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Autor Thema: Grubenlampe - aber welche ?  (Gelesen 2456 mal)

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Offline pery

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Grubenlampe - aber welche ?
« am: 09 Okt 20, 17:45 »
Servus zusammen,

Ich habe neulich bei einer Exkursion eine Grubenlampe gefunden.
Leider hat der Zahn der Zeit ordentlich Spuren hinterlassen, was nicht weiter verwunderlich ist.
Die Grube existiert seit gut 40 Jahren nicht mehr.

Vielleicht ist aber jemand von euch dennoch in der Lage zu erkennen um welches Modell es sich handelt?
Über jede Info bin ich dankbar!  ;)

Glück Auf
Felix


Grubenlampe - aber welche ?

Offline felsenmammut

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #1 am: 09 Okt 20, 17:51 »
Glück Auf!

Kannst Du den Standort der Grube geographisch eingrenzen? Es würde sicherlich zur Unterstützung motivieren bei den sich dann angesprochen fühlenden Lokalkennern.

Mit freundlichen Grüßen

Das Felsenmammut

Offline pery

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #2 am: 09 Okt 20, 18:07 »
Servus Markus

Wölsendorf, what else  ;D

VG und Glück Auf

Offline Josef 84,55

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #3 am: 10 Okt 20, 08:53 »
Servus Felix,

schwer zu sagen bei der Erhaltung und ich bin auch kein Lampenspezialist.
Im Vergleich mit meinen paar Funzeln viel mir auf, dass der Bügel am Karbidbehälter befestigt ist. Wahrscheinlich ist die Karbidlampe durch eine Schraube vom Bügel zum Deckel des Wassertanks verschlossen worden. Andererseits könnte die Verdickung des Bügels auch ein Gelenk sein, es ist aber unwahrscheinlich das dies eine Spannvorreichung war, weil dann der Bügel am Wassertank befestigt währe.
Weitere Bilder vom Deckel des Wassertanks und des Bügels sowie den Abmessungen der Lampe wären für die wirklichen Lampenkenner sicher hilfreich zur Bestimmung.

Glück Auf
Josef

Offline pery

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #4 am: 10 Okt 20, 10:52 »
Hallo Josef,

Vielen Dank für deine Einschätzung!
Ich habe die Lampe nun über Nacht in Oxalsäure eingelegt und inzwischen erkennt man ein wenig mehr.
Es sieht fast so aus als ob im Haltebügel ein Gewinde war, in dem eine Stellschraube steckte die auf die Lasche des Wasserbehälters drückt. Die zwei Teile des Geleuchts also einfach zusammengespannt wurden mittels dieser Schraube (?).

Glück Auf
Felix

Grubenlampe - aber welche ?


Grubenlampe - aber welche ?


Offline heli

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Offline Manfred Früchtl

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #6 am: 10 Okt 20, 11:22 »
Hallo Felix,
die hat große Ähnlichkeit mit meiner.
Meine ist aber aus dem Kohlebergbau, eine Karbid-Lampe.
Ein Tipp, die Teile in destilliertes Wasser legen, das entfernt im laufe der Zeit den Rost.
Das Wasser alle ca. alle 6 Wochen erneuern und das etwa ein Jahr lang.
Eigene Erfahrung und von einem Freund, wird auch mit archäologischen Funde aus Eisen so gemacht.
Gruß
Manfred

Offline pery

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #7 am: 10 Okt 20, 11:57 »
Servus,

Vielen herzlichen Dank für euere Ratschläge und Infos !!  :)
Das bringt mich schon ein großes Stück voran.
Im direkten Vergleich mit dem Geleucht im link, denke Ich das es sich um folgende Lampe handelt:

Grubenlampe - aber welche ?


Das Bergbaurevier stimmt ja ebenfalls :)


Danke und Glück Auf
Felix


PS: Das mit dem destillierten Wasser werd ich direkt ausprobieren, vllt kann man ja optisch noch mehr rausholen.
(Oxalsäure wird gern bei militaria verwendet, beaonders wenn Leder im Spiel ist)

Offline Fabian99

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #8 am: 10 Okt 20, 13:29 »
Hallo,

ich habe es noch nie selbst gemacht, aber "Entrosten Elektrolyse Eisen" liefert einige Anleitung, meist im alkalischen Medium.

https://www.rostschutz-forum.de/index.php?thread/2205-methoden-zur-rostbeseitigung-elektrolyse-eisen-m%C3%BCnzen/

gibt einen detaillierten Text zumindest, der mir logisch erscheint.

LG

Offline Steinjäger

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #9 am: 11 Okt 20, 19:07 »
Hallo Felix,

es handelt sich um eine Karbid-Handlampe von Wilhelm Seippel, Bochum in Westfalen, wohl aus den 1930er Jahren.
Es fehlen die Spannschraube, das Gehänge, der Wassertankdeckel, die Wasserschraube und der Brenner.
Die Lampe auf dem Foto in deinem Beitrag von 11:57 kommt aus England (Hersteller evtl. Premier, bin aber nicht sicher, da ich aus dem Thema Grubenlampen schon einige Zeit raus bin) und ist auch neuer (wohl 1960er Jahre).
Gruß und Glück auf!

Uwe

Offline pery

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #10 am: 12 Okt 20, 18:24 »
Wahnsinn Uwe  ;D

Vielen Dank für deine Expertise!!


Glück Auf
Felix

Offline Fabian99

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #11 am: 13 Apr 21, 17:44 »
Hallo,

auch wenn der Thread alt ist:
Ich habe gestern eine Lösung mit 1TL Natrium-Bicarbonat, =Backnatron oder Kaisernatron im Supermarkt, und Leitungswasser angesetzt.
Als Objekt diente eine alte Säge, bei der mit der Bohrmaschine und dem Drahtbürsten-Aufsatz nichts mehr zu holen war.
Eine Stelle blank geschmirgelt und 5V von einem USB-Ladeteil angelegt (USB-Stecker war kaputt). Die Säge war Minus und Eisennagel war Plus.

Nach 24h hier das Ergebnis, da geht bestimmt noch mehr! Die Säge ist nur abgewischt...

LG

Offline pery

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #12 am: 16 Apr 21, 16:31 »
Servus Fabian,

klasse Ergebnis!
Ich würde das gern selbst mal ausprobieren.
Kannst du ein Bild von deinem Aufbau mit ein paar Infos dazu einstellen?
Würde mich brennend interessieren ;)

Grüße & GA

Felix


Offline Fabian99

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #13 am: 16 Apr 21, 16:53 »
Naja, Aufbau:-)

Plastikdose in Becherglas - Dose alleine zu leicht, Glas und Metall naja...
Kontakt per Wäscheklammer

Dann Eisennagel als Anode, Objekt wird Kathode = Minuspol.

Strom per USB-Netzteil und Lüsterklemme

LG



Offline Steinjäger

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Re: Grubenlampe - aber welche ?
« Antwort #14 am: 17 Apr 21, 09:17 »
Hallo,

besser funktioniert das nach meiner eigenen Erfahrung wenn man anstelle des Eisennagels ein Stück Edelstahl verwendet und an dieses den Pluspol anschließt. Der Minuspol kommt dann an das zu reinigende Objekt. Optimale Ergebnisse gab es bei diesem Aufbau: Einen Edelstahlbehälter (z.B. einen Kochtopf oder Gastronormbehälter entsprechender Größe) verwenden, darin ohne direkten Kontakt zum Metall des Behälters das zu reinigende Objekt (an einem Stück Holz oder anderem nicht leitenden Material befestigt) möglichst mittig plazieren und als Stromquelle ein Ladegerät für Autobatterien verwenden.
Sollte man nur an einem gut belüfteten Ort tun da bei dem Prozess brennbare Gase freigesetzt werden können.

Gruß und Glück auf!

Uwe

 

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