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Autor Thema: bestimmungshilfe  (Gelesen 6983 mal)

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Offline buteoexsul

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bestimmungshilfe
« am: 17 Jul 09, 22:43 »
hallo zusammen,
kann mir jemand sagen was das sein kann?
der fundort ist unbekannt.
danke für eure hilfe.

Offline berthold

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #1 am: 17 Jul 09, 23:00 »
Hallo,

ähh - ohne Bild sicher nicht.

Gruß
Berthold

Offline buteoexsul

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #2 am: 18 Jul 09, 00:09 »
ja, weiß schon.
nach dem x-ten versuch brauchte ich erst mal pause.
also auf ein neues

Offline Goldi85

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #3 am: 18 Jul 09, 00:35 »
Hallo,

also von der Farbe/Erscheinung her schon mal fast sicher was mit Kupfer. Kannst du die Härte prüfen? Mein erster -sehr unverbindlicher- Gedanke wäre Chrysokoll.

Gruß  Daniel

Offline Wasserhund

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #4 am: 18 Jul 09, 00:55 »
Hallo,

als erstes fällt mir da spontan Azurit&Malachit ein. Wäre auf die Eigenschaften zu prüfen. Also rein von den Farben. Vom Kristall her würd ich aber auf was anders tippen, dazu sind aber mehr Infos erforderlich. Bis dahin leib ich bei Azurit, auch wenns dafür etwas ungewöhnlich ausschaut.


Offline uwe

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #5 am: 18 Jul 09, 09:36 »
Wenn der Fundort unbekannt, dann hat die Stufe ohnehin "nur" einen dekorativen Wert. In diesem Fall ist es eigentlich egaal, um welchees Kupfermineral es sich handelt.

Uwe

Offline prehnit100

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #6 am: 18 Jul 09, 09:59 »
hallo,
Chrysokoll halte ich für richtig. beim fundort kann man nur raten, aber:
mit der bezeichnung - Inca de Oro, Atacama Region, Chile - ist in den letzten jahren und auch aktuell viel material auf den markt gekommen
gruß
udo

@uwe
deinen kommentar finde ich an dieser stelle unpasssend und durchaus geeignet, einem neuling den spaß an der sache zu vermiesen.

Offline uwe

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #7 am: 18 Jul 09, 11:34 »
Es geht mir hier wirklich nicht darum jemanden den Spaß zu vermiesen. Wichtig scheint mir allerdings immer wieder auf die Bedeutung des Fundortes für eine Stufe hinzuweisen. Was es für ein Mineral ist, läßt sich auch noch nach Jahren exakt bestimmen. Der Fundort dagegen ist nur in sehr wenigen Fällen nachträglich zu bestimmen. Leider stelle ich gerade in dieser Rubrik immer wieder fest, daß Fundorte bei nachgefragten Stufen oft unbekannt sind.

Entweder man sammelt nur nach ästhetischen Gesichtspunkten (dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden) oder man läßt beim Kauf oder anderweitigen Erwerb die Finger von Sufen ohne Fundortangabe. Man erhält solche Stufen oft zu einem sehr günstigen Preis, da viele Sammler diese aus Ihren Sammlungen ausgliedern.

Bei rein ästhetischen Sammlungen ist der Mineralienname wirklich unerheblich.

Uwe

Offline strahler1975

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #8 am: 18 Jul 09, 13:17 »
Hallo!

Chalcedon; Copiapo, Atacama, Chile würde ich mal vermuten.  Und um die Erklärrung  zu erweitern. - Der Name Chrysokoll stammt von den griechischen Wörtern chrysos (Gold) und kolla (Leim) und bezieht sich auf die Ähnlichkeit dieses Minerals zu Materialien, die in der Antike zum löten von Gold verwendet wurden.

Glück auf !
« Letzte Änderung: 18 Jul 09, 13:22 von strahler1975 »

Offline buteoexsul

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #9 am: 18 Jul 09, 13:40 »
das stück stammt aus einem nachlass. hab die steine nur alle zusammen erwerben können.
auch wenn ich kein profi bin, laß ich mir den spass nicht verderben. und auch wenn etwas schön aussieht, darf man sich dafür interessieren was man vor sich hat.

an was kupferhaltiges hatte ich auch gedacht.
zur härtebestimmung: hab kein professionelles gerät dafür, aber der stein läßt sich mit einem messer leicht ritzen.

es gibt noch einen von der sorte

Offline Embarak

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #10 am: 18 Jul 09, 14:43 »
Lieber Uwe !
Es sollte doch jedem selbst überlassen sein, die Schwerpunkte beim Sammeln von Mineralien zu setzen.Die Erkenntnis des Werts der Fundortangabe kommt
doch bei den meisten erst mit der Zeit und so wurde so manche Sammlung über Jahrzehnte nachgebessert.Das ist ja das schöne am Sammeln von Mineralien:
Man wird nie fertig !!!

........ Wichtig scheint mir allerdings immer wieder auf die Bedeutung des Fundortes für eine Stufe hinzuweisen.
.........Entweder man sammelt nur nach ästhetischen Gesichtspunkten (dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden) oder man läßt beim Kauf oder anderweitigen Erwerb die Finger von Sufen ohne Fundortangabe.
.........Bei rein ästhetischen Sammlungen ist der Mineralienname wirklich unerheblich.

Mit solchen Kommentaren reduzierst Du das Engagement von Einsteigern auf das Niveau von Ü-Eier-Sammlern.
Beim Kauf von Mineralien muß man im übrigen in der Regel dem Händler blind vertrauen,daß Angaben zu Mineral und insbesondere zum Fundort stimmen.
Ich möchte nicht wissen,wie viele Stufen in privaten Sammlungen falsch gekennzeichnet sind,damit sie teurer verkauft werden konnten.

Mein Berliner Händler hatte aus St.Marie excellente Kobaltdolomite mitgebracht. Zitat"Fundort Marokko,wahrscheinlich die größte Nickelmine".
Sehr wage ! Sollte ich sie deswegen lieber liegenlassen?
Ich habe auch einen großen Analcim,Seiser Alm.Dort darf schon seit Jahren nicht mehr gesammelt werden.Die Seiser Alm ist 57km2groß.
Gilt das als Fundort oder sollte ich mich davon trennen,um meinen Ruf als Systematiker zu wahren?
Man möge mir diesen nicht ganz ernst gemeinten Kommentar verzeihen.
Eigentlich geht es ja um das anfangs etwas gesichtslose Mineral von buteoexsul......

Zum Einschätzen der eigenen Fähigkeiten der Mineralienbestimmung per Foto empfehle ich das Mineralien-Quiz bei Mindat:

http://www.mindat.org/mindatquiz.php

Den Schwierigkeitsgrad kann man sich aussuchen.Ich bin jetzt etwas zurückhaltender mit Foto-Diagnosen....
Glückauf
Embarak

Offline Wasserhund

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #11 am: 19 Jul 09, 03:54 »
Hallo,

ich sammel ja selbst eher ungewöhnlich, dazu werd ich aber später mal nen Sammlersteckbrief verfassen.

Da das Thema aber anscheinend abgeschossen ist, hab ich da mal, als Anfänger, ne (evtl. offtopic) Frage:
Chrysokoll erscheint mir inzwischen auch warscheinlich, aber wie könnt ihr Azurit ausschließen? Den gibts auch in "hell" und auch in der klumpigen Form wie in den ersten Bildern. Das grün spricht ja für beides Azurit/Malachit/Chrysokoll! Bzw. Malachit und so. Dafür ist die Kristallform etwas ungewöhnlich, aber doch nicht ausgeschlossen...

Würde mich einfach interessieren wie die Profis da so schnell drauf kommen. Da kann ich ja nur lernen...

Danke schon mal, wir sehen uns auf der Mineralienbörse in Chemnitz! Ich bin der mit den langen Haaren und dem 3-tage-Bart, der überall im Weg rumsteht...

Grüße

Offline loismin

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #12 am: 19 Jul 09, 09:03 »
Hallo Ronny.

Also Azurit ist hier wirklich völlig auszuschließen.
Erstens ist die Farbe wirklich viel zu hell und zu türkisstichig, was natürlich auch am Foto liegen kann ( glaub ich aber nicht)
Azurit kann zwar relativ hell bis fast weiß werden wenn er ausbleicht aber dieses türkisblau ist ganz anders.
Zweitens sieht das alles so nach neu gebildeten Kupfermineralien aus, die sich in einer alten Mine oder auch auf Halden
so bilden.
Das sind dann meistens so Mineralien wie Chrysokoll, Allophan usw.
Aber das sind dann nur Erfahrungswerte die nicht wissenschaftlich sind und darum auch nicht 100 % stimmen müssen.
Wenn man es wirklich ganz genau wissen will muß man eigentlich alles untersuchen lassen.
Übrigens hat Uwe schon auch recht, auch als Neusammler wäre es ganz wichtig immer auf den Fundort zu achten, auch wenn dann nur Marokko dran steht !
Natürlich kann das " Sammlern " die nur mal ein oder zwei Stücke in die Wohnzimmervitrine stellen nicht so wichtig erscheinen, aber wenn man das Sammeln
ernsthaft betreiben will ist das halt einfach unumgänglich daß man bei den Stücken den Fundort dazu hat.

Gruß
Lois

Offline uwe

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #13 am: 19 Jul 09, 09:42 »
Hallo buteoexul, den Spaß am Sammeln will ich Dir auf keinen Fall irgendwie vermiesen.

Deshalb hier gleich noch einen Hinweis, wie Du Dir ein ausreichendes Instumetarium für die Härtebestimmung schaffen kannst:

Du Brauchst dazu:

- ein kleines Stück Kupferblech,
- einen Kupfernagel
- einen normalen Eisennagel
- ein Stück Eisenblech
- ein Stück Glas
- Stück Taschenmesserstahl bzw. einen Stahlnagel
- einen kleinen Quarzkristall bzw. Kristallsplitter

Wenn Du ein Bastler bist, kannst Du Kupfernagel, Eisennagel, Messerstahl und Quarzkristall noch in einen Griffel fassen.

Die Härtebestimmung geht dann so:
Wenn das Mineral -
 - vom Kupfernagel geritzt wird                <  = Härte  3
 - das Kupferblech ritzt                            > Härte 3
- vom Eisennnagel geritzt wird                < = Härte 4
- das Eisenblech ritzt                              > Härte 4
- das Glas ritzt                                        > Härte 5
- vom Messerstahl geritzt wird                 < = Härte 6
- dem Messerstahl ritzt                            > Härte 6
- sich vom Quarz nicht ritzen läßt             > = Härte 7

Diese Bestimmung ist ausreichend genau, wobei Minerale je nach Kristallisation in der Härte um etwa 1 Stufe schwanken können.

Also nimm mir meinen eingangs gemachten, gut gemeinten Rat nicht übel

Uwe
 


Offline smoeller

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Re:bestimmungshilfe
« Antwort #14 am: 19 Jul 09, 11:32 »
Hallo,

Es gab vor ein paar Jahren Funde von Fe-haltigem Chalkanthit in Norwegen, die sahen ähnlich aus. Chalkanthit ist in Wasser gut löslich, also an einer unauffälligen Stelle ein kleines Stück abkratzen und ein paar Tropfen Wasser drauf (je nach der Größe), aber bitte nicht auf das ganze Stück. Wenns sich löst (dabei wird die Lösung hellblau), ist es Chalkanthit.

Ansonsten Allophan oder Chrysokoll.

Glück Auf!
Smoeller

 

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