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Autor Thema: Unbekannter Fund  (Gelesen 1560 mal)

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Offline Hotzenplotz

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Unbekannter Fund
« am: 10 Feb 25, 21:52 »
Hallo

Aus der umfangreichen Datenbank eines Sammlernachlasses stammt folgendes Bild.
Die Datei ist in einer separaten 'Fragezeichen'-Auflistung bezeichnet mit 'HT Mai23/Jura-LiasEpsilon -unbekannt- Bem. für Wurzeln zu tief, Spurenfossil/Pilz?'

Das Bild hab ich etwas zugeschnitten zur besseren Betrachtung. Der Brocken ist dem Handschuh mit auf dem Bild nach ca. 20cm breit.

Was könnte es sein? Ob es mitgenommen wurde und im Fundus vorhanden ist kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.









Offline Hotzenplotz

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Re: Unbekannter Fund
« Antwort #1 am: 12 Feb 25, 20:04 »

Nach weiterer Einsichtnahme der Daten kann ich endlich mal was mit Namen präsentieren.

Vom gleichen Fundort HT (vermutlich Fundortkürzel) wie das angefragte Stück stammt ein Ammonit, ca. 3cm im Durchmesser, der mit Leioceras benannt ist.
Was aber mit HT  gemeint ist, bin ich noch nicht dahintergekommen. Es fand sich jedoch der Zusatz  'Fundmöglichkeit erloschen'

Das Originalbild im Datenfundus ist nicht sehr gut, deshalb machte ich ein neues Bild.



Offline Chrisch

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Re: Unbekannter Fund
« Antwort #2 am: 12 Feb 25, 20:20 »
Leioceras könnte durchaus stimmen, siehe Steinkern:

Leioceras gr. comptum (Reinecke 1818)
https://www.steinkern.de/steinkern-de-galerie/sonstige-fundorte-mitteljura/leioceras-gr-comptum-reinecke-1818-11232.html

http://jsdammonites.fr/342.html

HT-Suche - "einfach" mal die einschlägigen Seiten auf passende Fundorte durchsehen und dann recherchieren...

Gruß Chrisch

Offline vandendrieschen

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Re: Unbekannter Fund
« Antwort #3 am: 13 Feb 25, 10:39 »

HT-Suche - "einfach" mal die einschlägigen Seiten auf passende Fundorte durchsehen und dann recherchieren...

Gruß Chrisch
Da fällt mir eine kleine Anekdote eines österreichischen Faltersammlers ein, der seine Sammlung einem Museum vermachte. Auf dem Etikett stand so was wie "LH" als Abkürzung drauf. Recherchen der Museumsleitung verliefen immer wieder im Sande, da es keine Örtlichkeiten mit dieser Abkürzung gab. Bis eines Tages sich eine Freundin meldete, die eine Almhütte besessen hatte bei der der Sammler immer mal zu Besuch war. Es stellte sich heraus, dass er auf einem Misthaufen hinter einem Toilettenhäuschen, um denen sich seltene Falter tummelten, besammelte und diese mit Lieschen Häuschen "LH" beschriftete.
Wenn man ältere Sammlungen, besonders von Lokalsammlern sieht, ist man schon dankbar, wenn es da überhaupt ein Etikett gibt. Wenn man recherchiert heißt es "der hat immer nur vor Ort gesammelt" und dann stolpert man in Sachsen über einen marokkanischen Malachit. Andererseits, wenn das Etikett fehlt, heisst das nicht, dass das Material wirklich vom Wohnort oder aus der Nähe des Sammlers stammt. Und wenn auf dem Etikett "Freiberg/Sachsen", natürlich ohne Datum, steht, dann weiß man immer noch fast nichts.
Wer mal alte Sammlungen bearbeitet hat, der weiß, wieviel Arbeit die Unsitte der Kürzel macht, sie zu entschlüsseln, und dass man oft nicht mehr dahinter kommt, was gemeint ist und somit Wissen verloren geht.
Auch als ich mir mal eine Sammlung aus dem plauenschen Grund angesehen habe, war nichts dokumentiert.
Für den erworbenen Syenit mit Titaniten muss ich mir daher auch nochmal den genauen Fundort geben lassen. Sofern er selbst gesammelt ist oder der Besitzer den Original Fundort noch weiß.

 

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