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Autor Thema: Mineralien vom Rothenberg / Eifel  (Gelesen 12340 mal)

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Offline MichaelP

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Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« am: 01 Jan 12, 10:02 »
Ein frohes Neues Jahr euch allen !
ich fange gleich mal mit einer umfangreichen Bestimmungsanfrage an. Unter uns sind ja einige Eifelspezialisten, die hier und da sicher eine Idee haben, was ich da nach Hause geschleppt habe.

1) wie heisst dieser grüne kriestall  ;D
Augit oder Diopsid ? Eigentlich sind die Kristallformen ja unterschiedlich, aber ich bin irgendwie zu blöd zu erkennen, was es ist.
(Bildhöhe ca. 2 mm)

2) die gibt es auch in braun, hier mit einem unbekannten büscheligen Mineral
(Bildbreite ca. 1,6 mm)

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #1 am: 01 Jan 12, 10:04 »
3) gelbe Pusteln auf Nephelin (hat die zufallig mal jemand analysieren lassen ?)
(Bildbreite ca. 2,6 mm)

4) gelbe Büschel auf Nephelin
(Bildbreite ca. 3,2 mm)

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #2 am: 01 Jan 12, 10:08 »
5) (Bildbreite ca 2,6 mm)

6) (Bildbreite ca. 1,6 mm)

7) (Bildhöhe ca. 1,6 mm)

alles Rutil ??

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #3 am: 01 Jan 12, 10:10 »
8 ) (Bildbreite ca. 4,2 mm)

9) ein Einzelkristall dazu
(Bildbreite ca. 2 mm)

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #4 am: 01 Jan 12, 10:13 »
10 ) (Bildbreite ca. 1,6 mm)

11) (Bildbreite ca. 5,2 mm)

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #5 am: 01 Jan 12, 10:17 »
12) glasklare Kugeln, ich denke Opal ?
(Bildbreite ca. 2,6 mm)

13) silbergrau, kugelig,...
(Bildbreite ca. 2,6 mm)

14) (Bildbreite ca. 1,6 mm)

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #6 am: 01 Jan 12, 10:23 »
15) (Bildbreite ca. 1,6 mm)

16) (Bildbreite ca. 1,6 mm)

17) auf dem Bild kann man nicht so gut erkennen, dass es Oktaeder sind. Allerdings sind die Flächen nicht glatt, sondern gestuft wie bei einer Stufenpyramide. (Bildbreite ca. 2 mm)

So, das soll genügen.

Auch wenn mir die Stufen nicht von Bergsteigern geschenkt wurden und mir auch noch keine 500 Euro geboten wurden, hoffe ich dennoch auf die eine oder andere Hilfe von euch.  ;)

Viele Grüße

Michael

Offline gladhammar

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #7 am: 01 Jan 12, 11:06 »
Hallo Michael,

mache bei dem Mineral Bild Nr. 12 mal einen Härtetest. Könnte sich eventuell auch um Fluorit handeln.

GA
Detlef

Offline Krizu

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #8 am: 01 Jan 12, 12:02 »
Hallo,

bei Bild 5 stört mich der Winkel der Kopfpyramide irgendwie für Rutil.
Aber alles schöne Bilder von schönen und interessanten Stufen.

MFG

Frank

Offline StevenNowak96

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #9 am: 01 Jan 12, 13:17 »
Hallo,

bin zwar kein Eifelsammler, aber wenn ich mir so die Lexikonseite zu Rothenberg anschaue,
könnte die Nr. 11 nicht Amphibol sein?

Grüße
Steven

P.S.: Amphibol ist dort zwar nicht eingetragen, aber es gibt dort eine Bilddatei.
 

Offline guefz

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #10 am: 01 Jan 12, 13:18 »
Hallo Michael,

frohes Neues und dann fang ich mal an:

Bei den Stücken 1, 2, 10 und 11 sieht es nach Pyroxen-Gruppe aus, könnte bei 10 und 11 aber evtl. auch Amphibol-Gruppe sein. Unterscheidung durch die Winkel, die man sieht, wenn man auf die Kopffläche schaut (auf den Fotos leider nicht möglich): Pyroxen sieht nach 90° oder 45° Winkeln aus, Amphibole zeigen davon deutlich unterschiedliche Winkel. Genauere Bestimmung der Gruppenmitglieder ist wohl optisch nicht möglich, die Farben sind mehrdeutig.

Bei Stück 12 bringe ich mal ein Zeolith-Mineral ins Spiel: an anderen Fundstellen in der Eifel findet man in dieser Paragenese auch Thomsonit in solchen klaren Kugeln.

Bei den Stücken 13 und 17 würde ich mal auf Magnetismus prüfen (große offene Kompassnadel aus dem Physikunterricht!), könnte Magnetit sein.

Bei den Stücken 5 bis 7 würde ich Rutil nicht ganz ausschließen, auch wenn die Kopfflächen in der Perspektive eher seltsam aussehen.

Bei dem Rest halte ich mich erst mal zurück, da müsste ich zu sehr raten. Stammen die Stücke alle aus Kluftspalten im Basalt?

bis denn

Günter

Offline TKMineral

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #11 am: 01 Jan 12, 14:02 »
Hallo Michael!

Frohes neues!

bei 1,2,10,11 schleiße ich mich Günter an, es handelt sich um Pyroxen, die grünen lattigen xx werden eigentlich immer als Sammelbezeichung Klinopyroxen bezeichnet. Obs jetzt Diopsid oder Augit ist, kann ich auch nicht sagen (bei mir stehen die dann auch als Klinopyroxen in der Sammlung)

Nr. 3 + 4 bin ich auch ratlos

Nr. 5 + 6 + 7 zeigt auf jeden Fall Amphibol. Die Rutile aus der Eifel sehen etwas anders aus und kommen auch zumeist aus anderen Paragenesen (deine Funde scheinen größtenteils aus der Kluftparagenese zu stammen, Rutil kommt eher in Xenolithen vor bzw. am Laacher See selten auch mal in Auswürflingen)

Nr. 8 + 9. event. Tridymit oder Cristobalit...

Nr. 10 zeigt neben den grünen Pyroxen xx auch noch einen Titanitkristall

Nr. 12 könnte vl. schon Hyalith sein, da dieser vom Rothenberg beschrieben ist. Zeolithe sind bislang noch nicht aufgetaucht.

Nr. 13 + 17, da sage ich auch mal das gleiche wie Günter; es sind event. Magnetit xx

Nr. 14 scheint auch Titanit xx auf Pyroxen zu sein, jedenfalls stimmt mal die Farbe

Nr. 15, ist der Kristall braun durchscheinend oder sieht das nur auf dem Bild so aus??

Glück auf!
Thomas

Offline smoeller

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #12 am: 01 Jan 12, 14:41 »
Hallo,

Fohes Neues!!

Ich schließe mich Thomas und Günter soweit an. Leider kommt man bei Klinopyroxen und Amphibol ohne detaillierte Analyse nicht weiter.

Nr. 3 könnte ein sekundäres Mineral sein, sind ja auch Mn-Dendriten auf dem Nephelin. Am ehesten habe ich an ein Tonmineral wie Montmorillonit gedacht, aber es könnte auch durch Limonit gefärbter Opal sein. Beides ist z.B. aus dem Kaiserstuhl gut bekannt.

Nr. 4: Da kommste ohne Analyse nicht weiter. Könnte Richtung Apatit oder Aragonit gehen, aber auch irgendwas amorphes sein.

Glück Auf!
Smoeller

Offline MichaelP

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #13 am: 01 Jan 12, 23:17 »
Vielen Dank erst einmal für eure Antworten.

Die meisten Bilder sind in der Tat von Mineralien auf Kluftflächen im Basalt.

5, 6 und 7 stammen auf jeden Fall von solchen Kluftflächen. Wird dann wohl alles Amphibol sein.
Die Paragenese auf diesen Kluftflächen ist eigentlich immer die gleiche: Neben Mineralien aus der Biotit-Phlogopit-Reihe kommen Nephelin, die in den Bildern 5, 6 und 7 sowie den Bildern 1, 2 und 8 und 9 gezeigten Mineralien vor.

Auf ein paar Brocken fanden sich Tridymit zusammen mit Titanit.

Xenolithe waren kaum dabei. Bild 11 zeigt Kristalle auf so einem Xenolith.

Ich muss den ganzen Krahm erst wieder aus dem Keller holen, um genaueres sagen und Tests machen zu können....

Der Kristall auf Bild 15 ist übrigens nicht durchscheinend.

Eine große offene Kompassnadel muss ich mir erst irgendwo besorgen. Mit meinem Kompass konnte ich keinen Magnetismus der vermeintlichen Magnetite feststellen. Kann aber natürlich auch an der Winzigkeit der Kristalle liegen.

Auf die Winkel der Kopfflächen habe ich nie geachtet. Die schaue ich mir unter dem Mikro nochmals genauer an. Vielleicht kann ich dann wenigstens die Kristalle den Pyroxenen bzw. Amphibolen zuordnen.

Ich melde mich wieder.

Bis denne

Michael

Offline guefz

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Re: Mineralien vom Rothenberg / Eifel
« Antwort #14 am: 02 Jan 12, 00:03 »
Hallo Michael,

mit der Kompassnadel meine ich so etwas: http://www.phywe.de/51/pid/2026/Magnetnadel,-l-=-80-mm-.htm?PHPSESSID=8b3af3d7abe023e95e144b8f508ad485

Ich habe eine alte ausgemusterte in der Bauart...

Günter

 

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