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Autor Thema: Zinkblende  (Gelesen 20319 mal)

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Offline Philip Blümner

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Zinkblende
« am: 23 Jun 04, 11:51 »
Hallo!
Kann Zinkblende auch Würfel ausbilden? Ich habe darüber nichts gefunden. Ich weiß, dass Fluorit gerne auf Sphalerit wächst...ist es evtl. möglich, dass Sphalerit einen Überzug über die Fluoritwürfel gebildet hat?

Offline uwe p.

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Re: Zinkblende
« Antwort #1 am: 23 Jun 04, 17:28 »
hallo
eine reinen zinkblende würfel habe ich selber noch nie gesehen, aber es gibt durchaus mischungen zwischen dem reinen würfel udn z.b. den deltoidikositetraeder, hierbei können die deltoidikositetraeder flächen ziemlichen weit zurückgetrieben sein sodass ein optischer würfel dominiert.

aber rein kristallchemisch sollten zinkblene würfel schon möglich sein. der würfel ist ja in allen kubischen kristallklassen möglich.

mfg uwe

Offline McSchuerf

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Re: Zinkblende
« Antwort #2 am: 23 Jun 04, 18:51 »
..da muss ich dann auch mal meine Sammlung nach Sphalerit-Würfeln durchforsten.. ;)..

..ich sag Euch dann noch Bescheid, wenn ich Stufen dazu finde.. ;)

Gruß Peter

Offline Philip Blümner

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Re: Zinkblende
« Antwort #3 am: 24 Jun 04, 11:10 »
Ich habe neulich sowas gesehen, und wenn das also möglich ist...dann werde ich sie mir kaufen  :D
ich kann dann ein Foto reinstellen.
Pyrit oder sonstiges derart ist es nicht, die Würfel haben genau die gleiche Farbe und Schimmer.

Offline Philip Blümner

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Re: Zinkblende
« Antwort #4 am: 29 Jun 04, 18:57 »
So, nun gehört die Stufe mir. Muss nur noch ein Bild davon machen!

Offline Philip Blümner

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Re: Zinkblende
« Antwort #5 am: 30 Jun 04, 12:20 »
Gut, das Thema hat sich wohl erledigt.
Die Würfel sind bei näherem Betrachten dem Galenit zuzuordnen.
Weiß jemand, wo in Osteuropa solches gibt? Ich habe einen Tip bekommen, dass Sphalerit mit Galenit da herkommen würde.
Auf der Stufe sind außerdem noch kleine gelbe Calcit-Doppelender, die dem Calcit aus Elmwood ähnelt.

Offline Schatten

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Re: Zinkblende
« Antwort #6 am: 30 Jun 04, 12:30 »
Hallo sluggy,

habe eine Stufe aus Madan/Bulgarien, vieleicht hat die ja Ähnlichkeit mit Deinem Stück....? Aus einiger Entfernung hat der Galenit wirklich das gleiche Aussehen wie die Sphaleritkristalle (Farbe und Glanz), liegt wahrscheinlich an der tiefschwarzen Farbe der Sphaleritkristalle... ???

[gelöscht durch Administrator]
« Letzte Änderung: 30 Jun 04, 12:39 von Schatten »

Offline Philip Blümner

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Re: Zinkblende
« Antwort #7 am: 30 Jun 04, 16:19 »
Hi Schatten
deine Galenitwürfel haben aber so abgeflachte Ecken. Meine sind richtig würfelig wie Fluorit, auch leicht parkettiert, besitzen aber diese Silbrigkeit wie Galenit eben.
Erst am WE komme ich -vielleicht- dazu, Fotos zu machen.
Dann werden wir weiter sehen.

Offline McSchuerf

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Re: Zinkblende
« Antwort #8 am: 30 Jun 04, 17:28 »
Hallo sluggy.. ;)

..die Bleiglanz-Kristalle von Madan, im Rhodopengebirge von Bulgarien haben Kantenlängen von bis über 1 cm x 7 mm und zeigen teilweise abgeflachte bzw. gerundete Kanten..ich habe eine Stufe mit Quadern, Würfeln und Dodekaedern, z.T. auch verzwillingt aber nicht mit Zinkblende sondern dafür in Paragenese mit weißen Calcit-XX.. ;)

Gruß Peter

Offline geomueller

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Re: Zinkblende
« Antwort #9 am: 30 Jun 04, 18:06 »
Hallo Slugslayer,
exakte Würfel Galenit sind z. B. aus Rumänien, Baia Sprie, bekannt. Die Stufen von dort sind eigentlich an ihrer für den Fundpunkt typischen Paragenese relativ leicht zu erkennen, also mit einem Foto könnte man das sicherlich zuordnen ob sie von dort sein könnte.

Jürgen

Offline McSchuerf

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Re: Zinkblende
« Antwort #10 am: 30 Jun 04, 18:34 »
..aber ging es nicht ursprünglich um Zinkblendewürfel?.. ;) ;D..da kann ich beim besten Willen kein Beispiel finden..auch nicht in meiner Sammlung und das will schon was heißen.. ;)

..dagegen würfelige Bleiglanzgeschichten en masse.. ;)..z.B. auch von Baia Sprie, wie Du schon richtig sagtest.. :)

Offline uwe

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Re: Zinkblende
« Antwort #11 am: 01 Jul 04, 09:01 »
Über Form und Ausbildung der eigentlichen Minerale läßt sich der Fundort nur sehr schwer oder über nicht bestimmen. Es geht am ehesten noch über die Beurteilung der Matrix (Stufenrückseite betrachten).

Es ist hier wieder das alte Problem. Es wird bei einer Stufe zu viel Wert auf  die Bestimmung des Minerals und zu wenig Wert auf die Dokumentation des Fundortes gelegt.  Dabei predige ich immer: Die Fundortdokumentation ist das wichtiste ! Das Mineral läßt sich auch in 100 Jahren noch (oder vieleicht sogar noch besser) bestimmen.

Diesen Rat möchte ich vor allem den jüngeren Sammlern ans Herz legen. Nehmt keine Stufen, bei denen der Fundort nicht klar ist. Ihr ärgert Euch zeitlebens.

Glück Auf
Uwe

Offline McSchuerf

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Re: Zinkblende
« Antwort #12 am: 01 Jul 04, 12:05 »
Hallo uwe,

das predige ich auch schon seit 30 Jahren aber hier ging es doch um eine ganz andere Ausgangsfrage. Weshalb soll man denn nicht mal einen Fall aufspüren (Fundort ist dann natürlich auch wichtig..) bei dem die Zinkblende direkt in Würfeln auftritt..ach ich schaue jetzt mal die Lapis-Hefte durch..muss es doch auch einen Steckbruief geben, wo mal mindestens ein Fundort benannt wird, wo die Würfel auftreten... ::)

Gruß Peter

Offline Philip Blümner

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Re: Zinkblende
« Antwort #13 am: 01 Jul 04, 12:09 »
Hallo McSchuerf
Ja, eigentlich ging es um Zinkblende-Würfel. Aber ich weiß nicht, ob du den ganzen
Thread durchgelesen hast  ;) ....denn ich erwähnte, dass es sich nicht (mehr) um
würfelige Sphalerit-Aggregate geht, sondern um Galenit.
Diese sind nun nicht unbedingt Begriff dieses Threads, eigentlich ist dieser Thread
schon beendet. Nur möchte ich noch den FO kennen...und dazu muss nicht noch
ein Thread geöffnet werden... ;D

@uwe
Ha, du bist ein großer Mann. Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit den Fund-
orten der jeweiligen Minerale. Angefangen hat das wohl mit dem Paraibait. (Bei
ebay wurde vor kurzem einer verkauft, Kristalllänge ca. 6cm xx für €161,00!). Auf
 jeden Fall ist die Matrix sehr wohl interessant. Ich weiß nicht, was für eine Matrix
 es ist. Es ist hellgrau und glitzert ungemein. Ich könnte meinen, es wäre eine Art
 Sandstein.
Ich besitze noch einen gelben Calcit aus Elmwood (wo ist das genau?!), die haar-
genau die gleiche Matrix besitzt.

Wie genau muss der FO bekannt sein? Reicht nur das Land oder muss es gar die
Mine sein? Mich faszinieren sehr Hunanfluorite, einen genaueren Ort kenne ich
nicht. Das Auffüllen dieser Wissenslücke wird mir aber eh bei meinen geringen
 China-Kenntnissen nicht viel bringen, zudem heißen die Orte ja alle so ähnlich.
Mir wäre das Funddatum auch wichtig, nicht dass sich jemand auf die Suche nach
tollen Amethysten nach Idar-Oberstein verirrt, weil es dort keine mehr gibt (ist
doch so, oder?)!

Offline uwe

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Re: Zinkblende
« Antwort #14 am: 01 Jul 04, 19:36 »
Könnte eine interessante Diskussion werden.

Das mit den Fundorten ist natürlich relativ zu sehen. Wer aus rein ästhetische Belangen sammelt, braucht keine Fundorte.

In Bergbaugebieten mit langer mineralogischer Tradition reicht allerdings nicht mal der Name der Grube, sondern hier geht die Dokumentation manchmal bis zum Gang, z.B. die bekannten Quarze vom Prinzlergang in Ehrenfriedersdorf. Die sind dann schon teurer als ähnlich Quarze von den benachbarten Greifensteinen. Die Fundortangabe z.B. "Schneeberg, Erzgebirge" reicht eben nicht. Ich habe eine kleine Silberstufe mit altem Etikett und nur dieser mageren Fundortangabe. Ich lasse die Stufe natürlich in der Sammlung, aber es ist unbefriedigend.

Andererseits habe ich mal mit einen Amerikaner eine Ferntausch durchgeführt. Er war regelrecht verzweifelt, als mir z.B. der Fundort von Ajoit mit Ajo/Arizona nicht ausreichte. Er hat mir dann begreiflich gemacht, daß es in dieser Gegend eben nicht genauer geht. "10 miles nach Norden und am ersten Kaktus links" ist auch keine allzu wissenschaftliche Fundortbeschreibung.

Insofern Slugslayer, ehrt es Dich, wenn Du versuchst die Fundorte Deiner vermutlich geerben (?) Stufen genauer zu bestimmen. Das ist allerdings ohne weitere Hinweise schwer. Das Gestein der Matrix reicht oft nicht aus sondern hier ist auch die Ausbildung und die Paragenese oft wichtig.

Ich will nur die Sensibilität für die genaue Fundortdokumentation wecken. Wenn's nicht anders geht - und oft geht es bei ausländischen Stufen auf großen Börsen nicht - muß eben Fluorit/Hunan Province langen. Aber auf lokalen Börsen von einheimischen Sammlern soll man auf jedem Fall möglichst viel vom Fundort herauspressen. Die Nachwelt wirds danken.

Glück Auf
Uwe

 

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