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Radioaktive Mineralien

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TKMineral:
Hallo!

Bild Nr.1 erinnert mich an Columbit von Hagendorf ,  Nr 2 sieht mehr aus wie Galenit (Bleiglanz)

Gruß

TK

Impaktus:
Hallo,
mit uranhaltigen Mineralien kenn ich mich nicht aus, aber Folgendes:
im Keuper Mittelfrankens gibt es den +-200 mio Jahre alten Burgsandstein.
Zum Burgsandstein Mittelfrankens gibt es ein Heftchen aus der Schriftenreihe des Bayerischen Geologischen Landesamtes aus den 50er Jahren,
das habe ich vor Jahren mal gelesen.
Dort soll es an manchen Stellen Anreicherungen mit bis zu 1kg Uran pro Tonne Gestein geben.
Da der Keuper Ablagerungsgebiet für Erosionsmaterial aus dem Moldanubikum ist (auf deutsch: der heutige Bayerische Wald und seine Umgebung)
muß das Uran von dort hergekommen sein.
Daß es heute noch Uran im Bayerwald gibt ist wohl wirklich eher unwahrscheinlich, es entstammt Gestein, das dort heute längst wegerodiert ist und die dort anstehenden Granite und Gneise sind sicher keine Quelle.
man hat in den 50er Jahren gezielt Prospektion betrieben wegen des Urans,weil man es für die westdeutschen AKWs nutzen wollte.
Man hat es aber angeblich wohl deswegen nicht abgebaut, weil es sich nicht lohnte, da die Wismut Aue aus der DDR billiger liefern konnte.
mfG
Impaktus

smoeller:
Hallo,

Es gibt im Bayrischen Wald durchaus radioaktive Mineralien (Uraninit, Euxenit, Samarskit usw.), nur sind diese halt selten.

Uranerze wurden im Fichtelgebirge (Großschloppen) versuchsweise gewonnen, ebenso im Schwarzwald (Menzenschwand, Müllenbach) und in der Pfalz (Ellweiler), wo sogar eine Aufbereitungsanlage bestand.

Glaube beim fraglichen Stück aber ehrlich gesagt eher nicht an Uranerz, da es selten ist in der Gegend. Ohne Foto geht es aber nicht.

Glück Auf!
Smoeller

berthold:
Hallo,


--- Zitat ---Daß es heute noch Uran im Bayerwald gibt ist wohl wirklich eher unwahrscheinlich, es entstammt Gestein, das dort heute längst wegerodiert ist und die dort anstehenden Granite und Gneise sind sicher keine Quelle.
man hat in den 50er Jahren gezielt Prospektion betrieben wegen des Urans,weil man es für die westdeutschen AKWs nutzen wollte.
Man hat es aber angeblich wohl deswegen nicht abgebaut, weil es sich nicht lohnte, da die Wismut Aue aus der DDR billiger liefern konnte
--- Ende Zitat ---

sorry Impaktus, aber da muss ich Dir schon wieder entgegnen (warum schreibst Du eigentlich sowas, wenn Du Dich damit überhaupt nicht auskennst?)

Das Uran für den ersten Reaktor in Bayern (und Deutschland) ist aus dem nordostbayerischen Grundgebirge gekommen.  Es gab mehrere Bergwerke / Versuchsbergwerke. Mir fallen jetzt vier ein, alle im Granit/Gneis. Im NO-bayerischen Grundgebirge gibt es eine sicher dreistellige Zahl von Fundpunkten für Uranmineralien.  Dass in der Zeit des kalten Krieges ausgerechnet Uran rübergekommen sein soll - hmm glaub ich nicht so recht.  Eher war wohl der Preisverfall auf dem Weltmarkt die Ursache, dass sich die Kleinstlagerstätten nicht rentierten.

Übrigens sind ausgerechnet die Granite häufig Träger von Uranmineralien.

Gruß

Berthold

... der gerade einen Beitrag (für den Aufschluss) über die Uranmineralien geschrieben hat - die Deiner Meinung nach längst wegerodiert sein sollten  ;D

Bergmeister:
@Impaktus
Bei "Wismut Aue" handelte es sich um eine Fußballmannschaft der ehemaligen DDR. ;D ;D ;D

Uran der SDAG Wismut für westdeutsche AKW´s = völliger Blödsinn. Da ging jedes Milligramm an den Russen.

Kopfschüttelnd, der Bergmeister.

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