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Autor Thema: Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los  (Gelesen 194323 mal)

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Offline Manganit

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #135 am: 10 Oct 12, 20:09 »
Aus Niederschlag http://www.mineralatlas.eu/?l=3376 kamen noch viel mehr interessante Mineralien - seltene Kupferarsenate (LAPIS 1994), Uraninit, und besonders erwaehnenswert die Minerale der BiCoNi-Formation:
Deutschland/Sachsen/Erzgebirgskreis/Annaberg, Revier/Bärenstein/Niederschlag
Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los

Offline Walpurgin

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #136 am: 11 Oct 12, 08:35 »
Die Bi-Co-Ni-Ag Formation war in Niederschlag nie sonderlich stark vertreten und wenn sie es war haben die "Alten" so ziemlich alles rausgekratzt. Aber soweit wie ich gehört habe soll es, wenn es denn Erzanbrüche gibt, auch die mit abgebaut werden. Mineralogisch war Niederschlag auch nicht sonderlich bekannt für gute Silber oder Bi-Co-Ni Stufen.

Offline Garfield

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #137 am: 11 Feb 13, 15:39 »
Hallo Bergbauenthusiasten !

Ich würde ja auch gerne daran glauben dass der sächsische Bergbau wieder los geht.
Bis jetzt war alles nur“Berggeschrey“..
Es ist richtig dass sich verschiedene Firmen Bergbaurechte gesichert haben. Aber nun mal zu den Tatsachen:

Was ist los in Niederschlag ? Seit Oktober 2012 hört man kein Sterbenswörtchen über das Bergwerk mehr !
Eigentlich sollte ja im ersten Quartal 2013 die Produktion schon begonnen haben.
Die Wahrheit ist  eine Nachrichtensperre.
Auch auf der Internetsite der Nickelhütte Aue gibt es keine Info’s zum neuen Bergwerk !

Das kommt mir spanisch aber nicht gerade unbekannt vor !
Bereits 2004 sicherte sich die Phönix Fluß- und Schwerspat GmbH, eine Firma der Flourchemie Holding, die Abbaurechte am Floßberggangzug bei Ilmenau/Gehren.
Seit dem 7.03.2005 wurde durch den Schachtbau Nordhausen einen 1100m langen Tunnel im Querschnitt 16 bis 30 qm zur Lagerstätte vorgetrieben und die Lagerstätte erschlossen.

Seitdem laufen dort nur noch Erkundungsarbeiten bzw. man schreibt  „der Abbau wird vorbereitet“.

Für mich sehen solche Projekte nach staatlich geförderten Abschreibungsobjekten aus !   

Man nutzt die Lobby der einheimischen Bevölkerung welche zukünftige Arbeitsplätze sieht um die öffentliche Meinung dahin zu bringen um über etwaige Gefahren und Umweltbeeinträchtigungen des neuen Bergbaus hinwegzusehen.
Es werden dann unter Nutzung staatlicher bzw. EU-Fördermittel schnell Tatsachen bzgl. der Abbaurechte geschaffen und die Lagerstätte evtl. noch Aufgeschlossen.
Sodann aber dient das Bergwerk als  Abschreibungsobjekt und Steuersparmodell.

Geschehen so in Gehren seit 2005.

Ich bitte jetzt alle „Wissenden“ um Gegenstatements.

Mit freundlichen Grüßen und Glück Auf.
Uwe Dittmann.

Offline berthold

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #138 am: 11 Feb 13, 19:37 »
Hallo,

Zitat
Für mich sehen solche Projekte nach staatlich geförderten Abschreibungsobjekten aus !
 

für Gehren nein. Nach meinen Infos (von der Fluorchemie) soll der Abbau erst 2014 losgehen, das wurde mir schon vor drei Jahren so gesagt. Staatlich gefördert wurde da nichts, eher im Gegenteil...

Gruß
Berthold

Offline geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #139 am: 11 Feb 13, 20:09 »
Ich bitte jetzt alle „Wissenden“ um Gegenstatements.

Tut mir Leid Uwe ich kann auch nicht zum Gegenstatement ausholen, deinen Ausführungen ist eigentlich nichts hinzu zu fügen, außer wie Berthold schon schrieb, waren hier keine staatlichen Förderprogramme im Spiel. Durch das heraufbeschwören eines neuen Berggeschreys bleibt nur das Oberbergamt Freiberg und die BAF im Gespräch :-X und die Medien haben was zu tun ;)   Erst heute kam wieder ein Filmbericht im MDR das auf Altenberger Halden "nach neuen bisher noch nicht beleuchteten Rohstoffen" gesucht wird, mein Kommentar dazu: gut für die Bohrfirma die dadurch Arbeit hat und die BAF die sich wieder Arbeit und Aufmerksamkeit verschafft :-X

So wünschenswert ein neuer und effektiver Bergbau in Sachsen auch wäre, geben wird es ihn zu mindest mittelfristig nicht!

Gruß und Glück Auf Jürgen
« Letzte Änderung: 11 Feb 13, 21:38 von geomueller »

Offline fassi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #140 am: 11 Feb 13, 20:35 »
Zu Niederschlag

Man kann doch die Leute Gut verstehen , muss es denn immer  Neuigkeiten sofort geben ??
Man sollte das auch von der anderen Seite sehen , von denen die da doch etwas waagen . Für die Zukunft ist der Anfang schwer.
man will die einheimischen Rohstoffe , in diesen Fall Flusspat  nutzen um bei noch mehr steigenden preisen sein eigenes Standbein zu haben .

Ich würde da genauso handeln und " Mein Ding " machen , ohne gleich darüber zu berichten  ;) ;)

Wenn ein Autohersteller neue Fahrzeuge mit evt noch modernen Antrieben entwickelt und testet gibts auch nichts in der Presse  ;) 8)

PS : ich bin ganz sicher KEIN "Wissender "  ;D


Offline alihofi

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #141 am: 12 Feb 13, 07:04 »
Hallo,
Neuigkeiten zu Niederschlag,...
so wie ich gehört habe, ist der Aufbau der Aufbereitungsanlage für Fluss-u. Schwerspat auf dem Gelände der Nickelhütte in Aue voll im Gange.
Täglich werden Teile u. Anlagen aus Schweden und Holland geliefert und aufgebaut. Ob nun die Produktion im ersten Quartal 2013 wie geplant begonnen wird ist nicht bekannt. Es hat wohl auch Schwierigkeiten im Bereich des Altbergbau in Niederschlag gegeben , wo zur Zeit noch einige Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden. Definitiv wird es aber bei Fertistellung zum Abbau von Flusspat kommen.  ;)

Glück Auf
alihofi


Offline Sebastian

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #142 am: 12 Feb 13, 10:57 »
Hier noch mal ein Link zum Thema:
http://www.mdr.de/sachsen/probebohrung106.html
Gruss Sebastian

Offline openpit

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #143 am: 15 Feb 13, 21:37 »
Hallo,

im folgenden ein Auszug aus einem Artikel des Handelsblattes vom 01. Februar 2013 zum REE-Karbonatit Storkwitz:
Zitat
"[...] Ein unabhängiger australischer Gutachter hat nun die Schätzungen der Lagerstätte in Storkwitz, Sachsen, bestätigt. Insgesamt enthält diese 4,4 Millionen Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,45 Prozent Seltener Erden. Nach Angaben der Seltenerden Storkwitz AG (SES), einer Tochter der Deutschen Rohstoff AG, ist es die einzige bekannte Lagerstätte dieser Rohstoffe in Mitteleuropa.
Nachgewiesen worden seien vor allem die Spezialmetalle Cer, Lanthan, Praseodym und Neodym, die unter anderem für Flugzeugmotoren oder Magnete benötigt werden. Das Vorkommen in Storkwitz, dass bereits zu Zeiten der DDR erkundet worden war, enthält zudem Niob - ein als "strategisch wichtig" eingestuftes Metall, das beispielsweise in der Nukleartechnik eingesetzt wird.
Die Erschließungsarbeiten in Sachsen laufen auf Hochtouren: "Eine Pilotproduktion soll in den nächsten zwei bis drei Jahren aufgenommen werden", sagt SES-Vorstand Bernhard Giessel. "Frühestens 2017 könnte dann die richtige Produktion anlaufen."[...]"
Hoppe, T. et al. [2013]: Trügerischer Preisrutsch. In: Handelsblatt Nr. 23 vom 1./2./3. Februar 2013 S. 14f.

Der Artikel gibt jedoch gleichzeitig für die nahe Zukunft einen düsteren Ausblick für den REE-Abbau. Lediglich mittelfristig klingt es etwas optimistischer, wobei ich persönlich REE-Abbau nicht mit etwas Positivem assozieren kann.

Glück Auf!
openpit

Offline Garfield

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #144 am: 18 Feb 13, 14:20 »
Hallo OpenPit.

Genau das ist das Problem mit Storkwitz !
Wäre die Lagerstätte Open Pit und nicht auf 1000m Teufe wäre der Abbau höchst rentabel.

Glück Auf.
Garfield.



Offline rutilquarz

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #145 am: 23 Feb 13, 23:19 »
Hallo Flußspatliebhaber,

ich stimme der Einschätzung von alihofi zu, dass in absehbarer Zeit der Abbau in Niederschlag beginnen wird. Ich konnte vor ein paar Tagen das Grubengebäude unter Tage besichtigen, da wird straff gearbeitet. Wie im Bergbau nicht ungewöhnlich, gibt es immer wieder Unvorhersehbares. Der Altbergbau in Vebindung mit zum Teil schwierigem Gebirge macht immer wieder Schwierigkeiten, und ob der Zeitplan so genau eingehalten werden kann, ist vielleicht nicht das Entscheidende.
Der Gesellschafter  (d.h. private Geldgeber dieses Projektes) Jacob aus Ennepetal hat ja nach der Wende die desolate Nickelhütte in Aue übernonnen, an deren Überleben kaum jemand glaubte, und sie zu einem hochmodernen und profitablen Unternehmen gebracht. Deswegen bin ich zuversichtlich, das dies hier keine "Seifenblase" ist. In Vorfreude auf schöne Stüfchen mit Glückauf
rutilquarz 

Offline uwe

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #146 am: 26 Feb 13, 10:28 »
Der sächsische Bergbau geht vermutlich wieder los - hoffentlich nicht, möchte man jetzt sagen. Wir haben kürzlich unser Vereinsjubiläum in den Räumen der Grube am Schneckenstein abgehalten. Dabei erhielten wir u.a. recht interessante Hintergrundinformationen.

Der Schneckenstein ist geologisch weltweit einzigartig. Einen ähnlichen Fels gibt es in Südaustralien, aber der enthält keinen Topas. Ein Antrag zur Aufnahme dieses Felsen in das Unesco Naturerbe der Menschheit wurde seitens der Behörten abgelehnt, um den möglichen Bergbau nicht zu gefährten. Das der Bergbau dieses geologische Denkmal gefährtet scheint Nebensache, denn diese Gefährtung bringt an der Börse keinen Gewinn. Von den Amerikanern kam der Rat: "Grabt den gesamten Felsen doch aus und stellt ihn in ein Museum."

Wer die Landschaft um Schneckenstein, Gottesberg und Tannebergstal noch mal sehen will sollte sich beeilen.

Uwe

Offline Fluoritxx

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #147 am: 26 Feb 13, 14:57 »
@Uwe ...Irgendwie eine erschreckende Vorstellung,aber wie sagt man ... Geld regiert die Welt,Leider !

Offline geomueller

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #148 am: 08 May 13, 20:28 »
Hallo,
mehrere Medien berichteten in den letzten Tagen das umfangreiche Vorbereitungsarbeiten (für 750000 Eronen) am ehemaligen Wolframitbergwerk in Zschorlau abgeschlossen sind und man nun Untertage mit Vorrichtungs- und Erkundungsarbeiten auf Silber und biconi-Erze beginnt. Bei erfolgreicher Ekundung und Bestätigung der prognostizierten Vorräte wolle man 2014/15 im Zweischichtsystem mit ca. 50 Mann mit dem Abbau beginnen und Nickel-, Kobalt-, Wismut- und Silbererze im Verbund gewinnen.

So in etwa die Aussage der Medien.

Gruß Jürgen

Offline Jochen1Knochen

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Re: Der sächsiche Bergbau geht vermutlich wieder los
« Antwort #149 am: 08 May 13, 21:58 »
Gähn!
Wer bitte glaubt denn noch dem Herrn Geiger ::)
Die Zeitung? ;D ;D ;D ;
Gruß Jens

 

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