of similar color. They are found as a late formation in pegmatite pockets, often overgrowing smoky quartz crystals in groups of parallel-grown crystals. The color is apparently caused by irradiation induced color centers based on aluminum, Al, and phosphorous, P, that replace Si in the atom lattice (Maschmeyer, Lehmann, 1983). The color is both very light- and heat sensitive. The crystals are slightly dichroic. Because of the differences in their physical properties and causes of color it has been suggested to give the variety of rose quartz that forms crystals the name "pink quartz"
gruß
collector
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Ich habe mir dann gerade mal eben erlaubt, diese empfindliche Lücke im Lexikon zu schließen und meinen brasilianischen Rosenquarz eingefügt: (https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1338558067.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1338558067.jpg)
Zudem zeige ich hier mal ein altes Etikett zu einem derben Rosenquarz aus Rabenstein. Interessanterweise wird auf der Rückseite ein Hinweis auf mögliche Kristalle von da gegeben. Mir ist aber nichts bekannt, ob die wirklich dort jemals vorgekommen sind. Für alle,die die alte Schrift nicht lesen können, hier die "Übersetzung":
Vorderseite: Rosenquarz
derb, rosenrot, zwischen Glas-
und Fettglanz, mit Opalschein
Rabenstein bei Zwiesel
im bayr. Walde
Rückseite: Professor Hunger von
Passau wollte seinerzeit den
bayr. Rosenquarz auch in 6-
seitigen Pyramiden xx
gefunden haben.
Ciao. Uwe
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Hallo Peter und Uwe!
Das Problem an der Sache ist folgendes: Unterscheidet doch bitte einmal zwischen Rosenquarz und Rosaquarz
Wenn man durch Aluminium und Phosphor gefärbte kristallisierte Stücke ständig mit Rosenquarz beschriftet wird da ständig aneinander vorbeigeredet werden.Das ist dann der Rosaquarz
Interessant ist der Hinweis auf den Professor Hunger in Passau.Allerdings auch kein direkter Beweis auf das Vorkommen von kristallisiertem Rosenquarz
Ausgeschlossen ist der ja nicht-es hat nur niemand welchen ;D
Oder doch?
Gruß Jens
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Dann schlage ich eine neue Namenskreation vor: Rosanenquarz ;D ;D die Heilsteinfuzzis werdens uns danken...
Zum Rabensteiner Rosenquarz glaube ich persönlich auch nicht daran, daß es wirklich Kristalle dort gab, der Hinweis auf dem alten Etikett klingt ja auch ziemlich zweifelnd, aber: never say never.
Ahoi. Uwe
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Hallo Jens
im Sinne der Sammler ..... ein paar Gedanken ...
die meisten Sanmmler wissen, was Rosenquarz ist. Manche kennen ihn als massiven Rosenquarz fürs Aquarium aus dem Baumarkt, andere kennen ihn von der "eigenen" Mine in Namibia von Mikon-Mineralien, ganz weit vornere kennen ihn als Rosenquarzkristalle aus Brasilien.
Was solls ? Jeder ist mit seinem "Rosenquarz" zufrieden. Die Amis und Engländer sind da eher weniger korinthenkackerisch: Rose Quartz oder Pink Quartz. And so what ?
Lass uns doch beim gutel alten Rosenquarz bleiben. Manche haben halt massive Stücke, wenige haben sich eine Stufe mit Rosenquarzkristallen aus Brasilien geleistet. Alle sind happy. Und keiner hat Bock auf "Rosa Quarz", "Rosenquarz", "Pink Quarz", Rose Quartz" usw.
Im übrigen - einige schöne Erklärungen für Korinthenkackerei:
Korinthenkacker - Wiktionary
*Bedeutungen:
*1. vorwiegend in Deutschland: pedantischer, kleinlicher, perfektionistischer und gleichzeitig auch rechthaberischer, altkluger Mensch
Synonyme:
*1. Erbsenzähler, Haarspalter, österreichisch: I-Tüpferlreiter, Kasuist, Korithenscheißer, Krümelkacker, Kümmelspalter, Paragrafenreiter, Paragraphenreiter, Pedant, Perfektionist, Prinzipienreiter, Rabulist, Silbenklauber, Silbenstecher, Sophist, schweizerisch: Tüpflischeißer, Weismacher, Wortklauber, südwestdeutsch: Dipfeleschisser
Als Korinthenkacker werden umgangssprachlich manchmal besonders pedantische „Kleinigkeitskrämer” bezeichnet. Die Korinthe ist die kleinste Rosinenart.
Der Korinthenkacker will die Dinge bis ins kleinste Detail, also „bis auf den so genannten i-Punkt genau” beschreiben und regeln. Seine betont „kleinlichen” Darstellungen und Sichtweisen können dabei durchaus richtig sein, aber seine Pedanterie wirkt dabei oftmals rechthaberisch.
Der Begriff ist im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Daneben gibt es analoge Bezeichnungen für „kleingeistige” und „rechthaberische” Personen. Im süddeutschen Sprachraum betitelt man derartige Menschen auch als i-Tüpferlreiter, in der Deutschschweiz, Westösterreich und in Südwestdeutschland vergleichbar als Tüpflischisser, Dippelschisser, Dipfalscheißer oder Dipfeleschisser.
Synonyme für Korinthenkacker sind Erbsenzähler, Kümmelspalter, Beckmesser, Piddelskrämer, Tüpflischeißer, in der Berliner Mundart Krümelkacker und in der baierischen Gscheidhaferl. Eine ähnliche Bedeutung hat auch Haarspalter, dabei wird allerdings die (Über-)Genauigkeit betont, die zu verschiedenen Interpretationen Anlass gibt. Modellbauer sprechen auch vom Nietenzähler. Das Englische Nitpicker heißt allerdings nicht Nietenpflücker, sondern Nissenpflücker.
Im Niederländischen hat das Wort eine andere Denotation. Hier ist mit Korinthenkacker als wörtliche Übersetzung von „Krentenkakker” (nl.) eher ein „Geizhals“ gemeint (, der keine Krente/ Korinthe seines Vermögens rausrückt), wohingegen ein „Kleinigkeitskrämer” bzw. „Erbsenzähler” als „Muggenzifter” (Mückensieber) oder bevorzugt als „Mierenneuker” (Ameisenficker*) bezeichnet wird, ähnlich dem dänischen „Flueknepperen” (Fliegenficker*) oder dem finnischen „Pilkunnussija” (Kommaficker *).
*Find ich persönlich "geil".
Gruß
collector
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Hallo Peter!
Korinthenkackerei hin oder her-beim Quarz sind nun mal gewisse Unterschiede da.
Die verschiedenen Namen im Lexikon wollen erklärt werden.Sonst könnte man das natürlich löschen und alles gemeinsam unter SiO2 zusammenführen.
Da hättest du dir jetzt diese ganze Schreiberei sparen können und lieber als Moderator alles rauslöschen können,was dir nicht so recht passt.
Ich habe diese Namensgebungen nicht erfunden-die sind halt nunmal da,also vorgegeben(aufgrund verschiedener farbgebender Einflüsse).Dann muß man zwangsläufig auch damit umgehen.
Glück Auf!
Jens
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und lieber als Moderator alles rauslöschen können,was dir nicht so recht passt....
Hi Jens
ich bin kein Moderator. Nur Sammler - wie Du.
Gruß
Peter
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ich bin kein Moderator. Nur Sammler - wie Du.
Hallo!
Ich weiß schon.Ich spielte auf die Vergangenheit an.
(Mich wundert etwas ,daß die personelle Umordnung hier im Forum nicht ins Gewicht fällt!)
Bleiben wir also lieber bei den Themen-das macht weniger Streß ;)
Gruß Jens
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... Und dabei wollte ich doch ursprünglich nur wissen, warum rosafarbener Quarz (ha - erfolgreich dem Galgen der unklaren Nomenklatur entgangen) sehr selten Kristalle bildet, während farbloser, graubrauner, gelblicher und lilafarbener in der Regel sehr schöne bilden ...
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... Und dabei wollte ich doch ursprünglich nur wissen, warum rosafarbener Quarz (ha - erfolgreich dem Galgen der unklaren Nomenklatur entgangen) sehr selten Kristalle bildet, während farbloser, graubrauner, gelblicher und lilafarbener in der Regel sehr schöne bilden ...
Hallo!
Du weichst jetzt auf alle anderen Varitäten aus?
??? ::) ??? :-\ :'( :P ??? :( >:( :-\ :-\ ::)
Glück Auf!
Jens
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?
Ich erwähne diese anderen, so wie bereits im Eingangsbeitrag, einfach nur als Gegenbeispiele.
(Rosenquarz = so gut wie keine Kristalle, andere makrokristalline Quarze = sehr oft große und gute Kristalle)
Wo ist da jetzt das Problem?
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Hallo Zusammen
Ich hab mir den Thread mal durchgelesen und komme nicht umhin festzustellen, das hier - mal wieder - einige Leute aneinander Vorbeireden. Ich bin zwar kein Quarzexperte, kann allerdings Jens nur recht geben wenn er feststellt, das es Unterschiede zwischen Rosa Quarz und Rosen-Quarz gibt. Beim Rosenquarz liegt die Farbursache in feinverteilten, manchmal sogar orientiert eingewachsenen Rutilnädelchen (darum ist er übrigens immer undurchsichtig); beim Rosa Quarz ist die Farbursache im Kristallgitter eingebauter Phosphor bzw. Aluminium. Das sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe. Nur Aufgrund der Färbung beide gleich zu setzen wäre in etwa so, wie Borussia Dortmund und FC Bayern München gleich zu setzen weil beide Fussballclubs sind. Am Hobby Mineraliensammeln hängt unweigerlich die Wissenschaft Mineralogie mit all ihren Feinheiten dran. Das kann man zwar für sich persönlich ignorieren, in einem öffentlichen Forum oder gar Lexikon ist Ignoranz jedoch völlig deplatziert, ebenso wie der Begriff "Korinthenkacker" im Zusammenhang mit der Nomenklatur/Farbursache von Quarzen.
Da Rosenquarz aus einer pegmatitischen Restschmelze (Quarzschmelze, also flüssiger Quarz) entsteht und Rosa Quarz aus hydrothermalen Lösungen (in Wasser gelöstem Quarz - jetzt sollte jedem der Unterschied zwischen hydrothermal und Schmelze klar sein) wird deutlich, warum Rosenquarz immer de facto derb ist (aus Schmelze entstehen nur bei sehr langsamer Abkühlung idiomorphe Kristalle, offenbar ist die Abkühlgeschwindigkeit beim Rosenquarz entweder zu schnell, oder es bleibt schlicht und ergreifend kein Hohlraum für Kristalle zurück - so genau weiß ich das leider auch nicht), während Rosa Quarz durchaus in perfekten Kristallen vorkommen kann. Die meisten schönen Quarzkristalle in den Sammlungen stammen aus hydrothermaler Bildung. Warum die Rosanen Quarze nun so selten sind, darüber kann ich auch nur spekulieren. Anscheinend gibt es nur entsprechend selten ein passendes Zusammenspiel der dafür nötigen Faktoren, was natürlich keine Erklärung sondern nur eine Schlussfolgerung ist.
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Das ist doch mal ne Erklärung ,danke .
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Hallo,
Einspruch:
Beim Rosenquarz liegt die Farbursache in feinverteilten, manchmal sogar orientiert eingewachsenen Rutilnädelchen.
nein, nicht Rutil sondern ein Dumortierit-ähnliches Mineral gibt Rosenquarz die Farbe 1) 2) 3) Bei den von Goreva & Rossman 2) untersuchten 29 Proben aus verschiedenen Vorkommen waren auch Rosenquarz-Proben aus hydrothermalen Quarzgängen dabei (aber keine Kristalle). Eine mituntersuchte Rosaquarz-Probe (Kristalle aus Alto da Pitora, Galileia, Minas Gerais, Brasilien) zeigte keine Einschlüsse des Dumortierit-ähnlichen Minerals.
Auch zu Rosaquarz gibt es Untersuchungen über die Farbursache, sie soll auf Farbzentren (ähnlich Rauchquarz, Amethyst) beruhen 4). Der Unterschied von Rosenquarz und Rosaquarz ist also nicht nur, dass Rosaquarz Kristalle bildet, sondern es liegt eine andere Farbursache vor. Diese führt zu anderem Ausbleichverhalten , anderer Farb-Temperaturempfindlichkeit usw. Systhetisch kann man übrigens derzeit nur Rosaquarz herstellen.
Bezüglich der ursprünglichen Fragestellung (warum Rosenquarz keine/selten Kristalle bildet) hilft das natürlich nur bedingt weiter. Wenn man nicht zwischen beiden Varietäten (Rosenquarz und Rosaquarz) unterscheidet, bietet sich die Erklärung an, dass rosa Farbzenter-Färbung wohl deutlich seltener vorkommt als die Färbung durch ein Dumortierit-ähnliches Mineral.
Ich halte die Unterscheidung Rosenquarz und Rosaquarz nicht für Korinthenkackerei. Im engl. Sprachgebrauch rose quartz (Rosenquarz) und pink quartz (Rosaquarz).
Gruß
Berthold
Literatur:
1) Applin, Kenneth and Brian Hicks, 1987, “Fibers of dumortierite in quartz”, American Mineralogist, v. 72, p. 170-172.
2) Goreva, Julia, Chi Ma and George Rossman, 2001, “Fibrous nano-inclusions in massive rose quartz: The organ of rose coloration”, American Mineralogist, v. 86, p. 466-472.
3) Ma, Chi, Julia Goreva and George Rossman, 2002, “Fibrous nano-inclusions in massive rose quartz: HRTEM and AEM investigations”, American Mineralogist, v. 87, p. 269-276.
4) Maschmeyer, D., Lehmann, G. (1983) A trapped-hole center causing rose coloration of natural quartz. Zeitschrift für Kristallographie, 163: 181-186.