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Achat aus St. Egidien

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berthold:
Hallo Gerhard,

ja, es gibt da recht viel Theorien - und noch mehr Spekulationen. Nur, es gibt auch wissenschaftliche Forschung und Untersuchungen zur Achatgenese. Allerdings kenne ich keine Theorie nach der Achate in einem Temperaturbereich über dem kristischen Punkt des Wassers (und den hätten wir bei Magma ja sicher) gebildet würden (wenn Du dazu Infos/Literatur hast: bitte Quellen nennen). Ich sehe auch keinen Anhaltspunkt bzw. Notwendigkeit durch Magmaeinfluß getrennte Rhyolithkugel zu vermuten, schlichte Tektonik reicht ja auch.

Gruß
Berthold

Gerhard:
Hallo Berthold
Die bekannteste Theorie zur Entstehung der Achate ist doch die---- Achate enstehen in Gasblasen
in der erstarrenden Lava.( in basischen und sauren Laven)---- also basische Achate findet man
in Melaphyre--- saure Achate in Porphyre od Rhyolithe
Schon im späten Mittelalter wurden Untersuchungen durchgeführt von Collini
Im 20.JH dann Liesegang --- Blankenburg ---Fischer usw.
Ich lehne mich andie Theorie von Blankenburg (auch Werner),denn die Kugeln von St Egidien
sind sternförmig ausgefüllt---( saurer Magmatit des Rotliegendeen)
Literatur -----Achat von Blankenburg 1982  und 6 weitereDarlegungen.
auch in Aufschluss 42,  Seiten 275---- 282 von Lottner -Blankenburg
1991
Gerhard

berthold:
Hallo Gerhard,

mal vorweg:


--- Zitat ---Folgende Postulate sind das Ergebnis neuerer Achatentstehungsforschung:
1) Achate sind grundsätzlich sekundäre Füllungen von Gesteinshohlräumen.
2) Achate in Vulkaniten sind keine vulkanischen Produkte, sondern späte Bildungen in erkalteten Laven.
3) Achate entstehen ausschließlich im sogenannten "sedimentär-diagenetischen Druck-Temperatur-Bereich", dessen T-Obergrenze bei ca. 180-200 °C liegt. Sie bilden sich in vielen Fällen bei Temperaturen deutlich unter 180 °C.
4) Die Achatsubstanz - hauptsächlich Siliziumdioxyd - kann nur mittels wässriger Lösungen zum Achatbildungsort, d.h. in den Gesteinshohlraum transportiert worden sein.
5) Die Lösung muss eine relativ hohe Dichte (nahe 1g/cm³) besessen haben. Das heißt: gesättigter oder gar überhitzter Wasserdampf sind auszuschließen.
--- Ende Zitat ---
(Zitatquelle: http://www.horo-achate.de/entstehung/entstehung_de.shtml)

Auch wenn ich jetzt den Aufschluss-Artikel auf die Schnelle nicht gelesen habe, die Theorie von Blankenburg 1982 (Achate in den Rhyolithen seien umgewandelte Xenolithe saurer Sedimentgesteine) muss spätestens durch GÖTZE et al (2001) aber auch schon durch HAAKE & HOLZHEY (1989) als widerlegt gelten. Wissenschaftlich abgesichterte Temperaturen (Achatgenese) - auch St. Egidien - bewegen sich immer (deutlich) unter 250°C.

Gruß
Berthold

Gerhard:
Sie sollen eine Seltenheit sein,die blauen Achate aus der Umgebung von St.Egidien. Und ich habe
einen gefunden ,am ------.Das Fundstück hatte keine übliche Kugelform ,sondern es sah aus wie ein   Felsbruchstück, Ich habe dann diese Form herausgechliffen.
 .Bis auf einen Fehler sind die Ringe komplett
Mich würde noch interessieren,welche Minerallösungen diese blauen Farben hervorbringen,denn die
meisten Achate von St.Egidien haben eine rötliche Farbton.
Ich bin bestimmt nicht der einzigste, der einen blauen Achat hat. Also--dann zeigt mal Eure blauen
Achate von St.Egidien
Gruß Gerhard

Mineralroli:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Sachsen/Erzgebirgisches%20Becken/St.%20Egidien

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