Hallo Roger
Es ist erstaunlich, daß Du ( bzw. Deine Kartiererkollegen) auf den abstract einer Publikation aus dem Jahr 1976 zurückgreifen.
Mittlerweile hat sich seit Dana ( 1873, Amerikaner, der den Begriff Geosynklinale geprägt hat) in der Tektonogenese einiges getan und die Orthosynklinalthese Stille`s ist eigentlich schon ein recht alter Hut- insoweit ist die Betrachtung von J. Dennis ( dem Autor des von Dir zitierten Publikation ) als ein interessanter Zwischenschritt in der Erklärung der verschiedenen Geosynklinal-Hypothesen zu betrachten. Aber - leider schon recht alt und mittlerweile tw. überholt.
Es gab bisher sehr wesentliche Meinungen und Unterschiede zur Entwicklung von Geosynklinal-Hypothesen, i.d.R. aber immer regional bezogen wie auf Nordamerika, Europa, Russland und später Japan. Der aktuellste Stand der Geosynklinal-Hypothesen dürfte wohl der sein, daß diese in engem Zuammenhang mit der Plattentektonik stehen.
Dessenungeachtet bleibt der Begriff Geosynklinale weiterhin gültig und wird aktuell als Konzept verwendet, wenngleich es daneben mittlerweile ganz neue globale tektonische Hypothesen gibt.
Auf Details einzugehen ist angesichts der umfangreichen Arbeiten zur Geotektonik schier unmöglich.
Die wohl aktuellsten Erkenntnisse zu status quo ( current state-of-play), Innovative Modelle, Zukunftsbetrachtungen und Diskussionen zur Geotektonik ( Focus on: Plate tectonics, , plate boundaries, Geosynclines, Continent-arc collision, Ocean-Floor-spreading, Intracontinental rifting, subduction and development of remnant basins etc etc ) sind:
-Foulger, Natland, Presnall, Anderson (Edit.); 2005: Plates, plumes and paradigms
-Mitchell, Garson; 1984; Global Tectonic settings
-Burov, Watt; 2005; The long-term strength of continental litosphere (Jelly Sandwich or Crème Brulée ); GSA Vol. 16, 1, 2006
gruß
collector