Hallo Ralf,
Wahrscheinlich ist es nicht so einfach wie Du sagst, aber die kugelige Form entsteht meines Erachtens
durch das Bestreben der ausfällenden Kieselsäure, Sphärolithe zu bilden. Als kleinstes Molekül und
auch als Ganzes gesehen. Bei den Fluoriten z.B. ist es ähnlich, einzelne würfelige Kristalle setzen sich
aus vielen kleinen Würfeln zusammen und bilden einen grossen Kristall.
Doppelte oder dreifache Kugeln, warum soll das nicht funktionieren ?
Ich sprach von kieselsäure-getränkte Zonen, die durchaus miteinander verwachsen können.
Du sagst, dass es keine Übergangszonen gäbe, da bin ich nicht Deiner Meinung !
Sicherlich gibt es das, was Du beschreibst, aber bei den Thüringern ist die Umgebung des inneren
Achates mit Sicherheit mit Kieselsäure durchtränkt. Denn der umgebene Rhyolith von der Achatzone
aus läßt sich gut bis zum Rand hin polieren und ist hart. Dies habe ich auch schon bei vielen
Lierbachern gesehen.
Aber, Du hast recht, es gibt auch Achate im Lierbachtal, wo der Rhyolith in der angrenzenden Zone
vom Achat weg, sofort matt bleibt und die Kugel trotzdem nicht verwittert (porös) ist.
Ich habe auch schon Jaspisse poliert, die unheimlich durch andere Minerallösungen "verunreinigt"
waren und man nur schwer einen Glanz hinbekommen hat. Das Material war aber sehr stabil.
Vielleicht ist das auch hier so oder ähnlich der Fall . Zumindest wäre das ein Ansatzpunkt.
Übrigens schleife ich seit 6 Jahren Achate und weiß das es viele Phänomene rund um den Achat gibt.
Sicherlich hat da jeder eine andere Meinung und es ist schwer einen gemeinsamen Konsens zu finden

Grüsse an alle und Glück Auf !
HeikoB