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Autor Thema: Marokko Mineralien in der Krise  (Gelesen 37758 mal)

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Offline joachimotto

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #15 am: 10 Jan 09, 16:29 »
Blei? Gediegen Blei oder wie? Könnte ich auch gebrauchen!

Offline Geomaxx

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #16 am: 10 Jan 09, 17:40 »
Hi
mir ist keine Fundstelle in Marokko bekannt, welche gediegen Blei geliefert hat oder liefert, oder irre ich mich da?
Glück Auf!
GEOMAXX

Offline Collector

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #17 am: 10 Jan 09, 18:10 »
Hallo

Leute, seid doch nicht päbstlicher als der Pabst.
Die marokkanischen Bergleute sprechen in ihrer Umgangssprache von  "Blei" und meinen Bleiglanz.  Auch in Frankreich selbst gibts ne Menge Sammler und Bergleute, die einfach von Blei sprechen und Galenit meinen.   Und Don Ronaldo, der vor Ort lebt,  hat sich halt angepasst. Ist das so schlimm ?
Wir sagen doch auch Kohle oder Schotter und meinen Geld.  Oder  ? ;)

Im übrigen: Bleiglanz heißt französisch Galène (auch im Englischen Galena), Blei heißt "plomb".

Und - GEOMAXX: Selbstverständlich gibts auch gediegen Blei in Marokko: > von der Hg-Ag-Lagerstätte Zgounder am Jebel Siroua im Mittleren Atlas; seit längerem bekannt.

Gruß
collector


Offline Geomaxx

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #18 am: 10 Jan 09, 19:22 »
Hi Peter
hast Du nähere Informationen zum Gediegen Blei aus Zgounder?
Und das mit den Begriffen Blei-Galenit ist schon klar, ich wollte niemandem auf den Schlips treten...
Glück Auf!
GEOMAXX

Offline joachimotto

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #19 am: 12 Jan 09, 18:47 »
Naja, das Bleiglanz auch einfach Blei genannt wird wusste ich nicht, leuchtet aber irgendwie ein. Aber schöne Bleiglanzkristalle würden mich natürlich auch interressieren.

Offline DonMineral

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #20 am: 15 Jan 09, 15:29 »
Antwort auf die verschiedenen Beiträge

@  Collector,
das von dir angesprochene Problem an den richtigen Stellen und an anderen Fundorten zu suchen werde ich im nächsten Halbjahr verstärkt angehen und versuchen da gute Stufen zu finden..
Epidot, Mikroklin, super Siderit, Vesuvian, viele Amphibole usw. ? Du bist spezieller Sammler, ich aber muss Ware suchen die die allgemeinen Sammler interessiert. Es stellt sich aber für mich als Exporteur  die Frage ist das interessant zu suchen und den Sammlern anzubieten.
Daher die Frage an alle, wer sammelt so etwas, ist das interessant für Sammler?
Aber ich werde da mal vorbeischauen und mich umsehen, das ist schon möglich.

.@   Thomas
die Franzosen haben zwar die Bergwerke geschlossen und offiziell wird nichts mehr gefördert aber die Berber arbeiten nach dem System AliBaba und die 40 Räuber seit Jahrtausenden und auch bis heute noch so, da vielen keine andere Wahl bleibt zum Geldverdienen..
Mibladen ist auch zu aber alle buddeln da in den alten Stollen.
Die Franzosen haben gerade Gänge mit Maschienen vorangetrieben um rentabel abzubauen..aber die Adern verlaufen nicht gerade und in den Abzweigenden Serpentinen der Adern rechts und links der Hauptgänge teilweise bis 6 km lang findet sich noch jede Menge Mineralien.
Warum 90 % der marokkanischen Händler nicht selbst graben, liegt in der Mentalität der Menschen hier..eine Schicht arbeitet, die andere handelt, die dritte geht in die Schule lernt Deutsch, FR und kann dann auf die Messe gehen..das ist ein Kastensystem hier wie in Inden, das merkt man erst wenn man hier lebt, wenn sie dich zum Beispiel fragen, warum hast du dann eine braune Frau geheitratet, du bist doch ein Weisser..
Ein normaler Klopfer in Mibladen wird nie das geld für die fahrt nach deutschland zusammenbekommen, geschweige denn einen Transit kaufen können der weiter als bis Tanger kommt. Dazu braucht man hier eine Familie mit Hausbesitz und Kreditwürdigkeit.

Bei mir hat  es gedauert bis man Kontakte zu den Berbern in den Stollen bekommt, die was vom Klopfen verstehen, man muss nämlich welche finden die französisch sprechen..das sind die ganz Alten die mit den Franzosen gearbeitet haben oder die ganz jungen die etwas Grips haben..
und was du zu den Geoden in Sidi Rahal sagst klingt so einfach..ich war mal da 2001 am Anfang und habe da geklopft bis man so ein Ding da raus hat, dauert das Stunden und dann stellt man fest es ist nix drin und fängt wieder neu an..das bei 30 Grad mit 3 Kg Hammer ist eine Sauarbeit, die auch die Marokkaner scheuen...
@Geomaxx
wegen Blei habe ich ja schon geschrieben. Melde dich privat, habe Blei mit Kupfer und Blei mit Amethist - Kleine,  Mittlere und Grosse Stücke...direkt aus der Mine Ahouli
@ an alle
was die Beschädigungen betrifft, das ist ein großes Problem des Transportes (da kein Geld vorhanden ist bei den Klopfern ) den man auch in Mibladen hat..Erst mal sauber rausmeisseln mit dem 3 kg Hammer, und einem immer spitzen Meissel, das muss man können, verpacken mit Pappe oder im Sack dann 4 km aus dem Stollen mit dem Fahrrad, auf dem Gepäsckträger, den Berg runter zur Straße 300 m mit dem Rucksack, und dann im Pickup auf der ausgenudelten Piste nach Mibladen 13 km,  oder mit dem Esel im Sack...dann nach Midelt zu den Händlern, die es erst da in Klopapier wickeln...und in ein Lot legen..
Keiner bringt vorbereitete Holzkisten in den Stollen mit Papier und holt die da dann ab.
In Imilchil oder anderswo wird es genauso sein.
dann aber geht es wieder in die Kiste , verpackt im Transit, in billige gebrauchte  Kartons, weil das leichter ist als Holzkisten, und weniger Platz wegnimmt, dann 2 Tonnen überladen (einen haben sie in Spanien mit 5400 kg GesGew. auf der Rückfahrt erwischt) -> 4000€ muss er brennen, der darf nie mehr auf die Mess) und oben drauf wird dann mit 4 Mann geschlafen ...oder gesessen 3000 km lang bis Hamburg.. nur ganz vornehme Händler haben oben eine extra Pritsche eingebaut..bis die Stufe dann in München oder Hamburg  ist, ..... hat sie einiges erlebt und auszuhalten......Soweit das nur mal als Info an die Sammler die sich über Beschädigungen beschwehren.
Problem ungenaue Fundorte
das kommt daher dass einem die Finder und Klopfer absichtlich die falschen Angaben machen, damit kein anderer kommt und sucht, geben sie extra falsche Ortsnamen an..System Ali Baba und die 40 Räuber nach wie vor...man wird extra auf eine falsche Fährte geschickt..zuwenig Vertrauen untereinander und auch nicht zu mir.

Also das mal zur Diskussion damit das Thema oben auf bleibt...,.,.
bis der Revisor mich wieder rauswirft oder in die Verbannung verlegt..
Nachwievor hoffe ich hier gute brauchbare Anregungen und seriöse Ratschläge zu bekommen das ist ja der Sinn einer Forumsdiskussion, von den Sammlern und den echt interessierten an der Sache.
Herzlichst
Don Ronaldo  Atlas Athmosphère
Centre Minereaux  et Fossilles
7 Jahre in Midelt unter Berbern


Offline wolfi

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #21 am: 15 Jan 09, 22:22 »
Servus DonMineral,
ich denke, Marokko-Mineralien haben nichts an Attraktivität verloren. Beispiel Vanadinit: in München 2007 gab es sehr schöne Stufen mit hochglänzenden braun-orangen Kristallen, Stufen bis 15 cm und Kristallen bis 2 cm. Sonntags ab 17.00 waren die wirklich einigermaßen "billig" zu haben, zumindest wenn man pro Lot 300 bis 400 Euros investiert hat. Als "Klein- oder Zwischenhändler", zu denen ich mich zähle, der dann ein paar Lots kauft, auf jeden Fall ein gutes Geschäft. Dieses Material ließ sich auf den kleineren Börsen sehr gut verkaufen. In 2008 war jedoch nur recht mäßiges Material vorhanden, also habe ich zusammen mit meinem Kumpel nichts nachgekauft. Trotzdem haben wir vor allem in Marokko-Mineralien investiert, weil es Glitzer-Material zu einem guten Preis gab: Malachit-Kleinstufen, Aragonite, Sandrosen. Wir machen das rein hobby-mäßig und freuen uns über einen kleinen Zuschuss zur Finanzierung unseres Hobbys, sind halt ab und an auf kleineren Börsen in Nord-Bayern und Sachsen vertreten. Unsere Hauptkunden sind Sammler, die nicht nach München fahren und wissen, bei den regionalen Börsen finden sie ein ähnliches Angebot zu attraktiveren Preisen als dort sowie Anfänger, stein-interessierte Schüler und Leute, die ganz einfach einen schönen Stein in die Wohnzimmer-Vitrine stellen wollen. Reich wird man damit nicht, aber es macht Spaß und man lernt viele Leute kennen. Wie gesagt, es ist nur ein Hobby.
Ds Problem liegt wohl eher im Umfeld. Ein klassisches Beispiel sind wohl Schüler. Mit ca. 10 Jahren sind viele vom Stein-Virus befallen und kaufen auch gerne einen kleinen glitzernden Vanadinit für 3-5 Euros - ja, auch dieses Material gibt es in München mit den entsprechenden Gewinnspannen zu kaufen! Im Alter von 16 oder 17 haben dan andere Interessen Priorität: Moped, Freundin, Autos. Nicht viele bleiben bei ihrer Steinbegeisterung. Die, die dabei bleiben, wollen dann selbst einmal etwas finden und sind schnell ernüchtert, welche Fundmöglichkeiten es zumindest in Deutschland noch gibt. Betretungsverbote, zurückgehaltene Informationen usw. geben dann vielen den Rest. Darum wird der Nachwuchs weniger, nur wenige bleiben bei diesem schönen Hobby.
Trotzdem bin ich überzeugt davon, dass trotz Nachwuchsmangel und Wirtschfts- und Finanzkrisen auch in 10 oder 20 Jahren noch Vanadinite und auch andere Mineralien aus Marokko gekauft werden! Ob man davon leben kann, das lasse ich jetzt mal offen...

Servus + Glück auf
Wolfi

Offline Collector

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #22 am: 16 Jan 09, 12:41 »
Hallo Don Ronaldo

sehr, sehr aufschlussreich Dein Bericht zur Mineralienlage in Marokko.

In vielen Dingen sind Deine Argumente begründet, manche andere Deiner Meinungen beruhen jedoch schlicht weg auf Unkenntnis der Mineralien und des internationalen Mineralienhandels.

Dass die marokkanischen "Klopfer", wie Du sie nennst, kaum Geld haben, einen Transit zu kaufen, ist verständlich. Verständlich ist auch, dass die Leute lieber andere Jobs machen und in die Schule gehen, anstelle untertage Mineralien auszubuddeln. Und auch, dass viele von der Hand in den Mund leben, ist menschlich verständlich.

Sehen wir die Sache mal pragmatisch und kommen wir zu den Dingen, die Du nicht weißt oder noch lernen musst:

1. Es gibt keine Mineralien für spezielle Sammler und für allgemeine Sammler. Jedes Mineral, solange es gut ausgebildet, unbeschädigt und preislich bezahlbar ist, findet seinen Liebhaber und Käufer. Die Superstufen für die Reichen. Aber davon spreche ich nicht. Es gibt auch schöne 5x7 bis 8x10 cm große Epidotstufen, die ich beim Finder (d.h. "Klopfer" ) für 3-5 Euro bekomme, die jedoch in Deutschland ohne großes Handeln für 20.-  Euro verkaufbar sind. Ich meine, hier dürften sowohl Klopfer, Händler und Sammler zufrieden sein, wir haben eine win/win-Situation. Und sehr ähnlich ist es mit all den anderen "speziellen" Mineralien.

2. Du solltest Dich unbedingt von der Idee freimachen, dass es hier in Deutschland (und Europa) nur einen Markt für Vanadinite und Achate gibt - nein ! alle Mineralien sind verkäuflich, solange sie ... siehe oben.
Du musst einfach mehr lernen über marokkanische Mineralien - es gibt an die hundert unterschiedliche, die alle immer noch in guter und preiswerter Form findbar sind und allen Beteiligten ein nicht schlechtes Einkommen bieten sllten.

3. Marokko ist nicht das einzige Land auf der Welt, wo es Berge und lange Transportwege gibt. In Pakistan kommen die Aquamarinstufen tw. aus 6.000 m Höhe, wo die Leute sich abseilen, wo mit Karbid und Dynamit gesprengt wird, usw. usw.  Komisch - aus Pakistan - und aus Afghanistan (und hier kommt noch der Krieg hinzu) kommen seit Jahren viele unterschiedliche wunderbare Mineralien in allen Preislagen, nicht nur Aquamarine, sondern auch sehr viele Raritäten. Warum ist in Pakistan möglich, was in Marokko nicht möglich sein soll ?

4. Weiter: Es gab mal Zeiten, da kamen Unmengen super Mineralien aus Touissit, die Kisten mit Azuriten haben sich bis zur Decke gestapelt. Fast alle dieser Stufen waren gut in Zeitungspapier gepackt, unbeschädigt, schön und - je nach Definition, billig bis mittelteuer. Die Topstufen rechne ich hiermit nicht dazu. Und in Mibladen konnte ich selbst aus tausenden der besten Cerussite wählen; alle waren sorgfältig in Flats aus Karton einsortiert.
Es ist einfach, darüber zu schimpfen, dass die Mineralien beschädigt sind. Kann es nicht vielmehr sein, dass die Aufkäufer, bzw. Händler nicht in der Lage sind, den "Klopfern" beizubringen, dass unbeschädigte Stücke besser verkäuflich sind als kaputte ?  Komisch - in Pakistan und in China gehts - warum nicht in Marokko ?

5.Dann musst Du aber auch die "Klopfer" auf diese Mineralien trainieren. Nun, da Du jedoch selbst keine Ahnung von Mineralien hast, kannst Du nicht vom "Klopfer" erwarten, dass er das findet, was gesucht wird und gut verkäuflich ist. Dann bleibts halt immer wieder bei Vanadinit und Gips.

6. Ich hab den Eindruck, Don Ronaldo, dass Du Dich im Kreis drehst und den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Ich lese immer wieder bei Dir: Vanadinit, Blei, Achat.

Dass Du kein geeignetes Fahrzeug hast, ist nicht ganz verständlich. Wozu brauchst Du nen Transporter ? Es reicht ein normaler Kofferraum in einem PKW, da passen gut für 100.000 Euro Mineralien rein. Allerdings nicht 500 kg Achate - aber die spreche ich hier nicht an, sondern Mineralien.
Warum keinen einzigen Fluorit aus Aouli ? Warum keinen Wulfenit ? Coronadit ? Azurit? Fluorit mit Amethyst ? Alles Aouli ! Da brauchst Du keinen Transporter, sind nur n paar km von Dir bis Aouli.
Für die Azurite und Malachit in Kerrouchen und die Fluorite in Arhbalou brauchst Du auch keinen Transporter, genausowenig, um nach El Hammam zu kommen. Geht alles mit nem ganz normalen Renault.
Du selbst bist ja sowieso nicht der "Klopfer", sondern der Aufkäufer, bzw. lokale Dealer, bzw. Abholer. D.h., selbst die vielen unterschiedlichen Mineralien von Imilchil und von Tazenaght werden nicht selbst von Dir gesucht, sondern von den Strahlern vor Ort, Du holst lediglich ab.

7. Dass eine eigene Achatschleiferei in Midelt lukrativer wäre, als für Spottpreise Rohware an Dealer zu verkaufen, weiß ich nicht;  ich denke, dass die Phase der Investition in Maschinen und die Phase des Anlernens nicht ganz unproblematisch und vor allen Dingen recht teuer sind.

8. Deine vielen Ideen sind zum großen teil realisierbar. Dazu musst Du als allererstes einiges lernen, besonders über Mineralien.  Dann musst Du Leute finden, die für Dich "klopfen", aber Du musst diese Leute erst mal selbst trainieren. Dann musst Du eine Vertrauensbasis herstellen; d.h., wie meist, dass Du bereit bist, für gute Mineralien einen fairen Preis zu zahlen. Beide sollten profitieren, beide gewinnen.
Du kannst Deine Ware, sofern sie gut und unbeschädigt und preislich vernünftig ist, selbst auf Börsen verkaufen (was angesichts des Transportes und der Messekosten der teure Weg ist) oder Du kannst Dir Abnehmer suchen.
Es ist garnicht notwendig, dass der lokale Bergmann selbst nach Stuttgart auf die Börse geht, solange Du ihm einen fairen Preis für seine Ware zahlst. Das war jedoch bisher wohl nicht der Fall, wenn eine gute Vanadinitstufe beim Bergmann 50 Euro kostete und dann in München für 2.000 weiterverkauft wurde.  Irgednwann wurde dieses Handelsgebaren sogar vom blödesten Bergmann entdeckt und deshalb gingen so manche Marokkaner - bis heute - nach Europa auf die Börsen.

(Apropos: In den 70er Jahren, Hochblüte Touissit und Mibladen, gabs kaum oder gar keine Marokkaner auf deutschen Börsen; erst mit zunehmender Gier und Raffsucht der Händler wollten dann einige Leute aus Midelt (und aus Frankfurt, Tucson, Paris etc). gleichziehen. Und da gabs dann 1-2 große marokkanische Dealer, die alle anderen in den Schatten stellten und die Szene dominierten).

Don Ronaldo, wir könnten hier stundenlang schwafeln und diskutieren. Tatsache ist, dass es in Marokko, trotz gechlossener Bergwerke, noch nach wie vor hoch interessamnte MIneralien gibt, die verkäuflich sind, wo alle etwas dran verdienen (solange sie sich mäßigen). Und nicht nur Vandinite. Und schon gar keine schlechte Qualität.
Und was Qualität ist, solltest Du irgendwann lernen. Neben all den anderen Kenntnissen, die man zum Betreiben eines Handels mit Mineralien wissen muss. Das ist die Basis, wenn Du Erfolg mit Mienralien haben willst.

Bitte, nimms konstruktiv, ist nicht böse gemeint.
Gruß
collector


Offline joachimotto

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #23 am: 16 Jan 09, 16:14 »
Naja, ich denk das alles was schöne Kristalle bildet sich gut verkaufen lässt. Von Vanadinit über Gips bis Feldspat. Und dann alles was mineralogisch irgendwie interressant ist, zB seltene Mineralparagenesen, Mineralien seltener Elemente, und natürlich seltene Mineralien. Und da muss lernen und das dann den Klopfern weitergeben. Ich denke, das das sehr viel Potential hat. Ich denke, das es für die Sammler viel interressanter ist, wenn da nicht nur eine Kiste Azurit, zwei Kisten Vanadinit und drei Kisten Aragonit stehen, sondern viele unterschiedliche Sachen. Das sieht sonst so nach Massenware aus, da zahlt man automatisch weniger. Ja, und je mehr man von den Mineralien versteht, desto besser kann man mit den Kunden reden, ihnen die Sachen schmackhaft machen.
Naja, ich bin gespannt was da noch alles kommt! Ich sammle hauptsächlich Erzmineralien, also Galenit, Skutterudit, Zinkblende, Fahlerz usw, möglichst in schönen Kristallen. Cerrussit, Anglesit, Azurit und Erythrin sind natür auch immer sehr willkommen.

Offline DonMineral

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #24 am: 18 Jan 09, 17:10 »
@collector

Hallo, der Sinn eines Forums ist ja doch die Diskussion aus der man lernen soll. Deswegen nehme ich auch nichts übel und habe ja das Thema angeheizt um mal die Reaktionen zu sehen, und hier weiterzukommen. Ich bin immer für offene Worte und werde die Punkte abarbeiten die da auf den Tisch geworfen werden. Aber die Strasse nach Ahouli wird im Jahr 3 mal von Gewitterregen überspült, und ist eine Katastrophe wen man ein tiefliegendes Auto hat, es hat mr schon 3 Automatikgetriebe da zerhauen, weil das da unten und vorne sitzt.
Aber sachlich werde ich mich daran geben jetzt Mineralien wie angegeben zu besorgen und zu horten, das läuft schon...aber der Begriff Strahler , der geht mir bei den Berbern hier nicht über die Lippen daher bleib ich bei den Klopfern..
  Also dann Herzlichen Gruss

Don Ronaldo

Offline DonMineral

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #25 am: 23 Jan 09, 18:23 »
@collector

ich habe das nochmal alles in Ruhe gelesen, was du schreibst, und werde das beherzigen und fleissig sammeln. Aber du brauchst mich nicht gleich so in die Pfanne zu hauen, und mir öffentlich da so viel Unkenntniss vorzuwerfen, gar so schlimm ist das nicht..
Und was die Sachgemässe Behandlung der Mineralien betrifft, so gibt es grosse Unterschiede zwischen Chinesen und Marokkanern, die Chinesen können inzwischen auch gute Autos bauen und werden uns eines tages abhängen die Marokkaner aber nicht; das kann man nicht vergleichen..die Inder sind auch sehr lerneifrig und Gefühlvoll, die Marokkaner nicht..
das Anlernen ist schon möglich, das setzt aber vorraus dass die Menschen ein Langzeitgedächtnis haben, das ist aber nicht der Fall. Die vergessen sehr schnell, was man ihnen beigebracht hat, weil sie lieber den einfacheren Weg gehen wollen als den komplizierteren.

Gruss Don Ronaldo

Offline caliastos

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #26 am: 23 Jan 09, 18:48 »
der einfachere weg führt nur in dem fall nicht zum erfolg. man kann viel geld kaputt machen, wenn man den einfachen weg nimmt, allerdings auch ander rum.

speziell mit der verarbeitung kommt man um anlernen und gute arbeit nicht herum. bei einer schleiferei z.b. braucht es diamantwerkzeug. das sind nicht die billigsten sägeblatter, dafür 1a in 2 sekunden mit dem ersten schnitt zu ruinieren. gleiches bei schliffen. schlecht begonnen schlecht geendet. da hilft alles nichts, nur lernen, lernen, lernen. das muss man möglichen arbeitern einbleuen. wer's nicht bringt kann das halt nicht auf dauer machen. gleiches gilt für die mienralienschürfer. wer nur blind klopf und stücke irgendwie birgt, der kann nicht weiter zuliefer sein.

wenn man den edelsteinhandel oder den lapishandel nimmt, so stellt man fest, dass dort die händler immer auf qualität achten. schlechte qualität kein geschäft. dort überlegt man sich dann ob man weiter schlampig abbaut. will man gute qualität, die entsprechend verkaufsfähig ist, so muss man kontrollieren und nochmal kontrollieren, was die arbeiter treiben. was hat man denn davon, wenn man nur zerklopftes material kauft? der schürfer verdient wenig, der händler auch. ein bischen mehr sorgfalt kann für beide den gewinn steigern. genau das muss man klarmachen.

in der hinsicht ein schönes beispiel ist folgendes: in einer region, die wenig wasser hat wird aus spenden finanziert ein brunnen gegraben, damit die leute mehr wasser für sich zum leben haben. was machen sie? schaffen sich doppelt so viele viecher wegen dem status an, die nun sämtliches grün fressen, das wasser verseuchen und aufbrauchen. dann schreien alle sie haben kein wasser mehr. ist das gleiche prinzip. wer bischen mehr sorgfalt walten lässt hat am ende mehr davon.

Offline Ralf

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #27 am: 25 Jan 09, 00:15 »
@collector

Aber du brauchst mich nicht gleich so in die Pfanne zu hauen, und mir öffentlich da so viel Unkenntniss vorzuwerfen, gar so schlimm ist das nicht..


Irgendwie hab ich das Gefühl, hier mal ein wenig aufklären zu müssen.

Da ich Dir in gar keinem Fall vorwerfen will, Leute zum Abzocken zu suchen, kann ich  nur absolute Naivität annehmen.

Du hast hier 2006 unter dem Account " Don Ronaldo " schon mal so eine Aktion gestartet. Damals hab ich Dich kontaktiert, weil ich dachte das ist jemand der wirklich will und nur noch nicht so genau weiß wie.
Ich hatte Dir vorgeschlagen, dass Du Material besorgst, ich es verarbeite und wir beide am Erlös profitieren.
Daraufhin hast Du mir erstmal seitenlange Vorträge gehalten, wie ich meinen Börsenstand zu gestalten habe.
Dann hast Du mich mit Fotos von Schrott bombardiert. Der war zwar nicht schön, aber teuer und den hätt ich hier auf vielen Börsen in der Ramschkiste finden können. Ich hab Dir Fotos geschickt, auf denen Du erkennen konntest, wie das Material geartet sein muß, damit man es verkaufen kann.
Daraufhin wolltest Du ein paar 100 Kilo Rohachate mit nach München bringen. Das war bis dahin schon anstrengend, aber was dann kam, war lächerlich.

Du - als Großhändler und Apfelbaumplantagenbesitzer wie Du damals sagtest - wolltest von mir ein paar 100 € haben, damit Du in Marokko bei Deinen Steineklopfern das Rohmaterial kaufen konntest. Und spätestens da schrillen bei mir alle Alarmglocken.

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass Du in Marokko hockst und dringend Geld brauchst.
Du hattest damals schon alle Informationen von mir bekommen, was Du wie machen musst. Bis heute konntest oder wolltest Du es offenbar nicht schaffen.

Dein Auftritt hier ist relativ peinlich und nervt.

Ralf

PS, Unterlasse es in Zukunft bitte - wie in dem anderen Thema - den Eindruck zu erwecken, ich würde in irgendeiner Form mit Dir Geschäfte machen.

Offline DonMineral

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #28 am: 30 Jan 09, 15:22 »
Lieber Ralf.
ich halte nichts davon sich öffentlich die Meinung zu sagen und zu kritisieren. Was du persönlich von mir denkst ist dein persönliches Vergnügen, und geht niemand was an, und esist mir auch vollkommen egal.. . Egal welche Sprüche und Briefe man über eine geplahnte Geschäftsbeziehung  in den folgenden Monaten macht, wer Waare bestellt, hat sie zuerst mal zu bezahlen und dann kann man einen eventuellen Profit teilen...dies gilt zumindest, wenn man einen neuen Geschäftskontakt aufbaut und man sich nicht kennt. Ich bin nicht teurer gewesen sondern verkaufe allen zu dem selben Preis. Händler in Amerika oder Polen schicken das Geld und bekommen dann die Waare. So ist das. Nur der sich als zweitgrösster deutscher Achathändler bezeichnende sieht das eben anders....

Ich sage auch allen gerne dass ich mit dir keine Geschäfte gemacht habe, weil du eben diesen Grundsatz nicht anerkennen wolltest, und bis jetzt auch mit dir keine Geschäfte gemacht habe weil du eben dein Achat eben woanders kaufst. Das steht dir ja zu.

Und wenn du noch weiter hier Mist erzählst über mich, da du mich ja nicht enmal kennst oder die Kosten gescheut hast mal hierher zu kommen und persönlich eine Zusammenarbeit zu diskutieren , werde ich auch mit dir bestimmt keine Geschäfte machen wollen.
Ich habe keine Lust meinem Geld nachzulaufen. Es gibt genug Händler in Deutschland und Italien die auf ihren Lagern sitzen und mein englischer Freund, ein grosser Exporteur der alleine in Italien 100.000 Euro an Mineralien 2007 lieferte ging aus diesem Grund Pleite.
Trotz Kunden in den besten Lagen Italiens, von denen man nur träumen kann.
Ob mit Grosshändlern oder Sammlern, so bleibt  mein Geschäftsgrundsatz, dass meine Waare, wenn sie Marokko verlässt bezahlt ist.

Ich danke dir aber hier in aller Öffentlichkeit über die diskutierte Idee in Deutschland und Europaweit Achate zu verkaufen und ich kann dir versichern dass ich in allen von dir vorgeschlagenen Punkte übereingestimmt habe und versuche dieses vorgeschlagene Konzept  durchzuziehen und nicht zu viele Achate aus Marokko auf den Markt zu schicken, damit die Preise für Sammler interessant bleiben.
Dies ist ein sehr intelligentes und gutes Konzept was du da vorgeschlagen hattest.. Du und Ich haben aber eben nicht so viel Geld um alle Achate hier aufzukaufen..und einzulagern und damit den Markt zu kontrollieren, deswegen geht dein Konzept eben nicht auf und ist nicht realistisch. Unsere Idee hindert  andere nicht daran Tonnenweise Achate von hier  zu liefern. oder in Kerrouchen Achate zu schneiden und geschnitten anzubieten auf Messen ihrer Wahl.
So ist das nun mal in der freien Marktwirtschaft. und meine Idee des Fair Trade im Mineralienhandel kann ich eben schwehr durchsetzen wenn meine Partner nicht einmal diese akzeptieren und mich korrekt bezahlen, da ich auch mit diesem Geld die Sucher und Finder korrekt bezahlen will, und noch dazu da wir gute Qualität suchten und nicht die angeschlagenen Mandeln abnehmen wollten...
Und wenn du meinst dass sie dir als Deutscher da die Besten Stücke um die 200 kg aus 3 Tonnen für den selben Kg Preis geben dann bist du mit dieser Ansicht alleine und jeder marokkanishe Nomade sieht das ganz anders. Und auch meine Zeit , Kosten und Fahrten sind für 200 KG die selben wie für 1 tonne. Ich werde in Zukunft an Grosshändler nicht unter einer Tonne liefern , da es uninteressant ist.
Du solltest weiter wie bisher auf den Messen in Europa herumfahren und wie bisher am letzten Abend die billigen Restangebote der Marokanischen Händler ausnutzen, und ergattern um damit eine möglichst grosse Spanne zu ewirtschaften.


Herzliche Grüsse Don Ronaldo Midelt
.

Offline altes-gebirge

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Re: Marokko Mineralien in der Krise
« Antwort #29 am: 30 Jan 09, 20:04 »
Jungs,Jungs,
geht das nicht anders?Oder vielleicht über PN?

Bin zwar in vielen Dingen auch sehr emotional,aber das hier sieht ja aus wie ein ....

Spart Euch die Energie und bringt dafür lieber schönes "Zeuchs"zu kleinen Preisen unter die Leuts :)



altes-gebirge