Hallo Gerd
Sehr schönes Stück. Stücke mit Stelen und Petiolen geben zumindest eine kleine Vorstellung über das Wachstum dieser Kreidefarne. Die Herkunft innerhalb der Mulde-Schotter ist zum einen sehr interessant, wirft aber Fragen auf. Die Kreidefarne gelten zumindest für Ostdeutschland als "Leitfossil" und sind streng an Elbe-Sedimente bzw. noch östlichere Paläoflusssysteme gebunden, deren Abtragungsgebiet im Riesengebirgsvorland (Schlesien) und Böhmischen Raum liegt. Das Abtragungsgebiet der Mulde war aber meist das permo-karbonische Hinterland wie die etwas häufiger zu findenden Kieselhölzer (Psaronius, Calamiten, Agathoxylon) dieses Zeitalter ja beweisen. Weiter nördlich (Großraum Eilenburg) vermischen sich Mulde- und Elbe-Sedimente und hier gibt es auch Funde von Tempskya. Stellt sich mir die Frage: Gab es diese Vermischung der Sedimente schon südlicher als angenommen ( Hier muss ich einwerfen, das meine Kenntnisse über die neuere Forschung dieser Paläoflüsse sehr lückenhaft ist !!!) oder ist ein glazialer Rücktransport eher anzunehmen? Oder ist doch eine Herkunft aus dem Hinterland der Mulde möglich? Dann müssten sich (im Falle wie bei der Elbe) Funde im südlichen Bergland feststellen lassen! Ist mir aber in den 20 Jahren, die ich mich mit Baumfarnen beschäftige nicht zu Ohren gekommen. Auch bei den Hornsteintreffen in Chemnitz waren nur Funde bekannt, die an Elbe-Sedimente gebunden waren. Vielleicht hast du Kenntnisse über weitere Kreidefarnfunde. Dieses Thema ist für mich von großem Interesse. Werner aus der Lausitz