https://crystalparadise.de/https://www.chiemgauer-mineralien-fossiliensammler.de/https://www.geolitho.eu/finanziell-unterstuetzen/

Autor Thema: Babylonquarz  (Gelesen 3991 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline Lexikon

  • Neuer User ohne Beiträge
  • Beiträge: 0
« Letzte Änderung: 31 Dec 14, 14:38 von Stefan »

Offline Collector

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.586
Babylonquarz
« Antwort #1 am: 18 Mar 12, 19:08 »
Hallo

Originalzitat:
Babylonquarz nennt man die ursprünglich von Bere Alston in England vorkommenden Kristalle, welche aus parallelen, terrassenförmig abnehmenden Tafeln von Quarz-Aggregaten zusammengesetzt sind. Die Entstehung wird durch abwechselnden Absatz von Fluorit oder anderen Mineralien (später aufgelöst) und Quarz erklärt.

Fragen :
1. Was hat das Wachstum von Quarz mit \"abwechselndem Absatz von Fluorit und anderen Mineralien\" zu tun ?
2. Kathedralenquarz ist weder Quarzart noch Varietät, sondern ein verkaufsförderndes Attribut für Quarzkristalle mit parallelem Wachstum. Warum muss solch ein Begriff in einem mineralogischen Lexikon stehen ?

Gruß
collector

Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Babylonquarz
« Antwort #2 am: 19 Mar 12, 20:23 »
Hallo!
Der Babylonquarz ist ein Sammlername und ähnlich dem Zinnenquarz(auch ein Sammlername),bei dem ein Einzelkristall mehrere Spitzen hat, auf Wachstumsstörungen zurückzuführen.Es wäre mit Sicherheit von Vorteil,daß irgendwie im Begleittext bei Wachstumsstörungen einzufügen.
Gruß Jens

Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Babylonquarz
« Antwort #3 am: 19 Mar 12, 20:57 »
Hallo!
Dann gibt es da noch die Seite Flachquarz!
Ich denke mal das damit auch Wachstumsstörungen gemeint sind.Solche Tafelquarze entstehen ja eigentlich in der Fadenquarzbildung.
Gruß Jens

Offline Collector

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.586
Re: Babylonquarz
« Antwort #4 am: 19 Mar 12, 22:34 »
Hallo Jens

was haben Deine Ausführungen mit meiner Frage zu tun ? Ich habe kein Wort zu "Babylonquarz" erwähnt, lediglich gefragt, was die Entstehung von Quarz mit "... abwechselndem Absatz von Fluorit oder anderen Mineralien (später aufgelöst) ... etc " zu tun hat.

Gruß
collector


Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Babylonquarz
« Antwort #5 am: 20 Mar 12, 06:39 »

Fragen :

2. Kathedralenquarz ist weder Quarzart noch Varietät, sondern ein verkaufsförderndes Attribut für Quarzkristalle mit parallelem Wachstum. Warum muss solch ein Begriff in einem mineralogischen Lexikon stehen ?


Hallo!
Das bezog sich auf Frage 2
Gruß Jens

Offline berthold

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.708
Re: Babylonquarz
« Antwort #6 am: 21 Mar 12, 11:00 »
Hallo,

Zitat
Was hat das Wachstum von Quarz mit \"abwechselndem Absatz von Fluorit und anderen Mineralien\" zu tun ?

Wenn ich der alten Literatur glauben darf: Quarz-Wachstumsbehinderung/Störung durch Fluorit in mehrphasiger Bildung. Siehe: ROSE, G. (1857) Über den sogenannten Babylonquarz aus England. Annalen der Physik, 176:, Issue 1, S. 142-145

Gruß
Berthold

Offline Jochen1Knochen

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.137
  • In meinem Brunnen ist ein Quarzgang
Re: Babylonquarz
« Antwort #7 am: 22 Mar 12, 21:33 »
Hallo!
Traurige Bilanz in der Internetsuche (bei Bildern) zeigt keinerlei echte Resultate auf diese Babylonquarze.Auch auf Kathetralenquarz und auch auf Zinnenquarz ist das Ergebnis mehr als unbefriedigend. Wie ich schon geschrieben habe,wäre das eine Texterwähnung wert,aber keine extra Lexikonseite!
Gruß Jens

Offline Collector

  • inaktiver User
  • ******
  • Beiträge: 2.586
Re: Babylonquarz
« Antwort #8 am: 23 Mar 12, 00:29 »
Hallo Jens

das (unbefriedigende) Ergebnis Deiner Recherche erstaunt mich nicht. 
collector

Offline cmd.powell

  • ******
  • Beiträge: 1.356
  • Calcit vom Winterberg, Harz
Re: Babylonquarz
« Antwort #9 am: 23 Mar 12, 15:53 »
Hi Peter

Ich kann mir nur vorstellen, das es sich bei dieser Aussage, wenn auch in weiten Grenzen, um das Phänomen der "Exomorphose" handelt. Verschiedene Anionen und/oder Kationen in der Wachstumslösung können die Tracht eines Kristalls beeinflussen. In diesem Zusammenhang erscheint es mir als logisch, wenn solche Ionen auch zur Ausbildung von Störstellen und letztlich zu makroskopischen Wachstumsfehlern führen. Möglicherweise gibt es da eine besondere Beeinflussung durch Calciumfluorit, was offenbar in der von berthold zitierten Arbeit untersucht wurde.

Offline heli

  • ******
  • Beiträge: 1.931
Re: Babylonquarz
« Antwort #10 am: 24 Mar 12, 13:44 »
Die deutschsprachige Originalliteratur von Rose findet sich hier: S.142 -145

http://books.google.at/books?id=JA44AAAAMAAJ&printsec=frontcover&dq=annalen+der+Physik+1857&hl=de#v=onepage&q=annalen%20der%20Physik%201857&f=false

Der Begriff wurde auch in neuerer Zeit von Mineralogen wie Meixner für wachstumsgestörte Quarze verwendet.

 

Mineralienatlas - Fossilienatlas - Info-Center

Neueste Beiträge Neueste Beiträge