Mineralienatlas - Fossilienatlas

Mineralien / Minerals / Minerales => Mineralienbilder / Mineral Pictures => Gemischte Bildbeiträge => Thema gestartet von: etalon am 21 Nov 15, 22:20

Titel: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 21 Nov 15, 22:20
Hallo zusammen,

ich bewundere schon seit einiger Zeit die fantastischen Mikroaufnahmen von einigen hier im Forum. Da ich als Makroeinsteiger auch gerade dabei bin, mir ein Setup für höhere Abbildungsmaßstäbe aufzubauen, bewegt mich folgende Frage:
Wie findet ihr euren Bildausschnitt, bzw. Wie findet ihr die tollen Kristalle, welche ja nur wenige mm (wenn überhaupt) groß sind? Seht ihr euch die Stufen vorher ausgiebig unter dem Mikroskop an? Mit bloßem Auge ist da ja eher nichts mehr zu machen, oder?...
Freue mich auf einige Tipps.
Danke.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 21 Nov 15, 22:35
Seht ihr euch die Stufen vorher ausgiebig unter dem Mikroskop an?

Ja, das mache ich so. In schwierigen Fällen biege ich ein dünnes Drähtchen zurecht, so dass es in die Nähe des gesuchten Kristalls zeigt. Dann kann man sich mit dem Bildausschnitt langs diesem Draht hangeln bis man den Kristall gefunden hat. Anfangs fühlt sich das sehr schwierig an, mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und es geht schneller.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 21 Nov 15, 23:11
Hallo zusammen,
ich benutze farbige Pfeile, die ich mir aus aus Rundetiketten zuschneide.
Geht hervorragend.

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Josef 84,55 am 22 Nov 15, 13:26
Hallo,

ich nehme die Kamera vom Balgen und leuchte mit einer Taschenlampe hinein. Mit dem Lichtpunkt finde ich den Bildausschnitt, den ich vorher unter dem Mikroskop ausgewählt habe, meistens recht schnell, selbst bei den kleinsten Bildbreiten. Wenn aber der Kristall in der Luft an einer dünnen Nadel hängt, sucht man trotzdem manchmal eine halbe Stunde, hier bei mäßigem Ergebnis.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1422200344.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1422200344.jpg)

Grüße Josef
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Nov 15, 14:07
Hallo zusammen,

besten Dank für die Antworten. Heißt das, man kommt um die Anschaffung eines Mikroskops nicht herum? Was benutzt ihr für Mikroskope? Ich habe schon einige Aufbauten gesehen, wo zwar mit Mikroskopobjektiven aber ohne Mikroskop fotografiert wurde. Solch ein Setup (mit Mitutoyo Plan Apos) schwebt mir auch vor. Suche ich dann geeignete Ziele und Bildausschnitte durch die Kamera, oder muss ich mir noch ein Stemi anschaffen (hatte ich eigentlich nicht vor)? Danke.

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Nathan am 22 Nov 15, 14:57
Hallo Markus,
ich würde sagen, ein Mikroskop ist für jeden ernsthaften Mineraliensammler (außer die HS Sammler  ;) ) Pflicht.
Ich benutze ein Bresser researcher ICD Stereo Mikroskop. Zum Untersuchen und anschauen von Stücken ist es absolut geeignet. Der Abstand zwischen Stück und Objektiv ist zwar etwas klein, aber es geht. Zum Fotografieren würde ich es nicht empfehlen. Dafür sind schon Mikroskope >1000€ nötig, um befriedigende Ergebnisse zu erzielen.
Gruß
Philipp
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Nov 15, 15:49
Hallo Philipp,

hmm, genau da liegt für mich der Hase im Pfeffer. Was bringt mir eine Mineraliensammlung in einer Vitrine, deren Stücke ich nur mit einem Mikroskop betrachten kann? Den Blick durch ein Mikroskop kann man leider schlecht mit Anderen (auch Mineralientechnisch Unbefangenen) teilen, da immer ein großer Aufwand und Übung nötig ist, um die entsprechenden Eindrücke zu erhalten. Die Mineraliensammlung im Wohnzimmer, an der sich auch Andere erfreuen können, bedingt aus meiner Sicht die Sammlung von HS. Bei diesen kann man aber auch bestimmt in kleinsten Maßstäben tolle neue Entdeckungen auf fotografischem Wege machen. Ich habe mir bei der Betrachtung von den vielen tollen Bildern mit Maßstäben zwischen 1-5mm schon öfters gedacht, dass es in dieser Größe relativ einfach ist, perfekte Kristalle zu finden. Ein perfekter Kristall, welchen man auch mit bloßem Auge sehen kann, ist da schon seltener. Daher versuche ich trotz meines Interesses an der Makro- und Mikrofotografie immer auch den ästhetischen Eindruck mit bloßem Auge nicht aus selbigem zu verlieren und richte auch den Erwerb meiner Mineralien nach diesem Gesichtspunkt aus. Daher hatte ich an eine Anschaffung eines Stemis nicht gedacht...

Ich finde durchaus, dass die erzielten Ergebnisse von Anderen mit dem mir vorschwebenden Aufbau durchaus sehr gut sind, auch wenn kein >1000€ Mikroskop dahinter steckt (wobei die Summe der Einzelteile diesen Betrag durchaus übersteigen werden)...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Nathan am 22 Nov 15, 16:04
Die Fotoausrüstung vieler besteht aus diversen Objektiven etc., wodurch sich mMn bessere Ergebnisse erzielen lassen. Beim Sammeln von ästhetischen HS kommt man leider schnell an die Grenzen des Platzes und des Geldbeutels. Ich bin deshalb auf KS umgestiegen, da diese meist auch ohne Mikroskop zu betrachten sind, gute xx aufweisen, recht preiswert sind und relativ platzsparend sind.
Gruß
Philipp
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Nov 15, 16:33
Hallo Philipp,

ja, da stimme ich Dir zu. Ab wann spricht man denn von HS und ab wann von KS? Letzten Endes wird mir wohl nur das Aufsuchen geeigneter Kristalle durch die Kamera bleiben, wenn ich nicht noch ein extra Mikroskop anschaffen will.

Macht das sonst auch noch jemand, oder ist das eher ambitioniert?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: UlrichW am 24 Nov 15, 00:45
Hallo zusammen,

besten Dank für die Antworten. Heißt das, man kommt um die Anschaffung eines Mikroskops nicht herum? Was benutzt ihr für Mikroskope? Ich habe schon einige Aufbauten gesehen, wo zwar mit Mikroskopobjektiven aber ohne Mikroskop fotografiert wurde. Solch ein Setup (mit Mitutoyo Plan Apos) schwebt mir auch vor. Suche ich dann geeignete Ziele und Bildausschnitte durch die Kamera, oder muss ich mir noch ein Stemi anschaffen (hatte ich eigentlich nicht vor)? Danke.

Gruß Markus

Hallo Markus,

deinen Elan in allen Ehren, aber Du schießt mit deiner Vorstellung ganz erheblich über das Ziel hinaus!!! Also mal ganz von Anfang an:

Zitat
Heißt das, man kommt um die Anschaffung eines Mikroskops nicht herum?

Genau das heist das! Wie willst Du entscheiden was Du fotografieren möchtest, wenn Du es nicht siehst? Und Zweitens, hat ein Stereomikroskop noch niemandem Geschadet. Denke nur einmal daran was Du alles auf deinen Handstufen finden und sehen wirst? Ein Bino, so heißen die Dinger Umgangssprachlich, bringt dich weiter.

Zitat
oder muss ich mir noch ein Stemi anschaffen

Naja, ein Stemi muss es nicht gerade sein, eine Leica, Wild, Olympus oder Nikon tut es auch...sorry das war ein Scherz. NEIN, es muß kein Stemi sein, es gibt auch andere gut zu gebrauchende Stereomikroskope die in einer weit darunter liegenden Preisklasse spielen aber trotzdem die ersten 10-15 Jahre durchaus viel Freude bereiten. Allerdings, Binokulare, Abkürzung Bino, sind eine Anschaffung fürs Leben, also je besser man sich ausstattet, detso mehr hat man davon...wenn man es denn bezahlen kann. Ich habe zwei Jahrzehnte mit einem Euromex gearbeitet, und bin heute bei einem preiswerten Modell von Leica gelandet, so eines ohne Zoom. Trotzdem möchte ich die damals schwere Anschaffung wegen des happigen Preises nicht missen. Ich bin allerdings auch Micromounter. Für dich würde ich ein preiswertes Modell empfehlen, welches bedarf einer ausführlichen Beratung und man muss selber einmal durchschauen. Schlecht sind die heutigen chinesischen Modelle (Motik etc.) nicht.

Zitat
wo zwar mit Mikroskopobjektiven aber ohne Mikroskop fotografiert wurde. Solch ein Setup (mit Mitutoyo Plan Apos) schwebt mir auch vor

Du bist Dir schon bewusst, das alleine das Mitutoyo dir beim Bezahlen Haarausfall beschert? Das Teil koset locker 800-1200 Euro, wenn man es günstig bekommt. Aber mal abgesehen vom Preis, mit dieses Mikroskop-Objektiven knipst man nicht einfach ein Bild, sondern da ist aufwendige Technik notwendig, Diese Objektive haben eine Tiefenschärfe von wenigen hunderstel Millimetern bis max 1/10 mm. Um Bilder zu machen macht man Mehrebenenfotografie, also man nimmt dutzende Bilder mit einem geringstfügig veränderten Fokus auf und stackt diese dann zu dem fertigen Bild mit einer sozusagen aufaddierten Tiefenschärfe...ich weis, das heist Schärfentiefe, aber ich bin manchmal so altertümlich...
Die dazu notwendige Technik kostet dich zusammen mal locker 2000, und das ist erst der Anfang, denn wenn Du nicht weist was Du knipsen willst, weil Du es nicht siehst bzw. gesehen hast, nutzt Dir das alles nichts.

Also, komm mal auf den Boden und fange an das Handwerk von der Pieke auf zu lernen.

Punkt 1: Fotografiere deine Handstufen doch mit einfachen Fotoequipment. Das ist schwerer als man denkt, und bist Du den Bogen raus hast, sind mal locker 500 Rappen investiert...für Objektive, Beleuchtung, Mechanik usw.
Ich habe kurz nachdem ich das geschrieben habe gesehen das Du das schon machst. Sorry! Abert trotzdem, da ist bei der Schärfe und Bildausleuchtung noch viel Luft nach oben. Bleib dabei, da machst Du gute Schritte! Deine Bilder sind nämlich gar nicht so schlecht.

Punkt 2: Wenn es Dir wirklich um die kleinen Dinge auf deinen Stufen geht, also auch um das Erkennen von Details, Kristallformen, weiteren Begleitmineralien etc. Dann investiere in ein gutes Binokular.

Punkt 3: Wenn Du aber unbedingt losknipsen willst, dann lese dich im Fotoforum ein. U.A. findest Du da einen Bericht von mir, worin ich beschreibe wie man mit überschaubaren Mitteln Kristalle im Millimeterbereich abbilden kann (Bildbreite etwa 3mm, im Crop um 1mm). Vereinfacht gesagt: Digitalkamera->Balgengerät->50mm-Objektiv in Retro-Stellung + Hebemechanik
Letzteres, die Hebemechanik ist der am schwierigsten zu beschaffende Teil, aber lies meinen Bericht, dann wirst Du verstehen was ich hier sabbel. Und vergiß die Mitutoyos oder Laminare. Damit kann man fotografieren, aber sie sind kein Garant für Bildqualität. Denn für diese Objektive braucht man Erfahrung, und davon reichlich! Oder anders ausgedrückt: Es gibt Spezialisten die beherrschen die Technik, aber speziell bei Mindat.org sieht man Reihenweise Bilder die mit teuerstem Equipment gemacht wurden, deren Qualität aber mehr als zu wünschen übrig lässt.


Ich wünsche Dir eine weise Entscheidung und weiterhin viel Spaß mit den Glitzerchen
Ulrich

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Nov 15, 20:01
Hallo Ulrich,

zu erst einmal vielen Dank für deine ausführliche und ehrliche Antwort. Ich würde gerne zu dem einen oder anderen Punkt - genau so ehrlich- Stellung nehmen.

Zitat
deinen Elan in allen Ehren, aber Du schießt mit deiner Vorstellung ganz erheblich über das Ziel hinaus!!!

Was veranlasst dich zu diesem Schluss? Ich finde, sich Ziele zu setzen ist legitim.


Zitat
Wie willst Du entscheiden was Du fotografieren möchtest, wenn Du es nicht siehst?

Wieso sehe ich das nicht? Bisher habe ich doch auch mit dem Kamerasucher, bzw. Monitor mein Bildfeld eingerichtet. Ich gebe dir aber recht, dass das wahrscheinlich bei entsprechendem Abbildungsmaßstab sehr mühsam ist. Daher habe ich aus der bisherigen Diskussion für mich gelernt, dass ich noch ein Stereomikroskop anschaffen muss. Schaden tut das in der Tat nur dem Geldbeutel...  ;D


Zitat
Du bist Dir schon bewusst, das alleine das Mitutoyo dir beim Bezahlen Haarausfall beschert?

Du kannst dich darauf verlassen, dass wenn ich hier eine Frage stelle, ich mich vorher soweit es mir möglich war über entsprechende Sachverhalte informiert habe. Das schließt Preise von genannten Wunschsetups mit ein. Ich muss zwar für mein Geld auch arbeiten gehen, aber die Beurteilung, was ich mir leisten kann und möchte, lassen wir mangels persönlicher Bekanntschaft lieber bei mir  ;) .
Ich bin durchaus der Meinung, dass die Kette zu einem guten Bild (vom Objekt bis zum fertigen Bild) nur so gut ist, wie sein schwächstes Glied. Um nicht durch technische Dinge limitiert zu werden, ist es mir wichtig, dass grundsätzlich immer ich das schwächste Glied in der Kette bin. Das bedingt neben meinem persönlichen Qualitätsanspruch eben auch die entsprechenden Investitionen. Weiters muss das ja nicht alles sofort angeschafft werden. Das kann sich durchaus über ein paar Monate ziehen.


Zitat
...denn wenn Du nicht weist was Du knipsen willst, weil Du es nicht siehst bzw. gesehen hast, nutzt Dir das alles nichts.

Siehe oben.


Zitat
Also, komm mal auf den Boden und fange an das Handwerk von der Pieke auf zu lernen.

Wie ich mich eben nochmals überzeugt habe, wirkt die Gravitation auch bei mir zu Hause. Ich kann dir also versichern, dass ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehe und mich bester Gesundheit erfreue. Was veranlasst dich zu dem Schluss, dass ich es nicht von der Pieke auf gelernt habe? Auch hier - da wir uns nicht persönlich kennen, sind solche Anspielungen etwas mutig...


Zitat
Abert trotzdem, da ist bei der Schärfe und Bildausleuchtung noch viel Luft nach oben.

Nun, da ich mit der Makrofotografie erst angefangen habe, ist da sogar ganz sicher noch Potential da. Alles andere würde mich auch erschrecken. Dass vor allem die Ausleuchtung mit einer simplen LED-Schreiptischlampe noch nicht optimal ist, weiß ich wohl, und es ist auch schon eine Optimierung in die Wege geleitet. Aber wie schon geschrieben, Eines nach dem Anderen.
Dass du allerdings die Schärfe in meinen Bildern bemängelst, kann ich indess nicht so wirklich nachvollziehen. Mehr wie scharf geht nicht. Würde mich interessieren, wo dir das Aufgefallen ist. Wo ich allerdings noch erhebliche Probleme habe, ist beim Stacken mit PS. Das liegt allerdings nicht an der Schärfeleistung der Aufnahmekombi, sondern an der Physik (Maßstabsänderung außerhalb der Schärfeebene). Da bleiben immer hässliche, unscharfe Artefakte an Stellen mit großen Schärfetiefensprüngen. Das wird aber bei anderer Stackingsoftware genau so sein, obwohl ein Test mit Helicon Focus noch aussteht.


Zitat
Wenn Du aber unbedingt losknipsen willst, dann lese dich im Fotoforum ein. U.A. findest Du da einen Bericht von mir, worin ich beschreibe wie man mit überschaubaren Mitteln Kristalle im Millimeterbereich abbilden kann (Bildbreite etwa 3mm, im Crop um 1mm). Vereinfacht gesagt: Digitalkamera->Balgengerät->50mm-Objektiv in Retro-Stellung + Hebemechanik
Letzteres, die Hebemechanik ist der am schwierigsten zu beschaffende Teil, aber lies meinen Bericht, dann wirst Du verstehen was ich hier sabbel.

Keine Bange, ich verstehe durchaus, was du da "sabbelst". Ich habe mir allerdings trotzdem sowohl deinen Bericht durchgelesen, als auch den zugehörigen Thread. Der Bericht liest sich sehr kurzweilig, das ist dir gut gelungen. Ich persönlich habe mich gegen ein Balgengerät entschieden und arbeite mit Verlängerungshülsen, da so ein Balgen doch immer wieder fusselt und dadurch öfters Dreck auf Optik und Chip zu liegen kommt, was eine häufigere Reinigung nach sich zieht, immer mit der Gefahr, dabei etwas zu beschädigen. Außerdem finde ich die Lösung mit dem OAZ als Z-Achse nicht unbedingt glücklich, da die Verstellung damit (also ohne jegliche Skala) nur sehr schlecht reproduzierbar ist. Da ich in der glücklichen Lage bin, mich an meiner recht gut ausgestatteten optischen Bank an allerlei Optomechanik zu bedienen bin ich der Meinung, dass da genauere und entsprechend bedämpfte mechanische Lösungen möglich sind, um der von dir angesprochenen geringen Schärfentiefe der Objektive Rechnung zu tragen. (Bitte als meine persönliche Meinung betrachten)

Bei deinem Beitrag im Thread sind mir allerdings ein paar Punkte aufgefallen, wo ich etwas anderer Meinung bin (die Physik übrigens auch). Ich finde es äußerst löblich, dass du dir die Mühe machst, Sachverhalte zu erklären. Davon können Alle partizipieren. Trotzdem sollte man gerade dann auf sachliche Richtigkeit achten.

Dass eine teure Ausrüstung kein Garant für gute Aufnahmen ist, damit hast du uneingeschränkt recht, aber dann ist zumindest die Technik nicht der limitierende Faktor (schrieb ich ja bereits). Vergessen will ich daher weder Mitutoyos, noch Laminare, warum auch?


Zitat
Es gibt Spezialisten die beherrschen die Technik, aber speziell bei Mindat.org sieht man Reihenweise Bilder die mit teuerstem Equipment gemacht wurden, deren Qualität aber mehr als zu wünschen übrig lässt.

Nun, ich bin der festen Überzeugung, dass auch diese Profis mit den genannten Objetiven einmal angefangen haben. Dass da nicht sofort alles perfekt läuft, erwarte ich. Aber auch das ist erlernbar. Ich war so frei, und habe mir mal deine Bilder hier angesehen. Das letzte war zwar von 2011, und ich bin mir sicher, dass deine jetzigen Bilder deutlich besser sind, aber eine Qualität, welche zu oben zitierter öffentlicher Feststellung bezüglich anderer Bildautoren (z. B. auf Mindat) führt, kann ich bei vorliegendem Material nicht erkennen und gehe davon aus, dass das deine persönliche Wahrnehmung (und damit auch völlig in Ordnung) ist.


Alles in Allem hoffe ich, dass du das nicht falsch verstehst. Ich habe mir nur erlaubt, genau so ehrlich zu antworten und es ist nicht persönlich gemeint. So, jetzt muss ich mich mal bei den Stemis (gemeint als Abkürzung für "Stereomikroskop" nicht als Markenname) umsehen, denn das brauche ich ja offensichtlich...  ;D

Nichts desto trotz verbinden uns auf jeden Fall zwei Dinge: Die Freude an einem guten Whisky und die Astrofotografie, welche ich hauptsächlich als Hobby betreibe...

In diesem Sinne nochmals Danke für deine Gedanken,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Nov 15, 14:55

Wieso sehe ich das nicht? Bisher habe ich doch auch mit dem Kamerasucher, bzw. Monitor mein Bildfeld eingerichtet. Ich gebe dir aber recht, dass das wahrscheinlich bei entsprechendem Abbildungsmaßstab sehr mühsam ist. Daher habe ich aus der bisherigen Diskussion für mich gelernt, dass ich noch ein Stereomikroskop anschaffen muss. Schaden tut das in der Tat nur dem Geldbeutel...  ;D

Ich habe momentan nicht die Muße lange Abhandlungen zu schreiben, nur soviel: Durch den Sucher einer Kamera siehst du bei Verwendung eines Mikroskop-Objektivs (z.B. Mitutoyo) gar nichts, ausser verwaschenen Mischmasch weil die Schärfentiefe extrem gering ist (z.B. beim Mitutoyo 10x bei 160mm Auszug höchstens 10µm). Um zu beurteilen ob ein Stück überhaupt fotografierenswert ist kommst du um ein Stereomikroskop nicht herum. Abgesehen davon ist das Bildfeld so eng, dass selbst wenn du einmal weisst welchen Ausschnitt du abbilden willst es nicht immer leicht ist dann durch den Sucher diesen auch zu finden. Beim oben genannten Beispiel des 10x beträgt das Bildfeld bei einer Vollformatkamera 3,5 mm (bei Crop-Kameras noch weniger). Wenn ich ein extrem kleines Motiv fotografieren will und das 20x Mitutoyo nehmen muss (Bildfeld 1,7 mm!), schraube ich zuerst das 5x drauf um den Ausschnitt zu finden, erst dann wechsle ich zum 20x. Wenn die Ebene gekippt ist musst du nämlich nicht nur den horizontalen Ausschnitt finden sondern auch noch die entsprechende Schärfeebene genau treffen.

Übrigens, wenn du Verlängerungstuben verwendest sollten diese eine rauhe Innenfläche haben sonst handelst du dir interne Reflexionen ein. Mit einem (guten) Balgen ist man da auf der sicheren Seite und auch viel flexibler. Und das Reinigen des Sensors ist keine großartige Angelegenheit. Auch meinen muss ich alle paar Monate reinigen. Ich mache das seit 12 Jahren (mit Unterbrechung, weil der Sensor D200 eigenartigerweise nie staubig wurde), Aber speziell die D1X zu Beginn und später die D3 und D4 verstauben regelmäßig. Zahlt sich aus sich die Technik der Sensorreinigung anzueignen. Hab auch vor kurzem die Canon eines Freundes gereinigt, kein Problem.

lg
Harald
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: UlrichW am 25 Nov 15, 19:10
Hallo Markus,

ich glaube ich muß mich erst einmal bei Dir entschuldigen. Ich wollte dich keinesfalls brüskieren. Als ich deine Frage gelesen habe, kam es mir so vor, als ob da ein, sagen wir vorsichtig "Nicht-Fortgeschrittener" die Frage gestellt hat. Erst später bin ich auf deine Bilder gestoßen, und habe gesehen, das ich da wohl in das berühmte Fettnäpfchen getreten bin. Meinen Text daraufhin zu korrigieren, erschien mir aufgrund der fortgeschrittenen Stunde nicht wirklich machbar. Ich bitte dich daher um Entschuldigung für die brüsken Worte.

Ich will auch hier die Diskussion nicht groß weiter führen, nur auf deine Anmerkung bezüglich der fehlenden Bildschärfe will ich Beantworten. Ich habe mich dabei auf die Bilder der Seite 71 des Threads Mineralienbilder bezogen. Deine Bilder gefallen mir, denn sie haben eine Natürlichkeit. Nur finde ich, das die Schärfe zu wünschen übrig lässt. Wie gesagt, das ist meine ganz persönliche Einschätzung.

Ich habe übrigens eine Zeit lang mit dem Luminar gearbeitet, und ich kann Dir versichern, das es ein ganz erheblicher Aufwand ist damit ein Bild zu erstellen, mal ganz abgesehen von der notwendigen Retusche. Und ob das für jemanden, der gelegentlcih einen kleinen Kristall abfotografieren möchte, eine Option ist , muß er selbst entscheiden. Mir war der Aufwand viel zu hoch, und ich mache wirklich viele Bilder für meine Vorträge. Aber ich gebe auch zu, das ich oft an Grenzen stoße, wo es einfach nicht besser gelingen will. Und ich bin Mikromounter, also mit den kleinsten Dingen wohl vertraut. Und genau an diesem Punkt muß man einmal nachdenken ob es Sinn macht viel Geld in eine Technik zu investieren, nur um den kleinsten Kristall noch formatfüllend, kunstdrucktauglich, abbilden zu können, oder ob ich da nicht besser nach einem größeren Kristall Ausschau halte. Manchmal muß man da einfach passen.

Leute wie Wolfsried oder Edgar Müller (oops, so heiß der doch, oder?) machen Bilder aus ganz anderen Beweggründen, und da sind diese großen Technikanforderungen durchaus notwendig, immer auch verbunden mit dem zeitlichen Aufwand.

Umgekehrt ist es so, das ich, gerade weil mein Equipment einfach gestaltet ist, ich fast jeden Abend wenn ich durchs Bino schaue, schnell noch mal ein Bild mache. Klar, kein Top-Bild ala Wolfsried, aber leider sind das meistens auch keine Top-Stüfchen.

Vielleicht verstehst Du jetzt, warum ich etwas harsch auf das Muto..Ferrari reagiert habe. Alle die damit arbeiten wollen gönne ich es von Herzen. Aber ich möchte auch immer dem Mitleser das Gefühl geben, das es auch andere Wege gibt sich mit der überaus befriedigenden Arbeit des Mineralienfotografierens zu beschäftigen.

Ich sag dann mal: CS
Ulrich

PS: für Nichtastronomen: CS=Clear Sky
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Nov 15, 23:17
Hallo Harald,

vielen Dank für deinen Beitrag. Das kann ich wohl nachvollziehen, dass bei ein paar my Schärfentiefe man kein vernünftiges Bild zum Aufsuchen von potentiellen Motiven hat. Daher werde ich mir auch ein Stemi anschaffen.
Was mich interessieren würde: Welche Tubuslinse benutzt du mit 160mm BW? Was hast du für einen Abstand zwischen Objektiv und Tubuslinse (gibt es Reflexionen)?

Die Abstandshülsen, welche ich benutze sind innen rau und mit mattschwarzem Fotolack überzogen. Sollte es trotzdem zu Reflexionen kommen, werde ich etwas Velour einkleben. Die Kameras zu reinigen ist nicht das Problem. Das habe ich auch schon des öfteren gemacht. allerdings versuch ich das zu vermeiden, wenn es geht. Ein Kratzer ist in den weichen optischen Gläsern schnell drin, und bei Öffnungsverhältnissen um die f/20-80 bei der Mikrofotografie und dem damit einhergehenden, fast parallelen Strahlengang sieht man diese auch in kleinster Größe (das ist auch der Grund, warum man selbst den kleinsten Dreck noch störend wahrnimmt). Dreck geht wieder weg, Kratzer nicht...

Zwei Fragen seien mir noch gestattet: Welchen Balgen benutzt du (kannst du empfehlen)? Und wie sieht es mit der Abbildungsleistung der Mitutoyos an einem VF-Sensor in den Bildecken aus? Hast du da einen merklichen Abfall der Bildqualität im Vergleich zu Mitte?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Nov 15, 23:32
Hallo Ulrich,

kein Problem, ich hatte das nicht persönlich genommen. Trotzdem Entschuldigung angenommen.  ;)

Dass die Arbeit mit Mikroskopobjektiven nicht einfacher wird, ist zu erwarten. Ich sehe es einfach als Herausforderung für mich. Kann durchaus sein, dass es ein Weilchen dauert, bis ich den Dreh raus habe...
Ich möchte das auch nicht als Ersatz zu meinem jetzigen Makrosetup verstanden wissen, sondern als Ergänzung. Wenn ich mal alles beisammen habe, werde ich ein Bild des Setups einstellen. Das kann aber noch ein bisschen dauern...

Zu meinen Bildern:
Es gibt tatsächlich ein, zwei Bilder, wo ich mit der Schärfe auch noch nicht ganz zufrieden bin. Das ist vor allem bei vielen Kristallen in unterschiedlicher Tiefe der Fall. Genau dort, an solchen Kanten, kommt es dann zu den oben erwähnten Artefakten beim Stacken, da ja rein Physikalisch gar keine scharfe Bildinformation vorhanden sein kann. Dem kann man wohl nur durch geeignetes Positionieren der Stufe entgegentreten. Allerdings erhoffe ich mir bei größeren Abbildungsmaßstäben durch das deutlich kleinere Bildfeld weniger Kristalle, wo das Problem dann so störend zu Tage tritt wie bei den Makroaufnahmen, wo sich teils Unmengen von Kristallen im Bildfeld tummeln.

Darf ich fragen, was für Gründe den Bildern von Wolfsried, etc. zu Grunde liegen?

Viele Grüße,
Markus

P.S.: Meine Frage, ab wann man von KS und ab wann man von HS spricht, war durchaus ernst gemeint. Vielleicht kann mir das noch jemand beantworten? Danke  :)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 26 Nov 15, 00:15
Zitat
P.S.: Meine Frage, ab wann man von KS und ab wann man von HS spricht, war durchaus ernst gemeint. Vielleicht kann mir das noch jemand beantworten?
Jep, Markus, das Lexikon kann es:  ;)
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Stufe

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: wilbi am 26 Nov 15, 11:37
Hallo, laut der Gliederung im Link sind Micromounts bis 25 mm, die Kleinstufen fangen bei 50 mm an. Was ist mit den Stücken von 25 mm bis 50 mm? Etwa MM plus?
Gruß
willi
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 26 Nov 15, 12:07
Was mich interessieren würde: Welche Tubuslinse benutzt du mit 160mm BW? Was hast du für einen Abstand zwischen Objektiv und Tubuslinse (gibt es Reflexionen)?

160mm ist nicht die Brennweite sondern die Extension. Die Mitutoyos sind für eine Auszugsverlängerung von 160mm optimiert. Als Tubusoptik (200mm BW) verwende ich die Original Mitutoyo. Ein Freund von mir verwendet ein Zeiss Sonnar (hab vergessen welche BW) und ist sehr angetan von der Qualität. Reflexionen (im Sinne von Streulicht an der Linse) habe ich mit den Mitus keine. Was mir aber am meisten taugt ist, dass sie praktisch völlig CA-frei arbeiten.

Was du nicht ausser Acht lassen darfst ist, dass du auch einen (am besten motorisierten) Makroschlitten brauchst, der Schrittweiten von einigen µm anstandslos schafft.

Die Abstandshülsen, welche ich benutze sind innen rau und mit mattschwarzem Fotolack überzogen. Sollte es trotzdem zu Reflexionen kommen, werde ich etwas Velour einkleben. Die Kameras zu reinigen ist nicht das Problem. Das habe ich auch schon des öfteren gemacht. allerdings versuch ich das zu vermeiden, wenn es geht. Ein Kratzer ist in den weichen optischen Gläsern schnell drin, und bei Öffnungsverhältnissen um die f/20-80 bei der Mikrofotografie und dem damit einhergehenden, fast parallelen Strahlengang sieht man diese auch in kleinster Größe (das ist auch der Grund, warum man selbst den kleinsten Dreck noch störend wahrnimmt). Dreck geht wieder weg, Kratzer nicht...
O.k., deine Abstandshülsen dürften dann kein Problem darstellen.
Die Sensoren sind alles andere als weich und halten schon was aus - du reinigst ja nicht mir einer Drahtbürste ;). Wie du richtig schreibst, ist die effektive Apertur bei dieser Art der Fotografie sehr klein, d.h. auch der Sensorstaub wird sehr deutlich abgebildet.

Zwei Fragen seien mir noch gestattet: Welchen Balgen benutzt du (kannst du empfehlen)? Und wie sieht es mit der Abbildungsleistung der Mitutoyos an einem VF-Sensor in den Bildecken aus? Hast du da einen merklichen Abfall der Bildqualität im Vergleich zu Mitte?

Ich verwende einen Novoflex-Balgen der neueren Generation. Sehr robust und solide.
Bzgl. Abbildungsleistung auf VF kann ich nicht meckern, zumindest beim 10x und 20x. Beim 5x merkt man schon einen leichten Qualitätsabfall zum Rand hin. Was wichtig ist: die Auszugslänge von 160mm sollte nicht unterschritten werden, denn dann merkst du garantiert was in den Randbereichen, ausserdem verlierst du Auflösung. Längerer Auszug ist da eher möglich, sollte aber nicht übertrieben werden, denn dann marschiert die effektive Apertur sehr deutlich in den Diffraktionsbereich.

Für Bildbreiten über 7mm kann ich wärmstens Vergrößereroptiken (in Retrostellung) empfehlen. Ich benutze ein Rodenstock Apo-Rodagon N 50/2,8.

PS.: Da auch von Zeiss Luminaren (nicht Laminar) die Rede war - wenn man noch ein wirklich gutes bekommt, lohnt sich die Anschaffung durchaus. Das optisch beste ist das 63mm. Ich verwende hin und wieder ein Leitz Photar 25mm (fast baugleich zu den Luminaren) und zwar dann wenn ich Mineralien (z.B. nadelige) fotografieren muss bei denen sich sehr viele Strukturen überlagern. Die Mikroskop-Optiken haben durch die fast nicht vorhandene Schärfentiefe den Nachteil, dass die im Unschärfebereich liegenden Teile einen Unschärfeschleier verursachen oder Halos entlang der Kanten der sich überlagernden Strukturen. Die Lupenobjektive kann man abblenden und die größere Schärfentiefe reduziert diese Halos und Schleier (allerdings geht das auch nicht bis zum Erbrechen weil die Diffraktion - je nach Auszugslänge - dann einiges an Qualität kostet). Die etwas schlechtere Bildqualität im Vgl. zu den Mitutoyos nehme ich dann gerne in Kauf.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Nov 15, 18:03
Hallo Embarak,

danke, genau das habe ich gesucht...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Nov 15, 18:05
Hallo Willi,

wenn du den obigen Link noch mal genau durchliest, dann wirst du feststellen, dass da bei KS "ab Micromount bis ca. 5-7cm" steht...  ;)

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Nov 15, 18:26
Hallo Harald,

besten Dank für deine Antwort. Allerdings habe ich noch ein kleines Verständnisproblem:

Woher hast du die Info, dass die Mitus für eine Auszugsverlängerung von 160mm optimiert sind? Ich konnte dazu im Netz nichts finden. Was meinst du weiters mit Auszugsverlängerung? Grundsätzlich weiß ich schon, was damit gemeint ist, habe das bei Unendlichsystemen aber bisher immer so verstanden, dass es da keine Auszugslänge gibt. Die Bildebene des Sensors muss in der Fokuslänge der Tubusoptik liegen (in diesem Fall also 200 mm), da das eintretende Lichtbündel in die Tubuslinse vom Objektiv kommend ja annähernd parallel ist. Der Abstand vom Objektiv zur Tubuslinse wird erstmal nur durch den vignettierungsfrei ausgeleuchteten Bildkreis bestimmt und liegt bei der angesprochenen Tubuslinse (MT-1) und dem 10er Mitu bei max. 58,18mm für einen VF-Sensor (Bildfelddiameter 44mm).
Irgend wie passt da der Abstand von 160mm nirgends rein.

Was ich auch nicht verstanden habe: Z.B. das 10er Mitu wird mit einem Arbeitsabstand von 33,5mm angegeben, hat aber nur eine Brennweite von 20mm. Wie geht das zusammen? Es entsteht das Zwischenbild doch nur im Unendlichen, wenn meine Fokusebene also <20mm von meiner ersten Objektivlinse entfernt ist (je nach dem, wo die optische Mitte des Linsenstapels ist). Allerdings sind laut Hersteller ja alle Mitus parfokal. Irgend wie bekomme ich das nicht zusammen...

Einen entsprechenden Makroschlitten habe ich, allerdings vorerst noch nicht motorisiert. Das folgt als weiterer Schritt.

Zitat
Die Sensoren sind alles andere als weich und halten schon was aus

Hmm, ich habe da sowohl privat, als auch beruflich schon andere Erfahrungen machen müssen, soll hier aber nicht das Thema sein...

Im Moment benutze ich ein Schneider Kreuznach Componon-S 4/80 mit Verlängerungshülsen. Das funktioniert ganz gut, bringt aber auch die von dir beschriebenen Probleme beim Stacken mit sich...
Als Tubuslinse werde ich auch die von Mitutoyo nehmen, wollte aber erst mal mit meinem Zeiss Apo Sonnar 135/2 als Tubuslinse anfangen. Das würde beim 10er Mitu dann einen Vergrößerungsfaktor von 6,75 ergeben. Wie es dann allerdings mit der Feldkorrektur aussieht (bei VF) vermag ich nicht zu sagen.

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 27 Nov 15, 11:12
Markus, da fragst du mich jetzt ein bisschen viel :). Ich arbeite mit den Mitus seit ca. 4 Jahren und hab mir das nötige Grundwissen damals vor und kurz nach dem Kauf angeeignet, hpts. über photomacrography.net. Ich bin mir sicher, dass ich das mit den 160mm auch von dort habe. Mit den Werksangaben muss man ein wenig vorsichtig sein (z.B. Schärfentiefe, Arbeitsabstand), denn die beziehen sich meist auf die nackte Optik (inkl. Tubuslinse) ohne Auszug (Tubuslänge). Wie so üblich bei mir, baue ich, wenn die Sache zur Zufriedenheit läuft, dieses Wissen wieder ab, bzw. es fällt der Altersverblödung anheim :). Wenn ich mir eine neue Workstation zur Bildbearbeitung zusammenstelle verfahre ich genauso. Da bin ich kurzfristig up-to-date und weiss so ziemlich alles, aber ein Jahr später darfst du mich nicht mehr danach fragen.

Jedenfalls ist es so, dass bei 160 mm Tubuslänge (von der Schulter des MT-1 bis zur Sensorebene) exakt ein Abbildungsmassstab von 10:1 beim 10-er erreicht wird (bei VF). Bei Verwendung einer konventionellen Optik als Tubuslinse funzt das anders weil beim Fokussieren die Tubuslänge innerhalb des Objektivs variiert wird. Aber solange die Ergebnisse gut sind würde ich mir darüber nicht den Kopf zerbrechen, ausser du hast gesteigerte Ambitionen in die mathematischen Hintergründe dieser Angelegenheit tiefer einzutauchen. Ich selbst bin da eher der Pragmatiker und teste das aus, denn ich brauche mein limitiertes cerebrales Speichervolumen für andere Sachen.

Das Componon ist sehr gut (mir ist nur der Name nicht gleich eingefallen). Und ja, mein Kollege verwendet auch das 135/2 Apo-Sonnar als Tubuslinse und ist, wie gesagt, sehr glücklich damit. Ich hab spasshalber mal das Mikro-Nikkor 200/4 dafür getestet und war weniger angetan, was aber wahrscheinlich nicht am Objektiv sondern eher an meiner nicht-vibrationsfreien Arbeitsumgebung gelegen ist, denn optisch ist das 200-er Nikon über jeden Zweifel erhaben.

Kannst dir ja gerne mal Ergebnisse mit verschiedensten Optiken in meiner mindat-Galerie reinziehen: http://www.mindat.org/gallery-22254.html (http://www.mindat.org/gallery-22254.html).

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Nov 15, 21:45
Hallo Harald,

Zitat
Jedenfalls ist es so, dass bei 160 mm Tubuslänge (von der Schulter des MT-1 bis zur Sensorebene) exakt ein Abbildungsmassstab von 10:1 beim 10-er erreicht wird (bei VF). Bei Verwendung einer konventionellen Optik als Tubuslinse funzt das anders weil beim Fokussieren die Tubuslänge innerhalb des Objektivs variiert wird.

Hmm, bist du da sicher? Das kann bei vorliegender Konstellation physikalisch eigentlich nicht sein. Um mit einer Tubuslinse mit 200mm FD bei 160mm in den Fokus zu kommen, musst du die Kombi schon ziemlich außerhalb der Specs betreiben. Dadurch erhältst du aber auch einen deutlich größeren Arbeitsabstand. Allerdings sollte sich dadurch auch der Abbildungsmaßstab verändern. Hast du das mal nachgemessen (mit einem Objektmicrometer)? Aber wer weiß, vielleicht habe ich da auch nur was nicht ganz kapiert...
Bei Verwendung eines Teleobjektivs als Tubuslinse sollte dieses eigentlich zwingend auf unendlich fokussiert sein. Ein Fokussieren mit selbigem hätte sonst das Gleiche wie bei deinem Setup zur Folge.

Aber was soll´s, die Ergebnisse zeigen ja, dass es trotzdem funktioniert, denn deine Bilder sind super.  ;)

Vielleicht weiß ja jemand anderes auf meine offenen Fragen noch eine Antwort?

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Nov 15, 21:56
So, ich noch mal...

Ich habe da einen sehr interessanten Thread gefunden:

http://www.photomacrography.net/forum/viewtopic.php?t=23898&highlight=tube+lens+test

Dort schneidet das Raynox-150 in Retrostellung als Tubuslinse zusammen mit dem Mitu sowohl auf der Achse, als auch im Feld deutlich besser ab, als die originale Tubuslinse MT-1. Man macht halt aus z.B. einem 10x ein 7,5x Objektiv...
Und noch ein Vorteil: es kostet noch nicht mal 1/10 der MT-1. Ich hab mir mal eines für diverse Tests bestellt...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 27 Nov 15, 23:46
Hallo Markus,
nimm doch gleich das 250 Raynox in Retrostellung.

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))

ps. sprich doch mal mit Stonmaste (Rainer Ernst)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 28 Nov 15, 00:17
Die 250er Raynox hat eine Brennweite von 109 mm und die 150er von 210mm.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Nov 15, 08:46
Hallo Geni,

Zitat
ps. sprich doch mal mit Stonmaste (Rainer Ernst)

Das werde ich gerne tun, danke.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Nov 15, 08:48
Hallo Edgar,

oh, das ist interessant. Ich dachte, die Bezeichnung spiegelt die Brennweite wieder. gibt es zu den Dingern irgend wo ein Datenblatt?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 28 Nov 15, 12:09
JA bei den Linsen ist das Datenblatt dabei! Da habe ich die Infos her.
Ich kann es dir ein scannen und zu mailen, falls gewünscht!

Gruß
Edgar
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 28 Nov 15, 13:10
Hmm, bist du da sicher? Hast du das mal nachgemessen (mit einem Objektmicrometer)? Aber wer weiß, vielleicht habe ich da auch nur was nicht ganz kapiert...

Sogar exakt nachgemessen, sonst würd ich ja bei meinen Fotos völlig falsche Angaben zur Bildbreite machen. Allerdings, gewundert hat mich diese Diskrepanz auch ein wenig, aber wie gesagt, wenn das Ergebnis passt hinterfrage ich das Ganze nicht mehr sehr intensiv. Ich weiss leider auch nicht mehr genau wo ich das mit den 160 mm her habe, aber es muss einen handfesten Hintergrund haben, denn ich habe die Tubuslänge nicht nach dem zu erzielenden Abbildungsmassstab eingestellt.

Das mit den Raynox hatte ich schon wieder verschwitzt, aber als dieser Test rauskam war mein optisches setup schon fertig ;).
Mit ein Grund warum mir photomacrography.net so taugt - da gibt es eine Menge fähiger Leute die sich die Zeit nehmen um Dinge auszutesten und viele gescheite Fragen zu stellen. Ich wünschte ich hätte diese Zeit - schaffe es nicht mal an der Verbesserung meiner Haptik weiterzuarbeiten.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Nov 15, 15:31
Hallo Edgar,

ah, ok. Danke für das Angebot, aber dann sollte selbiges ja bei meiner Linse auch dabei sein, wenn sie kommt...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Nov 15, 15:36
Hallo Harald,

hast du bei deiner Auszugslänge das Auflagemaß der Kamera auch schon berücksichtigt? Das dürften auch so um die 44mm (+/-) sein. Damit wären wir wieder bei den erforderlichen 200mm (+/-), was dann auch den korrekten Maßstab erklären würde...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 28 Nov 15, 18:18
Hallo Harald,

hast du bei deiner Auszugslänge das Auflagemaß der Kamera auch schon berücksichtigt? Das dürften auch so um die 44mm (+/-) sein. Damit wären wir wieder bei den erforderlichen 200mm (+/-), was dann auch den korrekten Maßstab erklären würde...

Grüße Markus

Ja, hab letztens extra nochmal nachgemessen. Jetzt fängt die Sache schön langsam an mich wirklich zu interessieren. Vielleicht hab ich über die Weihnachtsfeiertage  ein wenig Zeit um dem auf den Grund zu gehen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 28 Nov 15, 19:01
Bin der Sache schon auf der Spur :). Bin zwar erst am Montag wieder im Museum, aber ich glaube ich habe die Länge des Gewinde-Adapters (Mitutoyo > RMS) nicht mitgerechnet. Vielleicht finde ich noch ein paar "versteckte" mm. Kann gut sein, dass mir überhaupt ein Denkfehler unterlaufen ist und ich die 160 mm noch aus der "alten Endlich-korrigierten Zeit" gespeichert hatte, aber durch Nichtberücksichtigen diverser Zwischenstücke zufällig die perfekte Tubuslänge erwischt habe. Also, wenn das stimmt, wäre das zum Schreien. Muss ich als Anekdote unbedingt in meinem Vortrag über dieses Thema einbauen - LOL.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Nov 15, 19:22
Hallo Harald,

ja, das wäre wirklich lustig. Du bist jetzt schon der Zweite, der hier irgend was von Vorträgen schreibt. Darf ich fragen, was das für Vorträge sind?
Bei den endlich-korrigierten Objektiven machen die 160mm absolut sinn... ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 28 Nov 15, 19:41
ja, das wäre wirklich lustig. Du bist jetzt schon der Zweite, der hier irgend was von Vorträgen schreibt. Darf ich fragen, was das für Vorträge sind?

Da das Interesse an Mikrofotografie mittlerweile sehr gross ist, wollte ich schon immer einen Vortrag zusammenstellen der die grundlegenden Dinge (und Probleme) zu diesem Thema zusammenfasst. Konnte mich nur nie dazu durchringen die Zeit dafür aufzuwenden. Als ich von einem steirischen Mineraliensammler-Verein angesprochen wurde einen Vortrag zu dem Thema an der Montan-Uni in Leoben zu halten habe ich einfach zugesagt um mich zu zwingen das endlich in Angriff zu nehmen. Den Pilot-Vortrag habe ich im September gehalten - 90 Minuten obwohl ich nur an der Oberfläche gekratzt habe. Jetzt weiss ich wo es noch hakt, das werde ich ausbessern und dann kann ich den Vortrag auf Abruf halten ohne dass damit viel Arbeitsaufwand verbunden ist. Das Problem ist, dass man blutige Anfänger und auch Fortgeschrittene balanciert bedienen muss. Zu jedem der ca. 20 Subthemen könnte man theoretisch einen abendfüllenden Vortrag halten.

Da ich beruflich aus der Entomologie komme (Mineralien sind ein seriöses Hobby, das ich als Wissenschaftler aber auch auf einigermaßen wissenschaftlichem Niveau betreibe) habe ich den Vortrag sowohl an Beispielen aus der Insekten- als auch Mineralienfotografie aufgehängt.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Dec 15, 15:05
Hallo zusammen,

so, ich habe mich an Eure Tipps gehalten, und meine Ausrüstung zur Mikrofotografie etwas erweitert.

Als erstes habe ich mir ein Stereomikroskop besorgt. Mir war dabei eine gute optische Leistung zu einem vernünftigen Preis wichtig, da ich das Teil erst mal nur zum Aufsuchen meiner Fotoobjekte verwenden will. Aufgrund meiner guten beruflichen Erfahrungen in Sachen Bildqualität mit Mikroskopen der Firmen Leica, Olympus und Zeiss habe ich mich schwerpunktmäßig nach diesen Marken umgesehen, und konnte schlussendlich ein gebrauchtes Olympus VMT 1x-4x mit Auflicht und Durchlicht auf dem Gebrauchtmarkt erwerben. Das Gerät ist absolut als neuwertig zu bezeichnen und hat nicht einen einzigen Kratzer. Von der optischen Qualität bin ich sehr angetan (vor allem auch, was die CA betrifft), und es musste sich bei einem Vergleich mit einem Zeiss Stemi 305 in keinster weise verstecken, obwohl es schon ein etwas älteres Baujahr ist. Ich habe mir lange überlegt, ob es das Olympus mit Zoomfunktion werden soll, oder das mit Vergrößerungsrevolver. Da ich aus anderen Bereichen der Optik weiß, dass man bei Zoomgeräten in Sachen Abbildungsleistung gegenüber Festbrennweiten eigentlich immer Abstriche machen muss, habe ich mich für das Modell mit Vergrößerungsrevolver entschieden. Dabei lässt sich mit 20x Okularen eine Vergrößerung von 20x und 80x erzielen, und mit einem zusätzlichen Paar 10x Okulare Vergrößerungen von 10x und 40x. Damit sind eigentlich alle nötigen Vergrößerungsbereiche abgedeckt, und die Handhabung ist nur unwesentlich unbequemer wie bei einer stufenlosen Zoomfunktion. Die trübe original Funzel in der Beleuchtungseinheit habe ich erst mal ausgebaut, selbige komplett entkernt, und eine 3W LED-Beleuchtung integriert, welche ausreichend Licht liefert und sich auch weiterhin zwischen Auflicht und Durchlicht umschalten lässt.
Ich war sehr positiv überrascht, dass das Betrachten vom MM durch das Mikroskop so viel Spaß machen kann!  ;)

Weiters habe ich die Beleuchtungssituation etwas verbessert, und auf dem Gebrauchtmarkt eine neuwertige LED-Kaltlichtquelle mit Doppelschwanenhalslichtleiter erworben. Dafür werde ich jetzt im Urlaub noch ein paar Diffusoren bauen. Die Lampe ist Herstellerseitig mit einem Ra >95 angegeben, kalibriert und lässt sich in 1% Schritten von 0%-100% regeln.

Weiters habe ich mal die Mechanik aus Teilen meiner optischen Bank zusammengeschraubt, was nun ein umfangreiches, feinfühliges Verstellen in alle möglichen Richtungen erlaubt, und das bei größt möglicher Schwingungsbedämpfung. Die Mikroschrittverstellung lässt im (momentan noch) manuellen Betrieb eine reproduzierbare, backlashfreie Schrittweite von 500nm zu und wird in nächster Zeit motorisiert werden, was noch kleinere Schrittweiten möglich machen wird. Der gesamte für einen Stack verfügbare Verstellweg beträgt 20mm.

Jetzt fehlt mir nur noch das Mikroskopobjektiv, dann kann es mit ersten Tests los gehen. Bis das Budget dafür freigegeben ist, muss noch das Schneider Kreuznach Componon S 4/80 herhalten (wie in den Bildern zu sehen). Außerdem habe ich noch keine Opfer (also MMs), welche dann erste Versuche mit kleinen Abbildungsmaßstäben erlauben. Auch da muss noch investiert werden.

Soweit mal ein erstes kurzes Update...

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 19 Dec 15, 15:40
Na denn viel Spaß damit!

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Nathan am 19 Dec 15, 15:56
Schick! :)
Grüße
Philipp
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 19 Dec 15, 22:36
Sieht recht stabil aus. Damit kann man schon was anfangen. Musst dir nur noch was zur Lichtstreuung basteln.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 19 Dec 15, 22:37
Bin der Sache schon auf der Spur :). Bin zwar erst am Montag wieder im Museum, aber ich glaube ich habe die Länge des Gewinde-Adapters (Mitutoyo > RMS) nicht mitgerechnet. Vielleicht finde ich noch ein paar "versteckte" mm. Kann gut sein, dass mir überhaupt ein Denkfehler unterlaufen ist und ich die 160 mm noch aus der "alten Endlich-korrigierten Zeit" gespeichert hatte, aber durch Nichtberücksichtigen diverser Zwischenstücke zufällig die perfekte Tubuslänge erwischt habe. Also, wenn das stimmt, wäre das zum Schreien. Muss ich als Anekdote unbedingt in meinem Vortrag über dieses Thema einbauen - LOL.

lg

War wirklich so (Asche auf mein Haupt) - hab die förderliche Tubuslänge nur um 5 mm unterschritten :). Weiss der Teufel warum selbiger mich da geritten hat :)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 20 Dec 15, 11:04
Hallo zusammen,

...besten Dank, ich hoffe dass alles so funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Bin aber ganz guter Dinge...  ;)

@Harald: Nun, das ist wirklich lustig. Damit hast du ja nun deine Anekdote für deine Vorträge  :)
Der Gewindeadapter Mitutoyo->RMS zählt dabei aber nicht. Relevant ist nur alles nach der Tubuslinse (Richtung Sensor)...  ;)

Zitat
Musst dir nur noch was zur Lichtstreuung basteln.

Ja, genau das habe ich jetzt im Urlaub vor...

Grüße Markus

P.S. Von euch hat nicht zufällig einer ein paar (vernünftige!) MMs übrig, an denen ich mich dann zu gegebener Zeit mal versuchen kann?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 20 Dec 15, 16:25
Der Gewindeadapter Mitutoyo->RMS zählt dabei aber nicht. Relevant ist nur alles nach der Tubuslinse (Richtung Sensor)...  ;)
Zählt in dem Fall schon weil er nach der Tubuslinse angebracht ist - hab objektivseitig am Balgen ein RMS-Gewinde aus der Zeit in der ich noch viel mit Photaren gearbeitet habe.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 20 Dec 15, 17:59
Ah, ok. Dann hast du natürlich recht...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Dec 15, 10:33
...so, da isser wieder...
Hat der Markus doch glatt noch ein Mikroskopobjektiv von Leica mit 10-facher Vergrößerung in der Schublade gefunden. Das musste ich natürlich gleich mal ausprobieren. Leider habe ich keine Tubuslinse von Leica, also habe ich die Raynox150 in Retrostellung verwendet, welche ich für das Mitutoyo angeschafft habe. Leider hatte ich im Vorfeld bei Leica schon gelesen, dass einige optische Fehler erst mit Tubuslinse und Okular auskorrigiert werden, aber ich wollte es einfach mal testen. Da das Objektiv nur ein Semiapo ist, war eine gewisse CA zu erwarten. Also flux das Objektiv drangebastelt und losgeknipst. Das hat überraschend gut funktioniert, und auch das Auffinden der Kristalle war problemlos möglich. Allerdings war eines schon nach der ersten Aufnahmeserie klar: Das Verfahren der Kamera während des Stacks muss dringend automatisiert werden. Da wird man bei den Schrittweiten ja bescheuert...
Die Abbildungsleistung des Objektivs war im zentralen Teil sehr befriedigend, zum Rand hin fiel die Abbildungsleistung wegen diverser off axis Abberationen zunehmen ab. Da das Objektiv nur für einen Bildkreis von 25mm korrigiert ist, habe ich das Bildfeld der Vollformatkamera (Bildkreis 44mm) entsprechend beschnitten (siehe Beispielbilder im Anhang).

Weiters habe ich mir mal die Testversionen von Helicon Focus und Zerene Stacker heruntergeladen und einige Tests mit verschiedenen Einstellungen gemacht. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Zerene Stacker die saubereren Ergebnisse liefert. Ich werde mich daher wohl für diese Software entscheiden.
Sobald es aber nadelige Kristalle sind, versagt wohl jede Stackingsoftware. Ich habe zumindest keine befriedigende Abbildung bekommen, wobei das auch ein extremes Objekt mit vielen Strukturen war (Uranophan).

Zumindest zum Üben und für freistehende Kristalle kann ich das Objektiv auf jeden Fall verwenden. Unten findet ihr meine ersten Anläufe in der Mikrofotografie. Die Bildbreite beträgt jeweils ca. 1,5mm. Es wurden zwischen 85 und 190 Bilder gestackt (je nach Objekt) und die Endbearbeitung erfolgte mit PS CC2015.

Fazit: Ich freue mich darauf, bis das Budget für die Mitutoyos freigegeben wird  ;D und ich benötige eine spiegellose Kamera, da das Geklappere nervt.

Im Anhang befindet sich ein Malachit x (glaube ich zumindest) aus der Grube Clara, ein Torbernit x aus Assuncao/Portugal und Uranophan xx aus Menzenschwand/Schwarzwald.

Zu dem Uranophan xx noch eine Frage: Die Würfel sind wahrscheinlich Fluorite xx, aber was sind diese schwarzen Kügelchen? Und was könnten die ockergelben Kristalle an der Kante im unteren Bildbereich sein? Würde mich freuen, wenn mir da jemand weiterhelfen könnte. Leider haben die Bilder unter der Komprimierung etwas gelitten, aber man kann trotzdem sehen, was ich meine...

Soweit von mir, viele Grüße
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Dec 15, 10:35
...und hier der Uranophan xx...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Dec 15, 16:36
Hallo zusammen,

eigene Recherchen haben mittlerweile ergeben, dass es sich bei den schwarzen Kugeln wohl um Goethit-Glaskopf handelt. Was die ockerfarbigen, glimmerartigen Kristalle betrifft bin ich noch nicht weiter gekommen, da hierfür mehrere Mineralien in Frage kommen könnten...

Soweit von mir,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Dec 15, 01:49
...and here we go...

Erythrin aus dem Erzgebirge, BB ca. 1,5mm.

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 23 Dec 15, 13:00
Sieht gut aus, ich hätte allerdings dem Stack noch ein paar Ebenen mehr spendiert, damit der untere Teil des Kristalls auch noch scharf wird. Der wirkt so ein wenig unvollständig.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 23 Dec 15, 16:38
Hallo Markus,

gratuliere zu deinen schönen Bildern, die sehen gestochen scharf aus! Bin gespannt, ob ich auch mal solche Ergebnisse zustande bringe irgendwann; ich knippse jedoch noch durch mein Mikroskop der Faulheit wegen... ;-)

Der Erythrin ist übrigens kein Erythrin, könnte ein Roselit sein.

Schöne Weihnachten!
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Dec 15, 21:42
Hallo Günter,

danke. Du hast recht, allerdings nicht mit der Richtung  ;) Da ist am Fuß des Kristalls noch ein kleiner Kristall, welcher in Richtung Kamera schaut. Ich hätte also höher beginnen müssen. Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als ich schon wieder alles abgebaut hatte, da hatte ich keine Lust mehr, noch mal von vorne zu beginnen...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 23 Dec 15, 21:44
Das ist mir allerdings erst aufgefallen, als ich schon wieder alles abgebaut hatte, da hatte ich keine Lust mehr, noch mal von vorne zu beginnen...

Das kenne ich irgendwo her  ;D

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Dec 15, 21:54
Hallo Carsten,

besten Dank auch Dir. Ja, das Objektiv ist wirklich scharf, allerdings nur genau in der Bildmitte. Offaxis schlagen die Abbildungsfehler gnadenlos zu...

Hmm, also ich habe die Stufe als Erythrin gekauft. Der Kristall ist ein Ausschnitt aus der Stufe, welche du im Nachbarthread "Mineralienbilder" sehen kannst. Da selbige aus einem Nachlass stammt, kann ich dazu leider nichts genaueres sagen. Was die Mineralienbestimmung angeht, bin ich nicht wirklich der König ;D .

Was mir aber bis jetzt extrem aufgefallen ist, dass bei jedem Bild eine andere Software die besten Ergebnisse beim Stacken bringt, je nach Motiv. Oftmals muss man das Beste aus drei oder vier verschiedenen Softwarestacks zusammenführen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Das ist ganz schön aufwändig, jedes Bild mehrfach stacken zu lassen. Macht das außer mir noch jemand, oder mache ich da was falsch? Vielleicht werde ich dazu noch mal einen eigenen Thread aufmachen...

Einen habe ich noch:

Uranophan xx aus Menzenschwand / Schwarzwald
BB ca. 1,5mm

Die Uranophanbilder sind alles Ausschnitte aus der Stufe, welche im Ganzen im Nachbarthread "Mineralienbilder" zu sehen ist...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 23 Dec 15, 22:12
Ich kenne jetzt nur CombineZP als Stacking-Software aus eigener Erfahrung. Dort hat man mehrere Stacking-Algorithmen als Makro zur Auswahl und ich verwende da auch je nach Motiv andere Makros. Bei eher großformatigen Bildern, wo man nicht so hart an der Grenze der Optik ist, liefert meist "Do Stack" das beste Ergebnis. Bei sehr kleinen Bildbreiten liefert "Do Weighted Average" bessere Ergebnisse. Man kann dort auch die Reihenfolge der Bilder im Stack umdrehen, das hilft manchmal auch, da die in allen Bildern des Stacks unscharfen Bereiche aus dem untersten Bild gefüllt werden. Durch das Drehen der Reihenfolge kommt hier das Bild am anderen Ende des Stacks zum Zuge, was manchmal günstiger ist. Da hilft letztlich nur probieren und das geht am besten mit einem schnellen Rechner wo man nicht so lange auf das Ergebnis warten muss.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 24 Dec 15, 09:30
Das sieht ja schon recht ordentlich aus, zumindest in der Bildmitte.

Was mir aber bis jetzt extrem aufgefallen ist, dass bei jedem Bild eine andere Software die besten Ergebnisse beim Stacken bringt, je nach Motiv. Oftmals muss man das Beste aus drei oder vier verschiedenen Softwarestacks zusammenführen, um ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten. Das ist ganz schön aufwändig, jedes Bild mehrfach stacken zu lassen. Macht das außer mir noch jemand, oder mache ich da was falsch? Vielleicht werde ich dazu noch mal einen eigenen Thread aufmachen...

Mache ich generell so. Ich arbeite mit ZereneStacker und lasse immer beide Stacking Algorithmen durchlaufen (Align and Stack Both). DMap (Depth Map) hat den Vorteil, das Rauschen und Kontrast nicht über Gebühr verstärkt werden und Spitzlichter nicht ausblühen, allerdings erzeugt DMap entlang von durchgeschärften, überlappenden Strukturen Halos und lässt (je nach gewähltem Schwellenwert) oft feine Strukturen verschwimmen. Das passiert bei PMax (Pyramid Algorithmus) nicht, dafür hast du das Probem mit den Spitzlichtern und verstärktem Rauschen, letzteres nimmt mit Anzahl der Einzelbilder zu. Was noch passieren kann ist, dass bläuliche und grünliche Farben etwas verblassen.
Ich lade dann immer beide Bilder als eigene Ebenen in Photohop und hole mir mittels Ebenenmaske die brauchbaren Bildteile in das andere hinein. Verblasste Farben gleiche ich mittels Dynamikregler (engl. Version "Vibrance") wieder an - nur ja nicht mit der Sättigung herumspielen!

Was den Unterschied zw. Helicon und Zerene anlangt (habe Lizenzen für beide): Zerene braucht für einen Stack etwas dreimal so lange wie Helicon. Das liegt am genaueren Alignment was mehr Rechenzeit in Anspruch nimmt. Zerene ist ausserdem sehr speicherhungrig. Wenn du den nicht limitierst nimmt er sich an Ressourcen was er kriegen kann und wenn du einen nicht allzu starken PC hast (so wie ich im Büro) brauchst du während des Stackingvorganges ein anderes Programm gar nicht öffnen (ausser du hast gute Nerven). Deshalb wird im Büro nur fotografiert und gestackt wird zu Hause. Ich habe mir extra für diesen Zweck eine Top Workstation zusammenbauen lassen (Xeon-Prozi und 32 GB RAM). Da kann ich stacken und gleichzeitig in PS die fertigen stacks schon bearbeiten ohne dass ich eine Geschwindigkeitseinbusse feststelle. Interessanterweise gab es keinen Performance-Unterschied ob ich 16-bit tiffs (zu je 70 MB) oder jpgs (zu je 4 MB) durchjagte. Würde ich so im Büro verfahren müsste ich sicherheitshalber einen Feuerlöscher neben dem PC hinstellen :).

CombineZP habe ich nie verwendet, aber nachdem was ich bis jetzt so gesehen habe ist die software sehr gut, auch in Anbetracht der Tatsache, dass sie nichts kostet. Worauf man aber bei CZP verzichten muss ist die Retouche-Funktion, div. Feineinstellungen für Alignment und Stack und das Interface für den Stackshot-Controller. Ich weiss auch nicht ob 16-bit tiffs verarbeitet werden können.

Wie auch immer - ich habe den Eindruck du bist auf dem richtigen Weg. Die Technik-Seite durchschaut man recht schnell, das Aufwändigste ist und bleibt die Beleuchtung.
lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Dec 15, 12:56
Hallo Günter,

Combine ZP kenne ich jetzt überhaupt nicht. Ich habe mit PS CC2015 angefangen, aber das ist gar fürchterlich langsam. Mittlerweile habe ich Zerene Stacker und Helicon Focus. Zuerst dachte ich, ich würde mit Zerene auskommen, aber was das im Vergleich zu PS oder Helicon bei dem Erythrin abgeliefert hat, war schlichtweg gruselig. Dagegen wenn es nadelig wird, führt kein Weg an ZS vorbei...
Naja, man muss ja nicht jeden Tag 20 Bilder machen. Dazu fehlen mir auch noch ausreichend Objekte...

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Dec 15, 13:09
Hallo Harald,

Zitat
Das sieht ja schon recht ordentlich aus, zumindest in der Bildmitte.

Ja, ohne vernünftiges Objektiv ist das wie Fahren mit angezogener Handbremse. Diesen Misstand werde ich aber beim Scherbendealer meines Vertrauens baldmöglichst beheben...  ;D

Ich bin auch zu der Überzeugung gelangt, neben Zerene doch noch Helicon zu behalten. So wie du auch, habe ich in PS mittels Ebenentechnik die besten Teile zusammengeführt.

Die Farbsättigung kannst du ohne große Einbußen anheben, indem du eine Ebenenkopie machst, dort mittels "Farbton/Sättigung" die Sättigung anhebst, über die Ebene einen Gaußschen Weichzeichner mit 1px Radius laufen lässt, und die Ebenenverrechnung auf "Farbe" setzt. Dann kannst du mit dem Ebenendeckkraftregler Stufenlos die Sättigung einstellen (mit einer zusätzlichen Ebenmaske auch partiell).

Ich stacke grundsätzlich 16bit TIFFs (je 120MB bei Vollformat), da ich mir keine Einschränkungen für die Nachbearbeitung auferlegen möchte. Dann soll die Kiste lieber ein paar Minuten länger rechnen (ok, bei einem Stack mit 250 Ebenen auch ein paar viel mehr)...

Zitat
Wie auch immer - ich habe den Eindruck du bist auf dem richtigen Weg.

Das motiviert mich! Im Moment arbeite ich gerade an der Automatisierung des Stackens. Bei der händischen Kurbelei wird man ja bekloppt...

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein paar geruhsame Festtage und einen guten Rutsch nach 2016!

Grüße Markus


Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 24 Dec 15, 21:23
Die Farbsättigung kannst du ohne große Einbußen anheben, indem du eine Ebenenkopie machst, dort mittels "Farbton/Sättigung" die Sättigung anhebst, über die Ebene einen Gaußschen Weichzeichner mit 1px Radius laufen lässt, und die Ebenenverrechnung auf "Farbe" setzt. Dann kannst du mit dem Ebenendeckkraftregler Stufenlos die Sättigung einstellen (mit einer zusätzlichen Ebenmaske auch partiell).

Wie gesagt, ich mach das lieber mit dem Dynamikregler (auch auf einer Einstellungsebene) - lässt sich viel subtiler regeln und übersättigt die restl. Farben nicht so schnell. Mit Sättigung zu arbeiten ist mir viel zu drastisch und die Farben geraten sehr schnell ins Übersteuern (egal welchen Überblendmodus man wählt). Schon mal probiert im LAB-Farbraum zu arbeiten? Da eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten, weil die Luminanz von der Farbinformation getrennt ist. Erfordert aber noch mehr Vorsicht in der Handhabung.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 25 Dec 15, 00:41
Hi,

Ihr habt verschiedene Möglichkeiten aufgeführt, Farbkorrekturen in PS an 16bit Tif's durchzuführen.
Nur zur Ergänzung möchte ich das Skript "Edit Layers in ACR 1.1.8 (http://www.russellbrown.com/scripts_archive.html)" erwähnen.
Bei richtiger Installation und angepassten Einstellungen kann man damit eine Ebene inkl. Maske in Camera Raw
öffnen, bearbeiten und als Smart-Objekt in den psd-file einbinden, also jederzeit weiter veränderbar.
Farben lassen sich getrennt nach Farbton, Sättigung und Luminanz sensitiver und vielfältiger bearbeiten als mit den PS-tools.
Schärfung und Beseitigung chromatischer Aberration geht dort auch besser.
Führt häufig sogar bei 8bit-jpg zu besseren Ergebnissen.
Habe das Skript in PS CS6 eingebaut. In PS CC ist der RAW-Konverter wohl schon als Filter eingebaut und lässt sich - wie alle Filter - zum Smart-Objekt konvertieren.

Frohe Feiertage  :)
Norbert
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Dec 15, 11:11
Hört sich nett an, ist aber (zumindest für mich) überflüssig. In der Min-Fotografie führe ich äusserst selten Farbkorrekturen durch (CAs sind ohnehin kein Thema). Ich erziele alle richtigen Einstellungen bereits beim Fotografieren (über Capture Camera Control Pro) und speichere daher auch nicht 16-bit Tiffs sondern jpgs, manchmal 8-bit tiffs wenn ich vorher weiss, dass ich in PS eine batch-Verarbeitung durchführen muss (meist zum Entrauschen), denn bei jpgs muss ich jeden Speichervorgang bestätigen und das kann bei 100+ Einzelbildern ermüdend sein.

Meine PS-Arbeit beschränkt sich in erster Linie auf Staub entfernen (Sensor und Exemplar), Tonwertkorrektur, Retouche von überstrahlten Stellen, Nachschärfen und manchmal Freistellen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 25 Dec 15, 14:54
Hallo,

Ich will natürlich niemanden zur Camera Raw überreden...  ;)
Farbkorrekturen sind ja nur ein kleiner Teil der vielseitigen Möglichkeiten.
Zum Schärfen gibt es dort 4 Schieberegler, zum Entrauschen sogar 5.
Mit CR funktionieren auch Batch-Verfahren aller Formate, sofern man die Bilder über die Bridge auswählt und von dort in CR öffnet.
(Nach Bearbeitung allerdings nicht "Bilder öffnen" sondern "Bilder speichern" !)

Nun ja, es führen viele Wege nach Rom.
Norbert
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Dec 15, 16:06
Nun ja, es führen viele Wege nach Rom.

So ist es. Und ein gewohnter work flow spielt auch eine große Rolle. Ich verwende zum Entrauschen ein plug-in (Noiseware Pro) und Schärfen tu ich mit einer selbst geschriebenen Action in PS. Hab vor einiger Zeit mal ACR ausprobiert und mich nicht damit anfreunden können, wahrscheinlich weil ich (als Nikonian) Capture NX2 gewohnt bin. Ausserdem liest die proproetäre software die Weissabgleichsinfos genauer aus. Arbeite hin und wieder auch mit Capture One Pro - gefällt mir auch sehr gut.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Dec 15, 16:40
Hallo zusammen,

ja, den LAB-Farbraum habe ich vor einer ganzen Weile mal bei meinen Astroaufnahmen probiert, bin damit aber nicht richtig warm geworden.

Ich entwickle grundsätzlich alle meine Bilder erst einmal mit ACR (V.9.1.1) und mache auch dort den Weißabgleich. Dann werden alle als 16bit TIFFs im Batchverfahren gespeichert, da ZS keine RAWs frisst. Danach geht es dann in die diversen Stackingsoftwares.

Gestern Abend, als alle im Bett waren, habe ich mal noch einen 330 Ebenen-Stack von gediegen Gold gemacht, welches in ziemlich komplexer, blechartiger Struktur ausgebildet war. Damit ist aber bis jetzt jede Stackingsoftware heillos überfordert. Ich habe kein einziges vernünftiges Ergebnis rausbekommen. Mal sehen, ob da noch etwas zu retten ist, sonst muss ich die Daten verwerfen (schade um die Zeit...).

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Nathan am 25 Dec 15, 17:47
Hallo Markus,
ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, doch 330 Ebenen? Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!  :D
Grüße
Philipp
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Dec 15, 17:50
Damit ist aber bis jetzt jede Stackingsoftware heillos überfordert.

Überfordert womit?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Dec 15, 18:06
Zitat
doch 330 Ebenen?

...ja, das läppert sich schon bei 1mm Bildtiefe...

Zitat
Überfordert womit?

Wenn ich das wüsste, dann könnte ich ja was dagegen unternehmen. Wahrscheinlich liegt es an diversen Überlappungen des Golbleches, wo dann am Rand Artefakte entstehen, welche einen Großteil der Abbildung kaputt machen. Am besten hat noch ZS P-Map funktioniert, aber auch das macht an den hellen Bildteilen gruselige Artefakte und die Überbetonung der Lichter samt einhergehender Farbverfälchung machen das Ganze auch nicht besser.

Mal sehen, vielleicht versuche ich mal nur jedes zweite Bild zu stacken...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 25 Dec 15, 18:18
Hallo,
bei so vielen Aufnahmen könnten Zwischenstacks helfen.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 25 Dec 15, 18:37
Hallo Markus,

wie groß war denn da die Bildbreite und was für ein Objektiv hast Du dazu verwendet?

Gruß
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 25 Dec 15, 18:55
Hallo


Uuuuuahhhhhhhh wenn ich hier so mitlese glaub ich manchmal ich befinde mich im Raumschiff Enterprice  ;)
Ich glaub ich lass das fotografieren lieber  ;D

Frohe Weihnachten.

Loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Dec 15, 19:51
Ich glaube 330 Bilder ist totaler overkill. Mit meinem Mitutoyo 10X decke ich 1 mm Bildtiefe mit 125 Aufnahmen ab.
Je mehr Einzelbilder, umso mehr Artefakte handelst du dir ein. Gold ist zugegebenermaßen nicht einfach, aber zeig mal das Endergebnis her, dann kann man sich ein Bild der Probleme machen. Ich denke es könnte auch an der Beleuchtung liegen.
lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 25 Dec 15, 19:54
Hallo


Uuuuuahhhhhhhh wenn ich hier so mitlese glaub ich manchmal ich befinde mich im Raumschiff Enterprice  ;)
Ich glaub ich lass das fotografieren lieber  ;D

Frohe Weihnachten.

Loismin

Lois, das hört sich schlimmer an als es ist. Habe vor kurzem einem kompletten Nackerbatzl das Fotografieren von Mikros beigebracht und mittlerweile produziert auch er recht passable Ergebnisse.
Es kann allerdings nicht schaden zu verstehen welche technischen Prinzipien sich dahinter verbergen, sonst muss man bei Problemen immer andere fragen was zu tun sein könnte.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Dec 15, 20:08
Guten Tag,

@Sebastian:
Zitat
bei so vielen Aufnahmen könnten Zwischenstacks helfen.

Ja, da bin ich gerade dran. Mal sehen ob es was bringt...

@Gerhard:
Zitat
wie groß war denn da die Bildbreite und was für ein Objektiv hast Du dazu verwendet?

Die Bildbreite war ca. 1,5mm. Das Objektiv ist mein Übungsobjektiv Leica HC PL Fluotar 10x/0,3

@Lois:

Willkommen im Weltraum!  ;D

@Harald:
Zitat
Mit meinem Mitutoyo 10X decke ich 1 mm Bildtiefe mit 125 Aufnahmen ab.

hmm, möglicherweise. Ich hab testweise auch mal nur jedes zweite Bild gestackt. Muss die Resultate aber noch vergleichen. Eigentlich sollten im Mittel 3,3um pro Ebene nicht zu viel sein. Ich habe bei den anderen Bildern die selbe Schrittweite genutzt. Wenn die Stacks mit verschiedenen Methoden durch sind, stelle ich die Bilder hier gerne zur Diskussion.

Bis nachher,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Dec 15, 01:18
Hallo zusammen,

nach endlosen Tests hat schlussendlich das Stacken in 8 Teilen in Helicon das brauchbarste Ergebnis hervorgebracht. Dabei ist das Endergebnis eine Kombination aus den besten Bildteilen der Stackingalgorythmen A, B und C (Bildbreite ca. 1,5mm). Besser bekomme ich es nicht hin, das muss reichen. Was für eine Zicke, so ein Goldblech...  ;)

Auf der Stufe befindet sich noch eine ganze Menge ged. Gold, ich weiß aber nicht, ob ich mir das noch mal antue. Mal sehen...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 26 Dec 15, 08:54
So schlecht ist das eh nicht - sieht man von den bekannten optischen Schwächen ab. Wie gesagt - ich bin mir sicher, dass du mit einem Drittel der Aufnahmen auch durchgekommen wärst.
So extrem glänzende Dinger erfordern extrem diffuses Licht. Ich fotografier sowas mittlerweile sehr gerne, offenbar weil ich den Dreh heraus habe, dafür gibt es andere Situationen die mich ins Schwitzen bringen.
Hier mal ein Beispiel eines glänzenden Minerals mit dem ich überhaupt nie Schwierigkeiten habe (Molybdänit, BB 2.9 mm).

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Dec 15, 21:19
Hallo Harald,

hmm, naja, irgend wie hatte ich mir besseres erhofft... Aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben.

Zitat
Wie gesagt - ich bin mir sicher, dass du mit einem Drittel der Aufnahmen auch durchgekommen wärst.

Wahrscheinlich hast du recht. Ich habe mal nur jedes zweite Bild gestackt, und konnte im Vergleich zum ersten Stack nicht wirklich einen Unterschied erkennen, allerdings auch bei den Artefakten nicht...

Dein Molybdänbild ist klasse! was war denn da für eine Kamera daran beteiligt? Mann, was freu ich mich auf eine vernünftige Optik...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 26 Dec 15, 22:33
Hallo,

hier ist mal mein neuestes Produkt, ein etwas außergewöhnlich ausgebildeter Chabasit aus Island:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1451165165.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1451165165.jpg)

Mein Setup: Balgen mit Nikon 1J3 am einen Ende und in diesem Fall ein Nikon 35mm/1,4 in Retrostellung am anderen Ende. Die Beleuchtung muss allerdings noch etwas diffuser werden, das ist so noch zu ausgefressen an den Kanten. Der Stack besteht aus 21 Fotos, also recht überschaubar.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Dec 15, 11:15
Hallo Günter,

das sieht gut aus! Vor allem der Kristall macht echt was her! Die paar franzigen Artefakte an der Kante kann man auch per Bildbearbeitung beseitigen. Das wird wohl auch durch noch diffuseres licht nicht viel besser werden? Ist das bei einer Bildbreite von 2,8mm ein Crop aus dem gesamten Sensorbildfeld?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 27 Dec 15, 18:15
Hallo Markus,

die Kamera liefert original 4608x3072 Pixel auf einem relativ kleinen Sensor, nach dem Stacken beschneide ich das meist auf 4:3-Format 4096x3072 und skaliere dann fürs Lexikon auf 1024X768.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Jan 16, 21:21
Hallo zusammen,

so, jetzt habe ich mal Zeit, über die neue Ausbaustufe meines Setups zu berichten. Da bei der geringen Schärfentiefe der Mikroskopobjektive doch recht viele Stackingebenen notwendig sind, habe ich mein Setup mal Automatisiert. Von Rainer Ernst (Stonemaster) konnte ich unkompliziert Software und Schrittmotorsteuerung beziehen, und diese an einen Schrittmotor adaptieren, welcher über eine Kupplung die Mikrometerverstellung der Fokusebene steuert. Da der Motor nicht im Mikroschrittbetrieb läuft, macht er 200 Schritte/360°, was einer Höhenverstellung von 2,5my/Schritt entspricht. Sollte ich mal kleinere Schrittweiten benötigen, werde ich ein Getriebe zwischenschalten. Damit ist nun das vollautomatische Stacken problemlos möglich. So macht das Spass. Mittlerweile hat auch ein 10er Mitutoyo den Weg zu mir gefunden, welches mit einer Raynox DCR150 in Retrostellung als Tubuslinse betrieben wird. Ich bin ganz begeistert, wie die Bildfeldkorrektur bis in die Ecken eines Vollformatsensors gelungen ist. :)

Erste Tests haben gezeigt, dass ich immer noch etwas auf Kriegsfuß mit der Stackingsoftware stehe. Vor allem bei komplexen Strukturen sind die Ergebnisse in nativer Bildauflösung nach dem Stacken erheblich schlechter als im Rohmaterial. Naja, das ist wohl Übungssache...

Hier mal ein erster Vorgeschmack. Die Bildbreite beträgt ca. 3,5mm und ist ein Stack aus 200 Ebenen. Zu sehen ist ein Pyromorphit aus dem Erzgebirge.

Viele Grüße
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Jan 16, 21:23
...und noch zwei Bildchen...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stonemaster am 05 Jan 16, 00:27
Hallo Markus,
ich würde noch eine Stütze von der Säule zum Tubus machen (vorne beim Objektiv)
Auch nur jede kleinste Bewegung macht dein Bild unbrauchbar.
Gruß Rainer
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 05 Jan 16, 17:00
Hallo Markus,

ich würde Deine Kaltlichtleuchte nicht neben Deiner Ausrüstung stellen.
Durch die Kühlung der Lampen können leichte Schwingungen enstehen die
auch Probleme bringen bei den kleine Bildbreiten.

Gruß Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Jan 16, 00:41
Hallo Rainer und Gerhard,

vielen Dank für Eure Anmerkungen. Was Schwingungen betrifft habe ich innerhalb des Systems keine Probleme. Allerdings sind die ersten Tests nichts geworden, da meine Kinder gemeint haben, neben dran während der Aufnahme fangen spielen zu müssen...

Den heutigen Test habe ich gemacht, als ich alleine zu Hause war, und da hat das Rohmaterial gepasst. Ich habe aber immer noch extreme Probleme beim Stacken des besagten Uranophans. Das scheint derart komplex zu sein, dass nur Artefakte rauskommen, egal mit welchem Programm, mit welchem Algorythmus oder in Etappen. Ich weiß echt nicht, was ich noch machen soll. In der Forenauflösung sieht das ja noch einigermaßen aus, aber in nativer Auflösung ist das echt gruselig... ???

Der Arisit hingegen sieht bis auf ein paar unvermeidliche Artefakte im Büschel ganz ok aus, auch in groß. Damit scheinen die Programme wohl noch zurecht zu kommen...

Also, anbei ein Arisit aus Aris/Namibia, und das Uranophan mit Fluorit aus Menzenschwand/Schwarzwald. Bildbreite jeweils ca. 3,5mm.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Jan 16, 00:43
...und hier der Uranophan...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 06 Jan 16, 19:05
Hallo Markus,

zu Deinem Aris Bild folgende Bemerkung:

die nadelige braunen Kristalle sind Tuperssuatsiait, die gelbliche Täfelchen sind Sazhinit und ich sehe keine Arisit.

Liebe Grüße
Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Jan 16, 22:03
Hallo Gerhard,

danke für die Berichtigung. Tuperssuatsiait steht tatsächlich auch auf dem zugehörigen Kärtchen, genau so wie Apophyllit, aber als Hauptmineral steht dort Arisit. Da die braunen Büschel das einzige Highlight auf der Stufe sind, ging ich davon aus, dass das Arisit ist...
Da sieht man mal, dass ich von Mineralien keine Ahnung habe... ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Jan 16, 23:25
...so, einen habe ich heute noch...

Erythrin (oder auch nicht, wie vorher schon angemerkt wurde), Stack aus 70 Ebenen, Helicon, PS CC2015, Bildbreite ca. 3,5mm.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 07 Jan 16, 09:36
Hallo Markus,
tolles Foto, Du steigerst Dich! Aber der abgebildete Kristall ist wohl eher ein Cobaltocalcit, vermutlich aus dem Grubenrevier Bou Azer (Agoudal?) Hast Du den Fundpunkt greifbar?

Glückauf!
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Jan 16, 17:59
Hallo Frank,

hmm, das ist schon möglich. Wie gesagt habe ich das Teil als Erythrin aus dem Erzgebirge erworben. Da das Stück aus einem Nachlass stammt, konnte ich dazu leider keine weiteren Informationen bekommen. Es kann also durchaus etwas anderes sein. Ich habe da leider zu wenig Ahnung und muss mich auf die Zettel anderer verlassen... :-[

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 07 Jan 16, 21:26
Super Bild!

Ist Roselith/ Wendwilsonit, Cobaltocalcit kann ich keinen erkennen.


GA
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 08 Jan 16, 07:56
Hallo Carsten,
stimme Dir zu, Roselith passt eher.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 18 Jan 16, 19:01
Hallo zusammen,

besten Dank für die Richtigstellung. Ich werde dann Roselith auf der Karte vermerken.

Nachdem sich herausgestellt hatte, dass ich durch die schweren Verschlüsse der EOS 5D mk2 immer Vibrationen im Bild hatte, welche die Bildschärfe völlig kaputt gemacht haben, habe ich mir eine spiegellose Systemkamera für die Mikrofotografie zugelegt. Es ist letztendlich eine Olympus OM-D EM5 mk2 geworden, welche mit ihrem high-res Mode gigantische Bildauflösungen zulässt. Bei 10facher Vergrößerung sind wir da schon voll in der Beugungsbegrenzung. Das macht aber nichts, so hat man Reserven für andere Objektive... ;)

Falls es jemand interessiert, ich habe ausgiebige Tests mit der 5D2 in Sachen Vibrationen gemacht und selbige zur Diskussion gestellt. Dabei konnte ich ein paar ganz interessante Erkenntnisse gewinnen. Das Ganze kann man hier nachlesen (in Englisch):

http://www.photomacrography.net/forum/viewtopic.php?t=29622&postdays=0&postorder=asc&start=0

Nun habe ich mein erstes Ergebnis mit der neuen Kamera fertig. Dabei möchte ich mich gerne bei Frank (dendrocopos) bedanken, welcher mich freundlicher weise mit einer ganzen Kiste MMs und Kleinstufen versorgt hat. Selbige werde ich so nach und nach ablichten und hier zur Diskussion stellen. Dabei sind auch ab und zu Mineralien dabei, welche noch nicht bestimmt sind. Es wäre schön, wenn vielleicht der Eine oder andere Sachkundige mal einen Blick drauf werfen könnte, was das ist.
Ich möchte gleich mal mit so etwas anfangen. Das Mineral habe ich zufällig unter dem Mikroskop entdeckt und wollte unbedingt wissen, was das ist. Erste Überlegungen gingen in Richtung Gips, vermutlich als Verwitterungsprodukt aus dem Pyrit entstanden?

Die Stufe stammt aus Ehrenfriedersdorf, Grube Sauberg. Die Bildbreite beträgt ca. 1,7mm. ZS PMax, Stack aus 130 Ebenen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453139901.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453139901.jpg)

Das Stacken gestaltete sich aufgrund der filigranen Kristalle als echte Herausforderung. Am meisten freue ich mich aber, dass es endlich mal scharfe Bilder gibt...  :D

Grüße Markus




Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Matthias Reinhardt am 18 Jan 16, 21:26
Hallo Markus,
ich Tippe auf Melanterit ( Eisenvitriol ).
Das Bild finde ich auch gut, ich weiß wie schwer Locken zu fotografieren sind.

schöne Grüße
Matthias
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 21 Jan 16, 18:34
Hallo Matthias,

vielen Dank! Das mit dem Melanterit passt hervorragend. Ich habe mich mal bei Vergleichsbildern umgesehen (wobei es da gar nicht so viele gibt) und das sah genau so aus wie bei mir...

Ich habe auch noch ein weiteres Bild:

Devillin xx aus Spania Dolina / Slowakei. Bildbreite wieder ca. 1,7mm, ZS PMax, Stack aus 72 Ebenen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453397227.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453397227.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 21 Jan 16, 23:59
Super Bild Markus! Ist jedoch kein Devillin, sondern eher Langit.

GA
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 22 Jan 16, 09:26
ja Markus, das Foto ist Dir sehr gut gelungen. Das mit der Korrektur zu Langit stimmt auch. Ist wohl beim verpacken, im Eifer des Gefechts verwechselt worden. Die restlichen Stücke sind bei mir alle mit Langit beschriftet. Siehe auch hier: http://www.mindat.org/photo-481636.html
Glück auf!
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Jan 16, 12:30
Hallo Carsten und Frank,

danke für die Berichtigung. Hab´s geändert.

@Frank: Ich habe vier Langit-Stufen von Dir bekommen und alle sind gleich beschriftet, da hab ich gedacht, das passt schon... ;)
Macht ja nichts, kann man ja alles korrigieren. Nur brauche ich dafür Eure fachkundige Hilfe, denn ich habe da leider so gar keine Ahnung...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 22 Jan 16, 16:26
Hallo Markus,
das ist doch immer das gleiche ...copy and paste... ;). Wenn Du weiterhin solch gute Fotos produzierst und im Atlas einstellst, dann helfen wir Dir doch gern weiter!

Glückauf!
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Matthias Reinhardt am 22 Jan 16, 17:34
Hallo Markus,
welches Objektiv hast Du für die Aufnahme verwendet?

Gruß
Matthias
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Jan 16, 23:09
Zitat
Wenn Du weiterhin solch gute Fotos produzierst...

Well, I´ll do my very best, Mrs. Sophie...  ;D


Matthias, das war ein Mitutoyo Plan Apo 10x/0,28.

Dann wollen wir mal weiter machen:
Vanadinit aus Mibladen / Marokko. Bildbreite wieder ca. 1,7mm, ZS PMax, Stack aus 64 Bildern.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453499875.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453499875.jpg)

Diesmal stimmen die Angaben auf jeden Fall...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 09:16
Bravo! Man merkt, du hast die Sache mittlerweile einigermaßen im Griff.
1,7 mm mit dem 10-er Mitu - das ist aber gecropt, oder? Die Bildbreite habe ich nativ mit dem 20-er (allerdings auf FF-Sensor).
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 10:46
Hallo Harald,

ja, so langsam wird´n Schuh draus...

Nein, das ist kein Crop. Die Kamera hat nur 17mm Sensorbreite. Das ergibt zwangsläufig die halbe Bildbreite gegenüber Vollformat mit 36mm Bildbreite und 10facher Vergrößerung oder eben die selbe Bildbreite bei 20facher Vergrößerung. Das FOV ist sogar nur 1/4 des VF-Sensors (mit dem 10er). Das ist an der neuen Kamera das, woran ich mich am meisten gewöhnen muss. Was vorher noch ins Bildfeld passte, geht jetzt halt nicht mehr... Ich muss mir unbedingt noch die langbrennweitigeren Mitus kaufen. Dann wird auch das Bildfeld wieder größer...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 11:00
Verstehe. Welche Kamera ist das?
Ein kleiner Sensor ist ja in der Fotomikrografie nicht unbedingt ein Nachteil, ausser man ist (so wie ich) gezwungen mit höheren ISO zu arbeiten. Das einzige wirkliche Problem mit kleinen Sensoren ist halt, dass man gewisse Abstriche beim Dynamikumfang machen muss, aber da musst halt dann mit niedrigerem Kontrast-Setting arbeiten.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 11:58
Zitat
ausser man ist (so wie ich) gezwungen mit höheren ISO zu arbeiten

Wieso musst Du mit höherer ISO arbeiten? Du kannst das doch mit längeren Belichtungszeiten ausgleichen. Durch eine höhere ISO-Einstellung erhältst du nicht mehr Signal, sondern verstärkst nur das Vorhandene incl. aller Rauschbeiträge. Da sind dann die großen Pixel von Vorteil, da durch ihre größere Fläche mehr Photoelektronen/Pixel erzeugt werden, was das Photonenrauschen senkt, welches durch die ISO-Einstellung linear mit verstärkt wird. Daher ist es grundsätzlich meiner Meinung nach besser, mit möglichst niedriger ISO zu belichten, und die Histogrammspreizung erst in der Bildbearbeitung zu machen. Das Ergebnis ist meistens besser, da man die volle Kontrolle über alle Bearbeitungsschritte hat, und außerdem eine nichtlineare Spreizung vorgenommen werden kann, was mit der ISO-Verstärkung nicht geht...

Meistens ist es ja so, dass kleinere Sensoren auch kleinere Pixel haben. Das ist bei hohen Vergrößerungen meistens kontraproduktiv, da man sehr schnell oversampled. Die eingeschränkte Dynamik durch die geringere FWC tut ihr übriges dazu, so dass ich eigentlich große Sensoren mit größeren Pixeln bevorzugen würde. Aber die gibt es leider nicht ohne mechanische Verschlüsse in handelsüblichen System/DSLR-Kameras, und es bringt einem die beste Detektor-Optik Kombination nichts, wenn die Ergebnisse aufgrund von Vibrationen unscharf sind... ;)

Die Vorteile der kleinen Pixel kann man hauptsächlich bei kleinen Vergrößerungen ausspielen, aber auch da sind Optiken sehr rar, welche noch beugungsbegrenzt über das Sensorfeld abbilden. Meistens schlagen vorher Abberationen verschiedenster Ordnung gnadenlos zu, so dass einem auch da die kleinen Pixel nichts bringen. Ein gewisses Oversampling macht aber in sofern sinn, dass diverse Kontrast- und Schärfungsalgorythmen erst dadurch vernünftig funktionieren...

Fazit: Man muss sich halt wirklich die bestmöglich passende Optik zu seinem Kamerasensor suchen, dann funktioniert das auch mit den kleinen Pixeln. Das erhöhte Photonenrauschen bekommt man nur mit entsprechend längerer Belichtungszeit in den Griff und letzten Endes entscheiden die Bildresultate, ob man alles richtig gemacht hat...  :D

Grüße Markus

P.S.: Das ist eine Olympus OM-D EM5 mk2
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 23 Jan 16, 12:32
Hallo Markus,

schau doch mal nach einem 40 mm Luminar von Zeiss. Bildbreiten von 2,0 bis 6,0 mm möglich.
Ganz großer Vorteil: Du mußt nicht mehr so viele Bilder machen weil die eine eingebaute Blende haben.
Das Objektiv ist eines meiner Favoriten und Du kannst es sogar in Retro Stellung benutzen und bekommst
eine größere Bildbreite.

Herzliche Grüße
Gerhard Niceus (geni 8))

ps. es muß nicht immer ein Mitus sein  ;)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 12:32
Wieso musst Du mit höherer ISO arbeiten?

Weil unser Museum ständigen Mikrovibrationen durch den Strassenverkehr ausgesetzt ist und ich daher Verschlusszeiten von mindestens 1/250 o. 1/320 benötige um Verwacklungen auszuschalten. Das schränkt mich natürlich in gewissen Situationen gewaltig ein. Ich hatte z.B. die erste Nikon D800E in Österreich eine Woche zum Testen (Vorteil wenn man NPS-Mitglied ist). Ergebnis: durch die Vibrationen ein Übersprechverhalten von mind. 2 Pixeln, d.h. kein Auflösungsgewinn gegenüber der D3 aber 3 Mal so große Dateien (bei den mittelalterliche PCs in unserem Institut auch nicht gerade vorteilhaft - mache deswegen das ganze stacking und editing zu Hause auf meiner Xeon-workstation). Hab mich dann für die D4 entschieden. Allerdings, vom Dynamikumfang her konnte ihr damals keine andere Kamera das Wasser reichen und die Farbverläufe waren zum Niederknien.

Aber die gibt es leider nicht ohne mechanische Verschlüsse in handelsüblichen System/DSLR-Kameras

Von Sony gibt es sowas. Der Stefan Wolfsried arbeitet mit einer Sony EVIL im Vollformat.

lg
Harald
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 12:36
Hallo Markus,

schau doch mal nach einem 40 mm Luminar von Zeiss. Bildbreiten von 2,0 bis 6,0 mm möglich.
Ganz großer Vorteil: Du mußt nicht mehr so viele Bilder machen weil die eine eingebaute Blende haben.
Das Objektiv ist eines meiner Favoriten und Du kannst es sogar in Retro Stellung benutzen und bekommst
eine größere Bildbreite.

Ist aber gar nicht so leicht heutzutage noch ein anständiges zu bekommen. Ich hatte mal vor Jahren eines gekauft - das war dreckig und die Blende war festgefressen.
Mein Favorit unter den Luminaren ist das 63-er. Optisch noch einen Tick besser, aber noch schwerer zu finden.

lg
Harald
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 13:20
Hallo Gerhard,

Zitat
ps. es muß nicht immer ein Mitus sein  ;)

Ich habe mich lange damit beschäftigt, was für Optiken für mich sinvoll wären und bin für mich zum Schluss gekommen, dass die Mitus meine Ansprüche am besten Abdecken. Dazu folgende Überlegungen:

Pro Luminare:

- Variabler Abbildungsmaßstab durch variierende Auszugslänge
- großer auskorrigierter Bildkreis

Kontra Luminare:

- Werden sehr teuer gehandelt (dafür bekomme ich 1 bis 1,5 Mitus auf dem Gebrauchtmarkt)
- Irisblende in Zeiten von Focusstacking zur Erweiterung der Schärfentiefe nicht sinnvoll, da dadurch massiv das Auflösungsvermögen der Optik eingeschränkt wird (wenn das nicht ohne Abblenden diverse Abberationen eh schon tun ;) )
- Optimale Abbildung nur für die berechnete Auszugslänge (160mm)
- Altes Optikdesign und alte Gläser/Beschichtungen (was nicht heißt, dass sie nicht trotzdem funktionieren können)
- Endlichkorrigiertes System


Pro Mitus:

- Aktuelles optisches Design
- Aktuelle Glassorten und Beschichtungen
- Ausreichend großer auskorrigierter Bildkreis
- Apochromatisch
- Sehr hohe NA für den Arbeitsabstand
- Äußerst gute Schärfe

Kontra Mitus:

- Auch teuer, wenn auch nicht so krass wie wenn Zeiss draufsteht
- Auch bei Bedarf neu erhältlich
- Geeignete Tubuslinse erforderlich

Da ich mein System nun auf unendlich korrigierte Optiken ausgelegt habe, ist es für mich der geringere Aufwand, entsprechend nur die Objektive zu wechseln. Für andere Optiken muss wieder alles mögliche umgeschraubt werden. Das fängt schon bei zusätzlichen Adaptern (RMS-Gewinde) an. Dies ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung. Andere halten das anders...  ;)

Ich habe gestern auch mal mit dem Componon-S 4/80 und der neuen Kamera fotografiert, um ein etwas größeres Bildfeld zu bekommen (muss die Bilder aber noch bearbeiten). Nun, wenn man das Mitutoyo mal gewohnt ist, verursacht das Componon mittleren Augenkrebs was die Abbildungsleistung angeht.  :P
Daher meine Entscheidung zu den Mitutoyos. Gerade im Hinblick auf die längeren Brennweiten selbiger ist der kleinere Kamerasensor nun wieder ein Vorteil, da der auskorrigierte Bildkreis für einen VF-Sensor dann nicht mehr reicht...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 13:23
Hallo Harald,

Zitat
Weil unser Museum ständigen Mikrovibrationen durch den Strassenverkehr ausgesetzt ist und ich daher Verschlusszeiten von mindestens 1/250 o. 1/320 benötige um Verwacklungen auszuschalten.

Das erklärt manches... ;)

Hast Du keine Problem mit Vibrationen durch die großen Shutter? Bei mir ging das gar nicht...  :-\ (siehe den beigefügten Link in einem meiner obigen Posts)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 23 Jan 16, 14:09
Es gibt ja nicht nur Luminare, auch mit einem 25 Photar bekommt man sehr variable Abbildungsmasstäbe. Das die Luminare so teuer sind wie 1,5 mitus glaube ich kaum. Klar muss man bei eBay etwas schauen. Gerade der Variable Arbeitsabstand macht einen flexibler ohne diverse Objektive zu kaufen. Und ja sie sind auf 160mm korrigiert, die Auflösung nimmt aber mit sinkender Vergrößerung zu.
Im sehr kleinen Maßstab würde ich auf Mikroskopobjektive ausweichen, für etwas geringere Vergrößerungen dann Lupenobjektive.
Mich würde aber mal interessieren was du für die mitus ausgegeben hast und wo die Bezugsquelle war. Am besten per pm.
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 23 Jan 16, 14:11
Hallo zusammen!

Mal zum Thema Vibrationen eine Frage an alle in die Runde: Wie dämpft ihr euer Set-Up gegen Vibrationen von außen ab? Ich arbeite in einem kleinen Raum mit der Stack Unit vom Rainer Ernst (das Teil steht auf einem stabilen Tisch auf Steinboden) und ich möchte während der Stacks meinen Arbeiten im Büro am PC nachgehen können. Habe gehört, dass man das Set-up auf Tennisbällen lagern kann (mit Ringen gesichert!), aber das macht bei mir doch  einen sehr wackeligen Eindruck ... Vielleicht kann man auch was auf den Boden legen, z.B. schwingungsdämpfende Gummimaten, oder so?? Bin gespannt was ihr da so macht!

GA
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: kks am 23 Jan 16, 14:18
Mal zum Thema Vibrationen eine Frage an alle in die Runde: Wie dämpft ihr euer Set-Up gegen Vibrationen von außen ab?

Wenn Du es perfekt machen willst: Ein möglichst großer Betonklotz in einem Sandbett ...

MfG
Klaus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 16:05
Zitat
Es gibt ja nicht nur Luminare, auch mit einem 25 Photar bekommt man sehr variable Abbildungsmasstäbe

Ja, aber auch für diese gelten die Punkte, welche ich in obigem Post zusammengeschrieben habe...

Zitat
Das die Luminare so teuer sind wie 1,5 mitus glaube ich kaum.

Dann schaue Dich z. B. einfach mal ganz aktuell auf dem weltweiten Ebay-Markt um. Die dort angebotenen Luminare werden im Moment abhängig von Brennweite und Zustand zwischen 300,- € und >1000,- € gehandelt. Die Mitutoyos in den Vergrößerungen 1fach bis 5fach je nach Zustand zwischen 300,- € und 700,- €. Ich denke, meine Rechnung kommt da durchaus hin...  ;)

Ein gewisses Risiko bleibt beim Gebrauchtkauf, vor allem aus dem Ausland, immer. Daher hätte man bei den Mitus alternativ auch die Möglichkeit eines Neukaufs. Dann allerdings zu erheblich höheren Preisen...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 16:14
Hallo Carsten,

Zitat
Wie dämpft ihr euer Set-Up gegen Vibrationen von außen ab?

Ganz grundsätzlich sind Schwingungen von außen kein so großes Problem, wenn der Aufbau steif genug ist. Denn dann schwingen Objekt und Kamera in Phase. Ich habe meinen Aufbau direkt neben meinem Schreibtisch auf einem Holzschränkchen stehen. Das Breadboard ist vom Schrank mit vier Sorbothane-Dämpfern entkoppelt (da gibt es verschiedene Ausführungen. Du musst darauf achten, dass Du die für Dein Gewicht optimalen verwendest).

Das reicht völlig, um während des Fotografierens direkt neben dem Setup am Rechner zu arbeiten. Herumrennen während der Aufnahme is natürlich nicht, aber langsames Gehen stellt kein Problem dar. Viel schlimmer sind intrinsische Schwingungen, wie sie z. B. durch den Kamerashutter verursacht werden. Denn dann schwingen Kamera und Objekt unterschiedlich zueinander...

Zitat
Wenn Du es perfekt machen willst: Ein möglichst großer Betonklotz in einem Sandbett ...

Das ist nur notwendig, wenn man Kamera und Objekt zwangsläufig nich steif genug verbinden kann, so dass sie in Phase schwingen, wie z. B. in der Astrofotografie... ;)

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 23 Jan 16, 16:22
Moin,
Aber für die selben Vergrößerungen brauchst du mehrere objektive im genannten Preisspektrum die du auch mit einem objektiv abdecken kannst. Aber wenn man gut mit den objektiven umgehen kann, soll man dabei bleiben. Ich seh nur die Vorteile der Lupenobjektive in diesem Vergrößerungsbereich als größer als Mikroskopobjektive.
Da wir gerade bei Erschütterungen sind, ich habe auch das Gefühl das meine Kamera recht deutlich schwingt, welche Belichtungszeiten sind zu empfehlen das zu unterdrücken?
Beste Grüße,
Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 16:50
Hallo Sebastian,

also das must Du mir jetzt aber mal erklären:

Zitat
Und ja sie sind auf 160mm korrigiert, die Auflösung nimmt aber mit sinkender Vergrößerung zu.

Wie kommst Du zu der Erkenntnis?


Zitat
Aber für die selben Vergrößerungen brauchst du mehrere objektive im genannten Preisspektrum die du auch mit einem objektiv abdecken kannst.

Richtig, aber mit oben genannten Abstrichen in der Bildqualität. Ganz grundsätzlich gilt: Sobald eine Optik außerhalb ihrer Specs betrieben wird, und das ist alles, was bei der Optikrechnung nicht berücksichtigt oder in Kauf genommen wurde, selbige nicht mehr ihre volle Leistungsfähigkeit hat. Das mag bei dem einen oder anderen Design langsamer sichtbar werden als bei anderen, aber es ist grundsätzlich immer so! (Vorausgesetzt man arbeitet mit einer Kamera, welche auch das maximale Leistungsvermögen der Optik auflösen kann. Das können aber heute die aller meisten...)

Ich persönlich bin zu derartigen Abstrichen nicht bereit. Es entstehen durch den Anwender (also mich) genügend Qualitätseinbußen, dass ich mir nicht auch noch mit der Optik welche einhandeln möchte. Das ist aber meine ganz persönliche Meinung und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit ;)

Zitat
welche Belichtungszeiten sind zu empfehlen das zu unterdrücken?

Das ist schwer zu sagen. Die Frage ist doch eher: Wie kurz kannst Du belichten, um mit Deiner gegebene Beleuchtung nicht im Photonenrauschen zu ertrinken? Das heißt, wie kurz kannst du bei niedrigster ISO belichten und Dein Histogramm immer noch gut füllen, so dass es sich über einen sinnvollen Bereich erstreckt? Wenn Du das weist, dann kannst Du Dir Gedanken machen, wie Du die Schwingungen für diese kürzeste Belichtungszeit in den Griff bekommst...

Ich hatte das selbe Problem, und bin deswegen nach einigen Experimenten von der DSLR weg zu einer Kamera ohne mechanischen Verschluss gekommen und alles ist gut... ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 23 Jan 16, 17:30
Ich bezihebmich auf folgende Quelle:
http://coinimaging.com/lens_tests_new.html?
Ich hoffe der Link funktioniert, aber da ist klar aufgetragen das die Auflösung bei geringeren Vergrößerungen höher ist als bei hohen. Oder ich hab einfach was nicht verstanden was auch sein kann.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 23 Jan 16, 17:58
Hallo Markus,

dank dir für den Tipp mit den Dämpfern! Bin schon im Netz drüber gestolpert, aber gut zu wissen, dass du sie benutzt. Bringt das auch tatsächlich was, oder ist das mehr was für's Gewissen?

GA
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 23 Jan 16, 18:25
Hallo Carsten,

frag doch mal den Rainer Ernst. Ich glaube der hat auch so was.

Liebe Grüße

Gerhard Niceus (geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 19:47
Hallo Sebastian,

ich habe mal kurz über Deinen Link geschaut, aber nur das 63mm Luminar gefunden. Grundsätzlich sind mir solche völlig undurchsichtigen Tests suspekt. Er beschreibt in keinster Weise den Testaufbau, Testablauf, verwendete Geräte, etc. Was mich noch mehr stutzig macht, sind Formulierungen wie: "This shows where this lens fits into the hierarchy that I have created."
Das hat nichts mit wissenschaftlicher Herangehensweise zu tun und lässt die Bewertung der Testergebnisse nicht zu.

Grundsätzlich wird das Auflösungsvermögen einer Vergrößerungsoptik durch ihre NA bestimmt, das ist der Sinus des objektseitigen, halben Öffnungswinkels. Das heißt dass bei gegebener Apertur die NA durch den Arbeitsabstand bestimmt wird (mal unterschiedliche Brechungsindizes der optischen Medien, Totalreflexion bei großen Winkeln und Beschichtungen an den optischen Flächen nicht berücksichtigt). Sie ist dann maximal, wenn das Objekt in der Brennweite des Linsensystems liegt, denn dann ist das austretende Strahlbündel parallel. Da bei endlich korrigierten Objektiven wie den Luminaren aber ein Bild im Unendlichen zu nichts führt, wurde der bildseitige Arbeitsabstand der Optik auf 160mm gerechnet. Daraus ergibt sich eine Brennweite x des Linsensystems, welche ungefähr dem Arbeitsabstand objektseitig entspricht. Vergrößerst Du jetzt den Abstand bildseitig (also >160mm), verringert sich gemäß geometrischer Optik der Arbeitsabstand objektseitig. Da die Apertur aber gleich bleibt, erhöht sich die NA und damit das Auflösungsvermögen. ABER: Die Korrektur der Abberationen ist auf 160mm Auszugslänge gerechnet. Weicht man davon ab, schlagen unter Umständen die Abberationen schneller zu, als die Auflösung durch die steigende NA anwächst (optikdesignabhängig). Das bedingt dann, dass die Auflösung zu höheren Vergrößerungen schlechter wird...

Grundsätzlich gilt das also nicht!

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 19:52
Hallo Carsten,

Zitat
Bringt das auch tatsächlich was, oder ist das mehr was für's Gewissen?

Nun, alles, was mechanische Schwingungen in Wärme umwandelt bringt was. Wieviel das bringt ist sehr material- und frequenzabhängig und dadurch schwer zu beurteilen. Schaden wird es aber auf keinen Fall!  :D
Viel wichtiger ist eine möglichst hohe Steifheit des Aufbaus. Eine gewisse Masse wirkt mit ihrer Trägheit auch beruhigend (wenn sie allerdings in Wallung ist, dauert es auch genauso lange, bis wieder alles ruhig ist... ;) )

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 23 Jan 16, 20:11
...in Wärme umwandelt? Ich kann dir grade nicht folgen?!

GA
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 23 Jan 16, 20:25
leer
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: harzgeist am 23 Jan 16, 20:27
Carsten,

Mechanische Energie wird innerhalb der zäh-elastischen Masse der Schwingungsdämpfer durch innere Reibung in Wärme umgewandelt und so an der weiteren Ausbreitung gehindert.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 23 Jan 16, 20:30

Hallo Markus,

[Da bei endlich korrigierten Objektiven wie den Luminaren aber ein Bild im Unendlichen zu nichts führt, wurde der bildseitige Arbeitsabstand der Optik auf 160mm gerechnet
[/quote]


.  Da muß ich Dir widersprechen. Die Luminare sind für 9 x 9 Plattenkameras gebaut worden, und da ist der Arbeitsabstand mehr als 160 mm gewesen. Ich habe teilweise einen Auszug von 200 mm und habe keine Probleme damit.

Grüße
Gerhard Niceus (geni 8)

ps. ich habe die  komplette Luminar Serie der neuesten Generation. Und das 40 und 63 Luminar für zusammen 900 € in Top Qualität bei Ebay im Februar 2015  ersteigert.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 23 Jan 16, 20:37
Danke Thomas! :-)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 20:38
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen. Das kann bei den Mitus schon nerven, speziell bei sehr starken Vergrößerungen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 20:44
Hallo Carsten,

da war Thomas schneller... ;)

Hallo Gerhard,

wieso musst Du mir da widersprechen? Meine Aussage schliesst die Deine doch mit ein. Natürlich kann man die Luminare auch bei Auszugslängen >160mm verwenden, allerdings mit optischen Abstrichen. Ob diese zum Tragen kommen, hängt von der Auflösung und der Größe des Sensors ab. Bei alten Mittelformatkameras waren die Toleranzen da sicher größer wie bei den heutigen CMOS-Sensoren. Außerdem hängt es vom Optikdesign ab, wie schnell die außeraxialen Bildfehler anwachsen.

Dadurch ist es übrigens durchaus möglich, mit manchen endlich korrigierten Optiken durch zwischenschalten einer Relaisoptik (das Pedant einer Tubuslinse bei unendlich korrigierten Objektiven) eine tatsächliche Auflösungssteigerung zu erwirken!

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 20:46
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: geni am 23 Jan 16, 20:56
Hallo Markus,



Dadurch ist es übrigens durchaus möglich, mit manchen endlich korrigierten Optiken durch zwischenschalten einer Relaisoptik (das Pedant einer Tubuslinse bei unendlich korrigierten Objektiven) eine tatsächliche Auflösungssteigerung zu erwirken!


Ich benutze eine Raynox 250 mm in Retrostellung. Diese funktionier aber nur mit dem 16 + 25mm Luminar. Bei 40 + 63 mm kann man das vergessen, die Bildqualität wird  durch die Raynox schlechter.

Gruß
(geni 8))
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Jan 16, 21:05
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...

Das nehme ich aber in Kauf - und Poster mache ich von meinen Fotos sowieso nicht.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jan 16, 22:43
Zitat
Ein Pro hast du bei den Luminaren vergessen: Durch die Möglichkeit abzublenden (innerhalb sinnvoller Grenzen natürlich) verringerst du die Schleierbildung (und dadurch Kontrastverlust) bei sich überlagernden Strukturen.

Ja, aber auf Kosten der Auflösung...

Das nehme ich aber in Kauf - und Poster mache ich von meinen Fotos sowieso nicht.


...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D


Ich bin meinem Problemfall auch noch mal zu Leibe gerückt. Uranophan xx aus Menzenschwand / Schwarzwald. Helicon Focus C, 93 Ebenen stack, Bildbreite ca. 1,7mm:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453585022.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453585022.jpg)

Besser bekomme ich es nicht hin, das nadelige Zeug...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 24 Jan 16, 08:59
Also, bis auf die überstrahlten Partien links unten finde ich das Bild gut.
Ich weiss jetzt nicht mehr welchem Algorithmus "C" entspricht, aber wenn das der Pyramid-Algorithmus ist, versuch mal einen Depth Map Algorithmus, bei dem blühen Spitzlichter nämlich nicht so aus. Wenn das schon ein Depth Map stack ist dann vergiss was ich eben geschrieben habe ;). Da hilft dann nur noch "spielen" mit der Beleuchtung.
Ich lasse in Zerene Stacker grundsätzlich immer beide Algorithen durchlaufen und hole mir dann in PS das beste aus beiden zusammen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 24 Jan 16, 09:09
...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D

Wenn du mal in die Lage kommst sehr viele Stücke dokumentieren zu wollen/müssen, dann wirst auch du erkennen, dass man besser minimale Abstriche bei der Qualität macht bevor man zu viel Zeit damit verplempert. Wenn du aber unbedingt den Status eines gefeierten und bewunderten Fotografen erreichen willst, so wie einige (nenne keine Namen) die auch nicht mehr Ahnung von der Materie haben als andere, aber nur ausgewählte äusserst fotogene Stücke (z.T. mit geringem dokumentarischen Wert) ablichten, und dann noch beleidigt sind wenn sie nicht mindestens einmal pro Woche ein Foto des Tages haben, dann halte deine Ansprüche künstlich hoch. Andererseits, es schadet keineswegs am Anfang hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, weil man viel dabei lernt und dieses Wissen kommt einem irgendwann sicher zugute. Zurückstecken kann man immer noch ...

lg
Harald
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jan 16, 10:41
Hallo Harald,

Zitat
Also, bis auf die überstrahlten Partien links unten finde ich das Bild gut.

Ja, mir gefallen die Partien auch nicht, aber trotz extrem diffusem Licht habe ich es nicht hin bekommen, dass nicht immer irgend eine von den Nadelgruppen reflektiert hat. So war es das geringste Übel. Ich lasse immer grundsätzlich alle Bilder in Helicon und in Zerene in allen Varianten rechnen (das ist auch das, was so viel Zeit benötigt), und suche mir dann das Beste aus allen Bildern zusammen. In obigem Bild entstammt der Hauptteil Helicon C, das ist wie Du richtig schreibst der Pyramidealgorithmus.

...so sind die Ansprüche halt verschieden...  ;D

Wenn du mal in die Lage kommst sehr viele Stücke dokumentieren zu wollen/müssen, dann wirst auch du erkennen, dass man besser minimale Abstriche bei der Qualität macht bevor man zu viel Zeit damit verplempert. Wenn du aber unbedingt den Status eines gefeierten und bewunderten Fotografen erreichen willst, so wie einige (nenne keine Namen) die auch nicht mehr Ahnung von der Materie haben als andere, aber nur ausgewählte äusserst fotogene Stücke (z.T. mit geringem dokumentarischen Wert) ablichten, und dann noch beleidigt sind wenn sie nicht mindestens einmal pro Woche ein Foto des Tages haben, dann halte deine Ansprüche künstlich hoch. Andererseits, es schadet keineswegs am Anfang hohe Ansprüche an sich selbst zu stellen, weil man viel dabei lernt und dieses Wissen kommt einem irgendwann sicher zugute. Zurückstecken kann man immer noch ...

lg
Harald

Nun, da ich das ja nicht beruflich mache, sondern aus Spass an der Freude obliegt es ja mir, wie viele Mineralien ich fotografiere. Wenn ich keine Lust mehr habe, dann lasse ich es einfch für eine Weile sein. Mir persönlich ist es aber wichtig, wenn ich mir schon die Mühe und Arbeit mache, und auch die Zeit investiere, dass ich das Beste nach meinen Fähigkeiten heraushole. Dabei ist es mir erstmal völlig egal, was andere von meinen Bildern denken. Natürlich freue ich mich, wenn selbige auch anderen gefallen, und wenn ich feedback bekomme, helfen mir berechtigte, sachliche Kritik mehr, als wenn nur jeder schreibt "toll gemacht", aber auch an einem berechtigten Lob erfreue ich mich.
Was Andere für Ansprüche an sich stellen, und was für Intensionen ihre Fotografien entspringen ist mir völlig egal. Jeder darf das machen, was er für richtig hält. Ich finde z. B. Deine Bilder sehr gelungen!
Was die qualität der Stufen angeht, so habe ich da im Moment noch keine große Auswahl. Ich fotografiere daher das, was ich habe. Allerdings hege ich schon auch den Anspruch, dass ich nur Stufen fotografiere, welche auch fotogene Kristalle beherbergen. Denn wenn ich mir schon die Mühe mache und die Zeit sowie entsprechend auch Geld aufwende, damit hinterher ein möglichst gutes Foto entsteht, dann dürfen auch die Fotomodelle ein entsprechendes Maß an Schönheit und Fotogenität (gibt´s das Wort überhaupt?) haben. Nur etwas zu fotografieren, damit es fotografiert ist, das mache ich nicht, habe aber auch kein Problem damit, wenn es jemand für sich so hält.

Ich habe lange Zeit Astrofotografie gemacht (mache ich immer noch, aber nicht mehr in Deutschland). Meine Bilder findest Du auf meiner Homepage. Viele davon sind in Zeitschriften oder in Büchern abgedruckt worden. Du findest welche bei der NASA und als diverse Bilder der Woche an anderen Stellen, es gab Anfragen von große Softwarekonzernen in USA, etc. Du wirst das aber nirgends bei meinen Bildern lesen können (mit Ausnahme eines Links bei den NASA-Bildern). Ich bin aus dem Alter heraus, mich über so etwas definieren zu müssen. Auch verdiene ich damit kein Geld sondern mache es, weil ich es interssant finde und weil es mir spass macht. Von daher habe ich hohe Ansprüche, ja, aber ausschließlich an mich selbst...  ;D

In diesem Sinne,
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jan 16, 17:07
Hallo zusammen,

so, hier jetzt mal ein Bild mit dem Schneider Kreuznach Componon-S 4/80 (für ein etwas größeres Bildfeld) und der neuen Kamera. Wie schon geschrieben, wenn man mal die Bildqualität der Mitutoyos gewohnt ist, verursacht so etwas mittelschweren Brechreiz. Ich habe noch ein, zwei Bilder mit dem Teil gemacht, die ich natürlich auch noch bearbeiten werde, aber nochmal wird das Objektiv, zumindest in der Kombi, bei mir nicht mehr zum Einsatz kommen...

Malachit xx aus Gehren/Thüringen, Helicon C, 11 Ebenen stack:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453651091.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453651091.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Jan 16, 19:44
...dann mal wieder etwas Balsam für die Augen... :D

Azurit x aus Aouli/Marokko, Helicon C, 63 Ebenen stack, Bildbreite ca. 1,7mm:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453747176.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453747176.jpg)

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 25 Jan 16, 21:14
Hallo Markus,
ich glaub es nicht, dass ich Dir solche Schätze gesponsort habe  :D Der Malchit von Gehren ist von 1985 von unter Tage. Auch wenn es bei Dir leichten Brechreiz verursacht, finde ich das Bild super. Ich weiß ja wie der Krümel mit Kittpopel aussah... ;)

Glückauf!
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Jan 16, 21:25
Hallo Frank,

Zitat
ich glaub es nicht, dass ich Dir solche Schätze gesponsort habe  :D

Na ist ja nett, dass Du mich für würdig befunden hast...  ;D

Der Brechreiz bezog sich nicht auf den Malachit, der ist wirklich wunderschön, sondern auf meine Optik, welche selbigen leider nicht gebührend in Szene setzen konnte. Daher freut es mich um so mehr, dass es dir trotzdem gefällt.  8)

Was zum Geier sind denn Kittpopel???  ???

Grüße Markus

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 26 Jan 16, 11:40
Azurit ist super geworden. Was dir an dem Malachit nicht taugt musst du mir erklären - oder hat das eher was mit pixel-peeping zu tun? ;)

Zum früheren posting: Astrophotografie ist sicher eine gute Schule. Um Geld zu verdienen tu ich das auch nicht (das mach ich in begrenztem Umfang nur in der Musical-Fotografie), aber mein Zugang ist halt doch eher wissenschafticher Natur (z.T. für Projekte) und dazu gehört halt auch das Fotografieren völlig unattraktiver Stücke, und das oft in größerer Menge und da bleibt keine Zeit mich stundenlang herumzuspielen. So hat halt jeder seinen eigenen Zugang zur Materie.

lg
Harald
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Jan 16, 18:10
Zitat
Was dir an dem Malachit nicht taugt musst du mir erklären

Nun, das sieht insgesamt einfach weichgespült aus. Es fehlt die Definition und Schärfe, welche ich bei dem Mitutoyo so schätzen gelernt habe. Ich finde, das kann man auch in der kleinen Version hier gut erkennen...

Aber vielleicht sehe ich das auch zu eng... ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Matthias Reinhardt am 26 Jan 16, 20:29
Hallo Markus,
mach doch bitte eine Vergleichsaufnahme des Malachit mit Deinem Vollformatsensor!

schöne Grüße
Matthias
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Jan 16, 21:16
Hallo Matthias,

das wird nicht viel bringen. Ich habe die 5D2 abgebaut, von daher ist es mir zu umständlich, wieder alles zurück zu bauen. Aber ich habe hier ja viele Bilder mit genau dieser Kombi eingestellt (im Nachbarthread). Da kann man sehen, dass damit einwandfreie Bilder möglich sind. Das liegt aber an den deutlich größeren Pixeln des VF-Sensors. Da kommen entsprechende Bildfehler erst später zum Tragen... Mit der neuen Kamera und der hohen Auflösung ist das Objektiv halt an seiner Leistungsgrenze. Ich werde aber eine Vergleichsaufnahme mit einem Mitutoyo ähnlicher Brennweite machen, sobald ich eines habe...

Hier noch eine Aufnahme mit dem Componon-S 4/80. Fluorit xx aus Caaschwitz/Thüringen. Helicon C, 11 Ebenen stack:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453838770.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453838770.jpg)

Auch hier kann man die mindere Bildqualität gegenüber dem Mitutoyo deutlich sehen (wie ich finde)...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Matthias Reinhardt am 26 Jan 16, 21:35
Hallo Markus,
genau das wollte ich im nächsten Schritt zum Ausdruck bringen.
Ich fotografiere mit einer Sony alpha 7 II im Vollformat.
Diese Pixeln sind noch groß genug um die Objektive nicht zu überfordern.
Bei meinen Mitutoyos werden die Bildränder bei dem Großen Sensor etwas unscharf.
Teste auch gerade meine Olympus EP- 5 an diesen Objektiven! Hat alles seine Vor und Nachteile.
Versuche aber die Dinge zu Optimieren damit ich später schneller arbeiten kann.

Gruß
Matthias
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Jan 16, 22:07
Hallo Matthias,

Zitat
Bei meinen Mitutoyos werden die Bildränder bei dem Großen Sensor etwas unscharf.

Nun, die Dinger sind grundsätzlich mal für einen Bildkreis von 24mm korrigiert (max. Feldblendendurchmesser der dazugehörigen Okulare). Allerdings hat man mit steigender Vergrößerung ganz gute Chancen, einen VF-Sensor mit seinen großen Pixeln auszuleuchten, ohne dass es Qualitätseinbußen zum Rand hin gibt. Das liegt an dem mit zunehmender Vergrößerung kleineren Bildfeld und dadurch kleinerem Bildwinkel. Das dürfte so ab 10x der Fall sein (ich gehe dabei von 6,4my Pixel aus). Darunter wird man zunehmend in den Bildecken mit Bildfehlern zu kämpfen haben. Bei VF-Sensoren mit kleineren Pixeln unter Umständen auch mit höheren Vergrößerungen. Das war mit ein Grund, warum ich mir die neue Kamera gekauft habe. Mit einer Sensordiagonalen von 22mm habe ich da keinerlei Probleme, egal welche Vergrößerung. Mit der hohen Auflösung lässt sich aber auch das volle Leistungsvermögen kleiner Vergrößerungen voll ausschöpfen (oder zeigt gnadenlos deren Fehler auf... ;) ). Die großen Pixel eines VF-Sensors haben bei hohen Vergrößerungen ganz klar Vorteile, da man nicht so krass oversampled. Wie man es auch macht, es bleibt immer ein Kompromiss...  ;)

Zitat
Ich fotografiere mit einer Sony alpha 7 II im Vollformat.

Hast Du da keine Probleme mit Vibrationen durch den Shutter? Bei mir ging das gar nicht...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Matthias Reinhardt am 26 Jan 16, 22:34
Hallo Markus,
bei meiner Sony kann ich mit allen Belichtungszeiten so weg fotografieren.
Auslösen hochfahren, Auslösen und hochfahren ohne zeitliche Verzögerung wegen Vibrationen ein zu planen.
Das geht im ganzen recht zügig. Das sieht bei meiner Olympus ganz anders aus. Ohne Anti Schock von mind. 2 Sek. und einer längeren Belichtungszeit von ca. 1/2 Sec. werden die Aufnahmen nicht richtig scharf. Die Softwareeinstellung für den Stackmaster musste ich neu justieren,  sonst fährt der Stackmaster hoch wärend die Kamera Auslöst. Ich kann Morgen bei Bedarf 1 bis 2 aktulle Bilder von heute Abend einstellen. Fotografiere gerade für einen Freund Schlackenmineralien von Rheinbreitbach.

Gruß
Matthias
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Jan 16, 18:56
Hallo Matthias,

Bilder sind immer gut...  :D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Jan 16, 18:39
...so, dann schiebe ich halt noch eins dazwischen...

Ich hab´s mir nochmal gegeben, und noch ein Bild von der Goldstufe gemacht, an welcher ich letztes Mal schier verzweifelt bin. Diesmal ging das ohne nennenswerte Probleme...  ;D

ged. Gold x aus Balqash/Kasachstan, Helicon C, 71 Ebenen stack, Bildbreite ca. 1,7mm:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1454002139.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1454002139.jpg)

Was mir mehrfach aufgefallen ist, dass die Farb- und Helligkeitswiedergabe hier im Mineralienatlas deutlich anders als auf meinem Bildschirm bei der Bildbearbeitung ist (ich arbeite mit einem kalibrierten Monitor) und auch anders als bei vielen anderen Web-Portalen. An was liegt das?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 28 Jan 16, 18:57
Was mir mehrfach aufgefallen ist, dass die Farb- und Helligkeitswiedergabe hier im Mineralienatlas deutlich anders als auf meinem Bildschirm bei der Bildbearbeitung ist (ich arbeite mit einem kalibrierten Monitor) und auch anders als bei vielen anderen Web-Portalen. An was liegt das?

Da habe ich erst mal eine Nachfrage, wann genau andere Darstellung auftritt. Ich betrachte die Darstellung in deiner Bildbearbeitung jetzt als Grundlage und Maßstab. Du sagst einerseits , dass der Atlas die Bilder anders darstellt als die Bildbearbeitung. Andererseits sagst du, dass andere Web-Portale es anders darstellen. Dazu meine Frage: in diesem Fall anders als deine Bildbearbeitung oder anders als der Atlas? Oder anders als beide (also dritte Version)? Waren es in allen Webseiten die gleichen Bilder? Hast du auch mal das Bild auf deinem Rechner mit dem Browser an Stelle der Bildbearbeitung angesehen (lokale Datei) und verglichen?

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Jan 16, 19:13
Also grundsätzlich ist für mich auch meine Bildbearbeitung die Grundlage zur Beurteilung, denn danach gestalte ich ja die Parameter. Wenn ich das Bild dann im Mineralienatlas hoch lade, erscheint es mir deutlich blasser und ein wenig dunkler wie im Original (auf dem selben Monitor betrachtet wie die Bearbeitung stattgefunden hat). Ich benutze als Browser Safari (MAC). Betrachte ich das Bild in der Bildervorschau auf dem Rechner (natürlich immer die selbe Bilddatei), erscheint es wie im Original. Lade ich das Bild auf anderen Webspace hoch, z. B. meine HP oder fotocommunity, photomacrography, etc. gibt es zwar auch leichte Abweichungen zum Original, aber nicht so augenscheinlich wie im Mineralienatlas (immer auf dem selben Monitor betrachtet). Hoffe das hilft weiter?

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 28 Jan 16, 20:09
Ein paar Fragen sind damit geklärt. Nehmen wir jetzt mal als Beispiel das Gold-Foto hier im Thread. Wenn du auf das Vorschaubild klickst, wird das zwar vergrößert, aber noch nicht auf die Originalgröße. Die erhält man erst wenn man in dem vergrößerten Bild unten rechts auf die Pfeile klickt. Siehst du zwischen diesen beiden Versionen einen Unterschied?

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Jan 16, 20:57
So, ich habe jetzt versucht, noch mal genau zu vergleichen. In der großen Auflösung sieht das Bild gut aus (wie im Original), aber in den kleineren Vorschauen kann man das Phänomen feststellen. Das Gold ist dabei eher zum Vergleich ungeeignet. Am besten sieht man das bei bunten Bildern wie dem Langit und dem Melanterit. Dabei ist mir im Vergleich zu den selben Bildern, welche ich in einer kleineren Auflösung auf meiner HP hochgeladen habe und bei Photomacrography verlinkt habe, aufgefallen, dass es in den Vorschaubildern des Mineralienatlas (und da meine ich alle außer die Originalauflösung) es deutliche Abstriche in der Schärfe und dem (Farb-)Kontrast gibt. Wenn der Link nicht gleich gelöscht wird, kann ich eines dieser Bilder gerne auch mal hierher verlinken, dann kann man evtl. sehen, was ich meine. Möglicherweise schlägt bei den Vorschauen die foreneigene Bildkompression zu?

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 28 Jan 16, 21:43
Ja, deine Beschreibung zeigt, dass die Skalierung der Bilder hier auf dem Server für den Qualitätsverlust verantwortlich ist. Je nach Algorithmus der verwendeten Software kann das unterschiedliche Ergebnisse zur Folge haben. Beim Verkleinern der Bilder werden ja mehrere Pixel zum einem neuen Pixel zusammengefasst. Bei stark differierenden Farbwerten der Ausgangspixel kann da je nach Software eben ein anderer Farbwert für das zusammengefasste Pixel herauskommen. Ich weiß nicht, ob das durch andere Parameter beim Skalieren zu verbessern ist.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Jan 16, 21:56
...dann ist mir das jetzt auch klar. Dem zur Folge wäre es dann Sinnvoll, die Bilder gleich in einer Auflösung in den Atlas zu stellen, welche die Vorschau umsetzen kann. Was ist denn die maximale Vorschauauflösung?

Zitat
Beim Verkleinern der Bilder werden ja mehrere Pixel zum einem neuen Pixel zusammengefasst.

Nun, das macht PS beim Verkleinern auch. Offensichtlich ist hier aber ein ausgereifterer Algorithmus am Werk. Kann man darauf in der Forensoftware Einfluss nehmen, oder lohnt der Aufwand eher nicht?

Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 28 Jan 16, 22:17
Zu den Fragen müsste sich Stefan äußern, ich bin nicht der Programmierer  ;)

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 29 Jan 16, 09:41
Andere Theorie: in welchem Farbraum arbeitest du und welchen verwendest du zum Hochladen? Viele Betriebssysteme sind mittlerweile Farbraum-sensitiv (so wie PS) aber bei Forensoftware bin ich mir da nicht so sicher. Das heisst, wenn du in Adobe RGB arbeitest und die Fotos in diesem Farbraum auf ein Forum hochlädst das nur sRGB versteht kann es zu Farbverschiebungen kommen. Das Runtersamplen hat, glaube ich, kaum einen visuell feststellbaren Einfluss auf die Farbe, natürlich aber auf Schärfe und Farbverläufe (Tonwertabrisse kann man immer wieder nach dem Hochladen beobachten).
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 11:01
Hallo,
da wir .jpg oder .png als Bildformat verwenden ist je nach Kompression eine mehr oder weniger sichtbare Verschlechterung der Bildqualität vorhanden. Im Idealfall wird das menschliche Auge dies nicht feststellen.

Bei Verkleinerungen treten IMMER Farbverschiebungen auf. Im Idealfall wirkt das kleine Bild ähnlich dem Originalbild. Probleme gibt es bei stark vorgeschärften und bearbeiteten Bildern. Die werden beim verkleinern oft sehr unansehnlich, da hier die normalen Algorithmen zum verkleinern Probleme bekommen.

Kurz zum allg. vorgehen hier im Mineralienatlas.

Es werden immer automatisch aus der Originaldatei zwei Vorschaubilder generiert. Ein kleineres und ein größeres. Diese werden im System als Cache abgelegt und werden nur einmal generiert. Hierbei kommt es zu Qualitätsverlusten (Kompression, Verkleinerung). Bilder in Vorschaugröße hochzuladen ist kontraproduktiv und würde eher zum löschen des Bildes führen. Separate Vorschaubilder etc. sind nicht vorgesehen.

Was die Kalibrierung der Monitore etc. angeht. Auch mein Monitor ist kalibriert was aber nichts über die Qualität der Anzeige und die reale Farbtreue aussagt. Es stellt eine Verbesserung dar. Welchen Farbraum kann der Monitor überhaupt abdecken. Bildschirme mit z.B. LED Backlight etc. sind schon rein technisch eingeschränkt und Einbrüche unvermeidbar. Eine Kalibrierung kann bestenfalls Farbverschiebungen ausgleichen. Selbst wenn der koomplette RGB Farbraum dargestellt würde sagt das nichts über Höhen und Tiefen in der Anzeige aus. Der Apple 30" Monitor z.B. ist da z.B. eher schlecht. So wie Apple allgemein schlechter als Windows (nur 8 statt 10 Bit pro Farbkomponente) geeignet ist was die meisten MAC Nutzer nicht wissen.

Die Darstellung im Browser ist natürlich auch noch extrem vom Browser und nebenbei dem Betriebsystem, Grafikkarte etc. abhängig. Hier solltest Du mal mit Beispielen trumpfen und je ein Beispiel zeigen wo es besser passt und wo es nicht so gut passt. Also ein paar Links posten zu den verschiedenen Quellen mit gleichem Bild und Auflösung.

Generell hat ein Vorschaubild nicht den Anspruch als Qualitätskriterium heran gezogen werden zu können. Dies weder bei uns noch woanders. Ich z.B. empfinde die Vorschaubilder bei uns durchaus realistisch, was aber auch die Subjektivität einer Bildbetrachtung zeigt.

Viele Grüße
Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 29 Jan 16, 11:09
Eine Kalibrierung kann bestenfalls Farbverschiebungen ausgleichen. Selbst wenn der koomplette RGB Farbraum dargestellt würde sagt das nichts über Höhen und Tiefen in der Anzeige.

Stimmt nicht ganz, denn eine gute Kalibrierung berücksichtig auch Helligkeit und Kontrast. Ist normalerweise das erste das man korrigiert, denn die meisten Monitore sind ab Werk meist zu hell und zu kontrastreich eingestellt (selbst bei meinem EIZO musste ich die Helligkeit auf 23% runterschrauben). Erst wenn das passt sollte man sich an die Farbkalibrierung machen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 11:23
Die schiebst den Kontrast und die Helligkeit aber erst mal mehr oder weniger linear herunter. Tiefen und Höhen werden mitgenommen. Je besser die Kalibrierung desto stärker werden die Täler und Höhen später ausgeglichen und Farbwerte korrigiert. Spider 3,4.. sind sicher gut und nützlich, aber gute Colorimeter kosten mnd. 10 mal soviel wie diese Produkte. Da sind wir dann auch bei der GRafikkarte die das generierte Farbprofil dann auch noch richtig umsetzen muss. Aber das beste Kolorimeter kann nicht herzaubern was der Monitor nicht kann ;) Vergessen wir nicht die Brillenträger, deren "farblose" Brille dann auch noch je nach Beschichtung etc. Verfäschungen rein bringt. Und das liebe Alter tut unseren Linsen meist auch nichts Gutes.

Aber egal, wenn Du so einen ColorEdge Eizo Monitor hast, bist Du sicher sehr gut aufgestellt und ich würde sehr gerne ein paar Vergleiche aus verschiedenen Quellen sehen. Wir Web-Entwickler kochen alle nur mit Wasser und nutzen meist die selbe Technik.

Viele Grüße Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 29 Jan 16, 11:39
Da sind wir dann auch bei der GRafikkarte die das generierte Farbprofil dann auch noch richtig umsetzen muss.

Aber nur wenn der Monitor nicht hardware-kalibrierbar ist.
Dazu muss man aber sagen, dass viele Monitore, zumindest ab der mittleren Preisklasse, ab Werk schon so gut kalibriert sind, dass es meist reicht mit Hilfe eines Graukeils Helligkeit und Kontrast zu korrigieren. Ich habe im letzten Jahr einige Monitore so ab der 400€-Klasse aufwärts kalibriert, die waren alle nicht hardware-kalibrierbar (Farbe) und die Kurvenabweichungen des Profils das dann in der Grafikkarte gespeichert wurde waren so minimal, dass man schon ein sehr kritisches Auge brauchte um den Unterschied festzustellen.

Wir Web-Entwickler kochen alle nur mit Wasser und nutzen meist die selbe Technik.

Ich hab mich ja auch nicht beschwert ;). Ich hab mich mit der Tatsache, das im WWW meist eh alles (mehr o. weniger geringfügig) anders ist als in PS schon längst abgefunden - vielleicht m.A. von Kompressionsartefakten, die mich manchmal schon sehr nerven. Fotos an die jeweiligen website-Bedingungen individuell anzupassen ist mir den Aufwand nicht wert und diejenigen denen das überhaupt auffällt haben eh genug Ahnung um die Qualität von Fotos trotzdem richtig beurteilen zu können.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 12:02
Hallo Harald,
ich sehe schon Du kennst Dich besser aus als ich, was soll ich da noch sagen.  :D

Aber dennoch, mich würde es einfach mal interessieren die Unterschiede in verschiedenen WEB-Plattformen zu sehen. Wenn es Entwickler gibt die da noch einen Kniff gefunden haben der bei mir noch nicht ankam, dann nehme ich die Anregung gerne auf und schau was wir verbessern können. Unsere Vorschau-Lösung ist ein Kompromiss aus "Ladezeit" und "Qualität". Heute ist die Ladezeit meist nicht mehr der wichtigste Faktor.

Das Malachit Bild von Markus empfinde ich als sehr natürlich und fast ;) kompromisslos gut. In der Vorschau  ist es z.B. sehr schwammig. Evtl. ein gutes Vergleichsphoto.

Viele Grüße Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jan 16, 14:13
Hallo Harald und Stefan,

ich stimme Euch vollumfänglich zu. Bei folgenden Punkten bin ich allerdings anderer Meinung:

Zitat
Generell hat ein Vorschaubild nicht den Anspruch als Qualitätskriterium heran gezogen werden zu können. Dies weder bei uns noch woanders.

Da gebe ich Dir für das kleine Vorschaubild recht. Aber ich behaupte mal, dass 90% derjenigen, welche die Bilder ansehen, dies lediglich in der Vorschau tun. Die Wenigsten werden jedes Bild in voller Auflösung betrachten. Von daher halte ich es schon für wichtig, in diesem Format dann auch eine akzeptable Qualität anzustreben. Was akzeptabel ist, wird jeder wohl subjektiv anders bewerten...

Weiterhin bleibt festzustellen, dass meine Beobachtung eine relative Abweichung beschreibt und keine Absolute. Somit sind alle Eure (richtig) angeführten Bedingungen und Einschränkungen einer ordentlichen Kalibration hinfällig. Diese kommen nur bei absoluten Abweichungen zu tragen, und dann muss man sich auch diesbezüglich erst auf eine Referenz einigen. Das Thema Kalibration ist sehr komplex, und endet nicht mit einem kalibrierten Monitor oder Grafikkarte.
Da meine Beobachtungen aber alle mit dem gleichen Monitor und den gleichen schlechten Augen, etc. gemacht wurden scheiden diese systematischen Fehler aus.
Hier habe ich mal das Bild des Langit in PS auf 1024Px verkleinert (sonst ist es die selbe Bilddatei wie das Große hier im Mineralienatlas) und auf meine HP hochgeladen:

http://www.deep-sky-images.de/albums/userpics/10002/Devillin_forum.jpg

das ist ungefähr die Größe der Vorschaubilder. Wenn Ihr das nun mit dem Vorschaubild des selben Bildes hier aus dem Atlas vergleicht, sollte man erkennen, was ich meine. Wie oben schon geschrieben, verwendet auch PS einen Algorithmus, um das Bild klein zu rechnen. Wie der aussieht, kann ich aber nicht sagen. Meiner Erfahrung nach werden die hochgeladenen Bilder auf Fotocommunity am besten automatisch down gescaled, auch wenn ich dieses spezielle Beispielbild dort noch nicht hochgeladen habe...

Zitat
Das Malachit Bild von Markus empfinde ich als sehr natürlich und fast ;) kompromisslos gut.

Vielen Dank. Aber warte mal ab, bis der Briefträger mein 2er Mitu bringt, dann zeige ich Dir, was ich unter einem kompromisslos guten Malachitbild verstehe...  ;D ;D ;D  (ohje, jetzt habe ich aber auf die Kacke gehauen. Hoffentlich kann ich dann auch liefern... :D)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 29 Jan 16, 14:16
Markus, kurze Frage, denn ich hab das nicht aus den postings rauslesen können. Verwendest du dein Componon in Retrostellung oder original?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jan 16, 14:29
Hallo Harald,

ich betreibe das Objektiv original. Da es einen nahezu symmetrischen Aufbau hat, und außerdem als Macroobjektiv gerechnet ist, sehe ich in diesem Fall kein Verbesserungspotential darin, das Teil in Retrostellung zu betreiben. Schneider Kreuznach gibt für das Objektiv einen Maßstab von 1:20 bis 1:1 an. Der Maßstab in meinen Bildern lag bei ca. 1,9:1 und damit genau genommen schon außerhalb der Specs...

Datenblatt:
http://www.schneiderkreuznach.com/fileadmin/user_upload/bu_industrial_solutions/industrieoptik/Unifoc_Lenses/V-Mount_Macro-Lenses/Componon-S_4.0-80.pdf

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 29 Jan 16, 14:33
Danke. Hast du eigentlich kein konventionelles Makro-Objektiv? Bei solchen Abb. Massstäben greif ich da immer zum 60-er Makro oder einem meiner T/S-Optiken.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jan 16, 14:46
Was ist denn ein "konventionelles" Makroobjektiv?  ;)

Nein, ich habe nur das. Selbiges liegt schon seit Jahren ohne Verwendung in der Schublade. Erst dadurch bin ich überhaupt zur Makrofotografie gekommen. Für mich werde ich so nach und nach die Vergrößerungen von 1x bis 20x mit Mitutoyo Plan Apos abdecken. Den Grund hatte ich ja schon mal erläutert...  :D

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 15:01
Harald,

ja der Unterschied ist deutlich erkennbar. Warum das Bild durch die automatische Vorschaukonvertierung so blass wird ist mir ein Rätsel.

Sehr interessant und ich muss mal sehen ob ich herausfinde warum.
Vielen Dank
Stefan

Nachtrag 1

Hallo,

erste Ergebnisse liege mir vor. Es liegt an der Konvertierung durch die "GD-Library" die offensichtlich manche Farbwerte bei der Konvertierung als "ähnlich" interpretiert aber nicht unbedingt für das Auge geeignet. Die selbe Konvertierung mit "Imagick" zeigt das Bild sehr nah am Original und damit um Welten besser an.

Ein wirklich gutes Beispielfoto zum testen.
Danke nochmal
Grüße Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 17:01
Hallo,

ich habe die Prozedur zum Erzeugen der Vorschaubilder geändert. Den Cache habe ich weg geworfen womit alle Vorschaubilder neu erzeugt werden. Ihr müsst nur sehen, dass die Bilder nicht mehr aus Eurem lokalen Cache kommen.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1453397227.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1453397227.jpg)

Die Farbe sollte jetzt deutlich bessr sein.
Vielen Dank für den wertvollen Hinweis.
Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jan 16, 17:14
Hallo Stefan,

der Harald heißt Markus... ;)

Macht aber nichts!

Super, dass Du Dich da gleich dahinter geklemmt hast. Das sieht jetzt gravierend besser aus! Nur die Bildschärfe leidet immer noch etwas... Vielen Dank für Deine Mühe!

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Stefan am 29 Jan 16, 18:04
Asche auf mein Haupt Markus  ;D Tolles Foto auf jeden Fall!
Damit verlasse ich wieder das Feld für die wesentlichen Themen.
Viele Grüße Stefan
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Josef 84,55 am 29 Jan 16, 20:25
Hallo Markus,

ich würde mir von Mikroskopobjetiven mit Vergrößerungen unter 4x nicht zu viel erwarten, schließlich müssen sie in die jeweilige Abgleichlänge passen, was oft nur mit Kompromissen möglich ist. Ob das 2x Mitutoyo noch gut ist, weiß ich nicht. Die Lupenobjektive sind da sicher eine Überlegung wert. Ich nehme zur Zeit bis 6mm Bildbreite ein Nikon Plan 4x 0.10 CFI60 an einer 105mm Vergrößereroptik als Tubuslinse. Über 6mm habe ich noch ein kleines Qualitätsloch (EL-Nikor 50/2,8 in retro oder 105mm Sigma Makro ab 1:1) da ich den Bereich aber selten brauche, warte ich bis ein geeignetes Objektiv günstig bei eBay auftaucht.

Grüße Josef
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Jan 16, 10:56
Hallo Josef,

hm, möglicherweise hast du recht, aber ich könnte mir durchaus vorstellen, dass den  Entwicklern und Optikdesignern dieser Umstand bekannt ist. Ich selbst kann dazu noch nichts sagen, werde aber gerne berichten, sobald Erfahrungswerte vorliegen.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Jan 16, 15:02
Hallo zusammen,

habe noch eines auf der Festplatte gefunden...

Autunit xx auf Quarz aus Assuncao/Portugal, ZS PMax, 124 Ebenen stack, Mitutoyo 10x, Bildbreite ca. 1,7mm:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1454162255.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1454162255.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 13 Feb 16, 16:48
Hallo zusammen,

so, hat ein bisschen gedauert, bis das 2er Mitu über den Atlantik geschwommen war... Hier der versprochene Vergleich mit dem Malachit:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455376364.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455376364.jpg)

Die Bildschärfe ist mit dem Mitu deutlich besser, aber selbiges lässt zum Rand hin auch etwas nach. Auch ist es in den Ecken nicht ganz apochromatisch. Trotzdem empfinde ich es als deutliche Verbesserung zum Componon S.

Hier ein Boracit x aus Bernburg/Saale und dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455376734.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455376734.jpg)

Und noch ein Rhodochrosit aus Kasachstan mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455377599.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455377599.jpg)

Die Bildbreite beträgt jeweils ca. 8mm.

Eine Frage habe ich noch:

Die Kristalle von Mordor! (siehe Anhang)
Die muss ich noch mal mit dem 5er Mitu machen, daher hier nur mal quick and dirty. Würde aber gerne vorab mal wissen, was das ist? Können diese Kristallruinen Proustit sein? Die Teile sind innen hohl und dort sind andere Kristalle gewachsen. Sieht sau cool aus, finde ich... Das Ganze kommt aus der Grube Sauberg in Ehrenfriedersdorf. Was meint ihr?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 13 Feb 16, 18:04
Hallo, nette Fotos,
Ja sieht sehr nach Proustit aus, was die kleinen xx angeht, keine Ahnung, sieht man zu wenig von.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 13 Feb 16, 19:22
Hallo Martin.

Ich muß ja schon mal sagen, alle Achtung !!
Deine Bilder sind gut !
Leider habe ich nicht die Geduld das Now How wie man heute so schön sagt um auch solche Bilder hinzubekommen !


Loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 13 Feb 16, 19:25
Sehr schöne & scharfe Fotos.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Nathan am 13 Feb 16, 19:48
Hallo Markus,
klasse Bilder! Der Unterschied ist eindeutig zu sehen, weiter so!
Als Tipp: ich würde beim Boracit X noch etwas an der Beleuchtung experimentieren. Der kommt noch nicht ganz so zur Geltung.
Grüße
Philipp
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Feb 16, 09:33
Hallo Sebastian, Lois, Uwe und Philipp,

besten Dank für den Zuspruch!  :D

Lois, der Martin heißt eigentlich Markus. Macht aber nix...  ;)

Philipp, mit der Beleuchtung bin ich noch am experimentieren. Da muss ich auch noch etwas aufrüsten. Mit nur zwei Lichtquellen und Reflektoren ist man manchmal etwas unterbesetzt...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Feb 16, 16:42
...so, einen habe ich heute noch:

Goethit xx aus der Grube Caminau/Konigswartha mit dem 2er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455463605.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455463605.jpg)

Bildbreite ca. 8mm. Mit den vielen Quarzkristallen war das ein bisschen fummelig...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 14 Feb 16, 16:50
Hallo Markus,
der Malachit von Gehren ist "erste Sahne" geworden!!! :D Beim Boracit fehlt etwas die grüne Farbe, finde ich. Die Kristalle von E-dorf, Lorenz Stehender, mit den ausgefressenen Hohlformen sind Proustite. Ich feue mich auf weitere Bilder von Dir.

Glückauf!
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 15 Feb 16, 18:47
Hallo Frank,

Zitat
der Malachit von Gehren ist "erste Sahne" geworden!!! :D

Besten Dank! Das ist aber auch eine hervorragende Stufe! Ein Foto kann halt immer nur höchstens so gut werden wie das Model ist...  ;D
Weitere Bilder folgen bald...

Grüße Markus

...ach ja, der Boracit ist mir auch unter dem Mikroskop eher nicht grünlich vorgekommen (auch die anderen nicht, welche Du mir geschickt hast. Vielleicht muss ich da noch mal genauer hinsehen...)?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Schatten am 16 Feb 16, 06:28
Hallo Markus,

Zitat
...ach ja, der Boracit ist mir auch unter dem Mikroskop eher nicht grünlich vorgekommen

Mein Boracit hat seine Farbe von einem schönen Grünton (beim Kauf), nach einer relativ kurzen Zeit, in einen Grauton gewechselt.
Woran das lag weiß ich nicht, evtl. ist das bei Deinem Stück ja auch so gewesen.

Gruß
Silvio
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 16 Feb 16, 17:52
Hallo Silvio,

das ist durchaus möglich, danke für den Hinweis. Ich kenne die Stufe nur so...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Feb 16, 16:48
Guten Tag zusammen,

heute habe ich mal mein Mitutoyo 1x ausprobiert. Da das Ding vorne einen Durchmesser von 34mm hat, aber nur einen Arbeitsabstand von 11mm, ist das Ausleuchten extrem schwierig. Ich muss mir vielleicht mal eine Beleuchtung durch das Objektiv überlegen... Die optische Leistung macht aber schon spass!  ;D Durch die schwierige Beleuchtungssituation werde ich es aber wohl nur in Ausnahmefällen einsetzen...

Hier das schon leidlich bekannte Uranophan xx aus Menzenschwand mit dem Mitu 1x:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455895759.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455895759.jpg)

Und hier ein Vanadinit xx aus Mibladen/Marokko, auch mit dem Mitu 1x:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1455896106.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1455896106.jpg)

So wie sich das mittlerweile herauskristallisiert, werde ich mich zukünftig mit der Sensorauflösung wohl hauptsächlich im Bereich zwischen 2x und 10x bewegen.

Grüße Markus

...ach ja, die Bildbreite beträgt jeweils ca. 16mm...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Mabu am 21 Feb 16, 17:31
Hallo!

Hier ein Bild mit einer Bildbreite von 1,9mm:


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1456072060.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1456072060.jpg)

Würdet ihr sagen, dass die Farbe passt?

Grüße
Marko
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 21 Feb 16, 17:33
Hab das Foto eben auf mindat bewundert.

Zur Farbe kann man schwer was sagen wenn man das Stück nicht in natura gesehen hat.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 21 Feb 16, 17:50
Hallo Marco.

Für mich ein gewaltig schönes Bild  für diese Bildbreite !!

Lois
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 21 Feb 16, 18:03
Klasse Bild,
Schwer zu sagen ob da ein grünstich dabei ist, ohne die Originalstufe zu kennen.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Klinoklas am 21 Feb 16, 19:16
Hallo Marko,

tolles Bild aber wie Sebastian schon schrieb ziemlich grünstichig.
Ich habe mal einen automatischen Weißabgleich durch mein Bildbearbeitungsprogramm machen lassen.
Manuell geht das bestimmt noch besser.

Gruß
René
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Mabu am 21 Feb 16, 19:58
Hallo René!

Das sieht schon gut aus so.

Die Matrix ist allerdings schon grünlich-blau.
Unter den Quarzkristallen befindet sich noch eine Schicht Chrysokoll, die durch den Quarz hindurchschimmert und ihn färbt.
Ich habe gerade mal die Stufe unter mein Mikroskop (LED-Licht) und unter eine Glühbirne gehalten. Das Ergebnis ist mal mehr grünlich oder bläulich, aber nicht weiß.

Vielen Dank und Gruß,
Marko
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 21 Feb 16, 19:59
Hallo Marko,

das sieht sehr gut aus! Vielleicht kannst Du noch etwas zur Aufnahmetechnik sagen? Auch ich denke, dass das Original insgesamt etwas grünstichig aussieht. Ein Weißabgleich sollte dem Abhilfe schaffen.

Ich habe auch noch eines, wenn auch nicht so spektakulär:

Dioptas xx, Bildbreite ca. 8mm.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1456080133.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1456080133.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Feb 16, 18:58
Hallo zusammen,

ich habe auf der Dioptasstufe aus dem Kongo so kleine gelbe Bällchen gefunden. Kann mir einer sagen, was das ist?

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1456163414.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1456163414.jpg)

Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm.

Im Anhang noch ein anderes Bild mit dem 20er Mitu aufgenommen. Das kann man leider in einer größeren Auflösung nicht mehr ansehen, da jedes Spitzlicht aufgrund des extremen Oversamplings als Beugungsscheibchen, bzw. deren Überlagerung dargestellt wird. Das ist für meine Sensorauflösung einfach zu viel Vergrößerung. Ich werde das Objektiv wohl wieder verkaufen, da ich mit meiner Kamera keine ansehnlichen Bilder damit machen kann. Das ist was für größere Pixel...
Die Bildbreite beträgt als leichter crop ca. 0,5mm.

Freue mich auf Eure Ergebnisse ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 22 Feb 16, 20:23
Ich fände das Foto mit dem 20-er gar nicht so schlecht. Ist halt nur etwas überbelichtet (da muss halt die optimale Belichtung des Dioptas dran glauben) und das Ausblühen der Spitzlichter sieht mir sehr nach Pyramid-Artefakten aus - lässt sich mit Depth Map in den Griff kriegen, aber dafür werden dann, fürchte ich, einige Details zusammenfliessen.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Mabu am 22 Feb 16, 20:41
Hallo Markus,

hier in Kürze meine Aufnahmetechnik des Brochantit-Bildes:
Kamera Olympus E-330, Balgen von Olympus, Raynox DRC 250, Objektiv: Nikon U10.
Beleuchtung: Schott KL LCD.

Die Raynox-Linse ist neu dazu gekommen. Ich kann bisher aber bei den von mir verwendeten Objektiven keine großen Unterschied feststellen, ob ich sie mit oder ohne Raynox-Linse verwende.

Viele Grüße
Marko
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Feb 16, 22:31
Hallo Harald,

ja, die Artefakte, welche Du in der Auflösung siehst, sind PMax-Stackingartefakte. Mit DMap war das Ergebnis fürchterlich. Die Beugungsscheibchen an den Spitzlichtern sieht man nur in etwas höherer Auflösung, dort aber sehr störend. Da man keine kleineren Details als das Beugungsscheibchen auflösen kann, macht es überhaupt keinen Sinn, mit der Vergrößerung immer höher zu gehen, wenn die Sensorauflösung schon mit dem 10x Mitu in der Beugungsbegrenzung liegt. Das heißt, ich kann Kameraseitig mit meinem Sensor mit dem 20er nicht mehr Details auflösen, als mit dem 10er. Objektseitig aufgrund der höheren NA theoretisch schon, allerdings auf deutliche Kosten der Bildästhetik, da das Beugungsscheibchen mit steigender Vergrößerung relativ zur NA (und damit steigendem Öffnungsverhältnis) auch größer wird. Es macht schon Sinn, das Sensorsampling dem Öffnungsverhältnis des Objektivs anzupassen...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Feb 16, 22:34
Hallo Marko,

besten Dank. Die Nikon Objektive sind doch endlich korrigierte Objektive oder? Verwendest Du die Raynox dann als Relaisoptik?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Feb 16, 07:12
Beugungsscheibchen
Diese Wort höre ich das erste Mal. Meinst du damit den Zerstreuungskreis (engl. Circle of confusion)?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Feb 16, 07:41
Harald, nein, ich meine das Beugungsscheibchen (engl. airy disc). Eine infinitisimal kleine, punktförmige Lichtquelle kann aufgrund der Wellennatur des Lichts und der immer begrenzten Apertur eines optischen Systems niemals als infinitisimal kleiner Punkt im Fokus abgebildet werden, sondern wird immer als Beugungsscheibchen mit endlichem Durchmesser abgebildet, welcher unter anderem von der Wellenlänge des Lichts und der Brennweite des optischen Systems (und bei gegebener Apertur damit auch vom Öffnungsverhältnis) abhängt. Das Beugungsscheibchen (Intensitätsmaximum nullter Ordnung) ist von Interferenzerscheinungen, den sogenannten Beugungsringen, umgeben, welche die Intensitätsmaxima der ersten, zweiten, dritten, etc. Ordnung darstellen...

Edgar, das ist ein super Bild! Gefällt mir gut...  :D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Feb 16, 08:42
Harald, nein, ich meine das Beugungsscheibchen (engl. airy disc). Eine infinitisimal kleine, punktförmige Lichtquelle kann aufgrund der Wellennatur des Lichts und der immer begrenzten Apertur eines optischen Systems niemals als infinitisimal kleiner Punkt im Fokus abgebildet werden, sondern wird immer als Beugungsscheibchen mit endlichem Durchmesser abgebildet, welcher unter anderem von der Wellenlänge des Lichts und der Brennweite des optischen Systems (und bei gegebener Apertur damit auch vom Öffnungsverhältnis) abhängt. Das Beugungsscheibchen (Intensitätsmaximum nullter Ordnung) ist von Interferenzerscheinungen, den sogenannten Beugungsringen, umgeben, welche die Intensitätsmaxima der ersten, zweiten, dritten, etc. Ordnung darstellen...

Edgar, das ist ein super Bild! Gefällt mir gut...  :D

Grüße Markus

Alles klar. Hab's mir eh gleich nach dem Schreiben gedacht. Allerdings ist es genau das was auch vom zulässigen Zerstreuungskreis abhängig ist.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Feb 16, 13:41
Zitat
Allerdings ist es genau das was auch vom zulässigen Zerstreuungskreis abhängig ist

Nicht zwingend. Der zulässige Zerstreuungskreisdurchmesser hängt von Deiner Pixelgröße ab und bestimmt die Schärfentiefe bei gegebenem Öffnungsverhältnis. Bei beugungsbegrenzter Abbildung fällt dieser dann mit dem Durchmesser des Beugungsscheibchens zusammen. Die maximale bildseitige Auflösung ergibt sich dann aus der notwendigen Anzahl an Pixeln, um keinen Informationsverlust durch die Inkrementschritte der Pixel zu erhalten und ist abhängig vom jeweils angewendeten Abtasttheorem (Rayligh, Nyquist, etc.) und eventueller Interpolationen, z.B. durch den Bayer-Algorithmus (in grober Näherung wird in der Regel mit mindestens der doppelten Frequenz des kleinsten aufzulösenden Signals abgetastet). Wenn Dein Sensor jetzt noch mehr Pixel/Fläche als notwendig bereit stellt, spricht man von Oversampling. Das ist bis zu einem gewissen Maß nicht schlimm, da keine Information verloren geht, hat aber eine schlechtere Photonenstatistik zur Folge und bedingt damit längere Belichtungszeiten für das gleiche S/N. Außerdem werden zunehmend auch bei verkleinert dargestellten Bildern die Beugungsscheibchen und bei deren Überlagerung die Beugungsstrukturen im Bild sichtbar, was der Ästhetik extrem abträglich ist...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Feb 16, 16:54
Irgendwie witzig - durch diesen thread werde ich plötzlich mit Begriffen und Dingen konfrontiert, mit denen ich mich seit mindestens 8 Jahren nicht mehr beschäftigt habe, z.B. Nyquist frequency  ;)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Feb 16, 19:35
Ohje, ich weiß, ich hab schon wieder viel zu viel gequasselt... Manchmal geht es einfach mit mir durch. :-[

Beenden wir also schnell den Exkurs in die Physik und widmen wir uns den wichtigen Dingen  ;D ;D ;D:

Was sind das für gelben Kugeln auf meiner Dioptasstufe??? ???

Vielleicht ist das hier auch der falsche Thread. Ich werde das noch mal im Nachbarboard posten.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 23 Feb 16, 21:20
Ohje, ich weiß, ich hab schon wieder viel zu viel gequasselt... Manchmal geht es einfach mit mir durch. :-[

Beenden wir also schnell den Exkurs in die Physik und widmen wir uns den wichtigen Dingen  ;D ;D ;D:

Was sind das für gelben Kugeln auf meiner Dioptasstufe??? ???

Vielleicht ist das hier auch der falsche Thread. Ich werde das noch mal im Nachbarboard posten.

Grüße Markus

War kein Vorwurf - schadet nicht gewisse Dinge wieder aufzufrischen.

Was deine gelbe Kugel betrifft - in dem Eck kenne ich mich zu wenig aus, aber irgendwie erinnert es mich an Sklodowskit.

lg
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Feb 16, 22:19
So, hier noch ein Bildchen von den gelben Dingern:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1456348652.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1456348652.jpg)

Bildbreite ca. 1,6mm

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Mar 16, 21:37
Guten Abend zusammen,

nachdem mich Jörg (doberstar) mit neuen MMs versorgt hat, wofür ich ihm an dieser Stelle herzlich danken möchte, wird es wieder einige neue Bilder von mir geben. Anfangen möchte ich mit zwei Bildern von einer Stufe aus dem Steinbruch Oßling bei Kamenz in Sachsen.

Als Erstes möchte ich Euch einen Anatas x zeigen, welcher auf Chamosit xx aufgewachsen ist. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm. Aufgenommen mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457294928.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457294928.jpg)


Als Zweites habe ich auf der selben Stufe einen Monazit x gefunden, auch aufgewachsen auf Chamosit xx. Die BB beträgt auch hier ca. 3,2mm und ist auch mit dem 5er Mitu aufgenommen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457295415.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457295415.jpg)

Nachdem ich ja jetzt schon einige Bilder mit dem neuen Kamerasetup gepostet habe, interessiert es vielleicht ja den Einen oder Anderen, wie selbiges jetzt aussieht. Daher zwei Bilder im Anhang...

Soweit fürs Erste.
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Mar 16, 20:09
...und weiter gehts...

Aragonit xx in einer kleinen Druse aus Lavrion/Grichenland. Bildbreite ist ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457375672.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457375672.jpg)


Allanit x mit Anatas x aus dem Steinbruch Oßling/Sachsen. Bildbreite ist ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457376078.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457376078.jpg)


Pseudobrookit xx aus Niveligsberg. Bildbreite ist ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457376522.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457376522.jpg)


Pseudobrookit xx aus Niveligsberg mit Anlauffarben als vergrößerter Ausschnitt der selben Stufe. Als leichter Crop ist die Bildbreite ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457376816.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457376816.jpg)


Soweit für heute...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Mar 16, 18:05
...so, einen habe ich heute noch...

Ein blauer Pseudobrookit x aus Niveligsburg. Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457542806.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457542806.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 09 Mar 16, 19:33
Hallo.

Leider bin ich kein begnadeter Fotograf, aber das wollte ich nun doch mal festhalten !
Ein goldener Drache von Mühlbach am Hochkönig !!

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457548206.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457548206.jpg)


loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Mar 16, 22:56
Lois, ich finde das Bild extrem cool!

Hast Du die Stufe selbst gefunden?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 09 Mar 16, 22:59
Da fehlen aber noch die Rauchwölkchen aus der Nase  ;)

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 10 Mar 16, 06:13
Hallo.

Nein, ist von einem Altfund in den 70 ern  !

Rauchwölkchen ging nicht mehr , dem ist schon aus Altersgründen die Puste ausgegangen !
Aber daß der Drache schon etwas älter ist sieht man an dem weißen Bart ! >:D

Lois
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 13 Mar 16, 11:07
Guten Tag zusammen,

so, der Papa war auch wieder fleißig:

Millerit xx aus der Grube Zollverein/Essen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457863058.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457863058.jpg)


Aurichalcit xx aus Esfahan/Iran:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457862641.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457862641.jpg)


Aurichalcit xx von der selben Stufe:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457862301.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457862301.jpg)


Kämmererit xx aus Werbljuje/Ural:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457861838.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457861838.jpg)

Den Fundort habe ich im Atlas nicht gefunden, gibt es den überhaupt, oder schreibt man den anders?


Pyrit xx aus Uchtdorf/Extertal:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457861517.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457861517.jpg)


Calcit x auf Azurit xx aus der Bauernzeche St. Gertraudi bei Brixlegg/Tirol:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457861039.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457861039.jpg)


Natrolith xx aus Maroldsweisach:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457860499.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457860499.jpg)


Alle Bilder haben eine Bildbreite von ca. 8mm und sind mit dem 2er Mitu entstanden.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 13 Mar 16, 11:40
ähm -- wirklich schöne Fotos, aber:
wird das hier nicht schon etwas OT ?

bei der ursprünglichen Frage "Bildausschnitt bei Mikrofotos?" gings schließlich um ein fototechnisches Thema -
zum "Fotos herzeigen" gibt es eigentlich andere Threads ...  ;D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 13 Mar 16, 12:23
Hallo Oliver,

Zitat
ähm -- wirklich schöne Fotos, aber:
wird das hier nicht schon etwas OT ?

Eigentlich nicht. Ich stelle meine Bilder hier nicht nur vor, sondern zur Diskussion. Diese hat sich ja, meist technischer Natur, des öfteren schon im Threadverlauf daraus entwickelt.
Da im Bilderthread eine Diskussion aber ausdrücklich unerwünscht ist, mache ich das in "meinem" Thread. Über den Threadtitel kann man sicher reden. Der ist in dieser Form nicht mehr so ganz repräsentativ... ;)

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 13 Mar 16, 12:48
Zitat
sondern zur Diskussion. Diese hat sich ja, meist technischer Natur, des öfteren schon im Threadverlauf daraus entwickelt.

stimmt schon - da hast du völlig recht.
nur eben jetzt seit etwa 10 Beiträgen nicht mehr ...  ;)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 13 Mar 16, 13:44
Zitat
nur eben jetzt seit etwa 10 Beiträgen nicht mehr ...

Richtig, und das Verhältnis wird mit zunehmender Anzahl an eingestellten Bildern immer kleiner werden, da es nicht zu jedem Bild Fragen oder etwas zu kommentieren gibt. Ich möchte aber bei jedem Bild die Möglichkeit offen lassen, dass Interessierte dazu Fragen stellen können oder auch Tipps und Hinweise weitergeben können (ich bin ja schließlich immer noch Anfänger). Das Ganze möchte ich übrigens nicht nur auf meine Bilder beschränken und lade jeden dazu ein, eigene Bilder, zu denen er Fragen hat oder Anregungen braucht, hier zu posten (wie ja schon von dem Einen oder Anderen genutzt).
Gerne können wir den Thread dann in "Bilderdiskussion und Technik" ö. ä. umbenennen...

Grundsätzlich sollte es ja keinen stören, dass die Bilder hier zu sehen sind. Oder fühlt sich jemand dahingehend belästigt, dass ich meine Bilder in diesem Thread poste?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 13 Mar 16, 13:57
Zitat
Grundsätzlich sollte es ja keinen stören, dass die Bilder hier zu sehen sind. Oder fühlt sich jemand dahingehend belästigt, dass ich meine Bilder in diesem Thread poste?

keinesfalls !!!  :D
ich hatte nur den Eindruck, dass die Diskussion zum eigentlichen Thema schon erloschen ist. Aber so wie du es hier beschreibst, finde ich es völlig ok.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 13 Mar 16, 18:31
Ganz einfach - wenn du eine lebhafte Diskussion willst musst du nur schlechtere Bilder machen ;)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Mar 16, 08:11
...hmm, eigentlich wollte ich mich in die andere Richtung entwickeln...  ;D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Mar 16, 22:33
...so, mal sehen, ob die Richtung stimmt... ;)


Malachit xx aus dem Steinbruch Brühne, Warstein/Nordrhein-Westfalen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457990067.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457990067.jpg)


Mimetesit xx aus Mapimi/Mexiko:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457990532.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457990532.jpg)


Nordstrandit xx vom Stradnerkogel, Wilhelmsdorf/Steiermark:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1457990909.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1457990909.jpg)


Alle Bilder haben eine Bildbreite von ca. 8mm, gemacht mit dem 2er Mitu.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 14 Mar 16, 22:36
...so, mal sehen, ob die Richtung stimmt... ;)
:D
scheint zu stimmen !

allerdings - und damit wären wir wieder beim Thema  ;D - hätte ich beim Nordstrandit die "randlichen" Kugeln nicht abgeschnitten - ist ja schließlich das Mineral, um welches es auf dem Foto geht ....

Aber der Malachit - der ist eine Meisterleistung !!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Mar 16, 22:49
...ja, das war ein notwendiger Kompromiss, da ich den einsamen Kristall aus ästhetischen Gründen auch mit im Bild haben wollte. Ich dachte mir, es sind ja genügend "ganze" Kugeln mit auf dem Bild. Ist halt immer ein tradeoff...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 18 Mar 16, 16:39
...so, hier habe ich noch drei Chalkopyrite xx aus Argentinien mit schönen Anlauffarben. Leider ist mir der FO nicht genauer bekannt...

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458314747.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458314747.jpg)


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458313565.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458313565.jpg)


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458313201.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458313201.jpg)

Die Bildbreite beträgt bei allen Bildern ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu.

Ich nehme an, die goldenen Würfel sind gewöhnlicher Pyrit. Aber kann mir vielleicht jemand sagen, was das für silberne, tafelige Kristalle sind, welche in dem ersten und zweiten Bild zu sehen sind?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 18 Mar 16, 17:56
Sehr schöne Bilder!
Das ist am ehesten Arsenopyrit.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 18 Mar 16, 18:26
Stimme Sebastian zu.
Von welcher Mine ist die Probe?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 18 Mar 16, 20:22
Hallo Sebastian und Uwe,

besten Dank. Dann werde ich das mal notieren.

Uwe, ich kann leider nicht sagen, aus welcher Mine das kommt. Auf dem Kästchen stand als Fundort nur Argentinien, und ich vermute mal, dass es da mehr als eine Mine gibt, wo man so etwas finden kann...  :(

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: dendrocopos am 19 Mar 16, 18:15
Hallo Markus,
Dein Malachit vom 14.13.16 ist schon Bild des Tages. Zu Recht! Herzlichen Glückwunsch !
Glückauf
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Mar 16, 21:00
Hallo Frank,

vielen Dank! Ich hätte es ohne Deinen Tipp wahrscheinlich gar nicht mit bekommen...  :-[

Sachen gibt´s...  :D


Dann mal etwas von der Tageskarte:

Elyit xx auf Minium aus der Grube Churfürst Ernst im Sauerlandkreis. Das sind echt fantastische Farbkontraste:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458416209.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458416209.jpg)


Dann meine spezielle Tagesempfehlung:

Zeunerit xx aus dem Schmiedestollen in Wittichen. Da lohnt sich auf jeden Fall die große Ansicht, da überall ganz filigrane, blassgrüne Zeuneritkristalle zu finden sind, vor allem auch in der hohlen gelben Kugel oben links. Kann mir jemand sagen, was das für gelbe Kugeln sind?

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458416627.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458416627.jpg)


Und zum Dessert empfehlen wir heute einen Boleit xx aus Baja California/Mexiko:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458416952.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458416952.jpg)

Alle Bilder haben eine Bildbreite von ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu.


Ich hoffe, der Menuevorschlag entspricht...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 19 Mar 16, 21:54
Hi Markus,

die gelben Kugeln könnten Atelestit sein.

Glück Auf!

Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 21 Mar 16, 21:25
Hallo Carsten,

ja, das sieht sehr danach aus, besten Dank!

So, dann mach ich mal wieder den Alleinunterhalter...  ;)


Hämatit xx aus Andermatt/Schweiz:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458590212.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458590212.jpg)


Chlorotil xx aus der Grube Clara/Oberwolfach:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458590556.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458590556.jpg)


Rosasit xx aus Durango/Mexiko:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458590886.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458590886.jpg)


Rosasit xx auf Hemimorphit xx aus Durango/Mexiko:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458591145.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458591145.jpg)


Cinnabarit xx aus Erzberg/Steiermark:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458591495.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458591495.jpg)


Bildbreite bei allen Bildern ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu.

Soweit für heute,
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Mar 16, 19:37
Hallo zusammen,

weiter geht´s...


Serpierit xx mit Gips xx aus dem Richelsdorfer Gebirge/Hessen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458844295.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458844295.jpg)


Realgar xx mit Antimonit xx aus Mrezhichko/Mazedonien:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1458843659.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1458843659.jpg)

Bildbreite für beide Bilder ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu.


Damit wünsche ich Euch schöne Osterfeiertage!

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 24 Mar 16, 20:49
Sehr fein! Das Agardit-Foto gefällt mir bis jetzt am besten. Der Hämatit sieht zwar spektakulär aus (ist auch ein Super Foto), aber ich bin drauf gekommen, dass diese Mineralien, obwohl sie so hochglänzend sind, gar nicht so schwer zu fotografieren sind (ähnlich Molybdänit, Grafit, etc. ).
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 24 Mar 16, 22:22
"Realgar xx mit Antimonit xx aus Mrezhichko/Mazedonien:"

Kennt jemand diesen Fundort?

Vielleicht steht hier etwas drin (falls jemand dieses Buch  hat - unsere Bibliothek hat erfolglos versucht, es zu bestellen):
G. Jovanovski, B. Boev, P. Makreski (2012): Minerals from the Republic of Macedonia with an introduction to mineralogy. Macedonian Academy of Sciences and Arts and Skenpoint, AD, Skopje, Macedonia, 664 pp.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Emil Box am 24 Mar 16, 23:20
Hallo Uwe,
es ist wahrscheinlich Allchar.
Mrezhichko ist das Nachbardorf von Rozhden, siehe Google earth.
Servus.
Milo
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 25 Mar 16, 07:45
Hallo.

Es muß nicht unbedingt Allchar direkt sein !
Es gibt dort ein paar Kilometer weg über nen Buckel drüber noch so ne Antimonitlagerstätte mit Realgar !
Leider hat uns damals die Polizei nicht in Ruhe gelassen, wir wollten da schon hin, aber wenn man nicht in Ruhe einen Zugang suchen kann
gehts halt nicht !!

Loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 25 Mar 16, 07:56
Hallo Nochmal ich.

Hatte ich gar nicht mehr in Erinnerung!
Da kann gut beides gemeint sein, sowohl Allchar als auch die benachbarte Fundstelle.
Mrezicho ist ja der letzte Ort in dem Talkessel wo man ins kleine Tal nach Maidan ( Allchar)  abbiegt !!

Loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 25 Mar 16, 21:25
Danke Emil + Lois!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Mar 16, 21:22
Hallo zusammen,

so, ich bin auch wieder aus dem Osterurlaub zurück...

Harald, vielen Dank! Der Agardit ist auch mein persönlicher Favorit ;) .

Zu den Fundorten kann ich leider nichts beitragen außer das, was auf den Döschen steht. Aber scheinbar gibt es hier ja Leute, welche schon selbst vor Ort waren und aus profundem Munde berichten können. Klasse!  :)


Anbei noch ein Bild von Erythrin xx, welches ich lange überlegt habe, es hier hoch zu laden. Das hat mich schon einige Nerven gekostet, dieser Verhau an durchsichtigen, glänzenden Nädelchen. Die vertragen sich einfach nicht mit einer Schärfentiefe von nur 7my...

Erythrin xx aus Muzquiz/Mexiko:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1459278030.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1459278030.jpg)

Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu.


Weiters hätte ich noch eine allgemeine Frage:

Mir ist aufgefallen, dass gefühlte 95% der im Atlas eingestellten Bilder (vor allem auch die der renomierten Fotografen) mit 1000-1500 Pixel Breite recht klein sind. Hat das einen bestimmten Grund, z.B. Speicherplatz? Dann muss ich meine Bilder in Zukunft nämlich auch kleiner machen. Das hätte natürlich auch den Vorteil, dass es um ein Vielfaches einfacher ist, ansehnliche Bilder in diesem Maßstab zu erstellen, ohne jetzt jemandem unterstellen zu wollen, dass das der Grund ist, hier solch kleine Auflösungen zu wählen ;). Oder ist es schlichtweg einfach nicht nötig/sinnvoll, eine größere Auflösung hochzuladen, da alle gewünschten Informationen auch der kleinen Auflösung entnommen werden können? Wie denkt Ihr darüber?

Grüße Markus

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 29 Mar 16, 23:23
Hallo Markus,

Der Begriff "Originalgröße" in der ersten Vergrößerungsstufe eines Lexikonfotos für den nächsten Vergrößerungsschritt
lässt leider einen gewissen Interpretationsspielraum. Hatte das schon wiederholt bemängelt.
Scheinbar gehen viele user davon aus, daß damit die volle Auflösung des Equipments gemeint sein muss und laden Bilder in einer Größe hoch,
bei der ich auch mit einem 24"-Monitor ellenlang in alle Richtungen scrollen muss, um dann leider nur zu deutlich die Schwächen eines Fotos
wie z.B. Stacking-Artefakte, chromatische Aberration und Unschärfen wahrzunehmen, aber keine Übersicht mehr über das Foto habe.
Bei Bildbewertungen gibt das bei mir (fast) immer Abzüge.
Es spricht für Dich und Deine hohen Ansprüche, daß Du mit dem Erythrin mit Stacking-Artefakten gehadert hast.
Nicht jeder betrachtet seine Bilder so selbstkritisch.
( Von Bildbreiten von 1,5 mm kann ich übrigens nur träumen...  ;) )
Ich skaliere meist auf 1200 Höhe und damit Breite um die 1600/1700 Pixel.
Gibt eine gute Übersicht bei ausreichender Detailwiedergabe. Größer würde keine zusätzliche Bildinformation liefern.

Ob Speicherplatz heute noch ein Problem ist, kann uns Stefan sicher auf den neuesten Stand bringen.
Zu große Dateien brauchen aber bei denen längere Ladezeiten, die noch kein schnelles Netz haben.
Betrifft mich zwar nicht, soll es aber noch vereinzelt geben...

Wie Du auch schon ansprichst, sind allerdings auch renommierte Fotografen vertreten - z.B. Lavinsky, Chinellato oder Wolfsried -
deren Bilder für meinen Geschmack oft ein bisserl klein ausgefallen sind.

Bin gespannt auf andere Meinungen zu diesem Themenbereich.

Könnten die Moderatoren eigentlich ein eigenes Thema draus machen, ehe wir ins off-topic geraten.

Grüße
Norbert
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Mar 16, 10:01
Hallo Norbert,

Zitat
...bei der ich auch mit einem 24"-Monitor ellenlang in alle Richtungen scrollen muss...

Das ist ein gewichtiges Argument. Ich denke, da muss ich bei meinen Bildern zukünftig auch darauf achten.


Zitat
um dann leider nur zu deutlich die Schwächen eines Fotos
wie z.B. Stacking-Artefakte, chromatische Aberration und Unschärfen wahrzunehmen, aber keine Übersicht mehr über das Foto habe.

Ja, das meinte ich damit, dass es in kleinen Maßstäben deutlich einfacher ist, ansehnliche Bilder zu erstellen. Dabei wächst die Schwierigkeit mit dem Quadrat zur Seitenlänge...


Zitat
Bei Bildbewertungen gibt das bei mir (fast) immer Abzüge.

Ich denke, es ist bei der Beurteilung von Bildern sehr wichtig, Artefakte aufgrund der Physik von Artefakten der Bildgewinnung und -verabeitung zu unterscheiden. Z.B. unscharfe Ränder aufgrund von Maßstabsdifferenzen im Unschärfebereich bei tiefen Stacks (relativ zur Schärfentiefe der Aufnahmeoptik) sind einfach eine Folge dessen, dass für diese Bereiche physikalisch keine Informationen vorliegen können. Das ist der Preis, den wir für die Bilder mit hoher Schärfentiefe bei entsprechend hoher Detailauflösung zahlen müssen. In Zeiten vor Focusstacking waren solche Bilder undenkbar. Daher sollten meiner Meinung nach solche physikalisch bedingten Artefakte auf eine Bildbewertung keinen Einfluss nehmen. Artefakte wie z.B. überbelichtete Bereiche oder unscharfe Bilder, etc. sind Hausgemacht (wenn auch oft nicht einfach in den Griff zu bekommen) und gehören in eine Bewertung mit einbezogen. Da Bewertungen aber grundsätzlich subjektiv sind, und sich keiner Normung unterordnen, messe ich diesen grundsätzlich sehr wenig Bedeutung bei. So setzt eine objektive Bewertung ja auch ein entsprechendes technisches Wissen voraus, um die entsprechenden Bildfehler und Artefakte trennen zu können. Auch steigen mit zunehmender Anzahl an gestackten Ebenen die Artefakte an, welche teilweise nur sehr schwierig über die Nutzung verschiedener Stackingalgorithmen in den Griff zu bekommen sind...  :-\


Zitat
Zu große Dateien brauchen aber bei denen längere Ladezeiten, die noch kein schnelles Netz haben.
Betrifft mich zwar nicht, soll es aber noch vereinzelt geben...

...ja, da bin ich leider einer der Betroffenen...  >:(


Zitat
Es spricht für Dich und Deine hohen Ansprüche, daß Du mit dem Erythrin mit Stacking-Artefakten gehadert hast.
Nicht jeder betrachtet seine Bilder so selbstkritisch.

Vielen Dank. Du hast recht, an mich habe ich schon sehr hohe Maßstäbe. Da lasse ich lieber mal ein Bild im Papierkorb verschwinden, oder mache einen Stack nochmal, bevor etwas durchs Netz wandelt, was mich selbst nicht zufrieden stellt. Das grenzt zwar manchmal an Selbstgeißelung, aber es freut das Auge (ich hoffe, nicht nur meines)...  :D :D


Zitat
Könnten die Moderatoren eigentlich ein eigenes Thema draus machen, ehe wir ins off-topic geraten.

Nein, das ist hier genau richtig! Für solche Themen ist der Thread da...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 01 Apr 16, 17:40
Hallo zusammen,

wow, hier überschlagen sich ja die Meinungen. Also bitte Kinder, nicht alle auf einmal schreiben...  ;D ;D ;D


Dann schiebe ich zur mentalen Auflockerung mal noch ein Bildchen dazwischen. Dabei habe ich Norberts Argument der Bildschirmgröße aufgegriffen, und die Bildgröße von jetzt an auf 1600px begrenzt.

Kakoxen xx aus der Grube Leonie, Auerbach/Oberpfalz. Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1459524631.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1459524631.jpg)

Das Zeug ist ganz schön fusselig. Ich musste erst mal mit einem gaaanz dünnen und weichen Pinsel so gut es ging die Fussel von dem Aggregat fegen. Dafür musste ich bei 0,75mm Kugelgröße im Vorfeld erst mal zwei Flaschen Rotwein bemühen, damit die Hand ruhig genug war...  ;D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Apr 16, 18:37
Hallo zusammen,

habe noch zwei Bildchen...

Walpurgin x mit Mixit xx aus dem Schmiedestollen/Wittichen. Bildbreite ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1459960118.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1459960118.jpg)


Shattuckit xx aus Katanga/Kongo. Bildbreite ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1459960395.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1459960395.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Apr 16, 19:34
Hallo zusammen,

hier habe ich noch ein Bild von einer sehr schönen Stufe ged. Quecksilber auf Zinnober aus Almaden/Spanien. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460050085.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460050085.jpg)

Das Ausleuchten war aufgrund des hochreflektierenden Quecksilbers nicht wirklich einfach, aber ich denke, so kann es sich sehen lassen...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: steinfried am 07 Apr 16, 19:46
Also ich bin einfach nur am Staunen über deine tollen Fotos

Grüße Torsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 07 Apr 16, 20:48
Also ich bin einfach nur am Staunen über deine tollen Fotos

Ja, das ist jenseits dessen, was meine Geduld beim Fotografieren hergeben würde.

@Markus: kannst du den Zinnober noch in der Bildbeschreibung ergänzen? Der ist ja deutlich genug zu erkennen, dass man ihn dort auch erwähnen sollte. Es wäre auch zu überlegen, ob man ihn als zweites Mineral zuordnen sollte. Sind zwar keine freistehenden Kristalle, aber er ist eben trotzdem sehr gut zu erkennen und ein wesentlicher Teil des Fotos.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Apr 16, 22:45
Hallo Torsten und Günter,

vielen Dank. Es freut mich, dass auch anderen die Bilder gefallen...  :)

Zitat
kannst du den Zinnober noch in der Bildbeschreibung ergänzen?

Kein Problem, ist schon passiert. Ich habe das Bild auch dem Cinnabarit zugeordnet.

Hier noch ein Bild von der selben Stufe. Bildbreite auch ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460061437.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460061437.jpg)

Irgend wie hat dieses flüssige Metall in seiner natürlichen Umgebung seinen ganz eigenen Reiz...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 08 Apr 16, 19:29
Bei dem ersten Foto kommt das flüssige Quecksilber aber besser zur Geltung als in dem zweiten Foto, da ist eher der Cinnabarit dominant.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Apr 16, 18:48
Hallo Günter,

Zitat
Bei dem ersten Foto kommt das flüssige Quecksilber aber besser zur Geltung als in dem zweiten Foto, da ist eher der Cinnabarit dominant.

Der Einschätzung stimme ich vollumfänglich zu...  :)

Und weiter gehts...

Graphit xx aus Essex Co./NY. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460218965.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460218965.jpg)


Erythrin xx mit kugeligen Azurit xx auf Quarz xx vom Silberberg, Brixlegg/Tirol. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460219334.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460219334.jpg)


Cyanotrichit xx mit Azurit xx (?) aus der Maid of sunshine mine in Cochise Co./Arizona (was für ein Verhau... ;D). Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460219723.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460219723.jpg)

Ich bin mir nicht sicher, ob das Dunkelblaue Azurit xx oder etwas anderes ist. Möglich wäre wohl auch noch Linarit xx?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Apr 16, 11:58
...so, da isser wieder...  ;)

Heute habe ich einen Mimetesit im Gepäck. Selbiger stammt aus Durango in Mexiko. Die Bildhöhe beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460281790.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460281790.jpg)


Und hier noch ein Stüfchen Klinoklas aus der Grube Clara aus der Sammlung meiner 9jährigen Tochter. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1460281992.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1460281992.jpg)

Könnten die grünen Kugeln unter dem transparenten Überzug Malachit xx sein?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 10 Apr 16, 21:25
Hallo Markus,

könnte Malachit oder Cornwallit sein. Es schaut jedoch so aus, als hätte das Stück Fett vom Kitt aufgesogen. Einfach mal in Verdünner legen und danach trocknen lassen, dann sollte der glänzende Fettfilm weg sein.

Viele Grüße
Carsten

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Apr 16, 21:57
Hallo Carsten,

hmm, der Kitt ist eigentlich auf der anderen Seite von dem Teil. Ich glaube nicht, dass der Bröckel Kitt so viel Fett enthält... Das scheint mir irgend ein mineralischer Überzug zu sein. Was? - Keine Ahnung...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Schatten am 11 Apr 16, 07:04
Hi Markus,

ich denke auch, dass es sich um Fett aus dem Kitt handelt.

Ich habe einige MMs, mit eben diesem glänzenden Schmadder. Je nach Matrix kann sich dieser Fettfilm innerhalb weniger Tage bilden.

Gruß
Silvio
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 11 Apr 16, 20:23
Hallo Silvio,

ok, dann werde ich das mal versuchen. Kann ich das Ding in Aceton baden, ohne dass irgend etwas stirbt?

Was ich allerdings nicht verstehe ist, dass der Fettfilm, so es denn einer ist, nur die Matrix "befallen" hat, die Klinoklas-Kristalle aber nicht?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 11 Apr 16, 22:07
Hallo Markus,

keine Bange, das funzt prima! Warum das Fettzeugs den Klinoklas ausgespart hat kann ich dir auch nicht sagen, vielleicht haftets sichs da einfach nicht so gut auf der "edlen" Klinoklasoberfläche. ;-)

Grüße
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Apr 16, 15:54
Hallo zusammen,

so, jetzt spiele ich auch mal wieder mit...

Die Reinigungsversuche stehen noch aus, hatte noch keine Zeit. Dafür habe ich aber mal ein paar Bildchen bearbeitet, welche noch auf der Festplatte schlummerten:

Skorodit xx aus der Grube Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1461417992.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1461417992.jpg)


Titanit x mit Apatit xx auf Magnetit xx aus Mendig/Eifel. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1461418363.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1461418363.jpg)


Agardit xx mit Malachit xx aus der Grube Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1461418985.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1461418985.jpg)


Topas xx von Wannenköpfe. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1461418662.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1461418662.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 23 Apr 16, 16:23
Hallo,

bei dem Stück aus Mendig wird das blaue Material wohl Hauyn sein. Ansonsten wieder sehr gute Fotos.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Apr 16, 12:01
Hallo Günter,

besten Dank! Mit dem Haüyn wirst Du wohl recht haben. Der Apatit bezieht sich wohl auf die farblosen Kristalle. Ich habe halt mal wieder stumpf vom Döschen abgeschrieben...  :-[

@all: Ich habe gestern auch mal einige Reinigungsversuche der oben gezeigten Klinoklasstufe, und einer Fluoritstufe aus Menzenschwand, welche auch so aussah gestartet. Nach einem Bad in Aceton über Nacht scheint mir bei der Klinoklasstufe zumindest unter dem Mikroskop deutliche Besserung eingetreten zu sein. Bei der Fluoritstufe allerdings hat sich der glänzende Belag zwar auch angelöst, sich aber nun in den Vertiefungen zu einer gallertartigen Masse angesammelt. Wenn man versucht, ihn mechanisch zu entfernen (mit einer ganz feinen Kanüle), was bei den Dimensionen nicht wirklich einfach ist, zieht er Fäden. Es hat fast den Anschein, als wäre die Stufe mit irgend einem Lack oder Klebstoff (Haarspray?) überzogen worden. Warum? Und wie bekomme ich das Zeug wieder weg? Mit einer Bürste oder Pinsel zerstöre ich das Ding. Es muss also berührungslos erfolgen. US ist bei Fluorit auch kontraindiziert. Soll ich mal noch ein organisches Lösungsmittel versuchen (z.B. Toluol)? Habt Ihr noch eine Idee?

Die Matrix besteht aus Quarzkristallen mit rötlichem Fe-Überzug. Auf denen sitzen die Fluoritkristalle einzeln oder in Gruppen. Wir sprechen hier von Kristallgrößen <<0,5mm...

Ratlose Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Apr 16, 21:29
Hallo zusammen,

anbei noch mal quick and dirty ein Bild von der Fluoritstufe. Da meine Beschreibung wohl nicht so gut war, hoffe ich, dass durch das Bild vielleicht dem Einen oder Anderen noch etwas einfällt. Bin für jeden Tipp dankbar, denn die Stufe ist wohl für Menzenschwand ziemlich einzigartig. So stand es zumindest auf dem Beipackzettel. Außerdem finde ich diese kleinen Fluoritkristalle mit der interessanten Zonierung sehr fotogen...  ;D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: heli am 27 Apr 16, 08:17
Sollte mich eigentlich nicht äußern, da ich selber nicht in der Lage bin ähnliche Makrofotos zu schießen.

Aber - mir gefällt der abrupte Wechsel zwischen scharf und unscharf bei diesem Foto nicht. Außerdem ist der Ausschnitt aus meiner Sicht nicht optimal gewählt.

Grüße
Helmut 
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harzsammler am 27 Apr 16, 10:17
Hallo,

wenn ich die tollen Fotos sehe, dann wünsche ich mir oft auch diese Möglichkeiten zu haben.
Ich habe auch schon mal damit angefangen es aber wieder auf Eis gelegt.

Was mich jedoch hauptsächlich von der mit allem drum und dran 4-stelligen Investition abhält ist die Frage nach dem: Warum macht man das, was ist die Motivation dahinter?

Seine Mikros kann man sich ja auch mit dem Mikroskop anschauen welches man ja eh braucht.
Und für ein paar positive Kommentare, eine gute Bildbewertung und pro Jahr ein paar 100 Aufrufe im Lexikon diese Investition?
Vom Zeitaufwand ganz zu schweigen.

Also, macht Ihr das aus reinen Hobby - was ich gut verstehen würde, denn manche Naturfotografen sind noch teurer unterwegs ;) ?
Aus Freude am Teilen der Bilder mit Anderen?
Steckt wissenschaftliches Arbeiten dahinter (Vorträge, Dokumentationen etc.)?
Oder kann man damit auch ein wenig Geld verdienen (Auftragsfotos, Verkauf an Verlage oder so)?

Viele Grüße,
Michael


Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Apr 16, 10:56
Hallo Helmut,

Du hast mit allem, was Du anführst, recht. Ziel dieses Bildes sollte auch nicht sein, ein ästhetisches selbiges zu produzieren (darum ist es auch nicht im MA eingestellt  ;)), sondern meine Problemstellung zu verdeutlichen. Ich suche, wie im Posting darüber beschrieben, eine Möglichkeit, mit der ich den durchsichtigen Schmodder von der Stufe bekomme, und zwar zerstörungsfrei. Wenn das gelungen ist, dann werde ich ein Bildchen machen, welches meine (und hoffentlich auch Deine  ;)) Ansprüche erfüllt...
Leider waren die Ideen bislang eher nicht so zahlreich...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Apr 16, 11:13
Hallo Michael,

nun, die Motivation dahinter wird wohl so unterschiedlich sein, wie es Fotografen gibt. Warum kauft sich einer ein Golfschlägerset im 5stelligen Bereich? Oder ein Auto im 6stelligen? Vermutlich viele, weil sie es können...  ;D

Von daher kann ich hier nur für mich sprechen.
Mich fasziniert Optik und die optische Messtechnik. Von daher finde ich es auch faszinierend, was man damit anstellen kann. Das betrifft mein anderes Hobby, die Astronomie/Astrooptik, genau so, wie die Mikroskopie/Mikrooptik. Von daher lag es für mich nahe, die schönen Mineralien und die Optik im Rahmen der Mikrofotografie zu verbinden. Weiterhin ist es ja nur mit der Optik nicht getan. Es müssen noch einige andere Hürden genommen werden, um ein Setup zur Erstellung ansprechender Mikroaufnahmen zu erhalten. Dies in Eigenkonstruktion hin zu bekommen, ist auch spannend und sehr lehrreich. Der Weg ist so zusagen das Ziel... :)
Wenn dabei dann hinten auch noch ästhetische Bilder rauskommen, um so besser.

Natürlich kann man seine MMs auch im dunklen Kämmerlein unter dem Mikroskop betrachten. Allerdings lässt sich dieser Eindruck und die Schönheit nur sehr schwer mit anderen teilen. Stelle Dir nur mal eine Mineralienzeitschrift oder ein Buch ohne Bilder vor. Da würde für mein Empfinden eine wesentliche Seite unseres Hobbys fehlen. Ich für meinen Teil sehe mir zumindest gerne gute Bilder von Mineralien an.

Geldverdienen kann man damit glaube ich nicht (zumindest nicht so, dass der getriebene Aufwand von den Kosten her gedeckt ist) - also ich zumindest nicht. Das ist aber auch nicht das Ziel meines Hobbys. Dafür gehe ich jeden Tag buckeln...

Sieh es mal von der Seite: Gäbe es die Mikrofotografie nicht, würde jedem, der kein Mikroskop und einen entsprechenden Fundus an MMs besitzt, diese wunderbare Welt verschlossen bleiben...

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: heli am 27 Apr 16, 12:12
Hallo Markus,

habe ich überlesen. Passt auch nicht wirklich hier zum Thema.

Wenn man sich ansieht, was dein Reinigungsproblem ist, ist es auch nicht überraschend, dass da wenige bis keine Antworten kommen.
Was da auf der Stufe ist, kann alles Mögliche sein. Wenn sich bei deiner Methode was ablöst, hast du ja schon etwas erreicht.
Dann bleibt eigentlich im Normalfall nur - Einlegen - mechanische Reinigung - Einlegen ..........

Fluorit ist ja nicht ganz so empfindlich und das Foto sieht nicht so aus, wie wenn der Fluorit bei den bisherigen Versuchen was abbekommen hat. Da es sich wie du schreibst um ein Einzelstück handelt, wird auch ein "Durchtesten" verschiedener Mittel nicht sehr sinnvoll sein.

Als einzige Idee bleibt für mich noch die Nachfrage bei jemandem, der mit Haarspray hantiert. Der/die sollten eigentlich wissen, wie man so was los wird (wenn es sich tatsächlich um sowas handelt). 

Grüße
Helmut
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Fabian99 am 27 Apr 16, 13:43
Hallo,

diese Seite https://www.nivea.de/shop/haarspray-40059001722970001.html  (https://www.nivea.de/shop/haarspray-40059001722970001.html)liefert die Inhaltsstoffe für ein Haarspray.
- Octylacrylamide
- Acrylates
- Butylaminoethyl Methacrylate Copolymer
sollten die Polymere sein. Dann würde ich als Laie zuerst Ethanol=Spiritus nehmen. Die Acrylamide sollten da löslich sein. Die "vorgequollene" Masse würde ich in eine Mischung aus Aceton und Ethanol legen. Aceton alleine hinterlässt gerne mistige Spuren und in einer Mischung mit ca 80% Ethanol habe ich Folien etc immer gut reinigen können.

Leider fällt Mechanik wie umpumpen, Ultraschall etc aus.

Nachtrag(edit): Vielleicht kannst du einfach eine Testreihe mit Haarlack und Objektträgern machen. Die glatten Flächen lassen eine Bewertung einfacher zu. Das setzt aber voraus, das es Haarspray ist.

LG
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Apr 16, 09:59
Hallo Helmut,

Zitat
Passt auch nicht wirklich hier zum Thema.

Das stimmt. Das Thema ist allerdings schon seit ca. 15 Seiten nicht mehr repräsentativ...  ;)

Zitat
Wenn man sich ansieht, was dein Reinigungsproblem ist, ist es auch nicht überraschend, dass da wenige bis keine Antworten kommen.

Wieso? Ich bin sicher nicht der Erste mit solchen Problemen. Und wo ist die Wahrscheinlichkeit höher, einen mineraliensammelnden Chemiker zu treffen, als hier?


Hallo Fabian,

nun, ich bin mir nicht sicher, ob es Haarspray ist. War einfach mal eine Möglichkeit, welche ich zur Diskussion in den Raum gestellt habe.

@all:
Gestern konnte ich das Problem lösen, indem ich die Stufe wechselweise über mehrere Stunden in Aceton und Nitroverdünnung gebadet habe. Dadurch hat sich das Zeug wohl aufgelöst. Bilder folgen...

Vielen Dank an alle Helfer!

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 Apr 16, 21:42
Hallo zusammen,

so, hier das versprochene Foto:

Zonierte Fluorite auf Quarz aus der Grube Brunhilde/Menzenschwand. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1461872048.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1461872048.jpg)

Laut dem Beipackzettel muss das für diese Lagerstätte eine absolute Seltenheit sein. Kann mir jemand sagen, was zu dieser interessanten Zonierung der Fluorite geführt hat? Viele der Kristalle sind außen komplett schwarz. Resultiert das aus der Radioaktivität in dieser Lagerstätte?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Apr 16, 22:25
Hallo zusammen,

hmm, hat keiner eine Erklärung für die interessante Zonierung bei den Fluoriten?  ???

Dann mache ich einfach mal ein bisschen weiter.

Alunit xx, leider ist mir der Fundort nicht bekannt. Die Bildbreite beträgt ca. 16mm mit dem 1er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462046091.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462046091.jpg)

Kann einer von Euch vielleicht den FO eingrenzen? Die Matrix erinnert mich irgend wie an Schlacke...


Quarz x auf Hämatit xx aus Cumbria/England. Die Bildbreite beträgt ca. 16mm mit dem 1er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462046374.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462046374.jpg)


Erythrin xx in einer kleinen Druse aus dem Schmiedestollen/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462046700.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462046700.jpg)


Krokoit xx in einer kleinen Druse aus Dundas/Tasmanien. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462046966.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462046966.jpg)


Billietit xx mit Torbernit xx aus Menzenschwand/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462047240.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462047240.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 30 Apr 16, 23:00
Hallo Markus,

schön zu sehen, dass die Entfettung doch was gebracht hat! :-)

Beim "Billietit" handelt es sich übrigens recht wahrscheinlich um Phosphuranylit mit aufsitzenden Torberniten.

Viele Grüße
Carsten
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 01 May 16, 09:55
Hallo Carsten,

da hast du absolut recht. Von der Kristallform her spricht eigentlich überhaupt nichts für Billietit. Ich hab´s in Phosphoruranylit geändert. Das sieht mir auch sehr danach aus. Hab halt mal wieder stumpf vom Döschen abgeschrieben...

Danke für den Hinweis!

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 May 16, 14:11
Hallo zusammen,

heute gibt´s mal wieder ein paar Bildchen. Leider war die Reinigung der Stufen aufgund ihrer Filigranität nicht so erfolgreich wie gewünscht.  :(


Malachit xx aus dem Steinbruch Brühne, Warstein/NRW. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462535339.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462535339.jpg)


Calcit xx aus dem Steinbruch Brühne, Warstein/NRW. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462535550.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462535550.jpg)

Die Kristalle erinnern auf dem Bild irgendwie an Korallen aus einem Riff...  :D


Cabrerit xx aus Lavrion/Griechenland. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462535792.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462535792.jpg)


Wulfenit xx aus der Defiance Mine in Gleeson/Arizona. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1462536076.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1462536076.jpg)


Grüße Markus

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 May 16, 20:43
Hallo zusammen,

so, ich bin auch wieder aus dem Pfingsturlaub zurück...

Anbei ein Bildchen von Uranocircit xx mit aufgewachsenen Torbernit xx aus der Grube Brunhilde/Menzenschwand. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1464028338.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1464028338.jpg)

Dann habe ich mal testweise die selbe Stufe fluoreszierend unter UV-Licht (LW+KW) fotografiert:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1464028533.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1464028533.jpg)

Dabei ist sehr interessant, dass der Torbernit (zumindest außen) auch fluoresziert. Kann es sein, dass hier die Pseudomorphose von Uranocircit nach Torbernit noch nicht gänzlich abgeschlossen ist und daher der Torbernit auch fluoresziert?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: felsenmammut am 23 May 16, 21:10
Glück Auf!

Immer wieder schön anzusehen. Ich würde mal darauf spekulieren, dass der Torbernit nur die Kerne der Pyramiden bildet und dann schon wieder Uranocircit darübergewachsen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Alfred Langhammer am 23 May 16, 21:46
Hallo zusammen,

so, ich bin auch wieder aus dem Pfingsturlaub zurück...

Anbei ein Bildchen von Uranocircit xx mit aufgewachsenen Torbernit xx aus der Grube Brunhilde/Menzenschwand. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1464028338.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1464028338.jpg)

Dann habe ich mal testweise die selbe Stufe fluoreszierend unter UV-Licht (LW+KW) fotografiert:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1464028533.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1464028533.jpg)

Dabei ist sehr interessant, dass der Torbernit (zumindest außen) auch fluoresziert. Kann es sein, dass hier die Pseudomorphose von Uranocircit nach Torbernit noch nicht gänzlich abgeschlossen ist und daher der Torbernit auch fluoresziert?

Grüße Markus


mit welchem Objektiv hast Du das aufgenommrn?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 23 May 16, 22:03
Die Angabe hast du mitzitiert:
5x mitutoyo
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 May 16, 22:35
Hallo Markus,

Zitat
...dass der Torbernit nur die Kerne der Pyramiden bildet und dann schon wieder Uranocircit darübergewachsen ist.

Ja, das wäre auch eine Möglichkeit. Wobei die Pyramidenform schon typisch für Torbernit ist?

Hallo Alfred,

Sebastian hat´s schon geschrieben: Das war ein 5x Mitutoyo Mikroskopobjektiv.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 May 16, 14:53
Hallo zusammen,

heute habe ich ein Foto von "the cube" -  Boleit x aus Baja California/Mexiko. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1464353403.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1464353403.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 27 May 16, 17:31
WOW!
Ein tolles Foto!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Jun 16, 09:51
Hallo zusammen,

besten Dank, Edgar  :)

Heute habe ich ein Foto von einem Erythrin xx Büschel, welches teilweise mit Heterogenit überwachsen ist. Der Fundort ist Richelsdorf in Hessen. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465026290.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465026290.jpg)


Leider ist es nur ein technisches Mikrofoto...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 04 Jun 16, 17:25
Das Foto ist schon gut, aber solche Kristallbündel kann man halt nicht so gut ausleuchten wie den Einzelkristall aus dem letzten Foto.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 05 Jun 16, 21:35
Hallo Günter,

ja, da hast Du wohl recht...  :P

...und ein paar Neue habe ich auch dabei...

Cornwallit xx aus der Grube Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465154340.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465154340.jpg)

Interessant sind die kleinen, weißen Puscheln. Die sind mir nicht mal unter dem Mikroskop aufgefallen. Um so verwunderter war ich dann, als ich sie in dem Bild entdeckt habe. Keine Ahnung, was das ist...


Linarit xx aus Bastenberg/Ramsbeck/NRW. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465154597.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465154597.jpg)

Auch hier keine Ahnung, was der türkiese Puschel ist...


Serpierit xx in einer kleinen Druse aus Letmathe/Iserlohn/NRW. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465154842.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465154842.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 05 Jun 16, 21:48
Immer eine Freude deinen Thread zu verfolgen.
Tolle Bilder!
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 12 Jun 16, 11:20
Hallo Sebastian,

vielen Dank!  :)

Dann will ich mal ein bisschen weiter machen...

Hemimorphit xx aus der Grube Gottesehre/Urberg. Die Bildbreite beträgt ca. 3mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465722267.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465722267.jpg)


Antimonit x mit Realgar x aus Mrezhichko/Mazedonien. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465722599.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465722599.jpg)


Rosasit xx mit Hemimorphit xx aus Durango/Mexiko. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1465722914.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1465722914.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 12 Jun 16, 11:43
Hallo,

bei den Rosasit-Kugeln kommt die Struktur sehr gut zur Geltung, weil die Kristalle nicht durchsichtig sind. Bei den Hemimorphiten ist es dann wieder das selbe Problem wie bei dem Erythrin letztens. Bei den durchsichtigen Kristallen ist zu wenig Kontrast vorhanden, um bei einer solchen Gruppe alle Strukturen zu zeigen. Daran bin ich bei meinen Zeolithen aus Island auch schon sehr oft gescheitert.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jun 16, 22:17
Hallo Günter,

da hast Du vollkommen recht! Sobald es transparent wird, ist die Darstellung der Strukturen sehr schwierig.

Hier habe ich mich zur Übung mal an einem Wulfenit versucht. Fundort ist die San Francisco Mine in Sonora/Mexiko. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1466799069.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1466799069.jpg)

Jetzt ist der Wulfenit aber sicher nur der tafelige Kristall. Zu den anderen gelben Kristallen habe ich leider keine Informationen. Könnte das Mimetesit sein?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Jun 16, 21:27
...hmm, hat keiner eine Idee zu den anderen gelben Kristallen bei dem Wulfenit?  ???


Heute habe ich wieder Nachschub an neuen Stufen bekommen. Sie entstammen (und gehören) alle der Sammlung von Reinhard M. und kommen bis auf eine Ausnahme alle aus der Grube Clara. Ich habe die Ehre, selbige für ihn fotografieren zu dürfen. Das heißt, dass in nächster Zeit einiges an Bildern von Grube Clara Mineralien hier zu sehen sein wird.

Beginnen möchte ich gleich mit der Ausnahme und einer Stufe, welche noch zur Bestimmung aussteht.

Auf dieser Stufe aus der Grube Käfersteige sind sehr filigrane Emplektitnadeln frei mit kleinen Quarzkristallen bewachsen. Sieht sehr cool aus! Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu. Das Bild ist absichtlich etwas dunkler gehalten, damit der Kontrast zu den freischwebenden Quarzkristallen einen besseren räumlichen Eindruck gibt. Es ist immer sehr schwer, dreidimensionale Szenen auf einer zweidimensionalen Ebene darzustellen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1466968133.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1466968133.jpg)


Weiterhin ist hier eine Stufe aus der Grube Clara mit noch zu bestimmenden Mineralien zu sehen. Das Faserige ist Agardit xx, das Dunkelgrüne hat mir Reinhard auch gesagt, ich habe es aber vergessen. Die hellgrünen Kugeln müssen noch bestimmt werden. Erste Vermutungen gehen in Richtung Cornubit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1466968374.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1466968374.jpg)


Soweit für heute,

Grüße Markus

Edit: Rechtschreibfehler...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Gluon am 27 Jun 16, 07:28
:)
(http://www.alpinismeetmineraux.fr/mineralogie/macro/newmacro/newmacro1611.jpg)
(http://www.alpinismeetmineraux.fr/mineralogie/macro/newmacro/newmacro1612.jpg)
(http://www.alpinismeetmineraux.fr/mineralogie/macro/newmacro/newmacro1603.jpg)
(http://www.alpinismeetmineraux.fr/mineralogie/macro/newmacro/newmacro1605.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 29 Jun 16, 10:43
Hallo Markus,
das zweite Bild mit den hellgrünen Kugel ist laut der Meinung von anderen Sammlern wahrscheinlich Konichalcit  und kein Cornubit , der etwas dunklgrünere Kristall ist Corwallit. Ich werde da wohl noch eine Probe  untersuchen lassen.

Dickes Lob die Bilder geben die Mineralien wirklich sehr genau wieder, einfach toll.

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jun 16, 21:41
Hallo Frederic,

wow, das sind tolle Fotos und hervorragende Stufen! Auch die Ausleuchtung gefällt mir gut. Vielleicht kannst Du die Bilder im MA hochladen (Fremdverlinken ist glaube ich nicht erlaubt)?

Hallo Reinhard,

besten Dank! Gut dass Du mich hier ergänzt. Wir werden sehen, was die Analyse ergibt...

Hier kommen die nächsten Clara-Bilder:

Schöne grün-transparente Bariopharmakosiderit Würfel (wer lässt sich nur solche kranken Namen einfallen???) mit Skorodit xx auf Quarz xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu. Dieses schöne Stück hat mir Reinhard vermacht  8)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467228141.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467228141.jpg)


Brauner Bariopharmakosiderit x mit eingewachsenem Fluorit x auf Quarz xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467228350.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467228350.jpg)


Gediegen Silber auf derbem Azurit/Malachit aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 8,0mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467228678.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467228678.jpg)


Ich bin auch noch an einer weiteren Silberstufe dran, aber das hochreflektierende Silberblech macht mich bis jetzt fertig... Mal sehen, ob ich es noch hin bekomme...  ;)

Alle Stufen bis auf die Erste aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loismin am 30 Jun 16, 06:39
Hallo Markus.

Ja, die Gelben xx bei dem Wulfenit sind Mimetesite  ( Pyromorphite) !


Loismin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 02 Jul 16, 00:02
Hallo Lois,

danke für die Bestätigung.

And here we go...


Anatas xx Suchbild. Irgend wo in dem Quarzverhau versteckt sich ein Anatas... Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467410016.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467410016.jpg)


Cuprit x zusammen mit Malachit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467410200.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467410200.jpg)


Die Stufen sind alle aus der Grube Clara/Schwarzwald und gehören zur Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 02 Jul 16, 07:48
Beide Stücke, der Anatas und auch der Cuprit zwischen den Malachitbüschel, sehr schöne Stücke. Die hast du wieder wie gewohnt toll abgelichtet. Der Anatas ist sehr schön ausgebildet!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 03 Jul 16, 18:33
Hallo Edgar,

besten Dank!

Dann werden Dir die folgenden Stücke bestimmt auch gefallen, das sind nämlich wieder ganz fantastische Stufen aus der Clara!


Absolut wasserklarer Zeunerit xx in einer kleinen Druse. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467562528.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467562528.jpg)


Ein genauso wasserklarer Uranophan xx in einer kleinen Druse. Da bestand natürlich wieder die Schwierigkeit der schlechten Kontraste wegen der durchsichtigen Kristalle  :P. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467562161.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467562161.jpg)


Langit xx auf Cuprit xx und Fahlerz. Weiterhin sind da auch noch so türkise Kugelaggregate vorhanden, bei denen ich nicht weiß, was das ist. Vielleicht kann Reinhard hier weiterhelfen... Außerdem bin ich mir sehr sicher, dass noch gediegen Silber mit auf der Stufe ist. Aufgefallen ist mir das erst auf dem Foto, aber nach eingehender Begutachtung unter dem Mikroskop meine ich, dass es sich hierbei um ein Silberblech handelt. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467665446.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467665446.jpg)


Anatas xx am Rand einer Druse. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467561968.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467561968.jpg)


Chalkotrichit xx an dessen Nadeln andere Kristalle hängen. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467561584.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467561584.jpg)


Silber ged. als Blech-Bäumchen. An dem Ding habe ich mir in mehreren Anläufen die Zähne ausgebissen. Das Ding hat immer reflektiert, egal wie ich beleuchtet habe. Besser als so bekomme ich es nicht hin  :P. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467561294.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467561294.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Soweit für heute,

Grüße Markus
Titel: Re: Neue Bilder
Beitrag von: Wittichen am 04 Jul 16, 10:18
Hallo Markus,

einfach super was Du aus meinen Stufen machst, wenn solche Fotos dabei heraus kommen. Da macht das betrachten auch Spaß

Noch ein paar Infos zu den Stufen: beim Langit sind auch noch Lavendulanpusteln zu sehen sowie von Dir richtig erkannt das Silber, der Zeunerit ist untersucht, der Uranophan stammt aus dem Fund vom 8 Juni diesen Jahres wo ich die besten Stücke  für mich gefunden habe.

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Jul 16, 22:09
Hallo Reinhard,

danke für die Infos! Freut mich, dass Dir die Bilder gefallen...  ;)

Dann habe ich hier noch drei Schmuckstücke aus Deinem Fundus...


Connellit xx auf Agardit xx in einer kleinen Druse. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467834976.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467834976.jpg)


Kryptomelan xx auf Quarz xx. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467835174.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467835174.jpg)


Akanthit xx auf Quarz xx. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1467835375.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1467835375.jpg)


Alle Stufen aus der Grube Clara und aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Jul 16, 15:42
Hallo zusammen,

heute möchte ich Euch an einer Premiere teilhaben lassen. Ich war gestern das erste mal in meinem Leben Mineralien sammeln.  :)
Unter fachkundiger Anleitung von Reinhard habe ich auf der Sammlerhalde der Grube Clara gewütet. Leider war das Material nach Reinhards Einschätzung nicht sonderlich gut, von daher waren die Funde auch eher bescheidener Natur, aber es sind eben meine ersten selbst gefundenen Stufen...

Auch wenn es wahrscheinlich nichts besonderes ist, möchte ich Euch schon mal einen Teil davon zeigen.

Agardit-(Ce) xx aus der Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468157115.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468157115.jpg)


Scheelit xx auf Quarz xx aus der Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468157264.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468157264.jpg)


Pyrit x auf Quarz aus der Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468157491.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468157491.jpg)


Mir hat es dort sehr gut gefallen und ich werde sicher wieder hinfahren, auch wenn ich mich heute kaum bewegen kann...  :P

Soweit für heute,
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 10 Jul 16, 17:07
Na da hast du doch schöne Stücke gefunden!
Bei dem Pyrit handelt es sich jedoch um einen Chalkopyrit!

Gruss
Edgar
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Jul 16, 18:59
Hallo Edgar,

danke für die Richtigstellung. Ich hab´s in der Zuordnung korrigiert.

Weiterhin habe ich hier noch etwas gefunden, von dem ich keine Ahnung habe, was das sein könnte:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468169667.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468169667.jpg)

Es geht um die durchsichtigen Nadeln. Begleitmineralien sind Baryt, Quarz und Fluorit. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu. Vielleicht kann einer von den Clara-Profis mal etwas dazu sagen?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: loparit am 11 Jul 16, 00:14
So auf den ersten Blick würde ich "Ettringit" sagen!

Gruß
Edgar
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 11 Jul 16, 07:49
Hallo Edgar,

danke auch Dir! Nach mehrfacher Bestätigung habe ich das in der Bildzuordnung geändert.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 12 Jul 16, 21:08
Hallo zusammen,

hier noch ein weiterer Fund vom letzten Samstag:

Agardit-(Ce) aus der Grube Clara. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468350037.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468350037.jpg)


und nun einen kurzen Abstecher zur Schmiedestollenhalde/Wittichen mit Erythrin xx aus Reinhards Sammlung. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468350304.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468350304.jpg)


Soweit für heute,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 15 Jul 16, 23:00
Hallo zusammen,

dann wollen wir mal wieder mit Stufen aus der Grube Clara weiter machen...


Duftit xx auf Quarz xx. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468614981.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468614981.jpg)


Agardit xx mit grünen Kugeln in einer kleinen Druse. Ich habe keine Ahnung, was das für Kugeln sind. Vielleicht kann Reinhard was dazu sagen... Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468615152.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468615152.jpg)


Beudantit xx mit braunen Kugeln. Auch hier habe ich keine Ahnung, was das für braune Kugeln sind... Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468615335.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468615335.jpg)


Langit xx, ein Kristall ist hohl! Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468615473.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468615473.jpg)


Mimetesit xx in einer kleinen Druse. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468615673.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468615673.jpg)


Zeunerit X. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468615816.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468615816.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: franksch am 16 Jul 16, 12:21
Hallo Markus,
erstmal vorweg: sehr schöne Fotos, die Du da immer einstellst. Zu den letzten Bildern:
Agardit mit grünen Kugeln:  das könnte Cornwallit sein, der oft mit Agardit in der Clara zusammen vorkommt.
Beudantit mit braunen Kugeln: das ist ein zersetztes Mineral, was es einmal war, ist nicht so einfach zu sagen. Jetzt würde ich es dem Limonit zuordnen.
Linarit: ist das bestimmt nicht, bei Langit habe ich aber auch Zweifel. Die rechtwinkligen xx könnten auch auf den Wroewolfeit hinweisen. Dies ist jedoch nur durch eine Raman- Untersuchung zu belegen.
Zeunerit: na ich weiß nicht. Von der Kristallform eher untypisch.
Duftit und Mimetesit dürften stimmen.

Viele Grüße aus Berlin
Frank
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 16 Jul 16, 15:38
Hallo Frank,

erst mal danke!

Das mit dem Cornwallit kann gut sein, das steht nämlich auch auf dem Döschen. Ich hatte den nur immer dunkler in Erinnerung, aber das muss nichts heißen...
Mit dem Linarit, das war ein Schreibfehler von mir (hab´s korrigiert). Auf dem Döschen steht Langit. Ob der allerdings stimmt, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht kann Reinhard dazu was sagen?
Auch was den Zeunerit betrifft, kann ich dazu nichts sagen, sieht mir aber aus wie ein Kristallaggregat von der Seite.

Auf jeden Fall mal Danke für Deine Meinung. Ich finde es gut, wenn sich hier auch andere Sachkundige zu Wort melden...

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 18 Jul 16, 19:35
Hallo zusammen,

heute wieder mit ein paar Stücken von der Clara...  8)


Olivenit xx auf Quarz xx. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468861479.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468861479.jpg)


Und noch mal Olivenit xx, aber in einem völlig anderen Habitus. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468861783.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468861783.jpg)


Dann haben wir noch einen schönen Kupferkies xx auf Quarz xx im Angebot. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468862005.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468862005.jpg)


Und hier noch einen Verhau an violettem Fluorit xx mit aufgewachsenem Magnesit xx. Dabei wird ein Fluorit X von einem Magnesit X durchdrungen. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468862234.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468862234.jpg)


So, und mit einem kleinen Abstecher nach Wittichen auf die Schmiedestollenhalde möchte ich mich bildmäßig in die Sommerpause verabschieden, da ich die nächsten Wochen beruflich unterwegs sein werde. Ich hoffe, es hat bis hierhin dem einen oder anderen gefallen und nicht all zu sehr gelangweilt...  8)

Heinrichit xx von der Schmiedestollenhalde/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1468862420.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1468862420.jpg)


Alle Stufen sind aus der Sammlung von Reinhard.


Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 04 Aug 16, 18:51
Hallo Markus,

das hast wieder schöne Bilder hinbekommen und natürlich kann ich noch Infos dazu geben.
Die Kugel beim Agardit sind soweit ich das noch in Erinnerung habe so wie es Frank schon vermutet Cornwallit, das braune beim Beudantit  ist Braueisen (Goethit/Limonit) so denke ich.
Ob das Zeunerit oder ein Torbernit ist wird die Untersuchung von einen beschädigten ähnlichen Kristall zeigen, vielleicht ist auch ein Überzug von einem andern U-Glmmer dabei, ich denke es sieht auf jeden Fall nett aus.
Was den Langit betrifft kann Frank sicher recht haben, aber leider gibts auf der Stufe nicht all zu viele Kristalle so dass es mit einer Untersuchung schwierig wird.
Beim Kuferkis der mit Covellin überzogen ist sind aber noch sehr schöne Tungstibt Kugel dabei.
Der Manesit der durch einen Fluorit gewachsen ist. sieht unter dem Mikro besser aus, aber da erkennt man dass sich nicht alles so leicht abbilden läßt, was aber auch nicht schlimm ist.
Morgen gehts zur Vorbereitung zur großen Halde nach Wolfach, mal sehen ob sich die Fundsituation verbessert.

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Aug 16, 18:33
Hallo zusammen,

so, bin wieder da...  ;)

Reinhard, danke für die Infos.

Ich habe mir am 07.08. auch mal die große Halde an der Clara gegeben. Allerdings war die Fundsituation extrem bescheiden! Die meiste Zeit habe ich vergebens gesucht. Erst zum Schluss hat ein mir bis dahin unbekannter Sammler einen riesigen Brocken ausgegraben, welcher sehr vielversprechend aussah. Allerdings hatte er nur einen kleinen Hammer dabei. So haben wir uns zusammen getan, er mit großem Brocken und ich mit großem Hammer, und haben abwechselnd das Ding zerlegt. Dabei kamen meine einzigen, sehr bescheidenen Funde zu Tage. Neben diesen hat der Brocken noch ein paar größere Fluoritkristalle ergeben, welche allerdings für mich zu groß waren. Auch wenn die Funde etwas enttäuschend waren, hatten wir zusammen doch viel Spass und ich einen fetten Sonnenbrand...  :D

Anbei mal die Bilder von meinen Funden:

Agardit-Ce xx in einer Quarz-/Baritdruse, die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1472486422.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1472486422.jpg)


Wasserklare Barit xx, die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1472486628.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1472486628.jpg)


Braune Bariopharmakosiderit xx auf Barit, die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1472486979.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1472486979.jpg)


Brauner Bariopharmakosiderit x mit winzigen, grünen Kristallen. Kann mir jemand sagen, was das für Kristalle sind? Sie haben einen sechseckigen Habitus (siehe Foto rechts oben). Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1472487147.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1472487147.jpg)


Und hier noch braune Kugeln auf Quarz, von denen ich keine Ahnung habe, was das ist. Kann jemand helfen? Die Bildbreite beträgt auch hier ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1472486792.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1472486792.jpg)


Alle Stufen entstammen der großen Halde der Grube Clara. Würde mich freuen, wenn mir jemand mit den unbekannten Mineralien weiterhelfen könnte...

Soweit für Heute,
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 01 Sep 16, 14:19
Hallo Markus,

zu Deinen neuen Bilder würde ich folgendes Hinzufügen:
Die keinen grünen hexagonalen könnten Beudantit-Segnetit sein werde ich mir bei Gelegenheit mal anschauen.
Beim letzten Bild würde ich auf Goethit der zu Brauneisen umgewandelt ist tippen, aber es kommen auch Tripuhyit oder Arseniosiderit in frage wobei man da die Paragenese noch besser kennen muß. Wobei es dann ohne Untersuchung wohl nicht gehen wird.
Der Agadit, Baryt und auch die Bariopharmakosiderit sehen sehr schön aus.

Gruß
Reinharrd
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Sep 16, 14:11
Hallo zusammen,

Reinhard, danke für Deine Einschätzung. Ich habe das in der Bildzuordnung geändert.

So, da ich in letzter Zeit beruflich bedingt zu fast nix komme, möchte ich heute einen kleinen Streifzug durch Europa machen. Solange, bis Reinhard wieder Nachschub aus der Clara liefert, habe ich mich mal wieder meiner "to do Kiste" gewidmet. ;)

Tirolit xx auf Azurit aus Rotholz/Tirol. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473507032.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473507032.jpg)


Kakoxen xx aus der Grube Rotläufchen/Waldgirmes. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473507312.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473507312.jpg)


Uranocircit xx mit Torbernit xx und (Phantom-) Baryt xx aus der Grube Brunhilde/Menzenschwand. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473507573.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473507573.jpg)


Groutit xx mit einem kleinen Baryt-Röschen aus der Grube Emilie/Bülten-Adenstedt. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473507894.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473507894.jpg)


Quecksilber ged. auf Quarz/Zinnober aus Almaden/Spanien. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473508212.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473508212.jpg)


Freieslebenit xx aus Dossena/Bergamo. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1473508552.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1473508552.jpg)


Soweit für heute,
Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 11 Sep 16, 18:43
Der Freieslebenit ist mit Sicherheit keiner.

Auf http://www.mindat.org/loc-64796.html
steht dazu:

Note on the mineral: The reported species freieslebenite and owyheeite are highly questionable - more recent analyses of Italo Campostrini (Milano University) demonstrate that the material is boulangerite. See message and spectrum measured by Italo Campostrini at the following AMI Forum page: http://forum.amiminerals.org/viewtopic.php?t=1130
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 11 Sep 16, 19:39
Nun, Zweifel hatte ich auch ein wenig, da ich keine Bilder von Freieslebenit gefunden habe, welche diese Kristallform aufwiesen. Freieslebenit stand halt auf dem Döschen. Bin aber für Korrekturvorschläge gerne offen. Vom Habitus her könnte Plattnerit oder Boulangerit passen?

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 16 Sep 16, 19:22
Hallo zusammen,

heute habe ich wieder ein paar Bilder aus meiner "to do Kiste"...


Melilith xx, Nephelin xx und Augit xx aus Üdersdorf/Eifel. In der Bildmitte ist noch ein Kristall, von dem ich nicht weiß was das ist. Kann das Magnetit sein? Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474045256.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474045256.jpg)


Pyromorphit xx aus der Grube Pfingstsegen/Aitern. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474045585.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474045585.jpg)


Torbernit xx mit Uranophan xx aus der Grube Brunhilde/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474045004.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474045004.jpg)


Uraninit xx Pseudomorphose nach Ianthinit xx und Phosphuranylit xx aus der Grube Brunhilde/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu. Das war bisher eine meiner schwierigsten Stufen zum fotografieren! Irgend ein Kristall hat immer reflektiert. Das ist glaube ich der fünfte Anlauf...  :P

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474045902.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474045902.jpg)


Soweit erst mal,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Günter Blaß am 16 Sep 16, 19:38
Hallo Markus,

der Kristall in der Mitte des Bildes von der Löhley wird, wie schon vermutet, Magnetit sein!
Die braun orangen  "Melilith"-Kristalle sind mit ziemlicher Sicherheit röntgenamorph, werden aber üblicherweise, auch aus historischen Gründen, als "Melilith" bezeichnet.

MfG u. GA
Günter Blaß

PS: ich bewundere immer wieder Deine Fotos!!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 17 Sep 16, 18:53
Hallo Günter,

besten Dank für Deine Bestätigung und die interessanten Infos!

Es freut mich, dass Dir meine Bilder gefallen...  :)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Sep 16, 16:43
Hallo zusammen,

heute kann ich mit zwei netten Uranglimmerchen dienen...

Autunit xx vom Fischerhof/Hammereisenbach/Schwarzwald. Die Bildhöhe beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474295641.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474295641.jpg)


Zeunerit xx von der Schmiedestollenhalde/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474295875.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474295875.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 26 Sep 16, 01:00
Hallo zusammen,

hier wieder ein paar Bildchen...  ;)


Meta Uranocircit xx, Grube Brunhilde/Menzenschwand/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474841964.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474841964.jpg)


Uranophan xx mit Torbernit xx, Grube Brunhilde/Menzenschwand/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474842266.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474842266.jpg)


Schulenbergit xx mit Linarit xx, Grube Friedrichssegen/Rheinland-Pfalz. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474842560.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474842560.jpg)


Dann war ich am 24.09.2016 auf der Großen Halde der Grube Clara. Neben netten Bekanntschaften habe ich auch einen kleinen Uranophan xx gefunden (den muss ich aber erst noch klein machen, bevor ich ihn fotografieren kann...). Ein anderer Sammler (der Name ist mir leider entfallen :P) hat ein paar kleine Bariopharmakosiderite xx gefunden und mir vermacht. Diese habe ich gleich einen Tag später fotografiert, aber da waren die grünen Kristalle schon auf dem Weg zur Braunfärbung. Kann mir jemand erklären, an was das liegt?

Hier ein paar Impressionen von dieser Stufe:

Bariopharmakosiderit xx, Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474842863.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474842863.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474843023.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474843023.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474843143.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474843143.jpg)

Und noch ein überwachsener Fluorit X mit ca. 8mm Bildbreite:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1474843262.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1474843262.jpg)


Soweit für heute,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Sep 16, 22:35
Hallo zusammen,

nachdem ich die letzten vier Tage mein Arbeitszimmer umgebaut habe, nun das erste Bild. Das ist mein erster wirklich schöner Fund aus der Clara, welcher mir am 24.09. auf der großen Halde geglückt ist.

Uranophan xx auf Stinkspat aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475180907.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475180907.jpg)


Weiters möchte ich meine Frage aus dem vorherigen Post noch mal stellen: Kann mir jemand sagen, warum sich der erst grüne Bariopharmakosiderit so schnell braun färbt?

Soweit für heute,
Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 30 Sep 16, 09:27
Ist das sicher Uranophan? Hab vor einiger Zeit Sklodowskite (auch auf Fluorit) forografiert, die sehen äusserlich genauso aus.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Sep 16, 09:58
Hallo Harald,

nein, sicher ist das nicht, aber sehr wahrscheinlich. Soweit ich weiß, ist Sklodowskit nicht für die Clara gelistet. Richard Bayerl und Reinhard, welche auch am Fundtag dort waren, haben auch mal kurz drauf geschielt und meinten auch, dass das wohl Uranophan wäre. Wirkliche Sicherheit würde wohl nur eine Analyse bringen. Was meinen denn die anderen Claraexperten hier?

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 30 Sep 16, 10:43
Die Sklodowskite die ich fotografiert habe waren analysiert, keine Ahnung wann und wo das publiziert werden soll. Ich hoffe, ich hab jetzt nicht unerlaubterweise was vorweggenommen;), wusste auch auf die Schnelle jetzt nicht, dass selbiger noch nicht von der Clara bekannt war.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Sep 16, 10:50
Waren die Sklodowskite von der Clara?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harald Schillhammer am 30 Sep 16, 20:25
Ja
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Sep 16, 23:15
Ok...jetzt wird´s interessant. Dann würde sich ja eine Analyse doch lohnen. Wer macht denn sowas?

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 02 Oct 16, 18:07
Hallo zusammen,

ich muss hier mal etwas ansprechen:

[Meckermodus an]

Zu meinen Bildern habe ich des öfteren mal Fragen, was die Minerale, etc. betrifft. Diese formuliere ich meistens in meinen Posts von den betreffenden Bildern mit. Leider erhalte ich nur in den seltensten Fällen eine Antwort darauf. Selbst mehrmaliges wiederholen bleibt meist fruchtlos. WARUM???

Sind meine Fragen zu unpräziese/unverständlich/falsch formuliert? Kennt hier von den vielen Fachleuten und Mineralogen wirklich keiner Antworten auf meine Fragen? Das kann ich eigentlich nicht glauben wenn ich sehe, zu was die Leute hier alle etwas wissen. Bei mehreren tausend Zugriffen auf "meinen" Thread kann ich mir auch nur sehr schwer vorstellen, dass das immer nur die selben fünf Leute sind, und ausgerechnet diese überhaupt nichts zu meinen Fragen beitragen können...  ???

Habe ich etwas übersehen? Liegt es an mir? Oder ist das Forum nicht für solche Fragen zuständig? Irgend wie kann ich dem nicht ganz folgen, und verliere langsam etwas die Lust an weiteren Fragen, um mein Wissen rund um die Mineralien, welche ich fotografiere, zu erweitern.  :(

Wenn ich etwas ändern muss, dann klärt mich bitte auf, denn auf diese einseitige Fragerei habe ich keine Lust mehr.

[Meckermodus aus]

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 02 Oct 16, 18:42
Hallo Markus,

die Diskrepanz zwischen Leserzahlen und Antworten dürfte im Wesentlichen das übliche Forenproblem sein: viele lesen aber nur wenige davon sind bereit, aktiv zu schreiben. Da du gute Fotos machst, ziehst du natürlich deutlich mehr Leser an als ein einfacher Bestimmungs-Thread. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass viele Leser einfach nur auf die Fotos schauen und den Text dazu ignorieren.

Die letzte Frage dürfte in der Tat etwas speziell sein. Die kann wohl nur jemand beantworten, der sich mit der dahinter stehenden Chemie und Physik etwas tiefer auskennt. Ich weiß es auch nicht sicher, aber es könnte einerseits die Lichteinwirkung sein oder andererseits die reichliche Luftzufuhr nach dem Aufbrechen des Gesteins. Es gibt aber vermutlich noch mehr Möglichkeiten...

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: franksch am 02 Oct 16, 20:37
Hallo Markus,
zu Deinen letzten Fragen zu Mineralien der Grube Clara:  die Verfärbung beim Bariopharmakosiderit ist allen Sammlern bekannt. Soweit ich informiert bin, gibt es jedoch keine eindeutige wissenschaftliche Erklärung dafür. Vor über 10 Jahren habe ich blaue xx gefunden. Schon nach wenigen Tagen verfärbten sie sich grünlich, nach einem halben Jahr waren sie braun und nichts deutete auf eine bläuliche Verfärbung hin. Wenn ich älteres Material aufarbeite, treffe ich ab und wann auch noch auf fast smaragdgrüne xx obwohl die Stufen schon etliche Jahre bei mir oder anderen Sammlern zu Hause lagerten. Auch bei diesen Stufen zeigte sich nach dem Knacken mal mehr oder weniger rasch eine Verfärbung ins braünliche. Andersseits habe ich einige wenige Stufen, auf denen offenbar kaum eine Verfärbung auftritt und die immer noch satt grün sind.

Zu dem Uranophan oder Sklodowskit:  was sollen die Sammler denn zu einem Mineral sagen, was noch gar nicht für die Clara beschrieben ist? Visuell sind die beiden Mineralien doch offenbar kaum auseinander zu halten. Bei meinen vermeintlichen Uranophan- Funden habe ich noch nichts davon untersuchen lassen, weil das für mich bislang relativ eindeutig war- es war ja nur Uranophan bekannt. Über ev. Abweichungen in der Farbe hatte ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht- eine solche halte ich auch für völlig in der Norm.

Wo man Untersuchungen machen lassen kann, taucht doch relativ oft hier im Forum auf.

Viele Grüße
franksch
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 02 Oct 16, 22:28
Hallo Günter und Frank,

danke für Eure Antwort. Die Braunfärbung beim Bariopharmakosiderit ist mir auch bekannt, habe sie ja in Aktion erlebt. Interessant wäre die Info, warum das so ist. Aber Frank, wenn Du schreibst:

Zitat
Soweit ich informiert bin, gibt es jedoch keine eindeutige wissenschaftliche Erklärung dafür.

dann ist das doch auch eine Aussage, welche mir weiterhilft.

Zitat
Zu dem Uranophan oder Sklodowskit:  was sollen die Sammler denn zu einem Mineral sagen, was noch gar nicht für die Clara beschrieben ist?

Naja, eine Meinung dazu wird man doch haben, oder? Ich fand die Info zumindest interessant. Irgend wie ging ich wohl der irrigen Meinung, dass das auch vielleicht anderen Sammlern so geht...

Zitat
Wo man Untersuchungen machen lassen kann, taucht doch relativ oft hier im Forum auf.

Hmm, als ich die Forensuche nach EDX bemüht habe, habe ich auf den ersten 5 Seiten nur eine Adresse gefunden (mag aber auch sein, dass ich zu blöd zum Suchen bin). Daher hatte ich nach gefragt, ob es da noch andere Anbieter gibt, welche zu empfehlen sind. Außerdem hätten mich Informationen zu den Labors interessiert, wie "da habe ich gute Erfahrungen gemacht, die arbeiten sauber" oder "da brauchst Du ab einem Lebensalter von 40 Jahren nichts mehr hinschicken, sonst erlebst Du das Ergebnis nicht mehr...". Ich bin ja sicher nicht der Erste hier im Forum, der etwas zur Analyse gibt. Von daher hätte ich mich über die eine oder andere Info gefreut...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Emil Box am 02 Oct 16, 23:51
Grün>braun könnte eine Sauerstoff-oxidation sein Fe2+>Fe3+.
Nachweis ist nicht einfach, Mössbauer vielleicht Raman?
Gruß
Milo
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Fabian99 am 03 Oct 16, 11:24
Mössbauer ist heftig im Aufwand, Raman vermutlich unsensibel. Mittel der Wahl ist ESR, aber macht bei solchen Proben keinen Sinn.

MfG
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Hg am 03 Oct 16, 12:19
Zitat
Grün>braun könnte eine Sauerstoff-oxidation sein Fe2+>Fe3+.
Das war auch meine erste Idee, aber nach der Formel von Bariopharmakosiderit sollte da kein Fe2+ vorhanden sein.
(Ba,Ca)0.5-1Fe43+[(OH)4-5|(AsO4)3]·5-7H2O
Fraglich ist, ob wirklich extrem seltene Verteilungen von Fe2+ im Gitter ausreichen würden eine solche Farbänderung hervorzurufen.

Gruss,
Andreas
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Fabian99 am 03 Oct 16, 14:06
Hallo Andreas,

1000ppm sollten reichen...

LG
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Emil Box am 04 Oct 16, 23:04
In Mindat/Vivianite schreibt Petrov über Farbänderung durch Oxidation durch Protonen, entstanden aus Kristallwasser durch Licht-Photonen.
www.mindat.org/article.php/137/A+Scientific+Study+of+Absorption+of+Evil+by+Vivianite (http://www.mindat.org/article.php/137/A+Scientific+Study+of+Absorption+of+Evil+by+Vivianite)
Vielleicht auch eine Möglichkeit.
Milo
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Fabian99 am 05 Oct 16, 09:29
Hallo,

dem kann ich nicht ganz folgen. Die Rekation von H2O zu H+ + OH- per Photolyse erscheint mir gewagt, insbesondere im roten Spektralbereich. Das wäre ja ein Wasserstoffkatalysator bester Klasse! Die Umwandlung der Eisenwertigkeiten per Licht sind sehr gut untersucht. Meiner Meinung nach liegt hier eine Verwechslung von Ursache und Wirkung vor. Also Fe2+ zu Fe3+ per Licht, Reaktion des Elektrons am Kristallwasser.

Just my 2cts.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 05 Oct 16, 10:10
Hallo zusammen,

na, da wird ja doch noch ein Schuh draus  :), klasse!

Ich kann zwar als nicht-Chemiker nur am Rande folgen, aber finde den Diskurs recht interessant, zumal sich über diesen Sachverhalt bisher wohl nicht so viele Gedanken gemacht haben? Gerne weiter so, dann lerne ich auch noch was dazu...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Andreas Schmid am 05 Oct 16, 10:29
Wenn dieser Prozess über Redoxreaktionen abläuft dann sicherlich durch das Eisen initiiert und nicht über Wasserspaltung. Und zweitens müsste der gebildete Wasserstoff als Nachweis für den Mechanismus analysierbar sein.
Lg
Andreas
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Günter Blaß am 05 Oct 16, 11:03

Zitat
Ok...jetzt wird´s interessant. Dann würde sich ja eine Analyse doch lohnen. Wer macht denn sowas?

Hallo Marco,
schickst Du mir diesbezüglich eine mail.
Günter Blaß
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 05 Oct 16, 11:24
Hallo Günter,

mache ich gerne, wenn Du mir Deine Emailadresse zukommen lässt (oder Du schickst mir eine mail. Einfach auf den Briefumschlag unter meinem Namen klicken).

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Oct 16, 10:24
Hallo zusammen,

nachdem mich Reinhard gestern wieder mit einem Haufen neuer Stufen aus seiner Clarasammlung versorgt hat, kann ich zur Auflockerung mal wieder zwei Bildchen präsentieren.  :)

Langit xx mit ged. Silber aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475741788.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475741788.jpg)


Olivenit xx auf Quarz xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475741965.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475741965.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Oct 16, 14:40
Guten Tag zusammen,

...und weiter gehts...

Hämatit xx auf Ferberit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475843361.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475843361.jpg)


Connellit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475843801.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475843801.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 07 Oct 16, 17:13
Der Hämatit scheint auf Ferberit aufgewachsen zu sein.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Oct 16, 17:44
Hallo Uwe,

da hast Du vollkommen recht. Das Steht auch auf dem Döschen, ich war wieder nur zu blöd zum lesen...  ;D

Danke für den Hinweis! Ich habe es noch ergänzt...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 07 Oct 16, 19:26
Ich habe es noch ergänzt...

würde ich im Bildtext aber anders ergänzen:

"Hämatit xx auf Ferberit xx" in der Bildüberschrift,
dafür die Mineralzuordnung beim Ferberit löschen (weil der ja wegen der aufgewachsenen Häm-xx kaum zu sehen ist)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 08 Oct 16, 01:11
Ich habe es im Bildtext ergänzt.

Zitat
...dafür die Mineralzuordnung beim Ferberit löschen (weil der ja wegen der aufgewachsenen Häm-xx kaum zu sehen ist)

Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich bin zwar kein Fachmann, aber der Hämatit ist doch nur das dünntafelige Mineral. Das heißt, dass der Ferberit sehr deutlich zu sehen ist, und damit auch in der Mineralzuordnung richtig ist...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: harzgeist am 08 Oct 16, 09:29
Kann ich auch nicht nachvollziehen, sehe ich so wie Markus.

Thomas
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 08 Oct 16, 16:51
Hallo Markus,

die Bezeichnung Hämatit auf Ferberit ist vollkommen in Ordnung, wobei der größte Teil der Stufe aus Ferberit besteht. Ich denke schon dass dieses Bild beim Ferberit richtig eingeordnet. Die Abbildung ist auf jeden Fall super, gefällt mir sehr gut, das schönste ist dass das Stück wieder in meine Sammlung kommt  :)

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Oct 16, 01:00
Hallo zusammen,

heute habe ich wieder drei Clarabilder im Gepäck...


Interessant kristallisierter Devillin xx, die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475966573.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475966573.jpg)


Sehr schöne Kupferkristalle (!), die Bildbreite beträgt ca. 1,1mm mit dem 10er Mitu. Die Aufnahmebedingungen waren in diesem Fall sehr schwierig, da natürlich die schönsten Kupferkristalle auf der Stufe im tiefsten Loch auf selbiger saßen. Da war die Ausleuchtung und Bildgewinnung mit so geringer Schärfentiefe eine echte Herausforderung...  :P

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475966760.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475966760.jpg)


Und hier noch ein paar Silberlocken, auch in einem Loch (wenn auch nicht so tief)... Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475966997.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475966997.jpg)


Alle Stufen stammen aus der Grube Clara/Schwarzwald und gehören der Sammlung von Reinhard an.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Klinoklas am 09 Oct 16, 12:00
Wirklich schöne Fotos.
Was sind denn die dunklen Kristalle neben dem Kupfer?
Ich würde da jetzt mal auf Covellin tippen.

Gruß
René
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: carsten slotta am 09 Oct 16, 13:06
Das ist Delafossit.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Klinoklas am 09 Oct 16, 13:13
Das ist Delafossit.

Nach dem Vergleich mit den Delafossitfotos eindeutig.

Danke!
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Oct 16, 14:56
Hallo Rene,

wie Carsten schon schrieb, ist das Delafossit.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Klaus Schäfer am 10 Oct 16, 13:24
Hallo Sammlerkollegen,

Da dies hier zur Zeit der aktivste Thread zur Mineralienfotografie ist, möchte ich kurz euer Augenmerk auf meine fotografischen Beiträge im Mineralienatlas lenken.

Mein Ziel ist natürlich auch ein besonders schönes Foto, das dem Mineral gerecht wird, aber vor allem ist es die Dokumentation einer Fundstelle, die ich selbst gut kenne und eventuell auch selbst besammelt habe. Da ist dann auch mal ein unspektakuläres Foto von Graphit auf einem Rutschharnisch dabei, aber auch ein Sensations-Anatas findet eine ihm gerechte Abbildung. Ich fotografiere Kleinmineralien jetzt seit etwa einem dreiviertel Jahr. Die letzten etwa zehn Jahre widmete ich mich der Fotografie von Achaten - einem deutlich weniger anspruchsvollem Bereich. Über das Zeichnen von Quarzen, wobei ich als Vorlage gute tiefenscharfe Fotos brauche, kam ich mit Rainer Ernst in Kontakt, dem Produzenten der Stackmaster -Geräte. Begeistert von diesen neuen Möglichkeiten habe ich mir sukkzessive die benötigte Kamera, die minimal notwendigen Optiken und Hilfsmittel besorgt und fotografiere nun Stücke aus meiner eigene Sammlung ab.

Ab heute stelle ich beispielsweise Mineralienfotos der Talkmine Trimouns im Mineralienatlas ein.
Hier ein kleiner Querschnitt:

http://(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476096109.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476096109.jpg)
Bastnäsit-(Ce)
Kamera: Olympus E M5 II
Objektiv: Zuiko ED 60 mm f/1:2,8
Breite des Kristallaggregates etwa 15 mm
Stackingprogramm Helicon Focus Methode: Pyramide
Nachbearbeitung mit Corel Photopaint;
anschließend mit NIK dfine Rauschen entfernt;
Struktur- und Tonwertänderungen mit NIK Viveza

http://(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476096009.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476096009.jpg)
Bastnäsit-(Ce)
Kamera: Olympus E M5 II
Objektiv: Zuiko 38 mm f/3,5
Bildhöhe etwa 11 mm
Stackingprogramm Helicon Focus Methode:B,Radius40,Smoothing4
Nachbearbeitung mit Corel Photopaint;
anschließend mit NIK dfine Rauschen entfernt;
Struktur- und Tonwertänderungen mit NIK Viveza

http://(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476095928.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476095928.jpg)
Dissakisit-(Ce) / Allanit-(Ce) zonierter Kristall
Kamera: Olympus E M5 II
Objektiv: Zuiko ED 60 mm f/1:2,8
Kristallgröße etwa 21 mm
Stackingprogramm Helicon Focus Methode: Pyramide
Nachbearbeitung mit Corel Photopaint;
anschließend mit NIK dfine Rauschen entfernt;
Struktur- und Tonwertänderungen mit NIK Viveza

http://(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476095883.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476095883.jpg)
Dissakisit-(Ce) / Allanit-(Ce) zonierter Kristall mit Calcitkristall
Kamera: Olympus E M5 II
Objektiv: Zuiko ED 60 mm f/1:2,8
Kristallgröße etwa 18 mm
Stackingprogramm Helicon Focus Methode: Pyramide
Nachbearbeitung mit Corel Photopaint;
anschließend mit NIK dfine Rauschen entfernt;
Struktur- und Tonwertänderungen mit NIK Viveza

http://(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476095808.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476095808.jpg)
Dissakisit-(Ce) / Allanit-(Ce) zonierter Kristall
Kamera: Olympus E M5 II
Objektiv: Zuiko 38 mm f/3,5
Bildhöhe etwa 7 mm
Stackingprogramm Helicon Focus Methode:B,Radius40,Smoothing4
Nachbearbeitung mit Corel Photopaint;
anschließend mit NIK dfine Rauschen entfernt;
Struktur- und Tonwertänderungen mit NIK Viveza

Viel Spass beim Betrachten !
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 10 Oct 16, 23:32
Hallo Klaus,

also mir gefallen Deine Bilder! Schön, dass auch mal jemand anderes hier seine Ergebnisse vorstellt...


Ich habe auch wieder zwei Bilder im Gepäck.

Scheelit X aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476134556.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476134556.jpg)


Connellit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476134770.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476134770.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Uwe Kolitsch am 11 Oct 16, 19:35
"Die Sklodowskite die ich fotografiert habe waren analysiert, keine Ahnung wann und wo das publiziert werden soll. Ich hoffe, ich hab jetzt nicht unerlaubterweise was vorweggenommen;), wusste auch auf die Schnelle jetzt nicht, dass selbiger noch nicht von der Clara bekannt war."

Da jetzt die Katze aus dem Sack ist (Harry: macht nix): ja, ich habe den Sklodowskit von der Gr. Clara analysiert und eine Publikation ist in Arbeit (über den Sklodowskit sowie diverse andere Neufunde) - aus Zeitmangel kann ich das alles aber nur in meiner Freizeit schreiben, weswegen es nicht von heute auf morgen geht.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 11 Oct 16, 22:36
Hallo Uwe,

ich hatte schon vermutet, dass Du das in Auftrag gegeben hast ;)

Ist auf jeden Fall interessant! Ich bin mal gespannt, was bei der Analyse von meinem Fund herauskommt...

Hier noch einen Pyrolusit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Auch wenn es so aussieht, es ist kein SW-Foto ;). Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476217908.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476217908.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 14 Oct 16, 20:23
Hallo zusammen,

heute habe ich eine interessante Ausbildung von Bariopharmakosiderit xx dabei.

Gelber Bariopharmakosiderit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476469135.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476469135.jpg)


Die Stufe entstammt auch der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: palpatine am 16 Oct 16, 20:07
@etalon

Hallo Markus,

ich finde, du machst Bilder auf einem sehr hohen Niveau. Mich würde dein aktuelles Equipment ab der Kamera in chronoliger Reihenfolge interessieren. Eventuell hast du ein Bild von deinem Aufbau? Welche Beleuchtung verwendest du?

Gruß Marcel
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 16 Oct 16, 20:17
Hallo Marcel,

besten Dank!

Bilder von meinem Equipment findest Du auf Seite 14 in diesem Thread im Anhang an einen von meinen Posts. In chronologischer Reihenfolge:

- Bajonett-Adapter
- Abstandshülsen
- Tubuslinse (DCR150 reversed)
- Abstandshülse
- Mikroskopobjektiv

Als Beleuchtung verwende ich wie auf den Bildern zu sehen zwei LED-Kaltlichtleuchten (regelbar).

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 16 Oct 16, 20:21
Hallo zusammen,

als ich das Foto von dem Scheelit X gemacht habe, sind mir auf der Stufe so Ausblühungen aufgefallen. Das müsste von der Paragenese her Melanterit oder ein anderes Eisensulfat sein. Was meint ihr dazu? Ich fand die Formen sehr interessant und eines Fotos wert... ;)

Melanterit xx ?? aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476641409.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476641409.jpg)


Die Stufe stammt aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: palpatine am 16 Oct 16, 20:34
Hallo Markus,

danke für die Antwort. Bin auf deine kommenden Bilder sehr gespannt.

Gruß Marcel
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 18 Oct 16, 22:04
Hallo zusammen,

Krokoit xx aus Dundas/Tasmanien. Die Bildbreite beträgt ca. 3mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1476820907.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1476820907.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 21 Oct 16, 23:03
Guten Abend!

heute gibt´s mal wieder etwas aus der Clara...  ;)

Scheelit xx mit Fluorit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1477083001.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1477083001.jpg)


Cuprit xx durchdrungen von Kupfer ged. aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1477083194.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1477083194.jpg)


Beide Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Oct 16, 21:09
Hallo zusammen,

Langit xx mit Connellit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildhöhe beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1477595203.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1477595203.jpg)


Die Stufe ist aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Emil Box am 28 Oct 16, 00:42
Zitat
danke für Eure Antwort. Die Braunfärbung beim Bariopharmakosiderit ist mir auch bekannt, habe sie ja in Aktion erlebt. Interessant wäre die Info, warum das so ist. Aber Frank, wenn Du schreibst:
Behandlung mit Natriumdithionit macht brauner Bapharmakosiderit grün-gelb.
Höchstwahrscheinlich Fe3+ Reduzierung.
Gruß.
Milo
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 31 Oct 16, 16:27
Hallo Milo,

danke für Deinen Nachtrag. Das mag wohl eine Erklärung sein. Habe ich das richtig verstanden, dass die Reaktion mit dem Luftsauerstoff einsetzt und nicht des Lichtes wegen? Wie kommt es dann, dass manche Bariopharmakosiderite quasi über Nacht braun werden, andere über Jahre nicht? Hat das etwas mit dem Eisengehalt zu tun?

Ich habe auch noch ein kleines Mitbringsel aus München...

Silber ged. aus dem Schacht 250 Oberschlema/Sachsen. Interessanterweise sind die Silberlocken gar nicht angelaufen. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1477926753.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1477926753.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: steinfried am 04 Nov 16, 18:33
Hallo, da werden ein paar Fremdmetalle mit drin sein wie Nickel zum Beispiel.

grüße
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Nov 16, 19:46
Hallo Torsten,

das wäre möglich...


Wasserklarer Barit xx mit eingeschlossenem Goethit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478457246.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478457246.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: ankerit am 06 Nov 16, 20:28
Hallo Markus,
der Baryt kommt mir irgendwie bekannt vor. Sehr schönes Foto.
Gruß
Günther
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Nov 16, 18:30
Hallo Günther,

na das hoffe ich doch - Du hast ih ja auch gefunden...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 08 Nov 16, 18:03
Hallo zusammen,

hier mal wieder drei Bildchen aus dem Schwarzwald...

Kobaltkortinigit xx aus der Grube Neuglück/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478623883.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478623883.jpg)


Stolzit X (?) aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478624119.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478624119.jpg)


Pyrit xx aus der Grube Neuglück/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478624293.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478624293.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Nov 16, 18:29
Hallo zusammen,

...und wieder zwei Bilder aus der "to do Kiste"...


Ramsbeckit xx aus Ramsbeck/Sauerland. Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478711967.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478711967.jpg)


Kinoit xx auf Apophyllit xx aus der Christmas mine/Arizona/USA. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1478712181.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1478712181.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: ankerit am 10 Nov 16, 07:40
Hallo Markus,
wie immer: tolle Fotos.
Gruß
Günther
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 12 Nov 16, 09:48
Hallo Markus wie immer tolle Bilder.

Beim Bild des Stolzit bitte die Bezeichnung in Wulfenit/Stolzit ändern, da es sich wahrscheinlich um einen Mischkristall handelt.

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 01 Dec 16, 17:43
Hallo zusammen,

besten Dank für die Antworten. Heißt das, man kommt um die Anschaffung eines Mikroskops nicht herum? Was benutzt ihr für Mikroskope? Ich habe schon einige Aufbauten gesehen, wo zwar mit Mikroskopobjektiven aber ohne Mikroskop fotografiert wurde. Solch ein Setup (mit Mitutoyo Plan Apos) schwebt mir auch vor. Suche ich dann geeignete Ziele und Bildausschnitte durch die Kamera, oder muss ich mir noch ein Stemi anschaffen (hatte ich eigentlich nicht vor)? Danke.

Gruß Markus
-----------------
Hallo Markus,
ohne Bino verpasst Du aber echt einiges. Schon einmal Deine Stufen unter einem Bino betrachtet? Ich meine ein echtes Stereomikroskop wo der 3D Effekt so richtig zum tragen kommt, das ist einfach nur Geil. Fotos erstellen ist eh eine ganz andere Liga für sich, geht aber auch durch's Bino, meine Bilder sind fast alle so entstanden.
Ich hab mein erstes Bino noch übrig, da erst vor kurzem eine Neuanschaffung kam. Es ist ein Novex P20 noch gut erhalten, wenn Du interresse hast kannst Du dich ja melden.
Bis dann
Mark
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 01 Dec 16, 18:27
Moin Marc,
Auf den folgenden 22 Seiten beschreibt Markus  ziemlich eindrucksvoll wie er schnell zu ziemlich perfekten Bildern kommt. Sein Aufbau etc. Mit Bino zeigt er auch.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 01 Dec 16, 18:45
Zitat
ohne Bino verpasst Du aber echt einiges

ganz meine Meinung. Ich hab zwar privat leider immer noch keines, aber zumindest beruflich eines zur Verfügung, mit dem ich mir manchmal auch meine eigenen Steine anschauen kann. Ist oft einfach unumgänglich !
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 01 Dec 16, 19:05
Moin Marc,
Auf den folgenden 22 Seiten beschreibt Markus  ziemlich eindrucksvoll wie er schnell zu ziemlich perfekten Bildern kommt. Sein Aufbau etc. Mit Bino zeigt er auch.
Gruß Sebastian
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Moin Sebastian,
immer wieder eigenartig wenn ich Dich anschreibe fühle ich mich irgendwie auch angesprochen ;D,
Aber egal irgendwann gewöhne ich mich daran, soll auch nur Spass sein :)
Sorry ich hab garnicht gesehen das da noch 22 Seiten kommen. Man sollte doch vorher einmal richtig hinsehen, Asche auf mein Haupt.
Danke für die Info.
Bis dann
Mark
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 01 Dec 16, 20:57
Hallo zusammen,

aus gegebenem Anlass möchte ich hier auch noch eine Korrektur anbringen:

Wie sich im Threadverlauf herausgestellt hat, ist wohl nicht alles, was aus der Grube Clara kommt und gelbe Nadeln hat, Uranophan. Daraufhin habe ich meinen Fund vom September diesen Jahres mal analysieren lassen. Laut EDX ist es tatsächlich der bisher von der Grube Clara nicht beschriebene Sklodowskit:

Sklodowskit xx auf Stinkspat aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1475180907.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1475180907.jpg)


Soweit ich weiß, soll Anfang nächsten Jahres eine Veröffentlichung durch Uwe Kolitsch erfolgen. Bis dahin muss mein Bildchen genügen...  ;) ;D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 01 Dec 16, 21:47
Zitat
Laut EDX ist es tatsächlich der bisher von der Grube Clara nicht beschriebene Sklodowskit:

na dann gratuliere ich ganz herzlich zum Erstfund !
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 02 Dec 16, 07:05
Hallo Oliver,

besten Dank! Aber ich glaube, ein Erstfund ist es wohl nur für mich. Uwe Kolitsch hat schon vorher Sklodowskite von der Clara analysiert. Und ich möchte nicht wissen, wie viele als Uranophan ettiketierte Sklodowskitstufen in den Sammlungen schlummern. Für mich ist er jedenfalls etwas besonderes, da er auch von der Ausbildung her recht nett ist und ich ihn selbst gefunden habe...  ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 02 Dec 16, 17:37
und ein super Bild ist es obendrein! ;D

Gruß Mark
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Dec 16, 11:01
Hallo Mark,

freut mich, dass es Dir gefällt...  :)


Da ich immer wieder Zuschriften erhalte, welche den Aufbau meines Equipments zum Inhalt haben, will ich im Anhang für Interessierte ein paar Bilder posten. Fragen dazu beantworte ich gerne. Nach einem kleinen Systemumbau habe ich nebenher auch eine Vorrichtung zur Epiillumination (Beleuchtung durch das Objektiv) gebaut. Diese funktioniert auch einwandfrei mit allen meinen Mikroskopobjektiven - nur nicht mit dem, für das ich sie eigentlich primär gebaut habe: das 1x Mitutoyo. Dessen Linsenradien der letzten Linsen sind so bescheuert, dass es genau in der Bildebene einen punktförmigen Reflex gibt.  :P :-[
Naja, egal. Mit den anderen funktioniert es, und damit lassen sich jetzt auch kleinste Hohlräume vernünftig ausleuchten. Natürlich musste ich das Ding gleich mal Testen, und habe einen Scheelit xx Eigenfund von diesem Jahr aus der Grube Clara zum Testobjekt erkoren. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Scheelit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu. Die Beleuchtung erfolgte ausschließlich durch das Objektiv:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1480845006.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1480845006.jpg)

Normalerweise besteht bei der Epiillumination die Gefahr, dass ein sehr flacher Bildeindruck entsteht, da das Licht ja aus Richtung der Kamera kommt. Daher verwende ich in der Regel selbige nur als Zusatzbeleuchtung...

Soweit erst mal.

Grüße Markus

P.S.: Die Qualität der angehängten Bilder bitte ich zu entschuldigen - IPad macht´s möglich...
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Dec 16, 11:02
...und noch eins, hat beim anderen Post nicht mehr hingepasst...

Gruß Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: palpatine am 04 Dec 16, 15:02
Hallo Markus,

sehr schöne Bilder. Sieht das immer so aufgeräumt bei dir aus? Wie hast du die Beleuchtung durch das Objektiv technisch realisiert?(Evtl. mal dafür einen extra Threat aufmachen)

Gruß Marcel
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: ankerit am 04 Dec 16, 16:40
Hallo Markus,

sehr schönes Foto vom Scheelit. Klasse, daß die Beleuchtung durch das Objekiv funktioniert. Gratulation !!!!!

Gruß
Günther
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 04 Dec 16, 22:07
Hallo Marcel und Günther,

besten Dank!

Die Epi-Einheit ist als abgewandelte Epiillumination nach Köhler aufgebaut. Das heißt, der Lichtleiterausgang wird über eine Kollimatoroptik und einen 50/50 Strahlteiler in die Ausgangspupille des Objektivs abgebildet. Die Helligkeit wird in diesem Fall nicht über eine Aperturblende geregelt, sondern an der Kaltlichtquelle selbst. Dies gewährleistet eine homogene Ausleuchtung des FOV. Um interne Reflexe und Aufhellungen zu verhindern, wird das Licht vor Eintritt in den Strahlteiler linear polarisiert. Zwischen Strahlteiler und Tubuslinse befindet sich dann ein Analysator, welcher das polarisierte Streulicht blockt. War alles ein bisschen fummelig, das in dem beschränkten Raum justierbar hin zu bekommen, aber funktioniert jetzt einwandfrei (bis auf das 1x Mitu)...


Hier noch ein Bild aus der Grube Clara (mit normaler Beleuchtung ;)):

Rhabdophan xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1480884741.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1480884741.jpg)

Die Stufe stammt aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus

P.S.: Marcel, seit ich mein Arbeitszimmer umgebaut habe, ist es da immer so aufgeräumt...  ;) ;)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Geomaxx am 05 Dec 16, 08:58
Hi Markus,
seid Ihr Euch da sicher, dass das Rhabdophan ist? Sieht meiner Meinung nach eher nach Baryt-xx mit weissen Faser-Kristallenden aus. Besonders im Bereich von großen x sieht man den Übergang vom wasserklaren Zentralkristall rechts zu den faserigen Kristallenden links ganz gut. Muss aber nicht so sein ;)
Grüßle und Glück Auf!
GEOMAXX
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: palpatine am 05 Dec 16, 18:07
Hallo Markus,

danke für den interessanten Beitrag über die Epiillumination. Ich habe leider nichts davon verstanden ??? Ich dachte eher, du würdest schreiben: "Ich habe Teil A bei Händler B gekauft und dann mittels Schnüffelstück zwischen Teil C und Teil D angeflanscht"  ;D . Hört sich ziemlich kompliziert an. Habe mir auch schon Gedanken darüber gemacht, wie man z. B. winzige Kristalle in dunklen Hohlräumen ausleuchten kann. Meine Gedanken gingen in Richtung Ankleben von einzelnen Lichtleitern runterrum seitlich an des Objektiv. Keine Ahnung ob sowas funktionieren würde.

Gruß Marcel

P.S. Könntest du meinen Arbeitsplatz bitte auch so aufräumen? >:D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 05 Dec 16, 20:30
Hallo Markus,

da ist mir wahrscheinlich ein Fehler beim Beschriften passiert oder ich hab den Deckel vertauscht, Das Stück stammt vom Schmiedestollen / Wittichen und zeigt wie schon angemerkt keinen Rhabdophan sondern Faserbaryt. Sorry aber ändere bitte die Zuordnung des Bildes.

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 05 Dec 16, 21:14
Hallo zusammen,

da lag dann wohl eine Verwechslung vor...

Danke für den Hinweis, Maximilian.

Reinhard, ich hab´s in der Bildzuordnung geändert...

@Marcel: Google einfach mal "Epiillumination nach Köhler" dann kannst Du Dir ansehen, wie das aufgebaut ist. Teile davon habe ich auf dem Gebrauchtmarkt erworben. Die Optiken habe ich nach meinen Bedürfnissen umgebaut und erweitert (Polarisationsfilter). Da ist nix von der Stange. Eine gute, feinmechanische Werkstatt kann da helfen ;)...
Man kann sowas auch fertig kaufen. Dann ist das aber auf bestimmte Mikroskopsysteme abgestimmt und nicht universell verwendbar. Außerdem bewegen wir uns dann preislich weit im vierstelligen Bereich. Daher habe ich mir das selbst gebaut...

Zitat
P.S. Könntest du meinen Arbeitsplatz bitte auch so aufräumen? >:D

Sicher! Wenn Du einen großen Eimer daneben stellst...  >:D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 29 Jan 17, 19:30
Hallo zusammen,

nach längerer Zeit mal wieder ein paar Bilder aus der Grube Clara/Schwarzwald:


Arsenkies xx wächst aus Quarz. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1485713661.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1485713661.jpg)


Azurit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1485713739.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1485713739.jpg)


Gorceixit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1485713824.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1485713824.jpg)


Olivenit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1485713895.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1485713895.jpg)


Parasymplesit xx. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1485713964.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1485713964.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Wittichen am 03 Feb 17, 10:22
Hallo Markus,
wie immer sehr schöne Bilder. Aber der Parasymplesit stammt nicht aus der Clara der ist von der Grube Neuglück in Wittichen, bitte ändere dies.
Ein Hinweis noch zu dem Zeunerit/Torbernit in der Clara ist Arsen dominant, so dass der Verdacht auf Zeunerit überwiegt, ein Stück aus dem Fund wird bei Gelegenheit noch untersucht.

Am Sonntag kommt neues Material für Dich dass Du auch wieder nicht nur gelbe rote und grüne Uranmineralien zum Abbilden hast  :D

Gruß
Reinhard
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 03 Feb 17, 14:48
Hallo Reinhard,

ja, wer lesen kann ist klar im Vorteil...  8)

Hab´s geändert...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 Feb 17, 19:10
Hallo zusammen,

heute habe ich ein Bild von einem klasse Kupferkristall verwachsen mit Delafossit aus der Grube Clara.

Kupfer, ged. mit Delafossit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486404448.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486404448.jpg)

Die Stufe stammt aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 11 Feb 17, 13:08
Hallo zusammen,

heute wieder etwas Clara...

Cuprit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486814432.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486814432.jpg)


Olivenit xx mit Malachit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486814512.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486814512.jpg)


Skorodit xx mit Bariopharmakosiderit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486814575.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486814575.jpg)


Alle Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 12 Feb 17, 19:33
Hallo zusammen,

...und noch ein bisschen Clara...

Mimetesit xx mit Duftit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486924074.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486924074.jpg)


Langit xx mit Connellit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1486924143.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1486924143.jpg)


Beide Stufen aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 08 Apr 17, 19:59
Hallo zusammen,

am 01.04.2017 war das Haldenopening in der Grube Clara. Die Fundsituation war für mich jetzt nicht so toll. Es lag zwar einiges an Stinkspatmaterial, aber selbiges war nicht sehr ergiebig. Ein paar kleine Uranophane/Sklodowskite(?) kamen zu Tage. Dann habe ich einen großen Fluoritbrocken aufgeschlagen, welcher komplett mit ged. Kupfer durchsetzt war. Selbiges ist hauptsächlich blechartig ausgebildet und reichlich vorhanden. In kleinen Hohlräumen haben sich aber auch einige schöne Kupferkristalle gebildet, von denen ich ein paar hier zeigen möchte. Zu Hause nach dem Kleinmachen unter dem Mikroskop habe ich auf diesen Stufen noch ein paar ged. Silberbleche entdeckt...

Ged. Kupfer xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491673272.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491673272.jpg)


Ged. Kupfer xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildhöhe beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491673376.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491673376.jpg)


Ged. Kupfer xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildhöhe beträgt ca. 1,2mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491673506.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491673506.jpg)


Ged. Silberblech aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491673644.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491673644.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 09 Apr 17, 21:40
Hallo zusammen,

so, zwei habe ich noch vom 01.04.2017 aus der Grube Clara:

Uranophan xx/Sklodowskit xx(?) aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491766534.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491766534.jpg)


Radiobaryt x aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1491766598.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1491766598.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 05 May 17, 19:12
Hallo zusammen,

nachdem ich nun das Material von der Großen Halde (Grube Clara) aufgearbeitet habe, hat sich zu meinem Zeuneritfund nun auch noch ein schöner Erythrin xx gesellt (gefunden im Stinkspat). Dieser ist anscheinend für die Grube Clara nicht ganz so häufig.

Erythrin xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Bildhöhe ca. 3mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1494004003.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1494004003.jpg)


Die Kristalle hätten noch etwas sauberer sein können... ;)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: guefz am 05 May 17, 19:37
Die Kristalle hätten noch etwas sauberer sein können... ;)

Der Staub stört aber nicht , gibt den Flächen noch etwas Struktur.

Günter
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 06 May 17, 23:52
Hallo zusammen,

ein Bildchen von der Clara habe ich noch. Eigentlich mit Fluorit xx nichts besonderes, aber mir haben die weiß eingerahmten Fluoritwürfel gefallen...

Fluorit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1494107317.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1494107317.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 28 May 17, 14:57
Hallo zusammen,

habe heute mal wieder ein paar Mitbringsel aus der Grube Clara (dem größten Sandkasten im Schwarzwald) vom letzten Donnerstag...


Bariopharmakosiderit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1495975898.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1495975898.jpg)


Magnesit xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 1,6mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1495975830.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1495975830.jpg)


Uranophan xx aus der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1495975737.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1495975737.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 07 Jun 17, 16:44
Hallo zusammen,

anbei eine interessante Ausbildung von Olivenit:

Olivenit xx von der Grube Clara/Schwarzwald. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1496846110.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1496846110.jpg)

Aus der Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: IntronX am 09 Jun 17, 12:00
Hallo,

schöne Bilder - besonders der weiß eingerahmte Fluorit sieht super aus!


Gruß
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Jun 17, 21:05
Hallo Lars,

danke.

Heute habe ich etwas von der Schmiedestollenhalde dabei...

Parasymplesit-Erythrin xx (Mischkristalle) von der Schmiedestollenhalde/Wittichen. Die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1498416970.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1498416970.jpg)

Aus der Sammlung von Reinhard.


Quecksilber, ged. aus Rudnany/Slowakei. Die Bildbreite beträgt ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1498417211.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1498417211.jpg)


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 31 Aug 17, 21:57
Hallo zusammen,

heute mal wieder zwei Bildchen von der Grube Clara:

Rhabdophan-Nd xx mit etwas Sm Beimengung, EDX analysiert, die Bildbreite beträgt ca. 1,5mm mit dem 10er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1504208706.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1504208706.jpg)


Billietit xx, EDX analysiert, die Bildbreite beträgt ca. 3,2mm mit dem 5er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1504208798.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1504208798.jpg)


Von beiden Mineralien gab es von der Grube Clara hier noch keine Bilder. Das wäre damit dann auch erledigt ;).

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Oct 17, 21:54
Hallo zusammen,

heute einen wunderschönen Smaragdkristall auf Calcit aus der La Pita Mine in Kolumbien. Der Kristall ist freistehend in einer kleinen Spalte gewachsen und unbeschädigt. Daher ist auf dem Bild nur ungefähr die Hälfte des ca. 1cm großen Kristalls von außergewöhnlicher Klarheit und Farbe (für einen Smaragd) zu sehen.

Smaragd X auf Calcit xx aus der La Pita Mine/Kolumbien. Bildhöhe ca. 8mm mit dem 2er Mitu:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1508442598.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1508442598.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Alcest am 19 Oct 17, 22:15
Welcher *Sternchen* hat für den Smaragd 2 Punkte gegeben?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Harzsammler am 19 Oct 17, 22:26
Welcher *Sternchen* hat für den Smaragd 2 Punkte gegeben?
... ein Neider vielleicht  ???
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Schluchti am 19 Oct 17, 22:28
Tolles Foto! Wer so ein Foto mit 2 von 10 bewertet hat entweder das Bewertungssystem nicht verstanden (2 ist die zweitschlechteste Bewertung!) oder hat in der Tat unsachliche Beweggründe.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 20 Oct 17, 17:39
Hallo Markus,

ist eindeutig eine 10,0 wert! Absolut erstklassiges Foto, ich könnt direkt neidisch werden ;D!

bis dann

Roadrunner
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 20 Oct 17, 17:42
Mir passt der Weißabgleich irgendwie nicht. Die Calcite haben einen lilastich bei mir auf dem Monitor.
Deshalb eine 9 :D
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: ankerit am 20 Oct 17, 20:12
Hallo,

ist der Lilastich so entfernt (Rot- und Orangetöne reduziert)?

Gruß
ankerit

Markus, dein Bild ist Klasse!!! So ein Superstück würde ich auch eindosen. Ist 10 Punkte wert.
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 22 Oct 17, 15:31
Hallo Leute,

besten Dank für das nette Feedback! Sebastian hat schon recht, der Calcit hat einen leichten Rotstich. Das hätte ich noch korrigieren sollen. Da ihr aber netterweise so viele Bewertungen vergeben habt, lasse ich das Bild so. Günter hat ja gezeigt, dass es auch anders aussehen kann... ;)

Dass jemand nicht nachvollziehbare Bewertungen vergibt, habe ich bei mir schon öfters beobachten können. Wahrscheinlich bin ich mal wieder einem auf die Füße getreten ohne es zu merken. Einfach ignorieren - bei mir hilfts...  ;D

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 23 Jun 19, 17:59
Hallo zusammen,

ich habe auch mal wieder ein paar Mineralien ohne Uran fotografiert...  ;)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1545766644.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1545766644.jpg)

Silber ged., Schacht 250/Alberoda/Sachsen, BB ca. 13mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1546729839.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1546729839.jpg)

Quecksilber ged., Almaden/Spanien, BB ca. 13mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1548275314.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1548275314.jpg)

Rutil xx auf Quarz xx, Habachtal/Österreich, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1548451942.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1548451942.jpg)

Cavansit xx, Poona/Indien, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1548452055.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1548452055.jpg)

Erythrin xx auf Quarz xx, Bou Azzer/Marokko, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1550427717.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1550427717.jpg)

Gold ged., Balqash/Kasachstan, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1551901793.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1551901793.jpg)

Edelopal facettiert, Welo/Äthiopien, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1551901849.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1551901849.jpg)

Edelopal facettiert, Welo/Äthiopien, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1551901914.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1551901914.jpg)

Edelopal facettiert, Welo/Äthiopien, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1551901963.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1551901963.jpg)

Edelopal facettiert, Welo/Äthiopien, BB ca. 18,5mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1553460839.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1553460839.jpg)

Smaragd xx, Habachtal/Österreich, Eigenfund 2018, BB ca. 18mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1553460917.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1553460917.jpg)

Smaragd X, Habachtal/Österreich, Eigenfund 2018, BB ca. 18mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1553460988.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1553460988.jpg)

Smaragd xx, Habachtal/Österreich, Eigenfund 2018, BB ca. 18mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1557084567.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1557084567.jpg)

Titanit (Sphen) X, Felbertal/Österreich, BB ca. 18mm


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1557084671.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1557084671.jpg)

Pyromorphit xx, Gongcheng/China, BB ca. 18mm


Soweit erst mal,

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Fabian99 am 23 Jun 19, 18:13
ich finde die Bilder gelungen!

LG
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 23 Jun 19, 19:29
ich auch, super Bilder! ;D ;D

Bis dann

Roadrunner
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Klaus Schäfer am 23 Jun 19, 20:37
Hallo Markus,
Tolle Arbeit - Mir gefallen die Fotos des facettierten Opales besonders gut !
Gruß von Klaus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: ankerit am 23 Jun 19, 23:17
Hallo Markus,
hoppla, dich gibt's ja noch. Ich dachte, du fotografierst nicht mehr weil du deine Einrichtung an RM verkauft hast. Und jetzt "lieferst"du diese Bilder!!! Wahnsinnig super schön. Einfach Klasse.
Grüssle aus RT
Günther
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jun 19, 09:00
Hallo zusammen,

vielen Dank euch für die netten Worte. Freut mich, dass die Bilder gefallen.

Günther, ja, mich gibts noch. Aber du hast schon recht, leider komme ich zeitlich zu fast nichts mehr, daher hat auch RM jetzt die Maschine. Die gezeigten Bilder sind die Ausbeute von ca. einem Jahr. Da geht also wirklich nicht mehr viel. So ganz kann ich aber die Finger nicht von lassen  ;)
Du würdest dich wundern, unter welchen Umständen und mit einfachsten Mitteln die Bilder entstanden sind. Das ist technisch weit weg von früheren Zeiten...

Viele Grüße,
Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 24 Jun 19, 10:07
Hallo @Markus,

Das Zeitproblem ist mir derzeit leider auch zu bekannt...  :-\
Die Bilder sind wirklich wunderbar!
Zitat
Du würdest dich wundern, unter welchen Umständen und mit einfachsten Mitteln die Bilder entstanden sind. Das ist technisch weit weg von früheren Zeiten...

Das macht mich ja nun doch neugierig.
Bitte ein paar Details dazu.  :)

Gruß
Norbert
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 24 Jun 19, 12:12
Mich auch ;D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jun 19, 21:10
Hallo Norbert,

es freut mich, dass dir die Bilder gefallen. Allerdings habe ich mir vorgenommen, mich hier im Forum an keiner technischen Diskussion mehr zu beteiligen. Da wird das schon wieder grenzwertig. Was möchtet ihr denn genau wissen?

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Embarak am 24 Jun 19, 21:21
Hi Markus,
Bezieht sich die Aussage über "einfachste Mittel" auf Beleuchtung und/oder Kamera und Objektiv?
Letzteres würde mich besonders interessieren.

Viele Grüße
Norbert
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Jun 19, 22:03
Hallo Norbert,

sowohl als auch. Die Beleuchtung erfolgte völlig statisch mit meinem Ringlicht am Mikroskop, als Diffusor nur ein stück Papier dazwischengeklemmt. Als Kamera nutze ich die alt bewährte Olympus OMD EM5 mk2 im high res mode. Das Objektiv ist ein etwas unkonventionelles, hochkorrigiertes Makroobjektiv mit 0,93 facher Vergrößerung. Das ganze auf einem kleinen Linearstage mit Mikrometerverstellung. Alles nur auf den Schreibtisch gestellt und Stacks in 100my Schritten von Hand gekurbelt. Also völlig oldschool... ;D ;D

Eigentlich wollte ich dir zwei Bilder anhängen, sind aber zu groß (da wären wir wieder bei automatischer Bildverkleinerung, eine echte Hilfe für Tabletnutzer ;)). Da ich den Rechner schon ausgeschaltet habe, lade ich selbige morgen hoch...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 25 Jun 19, 09:57
Hallo Norbert,

hier nun die versprochenen Fotos. Man sieht auch gut den sehr angenehmen Arbeitsabstand von ca. 120mm... Mit diesem Setup habe ich eine Bildbreite von ca. 18,5mm, was auch das Fotografieren etwas größerer Stücke zulässt.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 25 Jun 19, 16:53
Ist ja fast wie mein Setup.
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1523545131.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1523545131.jpg)

Die Ringbeleuchtung des Bino zu nehmen ist auch eine coole Idee. ;D ;D ;D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 31 Aug 19, 20:00
Hallo zusammen,

ich habe heute eine kleine Anekdote zu erzählen, die einem eigentlich keiner glaubt:

Mein Freund Reinhard, seines Zeichens Hardcoreclarasammler, hat aufgrund eines PC-Crashes das Problem, seine gesamte Sammlung neu katalogisieren zu müssen. Das nahm er zur Gelegenheit, auch die eine oder andere Stufe nochmal unter dem Mikroskop zu begutachten. Unter Anderem kam auch eine ausgewiesene Silberstufe aus der Sammlung unter das (mittlerweile deutlich bessere) Mikroskop. Funddatum war irgend wann Anfang der 1980er Jahre. Was er dann durch das Mikroskop sah, zeigen folgende Bilder:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1567273003.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1567273003.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1567273078.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1567273078.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1567273143.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1567273143.jpg)

Bildbreite jeweils ca. 18mm (!)

Völlig ungläubig ob des Gesehenen kam er bei mir vorbei und sagte ohne weiteren Kommentar, ich solle mir die Stufe mal ansehen. Also fix durchs Mikroskop geschaut und fast vom Stuhl gefallen. Die Frage meinerseits, ob er mich veräppeln möchte, war wohl zu erwarten. Auch die kritische Nachfrage, ob das Material tatsächlich aus der Clara stamme, konnte er mir positiv als Eigenfund bestätigen. Durch das alte Mikroskop damals und gelbstichiger Beleuchtung erschienen alle Silberstufen "goldfarben", so dass dieser Ausnahmefund dann einfach nicht erkannt und als Silberstufe eingedost wurde. Für mich absolut plausibel und glaubhaft, zumal durch den hohen Silberanteil die Farbe eher hellgolden erscheint.

Bei dieser für die Grube Clara doch außergewöhnlichen Dimension eines dort extrem selten vorkommenden Minerals schien es angebracht, die Stufe mittels EDX-Analyse abzusichern. Diese Bestätigte dann das eigentlich Offensichtliche, und lässt eine Zuordnung zur Goldvariation Elektrum zu, mit einem Au/Ag-Verhältnis von 70/30.

Es lohnt sich also doch, auch mal die alten Funde mit neuer Technik nochmal durchzusehen. Wer weiß, was noch für Schätze unerkannt in den Sammlungen schlummern.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 31 Aug 19, 21:44
Hallo Markus,
da geb ich Dir völlig Recht. Auch Sekundärbildungen finden sich manchmal erst später in der Sammlung. Wer kennt nicht diese kleinen spießigen Akantitkriställchen. Bei einigen meiner MM konnte ich so einen Silberanteil direkt nachweisen bei andonsten auf den ersten Blick schwer zu erkennbaren Mineralgemengen.
Bis dann
LG Roadrunner
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Lynx am 31 Aug 19, 21:51
Bei mir ist oft andersherum: erst die Begeisterung und dann - bei genauer Inspektion dann die Enttäuschung....
zum Teil auch, weil die interessanten Kristalle nach dem Reinigen/Formatieren verschwunden sind.
Gruß, Martin
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 01 Sep 19, 10:38
Hallo Martin,
ja das kenn ich auch. So manche gute Stufe hat sich selbst zerstört bei der Formatierung. Das ist dann immer ein mittlerer Weltuntergang, aber gehört irgendwie dazu.
Bis dann LG Mark
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 15 Nov 20, 21:14
Hallo zusammen,

so, für hier habe ich auch mal wieder was:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1571558725.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1571558725.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1570878254.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1570878254.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1570878173.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1570878173.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1576535052.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1576535052.jpg)

Grüße Markus


Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Roadrunner am 15 Nov 20, 22:22
Absolut geile Fotos ;D ;D ;D ;D
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 24 Dec 20, 16:08
Hallo zusammen,

mit diesen Bildern wünsche ich euch ein paar erholsame Feiertage und einen guten Rutsch nach 2021!

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1608821434.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1608821434.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1608821684.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1608821684.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1608822253.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1608822253.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 19 Mar 21, 20:58
Hallo zusammen,

anbei noch ein paar Detailaufnahmen von einer Silberstufe, gefunden am 07.03.2021 auf der Halde der Grube Sophia/Wittichen. Vergesellschaftet sind die Silberlocken mit Akanthit xx und Uraninit.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616183546.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616183546.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616183503.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616183503.jpg)

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616183448.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616183448.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 21 Mar 21, 20:48
Servus
Aus der Oberpfalz ein Flurlit von Hagendorf Süd.
Sammlung Andreas W. BB.ca  0,6mm.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616355909.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616355909.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 22 Mar 21, 15:17
Servus
wieder aus Hagendorf Süd.
Strengit Phosphosiderit Morinit.
BB.1,5mm und Sammlung Andreas W.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616422444.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616422444.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 28 Mar 21, 20:49
Servus
heute ein Scholzit aus Hagendorf Süd.
BB.1,5mm und von Andreas W.
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1616957165.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1616957165.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: vandendrieschen am 29 Mar 21, 11:17
Hallo,

wie berechnet ihr denn die Bildbreite?
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Sebastian am 29 Mar 21, 11:25
Hallo,
Ein Ansatz ist:
Bildbreite= Sensorbreite/Vergrößerung
Du musst wissen wie breit dein Sensor ist (Google) und die Vergrößerung (zB. 10x).
Ist das nicht zu ermitteln dann misst  man mit einem Lineal oder irgendwas anderem
Wie breit ein Abschnitt ist und kann entweder gleich ablesen wie breit das Bild ist, oder man rechnet über den Pixelpitch (Pixelbreite —> Google) aus wie die Bildbreite ist.
Gruß Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Josef 84,55 am 29 Mar 21, 12:37
Hallo,
ich fotografiere einen Objektmikrometer mit der aktuellen Zusammenstellung. Bei Ausschnitten rechne ich über die verbleibende Pixelbreite zurück.
Grüße Josef 
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 04 Apr 21, 16:51
Servus
Ein Bild von Hagendorf Süd in der Oberpfalz.
Kugeliger Connellit BB.1,5mm und von Andreas W.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1617547645.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1617547645.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 05 Apr 21, 17:38
Servus
Aus den Landkreis Tirschenreuth ein Magnetit aus den Steinbruch Dürrer Schlag.
BB.1mm
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1617636870.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1617636870.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 06 Apr 21, 19:29
Servus
heute ein Kingsmountit von Hagendorf Süd .
Stück ist aus Ex Sammlung Eigler G.
BB.1,5mm
Gruß Ferdl
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1617729921.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1617729921.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 16 May 21, 19:42
Servus
Wieder was aus Hagendorf Süd in der Oberpfalz.
Meurigit (gelb) Rockbridgeit (Stäbchen) Strengit Apatit.
BB.1,5mm und von Andreas W.
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1621186582.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1621186582.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 02 Jun 21, 00:24
Hallo zusammen,

am 31.05.2021 war ich seit über zwei Jahren mal wieder auf der Sammlerhalde der Grube Clara. Naja, ohne das weiter vertiefen zu wollen, war die Fundsituation extrem unbefriedigend. Daher bin ich mit meinem Sammlerfreund im Anschluss mal wieder nach Wittichen gefahren und habe ein wenig auf der Halde der Grube Sophia gegraben und im Anschluss auch noch etwas über die Schmiedestollenhalde geschlendert.
Nachdem ich auf der Clarahalde erfolglos geblieben bin, hat mich die Sophiahalde zum wiederholten mal nicht enttäuscht. Auch auf der Schmiedestollenhalde konnte ich das eine oder andere Stück mitnehmen. Diese stehen aber noch zur Reinigung und Begutachtung aus. Eines habe ich aber schon gereinigt, ein kleiner Brösel mit Mixit. Dabei kamen unter dem Dreck schöne Atelestite zum Vorschein:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1622585290.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1622585290.jpg)

Die Bildbreite beträgt ca. 13mm.

Mal sehen, was sonst noch so zum Vorschein kommt...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 11 Jul 21, 21:34
Servus.
ein Moraesit aus Mina Pirineus, Itinga. Brasilien.
BB.3mm Sammlung Fuchs R.
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1626031859.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1626031859.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 30 Aug 21, 01:29
Hallo zusammen,

letztens war ich mal wieder in Wittichen. Dabei konnte ich wieder einige nette Funde auf der Schmiedestollenhalde machen. Einer davon sind mehrere schöne Atelestite, wie zum Beispiel dieser:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1630279355.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1630279355.jpg)

Bildbreite ca. 1,6mm.

Dann hat es auch noch der eine oder andere Erythrin in meinen Eimer geschafft:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1628520085.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1628520085.jpg)

Bildbreite ca. 16mm

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1628519987.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1628519987.jpg)

Bildbreite ca. 18mm


Grüße Markus

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 12 Sep 21, 23:01
Hallo zusammen,

auch hier habe ich noch neue Bildchen von meiner Sammeltour im August 2021.

XX aus der Langitgruppe mit kugeligen Malachit Aggregaten, Haldenfund Schachthalde 235/Antonsthal/Sachsen:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1631469126.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1631469126.jpg)

Bildbreite ca. 18mm


Und noch eine Stufe, welche ich nicht selbst gefunden habe:

Pikropharmakolith xx, Pharmakolith xx und Erythrin xx aus dem Schacht Svornost/Jachymov/CZ, Bildausschnitt aus einer etwas größeren Stufe:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1631468930.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1631468930.jpg)

Bildbreite ca. 18mm


Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 01 Nov 21, 17:15
Hallo zusammen,

so, für hier habe ich auch mal wieder ein Bildchen:

Dioptas XX in einer kleinen Druse aus Tsumeb/Namibia. Die Stufe ist ca. 80mm hoch.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1635783124.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1635783124.jpg)

Dioptas ist für mich eines der am schwersten zu fotografierenden Minerale. Ich denke aber, dass das Bild der Stufe einigermaßen gerecht wird...

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 10 Nov 21, 19:17
Hallo
Ein Anatas aus Köditz bei Hof in Oberfranken.
BB.1,5mm. Und aus der Ex Sammlung G. Eigler.
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1636567877.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1636567877.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 14 Nov 21, 21:08
Servus
Ein Hemimorphit aus Hagendorf in der Oberpfalz von Andreas W.
BB.1,5mm
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1636920343.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1636920343.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: harzer am 17 Nov 21, 12:21
Hallo Markus,
Vielleicht kann ich Dir helfen.
Wenn Deine Kamera Bluetooth fähig ist, kannst Du das Lifebild über ein größeres Tablet anschauen und bedienen.
Die Suche nach einem interessanten Ausschnitt wird somit sehr vereinfacht.
Ich mache dies mit meiner FZ2000 von Panasonic mit integriertem Fokusstacking und und aufgesetzten Mikroskoplinsen.

siehe auch gerne meine Bilder
https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MediaDataShow?Nutzer=harzer&backlink=UserHomepage&memberid=94

beste Grüße
Kay

Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 15 Jan 22, 17:46
Servus ;)
Und noch ein Gips aus der Grube Bayerland bei Pfaffenreuth in der Oberpfalz.
BB.1,9mm
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1642264963.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1642264963.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 31 Jan 22, 21:36
Servus
aus Dechantsees ein Pyrit mit BB.3mm.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1643661248.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1643661248.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 06 Feb 22, 17:06
Servus ;)
ein Bild von Norbert(Rockhouder) seiner Heimat.
Skolezit von Steinberg Hohenberg.
BB.3mm
Gruß Ferdl
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1644163431.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1644163431.jpg)vv
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Bode am 11 Feb 22, 19:05
Hallo
hier mal was seltenes von der Leonie

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1644602389.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1644602389.jpg)

Viele Grüße
Georg Bode
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 13 Feb 22, 18:24
Servus  ;)
heute ein Kingsmountit von Hopfau aus dem Landkreis Tirschenreuth.
BB.1,9mm und Sammlung Andreas Wolf.
Kingsmountit ist von der Fundstelle noch nicht gelistet.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1644772701.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1644772701.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: oliverOliver am 13 Feb 22, 18:31
Zitat
Kingsmountit ist von der Fundstelle noch nicht gelistet.

Ist die Bestimmung eindeutig? (Evtl. sogar analysiert?)

Dann könnte man den Kingsmountit ja eintragen ....
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 14 Feb 22, 20:48
Servus ;)
noch was aus Hopfau aus dem Landkreis Tirschenreuth.
Eosphorit BB.2,5mm und von Andreas W.
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1644867758.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1644867758.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Travis Bickle am 21 Feb 22, 14:27
Zitat
Kingsmountit ist von der Fundstelle noch nicht gelistet.

Ist die Bestimmung eindeutig? (Evtl. sogar analysiert?)

Dann könnte man den Kingsmountit ja eintragen ....

Das Stück ist nicht analysiert, bis jetzt.
Ich habe das Stück anhand optischer Kriterien, wie Kristallform und mit auftretender Mineralien waren nur zwei (Eosphorit und Rockbridgeit) als Kingsmountit angesprochen.
In Hopfau gibt's auch Wavellit (ist ja analysiert) der kommt dort ganz typisch nadelig vor und auch der Glanz Farbe sind anders , falls jemand an den denken sollte.

Das Stück wurde in einem Block vor ca. 10 Jahren gefunden und ist seitdem ein Einzel Fund geblieben.
Übrigens werden da noch ein paar andere für Hopfau neue Sachen kommen falls die Größe und die Druse das fotografieren zulassen... was man unter dem Mikroskop (kippen) kann ist halt manchmal nicht fotogen abzubilden.
Mal schauen..
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 23 Feb 22, 07:47
Servus ;)
heute ein Phosphosiderit aus Hopfau bei Erbendorf in der Oberpfalz.
Stück ist von Andreas W. und BB. 1mm
Gruß Ferdl

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1645598561.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1645598561.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 24 Feb 22, 13:01
Servus  ;)
was Farbiges aus der Oberpfalz von Hopfau bei Erbendorf.
Paravauxit BB.1mm Sammlung Andreas W.
Gruß Ferdl
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1645703793.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1645703793.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: smoeller am 26 Feb 22, 07:56
Hallo,

Für mich ist das Kingsmountit. Wavellit sieht anders aus, vor allem die Endflächen sind typisch. Kingsmountit weist einen starken Perlmuttglanz uf, z.T. ähnlich wie etwa Muskovit. Das habe ich so noch nie bei Wavellit gesehen.

Glück Auf!
Sebastian
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 02 Mar 22, 19:14
Servus
wieder was aus Hopfau bei Erbendorf in Landkreis Tirschenreuth.
Apatit mit Rockbridgeit (grün) Childrenit/Eosphorit(braun).
BB.1,9mm. Stück ist von Andreas W.
Gruß Ferdl



(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1646244397.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1646244397.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 09 Mar 22, 16:59
Servus  ;)
wieder was aus Hopfau bei Erbendorf in der schönen Oberpfalz.
Kakoxen braune Kugeln und Eosphorit.
BB.1,9mm und Sammlung Andreas W.
Gruß Ferdl
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1646841270.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1646841270.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 11 Mar 22, 20:45
Servus ;)
heute Columbit aus Hopfau in Landkreis Tirschenreuth.
BB.0,7mm und Sammlung Andreas W.
Gruß Ferdl


(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1647027771.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1647027771.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Titanium am 12 Mar 22, 09:29
Morjen,

hier habe ich sehr schöne, rosafarbene "Erythrinbälle" von der Grübe Neuglück bei Wittichen
Bildhöhe ~ 3 mm

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1647073644.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1647073644.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Titanium am 16 Mar 22, 11:47
Vanadinit von der Pure Potential Mine
Bildhöhe ~ 2.5 mm

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1647427226.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1647427226.jpg)
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Josef 84,55 am 19 Mar 22, 15:06
Hallo,

ich hab auch mal wieder ein paar Fotos von Hagendorf-Stücken gemacht:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1643306944.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1643306944.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1647698037.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1647698037.jpg)
(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1647698229.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1647698229.jpg)

Nicht schön, aber für Hagendorf ungewöhnliche Stücke.

Glück Auf!
Josef
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 31 Jul 22, 22:38
Hallo zusammen,

ich habe auch mal wieder ein Bildchen gemacht:

Es handelt sich um einen ca. 17mm breiten Ausschnitt aus einer reich besetzten Handstufe mit Proustit xx und Calcit xx auf Arsen ged., gefunden 1978 in Bad Schlema/Erzgebirge/Sachsen.

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1659298113.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1659298113.jpg)

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: etalon am 27 Nov 22, 15:45
Hallo zusammen,

hier noch eine schöne Connellit-Stufe, welche Reinhard letztes Jahr in der Grube Clara/Schwarzwald gefunden hat:

(https://www.mineralienatlas.de/VIEWmax.php?param=1669559938.jpg) (https://www.mineralienatlas.de/VIEWFULL.php?param=1669559938.jpg)

Die Bildbreite beträgt ca. 3mm. Fund und Sammlung von Reinhard.

Grüße Markus
Titel: Re: Bildausschnitt bei Mikrofotos?
Beitrag von: Ferdl am 10 Sep 23, 15:48
Servus
mal wieder ein Bild von mir von der Grube Clara.
Karminit Quarz und Segnitit .
BB1,5mm.
Gruß Ferdl